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	<title>News</title>
	<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/</link>
	<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 06:59:01 +0000</pubDate>
	<ttl>43200</ttl>
	<description>Meinungen, News und Blogeinträge zum Thema nationaler Fußball.</description>
	<item>
		<title>Tag der Revanche für Salzburg, Rapid und Sturm? Die letzten vier Paarungen der ÖFB-Cup-Achtelfinals</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/erste-liga-regionalliga/tag-der-revanche-fur-salzburg-rapid-und-sturm-die-letzten-vier-paarungen-der-oefb-cup-achtelfinals-r595</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Heute wird das Achtelfinale des ÖFB-Cups mit weiteren vier Partien komplettiert. Den Anfang macht eine Matinee in Reichenau, danach kommt es zu den Spitzenduellen der dritten Spielrunde, unter anderem mit zwei Duellen zwischen Bundesligaklubs.</em><br />
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Die Spielvereinigung Reichenau ist die bisher größte Überraschung des ÖFB-Cups 2011/12: Die Tiroler bezwangen bisher die Amateure des FC Wacker Innsbruck, Austria Klagenfurt und den Kapfenberger SV 1919 und treffen nun im Achtelfinale am Mittwoch um 10:30 Uhr auf die Wiener Austria. Für die Europacupfighter in Violett ist das Spiel beim Landesligisten das vierte Pflichtspiel innerhalb von elf Tagen. Zwar muss der FK Austria Wien aufgrund der bisherigen Erfolge der Reichenauer gewarnt sein, allerdings sollten die Qualitätsverhältnisse dieser Achtelfinalpaarung doch eine klare Sprache sprechen. Die Austria, die lange Zeit die Vorherrschaft im österreichischen Cup inne hatte und letzte Saison im Viertelfinale durch jenes legendäre 0:4 gegen Austria Lustenau ausschied, nimmt diese Partie jedoch sehr ernst und möchte seinen Ruf als (zumindest) Titelmitfavorit bestätigen.<br />
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<strong class='bbc'>Salzburg will Heim-Negativserie gegen den LASK beenden</strong><br />
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Um 16:00 Uhr trifft Red Bull Salzburg zu Hause auf den LASK. Abgesehen davon, dass der Cup ohnehin seinen eigenen Gesetzen gehorcht, sind die Salzburger in Heimspielen gegen den LASK seit 217 Minuten torlos, verloren das letzte Bundesliga-Duell beim Trainerdebüt von Ricardo Moniz mit 0:1, spielten davor nur 0:0. Der LASK präsentierte sich zuletzt wechselhaft, verlor in der vergangenen Runde der Ersten Liga zu Hause mit 0:3 gegen Austria Lustenau, obwohl man davor zwei lockere Siege gegen Hartberg (2:0) und die Vienna (4:0) einfuhr. Neben dem Titelkampf in Österreichs zweithöchster Spielklasse ist der Cup für die Elf von Walter Schachner die zweite Hoffnung, um an die große weite Fußballwelt heranzuschnuppern. Bei idealem Verlauf müssten die Linzer nur noch drei Gegner ausschalten, um 2012/13 an der Europa League teilzunehmen. Nicht unmöglich, wie vor allem das Beispiel der Lustenauer Austria in der Vorsaison bewies. Der LASK schaltete im diesjährigen Cup die Amateure von Sturm Graz und der Wiener Austria aus, Salzburg hatte mit Baumgarten und SAK Klagenfurt keine Probleme.<br />
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<strong class='bbc'>Ried in Wien-Hütteldorf noch sieglos</strong><br />
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Trainer-Fuchs Paul Gludovatz muss mit seiner SV Ried nach Hütteldorf, wo die Innviertler noch nie gewinnen konnten. Das letzte Tor der Rieder im Hanappistadion erzielte Thomas Burgstaller im Dezember 2009 – damals unterlag Ried mit 1:2. Es folgten 0:3-, und 0:2-Niederlagen, sowie ein flottes, ansehnliches 0:0 zu Beginn der neuen Saison. Rapid holte seinen letzten Cup-Titel im Jahr 1995 – mit der SV Ried haben die Grün-Weißen nach dem letztjährigen Cup-Aus (1:2-Niederlage in Ried) noch eine Rechnung offen. Leicht wird die Aufgabe für den SK Rapid aber freilich nicht, da sich die SV Ried in den letzten Jahren im Hanappistadion zumeist gut auf die Hütteldorfer einstellte und derzeit über Offensivspieler verfügt, die den Defensivleuten des SK Rapid nicht unbedingt schmecken. Während die SV Ried mit Siegen über die Austria und Mattersburg Selbstvertrauen tankte, wartet Rapid seit dem 24.September auf einen vollen Erfolg (damals 3:0 in Innsbruck). Die letzten beiden Spiele der Grünen endeten jeweils Unentschieden. Ein Hauch von Verlängerung liegt bereits jetzt über dem Westen Wiens…<br />
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<strong class='bbc'>Meister gegen Tabellenführer als Abschluss</strong><br />
<br />
Der letzte Viertelfinalist wird um 18:00 Uhr beim Duell zwischen Meister SK Sturm Graz und Aufsteiger und Tabellenführer Admira ermittelt. Die Admira ist mittlerweile unglaubliche 13 Pflichtspiele in Folge unbesiegt und der SK Sturm schoss sich zuletzt mit einem 2:1-Sieg über Vizemeister Red Bull Salzburg für die wichtige Cuppartie ein. Für Spannung in der UPC-Arena ist auf jeden Fall gesorgt!<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 18:03:02 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Nur ein Bundesligaklub, aber trotzdem große Spannung und ein Derby - die ersten vier Spiele des ÖFB-Cup-Achtelfinals</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/erste-liga-regionalliga/nur-ein-bundesligaklub-aber-trotzdem-grosse-spannung-und-ein-derby-die-ersten-vier-spiele-des-oefb-cup-achtelfinals-r593</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Heute steht der erste Teil des Achtelfinales im ÖFB-Samsung-Cup an. Vorerst mir rarer Bundesligabeteiligung: Von den sieben verbliebenen Klubs aus Österreichs höchster Spielklasse kommt nur Wacker Innsbruck zum Einsatz. Für Spannung ist dennoch gesorgt, denn so manchen Profiklub könnte es auch heute erwischen.</em><br />
<br />
Den Anfang macht das Lustenauer Derby um 18:30 Uhr. Beim Spiel zwischen Austria Lustenau und dem FC Lustenau treffen zwei Teams aufeinander, die nach zwischenzeitlichen Problemen wieder zu einem Hoch gefunden haben. Die Austria aus Lustenau ist seit drei Spielen unbesiegt und erzielte dabei satte acht Tore. Auffällig ist dabei die Leistungsdichte, denn gleich sieben verschiedene Spieler sorgten für diese Treffer – einzig Abwehrspieler Christoph Stückler traf zweimal. Im Cup hatten die Grünen aus Vorarlberg bisher mit Union Innsbruck (7:0) und dem SC Bregenz (2:0) kaum Probleme.<br />
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<strong class='bbc'>FC Lustenau wieder mit Selbstvertrauen</strong><br />
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Vor dem blau-weißen Lokalrivalen aus Lustenau ist man allerdings gewarnt, denn seit dort Neo-Coach Damir Canadi das Zepter schwingt, geht es mit dem Abstiegskandidaten aufwärts: Der FC besiegte vor elf Tagen Blau-Weiß Linz auswärts mit 6:1 und am vergangenen Wochenende gab es ein respektables 2:2 gegen den SCR Altach. Der „kleine Bruder“ brauchte für acht Tore also nur zwei Partien, wobei der Ex-Austrianer Christoph Freitag, Ex-Schottland-Legionär David Witteveen und Rapid-Leihgabe Daniel Luxbacher je zwei Treffer erzielen konnten. Im Cup setzte sich der FC Lustenau zuvor jeweils knapp gegen den SKU Amstetten und DSV Leoben durch.<br />
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<strong class='bbc'>Wacker Innsbruck Favorit gegen Grödig</strong><br />
<br />
Um 19:00 Uhr kommt es zu drei weiteren Spielen: Der FC Wacker Innsbruck empfängt den SV Grödig, der in der Liga nur eines seiner letzten sieben Spiele gewinnen konnte. Die Grödiger haben dabei vor allem Probleme im Abschluss: In sieben Spielen traf das Team nur achtmal, wobei die Angreifer Joachim Parapatits und Diego Viana, beide mit Bundesligaerfahrung ausgestattet, jeweils zwei Tore erzielten. Gegen die wieder erstarkten Innsbrucker, die Tabellenführer Admira vergangene Woche an den Rand einer Niederlage drängten, wird aber ohnehin eher eine stabile Abwehr gefragt sein. Grödig muss sich in Tirol aufs Kontern verlagern und defensiv mit möglichst vielen Spielern hinter den Ball kommen. Der FC Wacker Innsbruck setzt auf seinen Kreativmann Carlos Merino, der aktuell in Hochform agiert. Zudem hat der Bundesligaklub im bisherigen Verlauf des Bewerbs noch keinen Gegentreffer kassiert: Gegen St.Margarethen (3:0) und Hellas Kagran (4:0) gab es jeweils ungefährdete Siege.<br />
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<strong class='bbc'>Harter Brocken für Blau-Weiß Linz</strong><br />
<br />
Blau-Weiß Linz gab letztes Wochenende mit dem 3:1-Sieg in Grödig die richtige Antwort auf die 1:6-Heimschlappe gegen den FC Lustenau. Der heutige Gegner hat jedoch Erstligapotential: Mit den Red Bull Juniors wartet ein Team auf die Blau-Weißen, das sich nach einem schwachen Saisonstart erfing und nun seit elf Pflichtspielen unbesiegt ist. Im Rahmen dieser elf Spiele eliminierte das Team zum Beispiel den SV Mattersburg in der zweiten Cup-Runde im Elfmeterschießen. Die überragenden Akteure der jungen Salzburger in den vergangenen Wochen waren Lukas Katnik (22) und der Ghanaer Felix Adjei (20), der mittlerweile auch in der Bundesliga debütieren durfte. Mit Manfred Pamminger (33) verfügt das Team außerdem über einen Routinier, der das Gefüge der unerfahrenen Elf zusammenhält.<br />
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<strong class='bbc'>Rapid Amateure nicht zu stoppen?</strong><br />
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Nach einem zwischenzeitlichen Hoch fiel der TSV Hartberg wieder in ein Loch und verlor die letzten drei Ligaspiele ohne dabei ein Tor zu erzielen. Die Tordifferenz aus den drei Spielen gegen WAC/St.Andrä, den LASK und Austria Lustenau beträgt 0:9. Das letzte Tor der Hartberger erzielte Lukas Mössner (der bereits bei sechs Saisontreffern hält) vor 282 Minuten. Der 24-jährige Hoffnungsträger Rexhe Bytyci hat aktuell die „Seuche am Fuß“ und braucht dringend ein Erfolgserlebnis, damit ihm der Knoten wieder platzt, wie es bereits im August einmal der Fall war. Die Steirer müssen heute auswärts bei den Rapid Amateuren antreten, die mit breiter Brust ins Achtelfinalspiel gegen den Tabellenletzten aus Österreichs zweithöchster Spielklasse gehen: Immerhin besiegten die Nachwuchs-Rapidler bereits den SC Wiener Neustadt und WAC/St.Andrä. Zudem gewannen die Amateure die letzten drei Ligaspiele (zuletzt das Amateur-Derby gegen die Austria Amateure mit 1:0) und kassierten in den letzten fünf Spielen nur einen Gegentreffer. Das Team von Zoran Barisic, in dem in den letzten Wochen vor allem Stürmer Lukas Grozurek, sowie die Mittelfeldspieler Kristijan Dobras und Dominik Wydra glänzten, ist für das Duell mit dem TSV gewappnet.<br />
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Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 11:52:39 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Kein Sieger in Wien 10 - aggressives, kraftaufwändiges Derby endet 1:1!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/kein-sieger-in-wien-10-aggressives-kraftaufwaendiges-derby-endet-11-r587</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Das 299. Wiener Derby wurde ohne Sieger beendet. Die Austria und Rapid trennten sich im ehemaligen Horr-Stadion, heute „Generali-Arena“, mit 1:1. Es war ein Spiel, in dem beide Teams in entschlosseneren Zeiten vehementer auf Sieg gespielt hätten. Eigentlich war für beide Mannschaften mehr drin, man schien sich aber grundsätzlich mit dem Remis zufrieden zu geben.</em><br />
<br />
Austria-Trainer Karl Daxbacher entschied sich in der Offensive erneut für Nacer Barazite als Solospitze. Dahinter sollten Junuzovic, Jun und Gorgon für Dynamik und die richtigen Pässe sorgen. Rapid-Schreck Roland Linz blieb damit auch im Derby auf der Bank – womit sich Karl Daxbacher jedoch ein wenig verspekulierte. Nacer Barazite präsentierte sich unauffällig, trat bei weitem nicht so präsent auf, wie man es in den letzten Wochen des Öfteren von ihm sah. Die größten Chancen der Wiener Austria hatte der später eingewechselte Linz. Jeweils bedingt durch seine Fähigkeit dort zu stehen, wo ein Stürmer stehen soll. Nicht umsonst gibt es keinen aktiven Fußballer, der gegen Rapid öfter traf als Linz. Einzig im Abschluss schwächelte der 30-Jährige und vergab die beiden Matchbälle für die Violetten. <br />
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<strong class='bbc'>Technik gegen Kampfgeist</strong><br />
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Die Grundanlage des Spiels war ein Spiegelbild für die alten Tugenden der beiden Klubs. Die Austria holte die Ballbesitzstatistik bereits sehr früh im Spiel auf ihre Seite und versuchte Rapid durch gepflegtes Kurzpassspiel gefährlich zu werden. Rapid hingegen, aktuell nicht mit erstklassigen spielerischen Mitteln ausgestattet, stand jeweils nah am Mann und machte die Räume sehr eng. Es entstand eine aggressiv geführte, für beide Seiten sehr kraftaufwändige Partie – allerdings kein fußballerischer Leckerbissen. Das schwere Auswärtsspiel in Alkmaar saß einigen Austria-Spielern noch merklich in den Knochen und ist ein Grund für die zwischenzeitlichen spielerischen Leerläufe. Rapid hingegen hatte nicht die Qualität um mehr in das Spiel zu investieren.<br />
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<strong class='bbc'>Laufmaschinen rund um Hofmann</strong><br />
<br />
Während Daxbacher sein mittlerweile typisches 4-2-3-1 aufbot, stellte Rapid-Trainer Peter Schöttel erneut seine Mannschaft um. Auch der grün-weiße Übungsleiter entschied sich für ein 4-2-3-1, in dem Kapitän Steffen Hofmann auf der „Zehnerposition“ zum Einsatz kommen sollte. Der Clou: Hinter Hofmann spielten mit Pichler und Prager je ein kampf- und laufstarker Spieler, vor Hofmann mit Guido Burgstaller ein Spieler, der ebenfalls weite Wege geht und immer wieder Löcher und Gassen in die gegnerische Abwehr reißen kann. Nun spielte zwar keiner dieser Hofmann-Nebenmänner sonderlich gut, dafür verbesserte das rund um ihn verrichtete Laufpensum Hofmanns Spiel. Der Rapid-Kapitän zeigte sich spielfreudig wie schon lange nicht, schlug gute Pässe, bereitete Burgstallers Tor vor und überzeugte auch durch seine stets positive, kämpferische Körpersprache.<br />
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<strong class='bbc'>Rapid mit defensiver Grundausrichtung</strong><br />
<br />
Die Nominierung Burgstallers als Solospitze ist wohl als defensivste Offensivvariante Rapids zu bezeichnen. Da der 22-Jährige allgemein einen sehr großen Aktionsradius hat, entwickelte sich Rapids System in Rückwärtsbewegung nicht selten zu einem 4-6-0 oder gar einem 5-5-0, wenn sich Pichler weiter zurückfallen ließ als Prager. Diese Flexibilität war zwar mit ein Grund, dass die Austria gegen ihren Erzrivalen nur selten spielerische Mittel fand, um Ball und Spieler in die Gefahrenzone zu bringen, gleichzeitig aber auch, dass Rapid offensiv über weite Strecken nicht stattfand. Grün-Weiß schaltete zu langsam um, schaffte es bei schnellen Vorstößen nicht ausreichende Anspielstationen vor den Ball zu bringen. Das Spiel Rapids war auf Genieblitze seines Kapitäns aufgebaut: Nur wenn Hofmann Ideen hatte, die anderen Spieler nicht in den Sinn kommen würden, wurde Rapid gefährlich. Ansonsten hatte die Austria kaum Probleme gegen eine technisch limitierte Rapid-Elf zu verteidigen.<br />
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<strong class='bbc'>Salihi und Nuhiu auf dem Abstellgleis</strong><br />
<br />
Durch die Rückkehr des Rapid-Torschützen Guido Burgstaller in den Mannschaftskader verfügt Peter Schöttel aktuell über fünf Stürmer – die in einem 4-2-3-1, wie es heute praktiziert wurde, um eine Position rittern. Gartler und Alar bewiesen bereits, dass sie in einem 4-4-2 ein gutes Sturmduo abgeben, Guido Burgstaller holte sich einen Kredit beim Trainer, indem er trotz schwacher Leistung das Tor zum 1:1 erzielte. Fußballer-Jargon: „Den kannst in der nächsten Partie nicht rausnehmen“. Wenig Platz im System gibt es derzeit für Atdhe Nuhiu und Hamdi Salihi. Ein Abgang des 27-jährigen albanischen Teamstürmers in der Winterpause wird immer wahrscheinlicher. Man kennt Salihis Qualitäten, weiß um seine Abschlussstärke und tolle Torquote Bescheid - allerdings ist es auch offensichtlich, dass Rapid derzeit kaum über die dominanten Mittelfeldspieler verfügt, die Salihi bedienen könnten. Selbiges gilt für Atdhe Nuhiu, der im Winter ebenfalls zu einem Thema für einen halbjährigen Leihvertrag werden könnte, um Spielpraxis zu sammeln.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Flexibler Jun als bester Austrianer</strong><br />
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Und der Beste der Austria? Der 28-jährige Tscheche Tomás Jun zeigte einmal mehr wie wichtig er für die Austria ist. Der 10-fache tschechische Teamspieler macht kaum Wunderdinge, stellt sich aber stets in den Dienst der Mannschaft und spult Match um Match viele Kilometer ab. Für die Zaubertore und Zuckerpässe sind Spieler wie Junuzovic und Barazite zuständig – aber Jun ist gerade wegen seines pragmatischen, schnörkellosen Spiels sehr wichtig für den aktuellen Tabellenzweiten. Nachdem der flexible Offensivmann in der vergangenen Saison an Ladehemmung litt, in allen Bewerben nur vier Treffer in 32 Spielen erzielte, scheint es heuer auch wieder mit dem Toreschießen zu klappen: In 19 Pflichtspielen ließ es Jun bereits sechsmal klingeln – die Formkurve zeigt nach oben.<br />
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Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 20:33:06 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Mit 24 Punkten in die 2.Liga? So steigt man in Österreich ab!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/mit-24-punkten-in-die-2liga-so-steigt-man-in-oesterreich-ab-r584</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Ein Drittel der diesjährigen Meisterschaft ist vorüber und die beiden punktegleichen Tabellenletzten SV Mattersburg und der Kapfenberger SV 1919 halten bei jeweils 8 Punkten. Hält man diesen Schnitt steht man am Ende der Saison bei 24 Punkten, einer Punktezahl, die in den letzten beiden Saisonen für den Klassenerhalt genügt hätten. Doc h ein Blick in die Vergangenheit der Fußball-Bundesliga zeigt, dass 24 Zähler seit Einführung der 3-Punkte-Regel nicht immer ausgereicht hätten.</em><br />
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<strong class='bbc'>1995/1996 – Vorwärts Steyr bleibt sieglos</strong><br />
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In der Saison 1995/1996 wurde von der FIFA weltweit die Dreipunkteregel eingeführt. Während Rapid mit 73 Punkten relativ überlegen österreichischer Meister wurde, musste der SK Vorwärts Steyr ohne Sieg und mit lediglich 6 Unentschieden - sprich 6 Punkten - den Gang in die zweite österreichische Spielklasse antreten. Bis heute stellt diese magere Punkteausbeute den Negativrekord eines Absteigers dar und wurde auch heuer bereits nach 12 Runden von Mattersburg und Kapfenberg überboten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>28/22/15 und 33 Punkte sind für die „graue Maus“ nicht genug</strong><br />
<br />
Bereits vier Mal musste die Admira aus der Südstadt die Tabelle von ganz unten betrachten. Während sie in der Saison 1996/1997 dem Abstieg - aufgrund der Fusion zwischen dem LASK und dem FC Linz – trotz „roter Laterne“ noch entrinnen konnte, zog sie im Jahr darauf mit 22 Punkten gegen die Austria aus Lustenau klar den Kürzeren. Auch in den Saisonen 2001/2002 und 2005/2006 sollten 15 bzw. 33 Punkte für den Klassenerhalt nicht ausreichen.<br />
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<strong class='bbc'>3-fach Abstieg für Vorarlberg</strong><br />
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Nach dreijährigem Aufenthalt in der Bundesliga war mit Ende der Saison 1999/2000 auch der Abstieg von Austria Lustenau besiegelt. Ganze sechs Jahre hingegen verblieb Schwarz-Weiß Bregenz in der Bundesliga, bis 2004/2005 aufgrund von finanziellen Problemen mit lediglich 21 Punkten der Abstieg (inklusive Lizenzentzug) folgte. Wesentlich mehr Punkte vorzuweisen hatte der SC Rheindorf Altach bei seinem Abstieg 2008/2009. Trotz einiger guter Verpflichtungen in der Wintertransferzeit - wie den beiden Tschechen Tomas Jun und Petr Vorisek - und einer Aufholjagd unter Neo-Coach Georg Zellhofer, sollten 30 Punkte schlussendlich nicht reichen, um den SV Mattersburg (33 Punkte) noch vom rettenden 9. Rang zu verdrängen.<br />
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<strong class='bbc'>Tradition schützt vor Abstieg nicht</strong><br />
<br />
Bereits zwei Mal seit Einführung der 3-Punkte-Regel hieß der Absteiger LASK Linz. Während man 2001 mit 33 Punkten noch relativ knapp an der Admira (36 Punkte) scheiterte, war der Traditionsverein aus Linz in der Saison 2010/2011 mit 19 Punkten absolut chancenlos – daran konnte auch der zweimalige Trainerwechsel von Helmut Kraft zu Georg Zellhofer wiederum zu Walter „Schoko“ Schachner nichts mehr ändern. Apropos Walter Schachner: Auch der GAK musste den Gang in die zweite Liga antreten. Im März 2007 meldete der GAK mit rund 15 Mio. Euro Schulden, Konkurs beim Grazer Handelsgericht an, der daraus resultierende Punkteabzug von 28 der 34 Zähler, besiegelte sogleich auch den sportlichen Abstieg. Rein nach sportlichen Kriterien wäre damals  nicht der GAK sondern Wacker Innsbruck abgestiegen, die im darauffolgenden Jahr mit 29 Punkten aber ohnehin zu Abstieg verdammt waren.<br />
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<strong class='bbc'>Die SV Ried und ihr trauriger Rekord</strong><br />
<br />
Einen besonderen Rekord darf die SV Ried ihr eignen nennen. Mit 38 Punkten aus 36 Spielen in der Saison 2002/2003 und einem Schnitt von 1,06 Punkten pro Spiel hält die SV Ried ganz deutlich den Punkterekord eines Absteigers. Ein besonders kurioser Umstand dieses Abstiegs bleibt, dass die Sportvereinigung  erst am allerletzten Spieltag die „rote Laterne“  von Schwarz-Weiß Bregenz übernehmen musste, zur Hälfte der Saison gar auf Position 4 der Tabelle anzutreffen war und der Vorsprung auf den letzten Tabellenplatz im Laufe dieser Saison zeitweise bereits mehr als 10 Punkte betragen hatte.<br />
<br />
Dominik Knapp, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 11:50:47 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>tipp3 Bundesliga, 12.Runde: Wiener Derby und Duell der Europacupstarter</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/tipp3-bundesliga-12runde-wiener-derby-und-duell-der-europacupstarter-r582</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die großen Schlager der 12.Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile werden uns erst am Sonntag geliefert – die haben’s jedoch in sich: In Wien-Favoriten steigt das 299.Wiener Derby und in Graz das Duell des Meisters mit dem Vizemeister, nur vier Tage nachdem Sturm und Salzburg im Europacupeinsatz waren.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>SV RIED – SV MATTERSBURG</strong><br />
<em class='bbc'>Keine-Sorgen-Arena |Samstag, 16:00 Uhr | SR Hameter</em><br />
<br />
Ohne Hammerer, Karner und Guillem geht die SV Ried ins Heimspiel mit dem SV Mattersburg, der seinerseits ohne den gesperrten Malic und die Verletzten Doleschal, Ilsanker und Schartner auskommen muss. Möglicherweise muss Mattersburg-Trainer Lederer auch seinen Mittelfeldorganisator Manuel Seidl vorgeben. An der Rieder Aufstellung bzw. Ausrichtung wird sich grundsätzlich nichts ändern, Lexa bleibt wohl auf der Bank, die Offensivreihe hinter Solospitze Nacho Casanova bilden Beichler, Carril und Nacho. Die Mattersburger müssen vor allem defensiv leicht umstellen – offensiv ändert sich jedoch kaum etwas: Man setzt erneut auf die Tore von Patrick Bürger und den wiedererstarkten Ilco Naumoski. Auf der Bank der Mattersburger wird der eine oder andere Amateur Platz nehmen. Gelbgefährdet ist auf Seiten der Rieder Anel Hadzic und auf Seiten der Mattersburger Adnan Mravac und Ilco Naumoski.<br />
<br />
Der abseits.at-Tipp: Mattersburg ist derzeit sehr unangenehm zu spielen, das merkte zuletzt auch der SK Sturm. Während die Burgenländer zu Hause noch ohne Sieg sind, gewann man bereits einmal auswärts – und heute gelingt der zweite Sieg. Mattersburg gewinnt in Ried mit 2:1.<br />
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<strong class='bbc'>FC TRENKWALDER ADMIRA – FC WACKER INNSBRUCK</strong><br />
<em class='bbc'>Südstadt | Samstag, 18:30 Uhr | SR Grobelnik</em><br />
<br />
Ohne dem gesperrten Toth, sowie die verletzten Ouedraogo (den weiterhin die Adduktoren zwicken) und Mevoungou, muss der Tabellenführer aus der Südstadt ins Heimduell mit dem Unentschiedenkönig der Liga. Innsbruck remisierte 6 von 11 Partien, so auch zuletzt in Salzburg. Die prominentesten Ausfälle des FC Wacker sind der drei Spiele gesperrte Svejnoha, sowie die angeschlagenen Ildiz, Köfler und Perstaller. Bei der Admira ist Benjamin Sulimani gelbgefährdet, bei Wacker Innsbruck hingegen niemand. Beide Trainer haben derzeit kaum Grund etwas zu ändern, nachdem der Oktober durchaus positiv verlief – die Gesperrten und Verletzten werden wohl punktuell ersetzt werden, ansonsten kann man sich auf die Admira und den FC Wacker, wie man sie kennt einstellen.<br />
<br />
Der abseits.at-Tipp: Die Admira wird wieder versuchen ihren Powerfußball aufzuziehen, aber Wacker kann dagegen halten. Am Ende steht es in der Südstadt 1:1.<br />
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<strong class='bbc'>SC WIENER NEUSTADT – KAPFENBERGER SV 1919</strong><br />
<em class='bbc'>Stadion Wiener Neustadt | Samstag, 18:30 Uhr | SR Einwaller</em><br />
<br />
Das Spiel im Hanappistadion hinterließ in Wiener Neustadt Spuren: Zuletzt konnte Peter Stöger aus dem Vollen schöpfen, jetzt ist sein Kapitän Tomas Simkovic gesperrt, zudem Troyansky und Salkic verletzt. Es rücken Willi Evseev, Thomas Helly und Wolfgang Klapf in die Startelf. Stögers Gegenüber Werner Gregoritsch muss auf Mavric, Felfernig und Erkinger verzichten, wodurch Schönberger, Hüttenbrenner und Prokoph in die Startelf rücken. Gut möglich, dass Gregoritsch sein Spielsystem für das Auswärtsspiel beim Tabellenneunten ein wenig umstellt, immerhin hat man es in der Obersteiermark mittlerweile verstanden, dass der Tscheche Michal Ordos ein geeigneter Solostürmer wäre. Bei Wiener Neustadt sind Andreas Schicker und Mario Reiter gelbgefährdet, bei Kapfenberg Dominique Taboga, Daniel Harrer und Danijel Micic. <br />
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Der abseits.at-Tipp: Beide Teams müssen dieses Spiel gewinnen, wenn sie sich ein wenig vom letzten Platz absetzen wollen. Ein Unentschieden halten wir für unwahrscheinlich – der SC Wiener Neustadt nützt seinen Heimvorteil und seine größere Dynamik im Mittelfeld, um das Spiel mit 1:0 zu gewinnen!<br />
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<strong class='bbc'>FK AUSTRIA WIEN – SK RAPID WIEN</strong><br />
<em class='bbc'>Generali-Arena | Sonntag, 16:00 Uhr | SR Schörgenhofer</em><br />
<br />
Die Austria kann erneut außer Rogulj alle Akteure fit ins Wiener Derby schicken. Eine Umstellung im Vergleich zu den letzten Spielen ist aber wahrscheinlich: Während zuletzt Nacer Barazite Solospitze spielte und hinter ihm Junuzovic, Jun und Gorgon für Wirbel sorgten, wird der Niederländer gegen Rapid wieder im Mittelfeld spielen und Platz für Solospitze Roland Linz machen. Auf den Derbyspezialisten kann Austria-Trainer Karl Daxbacher nicht verzichten. Rapid stellt nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Wiener Neustadt um: Ins Tor kommt zwangsläufig Helge Payer für den verletzten Jan Novota. Harald Pichler rückt zurück in die Innenverteidigung, dafür spielt der Finne Markus Heikkinen im Mittelfeld hinter/neben Steffen Hofmann. Im Angriff sind René Gartler und der im Training stark forcierte Guido Burgstaller zu erwarten, von dem sich Peter Schöttel vor allem erwartet, dass er das offensive Laufspiel der Hütteldorfer verbessern kann.<br />
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Der abseits.at-Tipp: Nach wie vor zeigt sich Rapid nicht als Mannschaft, die man fürchten müsste. Die Austria hingegen zeigte zuletzt im Europacup eine starke Leistung und besiegte in der Liga zu Hause Salzburg und Sturm. Auch das Derby geht an Violett – 2:0.<br />
<br />
<strong class='bbc'>SK STURM GRAZ – RED BULL SALZBURG</strong><br />
<em class='bbc'>UPC-Arena | Sonntag, 18:30 Uhr | SR Lechner</em><br />
<br />
Der SK Sturm kann im Heimspiel gegen Salzburg dieselbe Mannschaft aufbieten, die gegen den RSC Anderlecht nahezu chancenlos war. Möglich, dass Trainer Franco Foda wieder Roman Kienast anstelle von Darko Bodul beginnen lässt. Bei den Salzburgern ist Simon Cziommer gesperrt, die langzeitverletzten Alan, Douglas, Mendes und Leitgeb fehlen weiterhin. Die Bank der Salzburger wird mit Luigi Bruins, Stefan Maierhofer, Andreas Ulmer und Stefan Hierländer prominent besetzt sein. Im Angriff darf wohl wieder Roman Wallner ran, im Mittelfeld vermutlich Rasmus Lindgren (der einmal mehr seine Chance bekommt, obwohl er sie Woche für Woche kaum zu nutzen weiß). Beim SK Sturm ist Manuel Weber gelbgefährdet.<br />
<br />
Der abseits.at-Tipp: Der SK Sturm gewann nur eines seiner letzten fünf Ligaspiele und liegt fünf Punkte hinter Salzburg, das die letzten drei Spiele nicht gewann. Die Negativserie der Salzburger endet in Graz: Red Bull schlägt den SK Sturm mit 2:0.<br />
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Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 13:24:58 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Zu wenig, zu teuer - Kartenspiele vor dem 299. Wiener Derby</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/zu-wenig-zu-teuer-kartenspiele-vor-dem-299-wiener-derby-r581</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die Entscheidung der Wiener Austria Rapid erstmals seit langem wieder „nur“ 10% des Kartenkontingents zu überlassen lässt die Wogen bereits vor dem Derby hochgehen. Verständlich zur Stärkung des Heimvorteils oder doch Provokation des Gegners? Neben der, vergleichsweise, geringen Anzahl an Tickets stößt auch der Einheitspreis von 25 € für Unverständnis.  abseits.at hörte sich im Austrian Soccer Board um.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>Bestimmungen</strong><br />
<br />
Fakt ist, dass die Austria nicht verpflichtet ist, die komplette Westtribüne für Gästefans zu öffnen, auch wenn sich dies im Falle des Derbys in den letzten Jahren, nicht zuletzt aus sicherheitstechnischen Gründen, eingebürgert und bewährt hat. Laut Bundesliga ist jeder Klub verpflichtet, dem Gastteam 10% des Kontingents zu überlassen. Und zwar zum gleichen Preis gleichwertiger Karten für Heimfans. <br />
Bedeutet im Klartext: Für den Fansektor auf der Hintertortribüne müssen Rapidfans 25 € locker machen, da die Austria 1.) einen Topspielzuschlag (gegen Rapid, Salzburg und Sturm) verrechnet und 2.) aus sicherheitstechnischen Überlegungen auf Ermäßigungen auf den Hintertortribünen verzichtet. Auch, dass die Rapidfans zum Teil in der zugebauten Ecke West/Nord ist legitim, da diese freigegeben ist. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Begründung des Vereins und Reaktionen der Fans</strong><br />
<br />
Die Austria begründet diesen Schritt mit einem weiteren Ausbau des Heimvorteils. (Auch wenn die letzte Saison mit vier Auswärtssiegen in den Derbys ein anderes Bild zeichnet, so ist, zumindest der gefühlte Heimvorteil in den Derbys wohl von größerer Bedeutung, als bei „normalen“ Spielen). Des Weiteren betont man auf violetter Seite, dass alles getan wird um ein friedliches Fußballfest zu gewährleisten. Ohne schwarz malen zu wollen, dies wird auch dringend vonnöten sein, wenn man die jüngste und jüngere Derbyvergangenheit betrachtet. Die Fanlager reagieren gespalten auf diesen Schritt. Einerseits freut man sich im Lager der Austria-Fans, weil dies als späte Genugtuung für so manche Schikane im Westen Wiens betrachtet wird. Hauptsächlich wird der Zugang zur Osttribüne des Hanappistadions als schikanös empfunden, weil zusätzlich zum beschränkten Platz Wellenbrecher in Slalomform aufgestellt werden, sodass der Einlass regelrecht zu einem Nadelöhr verkommt.<br />
Andererseits fürchtet man, die Sicherheitspolitik des eigenen Vereins kennend, die mögliche Konfrontation mit den Rapid-Fans. Diese Bedenken zu zerstreuen, wird wohl die wichtigste Aufgabe des Veranstalters sein, möchte man dieses Modell auch in Zukunft durchführen.<br />
<br />
Im Westen Wiens hingegen regiert zuweilen Unverständnis über die Aktion, wird diese sogar als Provokation empfunden. Einzelne Gruppierungen dürften dieses Derby aufgrund des hohen Preises sogar boykottieren Dennoch ist der Auswärtssektor bereits ausverkauft.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Fazit</strong><br />
<br />
Die Veilchen handeln im Einklang mit den Bundesligabestimmungen und überlassen Rapid die vorgeschriebene Menge an Tickets. Der Ärger der Rapidanhänger erscheint berechtigt (auch auf violetter Seite wird die Frage gestellt ob 25€ für einen Hintertor Stehplatz angemessen sind), jedoch muss akzeptiert werden, dass der 22.5.2011 eine Zäsur, auch im Umgang der Vereine untereinander, darstellt. <br />
Da die Austria über ein kleineres Stadion als Rapid verfügt, muss sich Rapid (bzw. müssen sich die Rapid-Fans) in Zukunft wohl damit abfinden weniger Auswärtskarten als der Lokalrivale zu erhalten. Was den Preis betrifft muss jede/r für sich entscheiden, wie viel ihm/ihr ein Fußballspiel wert ist.<br />
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Patrick Redl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 15:45:06 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Naumoski vs. Maierhofer - wenn der Kicker auf den "Macher" neidisch ist]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/naumoski-vs-maierhofer-wenn-der-kicker-auf-den-macher-neidisch-ist-r575</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der Streit zwischen Ilco Naumoski und Stefan Maierhofer begann noch in den Rapid-Zeiten des 202cm großen Angreifers. Eine angebliche Spuckattacke Naumoskis auf Maierhofer entfachte nicht unbedingt Sympathie zwischen den beiden Angreifern. Während Maierhofer sich nur selten zum Thema Naumoski äußert, lässt der Mazedonier kaum eine Möglichkeit aus, auf den „Langen“ hinzupecken. </em><br />
<br />
Der Hauptgrund bzw. das Hauptargument für Naumoskis wiederkehrende Verbalattacken auf den Red-Bull-Salzburg-Stürmer: „Der kann nicht kicken, ich bin besser.“ Im Spaß (oder auch nicht?) bot Naumoski dem ehemaligen Premier-League-Legionär an, ihm Techniktrainingsstunden zu geben. Der hölzerne Maierhofer sei schließlich sowas wie eine Beleidigung für einen „echten“ Fußballer.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Naumoskis Neid...</strong><br />
<br />
In Wahrheit spricht aus dem Mattersburger Hitzkopf jedoch der Neid. Über den GAK, Malatyaspor und Catania Calcio landete Naumoski im Jahr 2005 beim SV Mattersburg – und spielt seitdem durchgehend im Burgenland. Über 200 Spiele bestritt der 28-Jährige für den östlichsten Bundesligaklub, wobei er 44 Tore erzielen konnte. Im mazedonischen Nationalteam ist der Mattersburger Ersatzkapitän mit 43 Länderspieleinsätzen und neun Toren ebenfalls schon ein alter Fuchs. <br />
<br />
<strong class='bbc'>...auf Maierhofers Statistik</strong><br />
<br />
Dem gegenüber steht die imposante Statistik des Stefan Maierhofer: In 55 Bundesligaspielen für Rapid und Red Bull Salzburg erzielte er 33 Tore. Schon nach Maierhofers Wechsel vom SV Langenrohr zu den Amateuren des FC Bayern München wurde der baumlange Stürmer als fußballerischer Autodidakt bekannt. Zudem hätte Maierhofer den Instinkt und die richtige Dosis an Verrücktheit, um den Sprung in eine große Liga zu schaffen. Das meinte unter anderem Ex-Bayern-Bomber Gerd Müller.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm</strong><br />
<br />
Naumoski hat nicht die richtige Dosis an Verrücktheit, sondern eine verrückte Dosis. In 6 ½ Jahren in Mattersburg sah der in Prilep geborene Offensivmann 71 gelbe Karten und flog siebenmal vom Platz. Auch abseits des Platzes gab es immer wieder Unruhe um den grundsätzlich begnadeten Fußballer aus Mazedonien. Manchmal verlagerten sich die Probleme sogar auf den Platz, als er etwa seinen Teamkollegen Robert Waltner würgte. Eine andere Schauergeschichte mit Familie Naumoski als Protagonisten gibt es aus Naumoskis Zeit bei Rapid, wo er im Nachwuchs kickte: Als Jugendcoach Fritz Riedmüller Naumoski bei einem U19-Spiel auswechselte, sprang Vater Naumoski über die Absperrung, lief quer über das Feld in Richtung Trainerbank und versprach dem Rapid-Trainer, dass er ihm sehr weh tun würde, wenn er seinen Sohn noch einmal auswechseln würde.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Zwei unterschiedliche Häferl</strong><br />
<br />
Genauso wie Maierhofer ist Naumoski ein Produkt seiner Umgebung. Der Lange aus Gablitz wuchs bodenständig auf, machte eine Ausbildung zum Koch, gratuliert schon mal der Mama, wenn er zum Muttertag ein Tor erzielt mit einem eigenen T-Shirt, bekommt als Dankeschön von dieser, die vermeintlich beste Bananenschnitte der Welt zubereitet. Naumoski wuchs offenbar in einer etwas anderen Umgebung auf: Größerer Leistungsdruck und Aggressionen, die Ilco selbst auf den Platz umlegte. Häferl sind beide, aber auf zwei Weisen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Maierhofer "tragbar", Naumoski nicht</strong><br />
<br />
Hier liegt die Antwort auf die Frage, wieso Stefan Maierhofer in Deutschlands zweiter Leistungsklasse ein fast unverzichtbarer Spieler war, auch in Englands Premier League und der deutschen Bundesliga kickte – und Naumoski eben seit bald sieben Jahren im Burgenland. In einer Zeit, in der Disziplin, Fairplay und Außendarstellung einen großen Stellenwert einnehmen, kommt der perfekte Schwiegersohn Maierhofer besser an, als Ilco Naumoski, den so mancher Schwiegervater aus dem Haus werfen würde, wenn er sich so aufführt, wie er es des Öfteren auf dem Platz macht. Naumoski verteilt in Interviews regelmäßig seine Bussis und macht gute Miene zum bösen Spiel, zählt aber dennoch zu den unprofessionellsten Fußballern der österreichischen Liga.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Logische Narrenfreiheit im Burgenland</strong><br />
<br />
…und Mattersburg lässt den Heißsporn immer wieder gewähren. Mal wird ein Skandal unter den Tisch gekehrt, mal wird er unmittelbar nach Unsportlichkeiten zum Kapitän der Burgenländer befördert. Diese Vorgehensweise ist jedoch absolut legitim, wenn man als Verein kleine Brötchen backen muss. Ein Grundsatz von Transfertaktik und Relocating ist, dass es manchmal besser ist, schwierige Charaktere zu verpflichten und diese dann entweder durch Disziplin umformt oder sie in Sicherheit wiegt und regelmäßig Streicheleinheiten verteilt. Derartige Spieler sind im Vergleich zu „pflegeleichten“ Spielern oder gar Musterprofis billiger, weil weniger Vereine an ihnen interessiert sind. Einen Kicker mit den Fähigkeiten eines Ilco Naumoski und der Einstellung eines Stefan Maierhofer wird der SV Mattersburg kaum finden bzw. sich nicht leisten können. Also lässt man Naumoski praktisch machen, was er will und ignoriert öffentliche Kritik an den Ecken und Kanten des extrovertierten Mazedoniers.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Erfolgreich in Mattersburg, aber einzementiert</strong><br />
<br />
Das „Projekt Naumoski“ in Mattersburg ist aber auf jeden Fall als Erfolg zu werten. Auf sportlicher Ebene kann man dem Angreifer nichts vorwerfen und nachdem er zuletzt über ein Jahr Ladehemmung hatte, bewies er beim 3:3 gegen Sturm Graz mit seinem Doppelpack, dass er das Toreschießen noch nicht verlernt hat. Allerdings hat das Bad Boy Image und seine „Definitivstellung“ beim SV Mattersburg auch den Nachteil, dass Naumoski auf Klubebene niemals in Stadien spielen wird, die Stefan Maierhofer schon von innen sah. Nicht weil Naumoski boshaft ist, privat etwas gegen Maierhofer hat oder dessen Leistungen geringschätzt, wettert er gegen den 202cm-Mann. Nein: Er hätte sich eine solche Karriere eben für sich selbst gewünscht – schon alleine die 23 Saisontore, die Maierhofer in der Saison 2008/09 für Rapid erzielte, wären für den ehemaligen Rapidler Naumoski ein Karrierehighlight gewesen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Wichtige und besondere Spieler</strong><br />
<br />
Ein guter Fußballer, der es Zeit seines Lebens schwerer hatte, erreicht in seiner Karriere weniger, als ein schwächerer Fußballer, der wohlbehütet aufwuchs und auch in seinen Klubs zumeist hofiert wurde – und beginnt daher diesen über die Medien auszurichten. Solange das „Duell“ der beiden Vollblutkicker auf dem Rasen fair bleibt und sie wenigstens gegeneinander einen kühlen Kopf bewahren, sollte man das viele Bellen auch mit einem lächelnden Auge sehen. In einer Zeit, in der – wie vorhin beschrieben – vieles um positive Außendarstellung oder gute Medienarbeit geht, ist es schön Kicker in der Liga zu haben, die für Reibflächen und Extravaganz sorgen. Daher sind Maierhofer und Naumoski für unsere oft mäßig interessante Bundesliga wichtige Spieler – völlig unabhängig davon, wie man persönlich zu den beiden steht. Übrigens: Am 6.November trifft Red Bull Salzburg auswärts auf Mattersburg...<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 14:00:51 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Acht Gründe für den Aufschwung der Admira (Teil 2/2)</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/acht-grunde-fur-den-aufschwung-der-admira-teil-22-r571</link>
		<description><![CDATA[Im <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/acht-grunde-fur-den-aufschwung-der-admira-teil-12-r565' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>ersten Teil unserer Analyse</a>, wieso es bei der Admira derzeit so gut läuft, machten wir vor allem die niedrige Erwartungshaltung, die jungen Spieler, die Unbekümmertheit und den Bonus, die große Unbekannte zu sein, für die Erfolge verantwortlich. Hier die Gründe fünf bis acht, wieso es bei den Südstädtern derzeit wie am Schnürchen läuft!<br />
<br />
<strong class='bbc'>5. Der Trainer</strong><br />
<br />
Bei der Admira, Rapid, in Wolfsburg oder Sociedad – wo Didi Kühbauer drauf stand, war Erfolg drin. Schon als Spieler war Kühbauer ein akribischer Arbeiter und begann, sich das Sieger-Gen anzueignen. Neben einem Europacup-Finale mit Rapid (0:1 in Brüssel gegen Paris St. Germain) erreichte er als Spieler je einen Cuptitel (1995) und eine Meisterschaft (1996, beide mit Rapid) sowie 55 Einsätze in Österreichs Nationalteam, darunter die Teilnahme an der WM 1998 in Frankreich. Nach Ende seiner aktiven Laufbahn stürzte sich der Burgenländer sofort in das Trainergeschäft. Mit den Admira Juniors feierte einen Erfolg nach dem anderen und entwickelte junge Spieler entscheidend weiter. Nach dem Abgang von Walter Schachner übernahm der junge Trainer die Kampfmannschaft des Traditionsvereins aus der Südstadt und wurde prompt Meister mit der jungen Truppe. Nach dem der Aufstieg in die Bundesliga auf der hohen Warte im Mai 2011 endgültig fixiert wurde, forderte Kühbauer aber keine große Umstrukturierung des Kaders. „Don Didi“ war der Meinung, dass sich die Spieler, die den Aufstieg geschafft hatten, eine Chance in der Bundesliga verdienen. So kam es, dass man, anders als bei vielen anderen Aufsteigern der Vergangenheit, keine aussortierten Altstars größerer Klubs verpflichtete – ganz im Gegenteil, die Mannschaft wurde weiter verjüngt, mit Hosiner, Zemann oder Seebacher wurden große Talente in die Südstadt gelotst. Der Trainer scheut sich auch nicht, große Namen aus der Mannschaft zu verbannen, wenn die Leistung nicht stimmt. Zu spüren bekam das zuletzt Keeper Hans-Peter Berger, der kurzerhand durch Tischler ersetzt wurde. Kühbauer hat das gewisse Etwas, mit dem er aus seinen Spielern das Letzte herausholen kann. Dabei dürfte ihm seine Zeit als Spieler, in der er nicht gerade als pflegeleicht galt, sehr nützlich sein. Durch seine eigenen wilden Zeiten weiß Didi genau, wie man mit Problemkindern und enfant terribles umgehen muss. „Bei mir darf ein Spieler auch mal weinen. Ohne dass er für immer und ewig ein Weichei ist.“ Es sind Sätze wie dieser in einem kürzlich erschienenen Kurier-Interview, die Didi Kühbauer zu einem außergewöhnlichen Trainer machen. Er gibt seinen Spielern das Gefühl, dass ihnen vertraut wird – und die Spieler zahlen es ihm mit guten, teilweise sogar ausgezeichneten Leistungen zurück.<br />
<br />
<strong class='bbc'>6. Die fehlende Doppelbelastung</strong><br />
<br />
Es ist wohl eines der am öftesten strapazierten Worte bei Trainern und Managern eines Spitzenklubs. Keine Saison vergeht, ohne dass dutzende Coaches über die große Belastungen jammern, denen ihre Spieler ausgesetzt sind. Tatsächlich bringen es viele Spieler mit Testspielen, Meisterschaft, Europa League, Cup und Nationalteam auf weit über 50 Spiele in einer Saison. Dadurch steigt nicht nur das Verletzungsrisiko, die Vielzahl an Bewerbsspielen macht auch im Kopf müde. Dadurch entstand das Schlagwort der Rotation, und die Kaderlisten der Spitzenklubs wurden länger und länger. Das führt allerdings dazu, dass viele Spieler nicht oder nur selten zum Einsatz kommen – eine Zwickmühle. Die Admira kennt diese Probleme nicht. International ist man nicht vertreten, während Sturm, Salzburg oder die Austria strapaziöse Reisen und schwere Spiele unter der Woche über sich ergehen lassen müssen, lässt Didi Kühbauer seine Spieler in Ruhe regenerieren und stellt sein Team perfekt auf den nächsten Gegner ein. Auch das „Problem“ Nationalteam kennt Kühbauer nur vom Hörensagen – zuletzt erreichte mit Philip Hosiner aber seit langer Zeit wieder einen Admiraner der Ruf eines Nationalteams. Zuvor durfte sich Kapitän Christopher Dibon im Freundschaftsspiel gegen Lettland im Team präsentieren, Windbichler, Dibon, Schwab kommen regelmäßig bei Andi Herzogs U-21 zum Einsatz. Alles in Allem ist die Abstellung der Spieler zu den Nationalteams aber ein großer Vorteil für die Admira, wenn man sich ansieht, mit wie vielen Spielern beispielweise Ricardo Moniz in Salzburg während einer Länderspielpause arbeiten kann.<br />
<br />
<strong class='bbc'>7. Die Neuzugänge</strong><br />
<br />
Wie sehr muss man von einem Team überzeugt sein, wenn der Verein gerade frisch in die höchste Spielklasse aufgestiegen ist und ein Mäzen viel Geld für neue Spieler in Aussicht stellt, und man trotzdem am (ohnehin schon jungen) Kader der Aufstiegssaison festhält und ihn sogar noch verjüngt? So geschehen bei der Admira im heurigen Sommer. Didi Kühbauer wollte keine ausgemusterten Rapidler, Austrianer oder Kicker aus der zweiten deutschen Liga. Er wollte junge, hungrige Talente, denen er durch harte Arbeit zu einer positiven Entwicklung verhelfen kann. Er bekam sie. Philip Hosiner kam als Stürmerhoffnung von der Vienna, Rene Seebacher von Hartberg, Issiaka Ouedraogo von den Red Bull Juniors. Ex-GAK- und Wacker-Recke Andi Schrott wurde von Anif aus der Versenkung geholt, Andreas Leitner stieg von den Amateuren zur Kampfmannschaft auf. Dazu kamen Emin Sulimani, der sich zuerst bei der Austria verspekulierte und dann mit dem LASK abstieg, Patrick Mevongou, den Franco Foda ursprünglich in Graz halten wollte, und Martin Zeman von Sparta Prag. Die Neuzugänge dieses Sommers weisen einen Altersdurchschnitt von 22,5 Jahren. Die Abgänge dagegen waren im Schnitt 25,0 Jahre alt. Hosiner traf von Anfang an wie am Schnürchen, Schrott hat seit der Verletzung von Stephan Palla seinen Platz in der Verteidigung sicher, Rene Seebacher stand in den ersten neun Runden in der Startelf. Eine Transferzeit, wie man sie sich nur wünschen kann. Keine echten Leistungsträger verloren, wenige, aber punktuell notwendige und qualitativ hochwertige Neue verpflichtet.<br />
<br />
<strong class='bbc'>8. Das Glück</strong><br />
<br />
Laut Volksmund ist es ein Vogerl, das einmal kommt, und wieder geht, um schließlich früher oder später einmal wiederzukehren. In der Südstadt dürfte es dem Vogerl bislang ganz gut gefallen. Hatte man zum Saisonauftakt im leeren Hanappi-Stadion noch Pech mit späten Gegentoren, wendete sich das Blatt danach zusehends. In der vierten Runde gelang erst in Minute 83 durch Drescher das entscheidende 2:1, in der Woche darauf sicherten ein Eigentor von Inaki Bea und ein verwandelter Freistoß von Emin Sulimani in der 95. Minute (!) den Admiranern einen Punkt. Auch in den letzten beiden Runden durfte sich die Truppe von Didi Kühbauer nicht über Faulheit von Fortuna beschweren. Im Heimspiel gegen Rapid gewann man dank eines höchst umstrittenen Handelfmeters 4:3, gegen Kapfenberg stand man vor allem in der ersten Halbzeit am Rande einer Niederlage. Nur der erbärmlichen Chancenauswertung der Obersteirer ist es zu verdanken, dass die Admira auch in der elften Runde einen Punkt mit nach Hause nehmen durfte. Wie auch immer, das Vogerl scheint sich weiterhin wohl zu fühlen bei Kühbauer & Co.<br />
<br />
Archimedes, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 13:56:09 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Iñaki Bea: "Meine besten Gegenspieler waren Messi, Kanouté und Forlán!"]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/inaki-bea-meine-besten-gegenspieler-waren-messi-kanoute-und-forlan-r572</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Im Rahmen der Aktion "Das ASB trifft" durften die Fans im <a href='http://www.austriansoccerboard.at' class='bbc_url' title=''>Austrian Soccer Board</a> dem baskischen Abwehrchef des FC Wacker Innsbruck, Iñaki Bea Jauregi, Fragen stellen, die der sympathische Routinier auch prompt beantwortete. Bea spricht über seine Erfahrungen in Spanien, die Tiroler Mentalität und darüber, welche Freunde er in Österreich gefunden hat.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>Stinson:</strong> Was ging in dir vor, als du nach dem Match gegen Red Bull Salzburg mit Rassismusvorwürfen konfrontiert wurdest?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Ich blieb ruhig und gelassen, da ich weiß, dass ich kein Rassist bin und dass mich Ibrahim Sekagya missverstanden hat.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Stinson:</strong>Wie stehst du allgemein dem Thema Rassismus gegenüber und wie präsent ist dieses Thema für dich in Österreich (etwa im Vergleich mit deiner Heimat Spanien)?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> In erster Linie möchte ich erneut klar stellen, dass ich absolut nicht rassistisch veranlagt bin. Bezüglich Österreich und Spanien bin ich der Meinung, dass es sich bei beiden um keine rassistischen Länder handelt. Als „rassistisch“ bezeichne ich auch die Personen, die in ein anderes Land ziehen, jedoch nicht darum bemüht sind, sich anzupassen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Stinson:</strong>Was hältst du vom momentanen Spanier-Hype in Österreich und warum denkst du, dass die Spanier, die ja teilweise aus den unteren Ligen Spaniens kamen, in Österreich teilweise so für Furore sorgen (können)?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> In Spanien haben wir 45 Millionen Einwohner und in Österreich sind es lediglich 8 Millionen, das wiederum  bedeutet, dass von vornherein mehr Spanier im Umlauf sind, als Österreicher. Die spanischen Spieler sind sehr konkurrenzorientiert, sowie ehrgeizig und kämpferisch. Das ist ihre große Stärke. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Eläkeläiset:</strong> Hast du mit den Spaniern von anderen Vereinen Kontakt? Mit wem? Telefonisch oder trefft ihr euch auch so?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Ich habe lediglich hin und wieder telefonischen Kontakt mit Nacho, da ich bereits in Spanien sehr oft gegen ihn gespielt habe. <br />
<br />
<strong class='bbc'>mufc:</strong> Was war deine erste Reaktion nach dem Abgang von Pichler zu Rapid, der ja dein Standardpartner in der IV war und dem du scheinbar einiges beibringen konntest?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Als ich Harry kennen gelernt hab, war er noch ein sehr junger Spieler, dem man das ein oder andere noch beibringen konnte. Ich war stets sehr bemüht darum, ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Harry hat diese Hilfe gern angenommen, da es auch ihm immer sehr wichtig war, sich kontinuierlich zu verbessern. Im Laufe der Zeit hat sich dann eine gute Freundschaft zwischen uns entwickelt. Als ich von seinem Wechsel erfahren habe, freute ich mich einerseits sehr für ihn, da dies natürlich ein Schritt nach vorne für ihn bedeutet. Auf der privaten Ebene war ich natürlich schon etwas traurig. Aber wir stehen nach wie vor in Kontakt und bei Gelegenheit unternehmen wir auch etwas zusammen.  <br />
<br />
<strong class='bbc'>TT-Leser:</strong> Karriereausklang bei Wacker Innsbruck?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Ich sehe mich auch in der nahen Zukunft als Fußballspieler beim FC Wacker Innsbruck und ich kann mir auch gut vorstellen, meine Karriere bei diesem Verein zu beenden. Allerdings möchte ich mir jede Tür offen halten und sollte ich in ein paar Jahren noch gut in Form sein und mir eine andere Mannschaft ein Angebot machen, dann würde ich mir dies überlegen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Mr.Rotten:</strong> Welche ist deine internationale Lieblingsmannschaft?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Allgemein betrachtet, ist Barcelona meine Lieblingsmannschaft. Ich verfolge auch gern die Spiele von Athletic Bilbao, ich leide auch mit Real Valladolid mit und verfolge auch den Club Atlético Osasuna, da der Trainer ein guter Freund von mir ist. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Mr.Rotten:</strong> Lieblingsessen?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Ich esse gern die typischen Gerichte von den Orten, an denen ich mich gerade befinde. Wenn ich zuhause im Baskenland bin, esse ich Fisch. Befinde ich mich hingegen in Valladolid, dann verspeise ich gern Lamm.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Mr.Rotten:</strong> Welche Musik hörst du?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Es kommt bei mir sehr auf die Jahreszeiten an, sowie auf meinen Gefühlszustand. Grundsätzlich gefallen mir AC/DC und MANA sehr gut.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Mr.Rotten:</strong> Was denkst du über Vereine wie Red Bull Salzburg?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Ich bin der Meinung, dass Red Bull Salzburg dieses Jahr Meister werden wird. Allerdings finde ich, dass Sie das zur Verfügung stehende Budget nicht in allen Bereichen hervorragend einsetzen. Eigentlich sollte sich diese Mannschaft deutlich von anderen Vereinen absetzen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Mr.Rotten:</strong> Mit wem von der Mannschaft verstehst du dich am besten bzw. machst auch außerhalb des Trainings etwas?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Mit Harding, Safar und Hauser verstehe ich mich wirklich sehr gut und ich unternehme mit ihnen auch privat des Öfteren etwas. <br />
<br />
<strong class='bbc'>FCSalzburg15:</strong> Welchen Beruf würdest du gerne ausüben, wärst du nicht Fußballer geworden?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Ich würde vermutlich in meinem Heimatdorf in irgendeiner Industriefirma arbeiten. <br />
<br />
<strong class='bbc'>FCSalzburg15:</strong> Wer war dein bester Mitspieler deiner Karriere?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Álvaro Rubio, mit dem ich bei Real Valladolid gespielt habe. Er gewann 1999 mit u.a. Xavi und Casillas die U20-Weltmeisterschaft. <br />
<br />
<strong class='bbc'>FCSalzburg15:</strong> Wer war dein bester Gegenspieler deiner Karriere?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Einer meiner besten Gegenspieler war zweifellos Messi. Ich kann mich aber auch an spannende Spiele, bei denen ich gegen Kanouté und Forlán gespielt habe, erinnern. <br />
<br />
<strong class='bbc'>FCSalzburg15:</strong> Wenn dein Leben verfilmt werden würde, welcher Schauspieler würde dich spielen?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Ein guter Komiker, da ich sehr gerne lache und wir zudem genug ernste Probleme im normalen Leben haben.<br />
<br />
<strong class='bbc'>gidi:</strong> Wie siehst du die Entwicklung von Marco Kofler?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Er ist ein guter Manndecker, hat gute Eigenschaften, sowie eine gute Einstellung. Natürlich ist er auch noch ein junger Spieler, der sich taktisch und technisch noch verbessern kann und dies auch in die Tat umsetzen wird.<br />
<br />
<strong class='bbc'>AlexR:</strong> Du hast in einem Zeitungsinterview mit der Tiroler Tageszeitung gemeint, du planst nicht langfristig, dennoch diese Frage: Wie sieht deine mittel bzw. langfristige Zukunft aus? Wirst du dem Fußball erhalten bleiben (als Trainer, Manager etc.) oder möchtest du die Welt bereisen und so wenig wie möglich mit dem "passiven" Fußball zu tun haben?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Beim Fußball gibt es eine Reihe von Vorteilen, allerdings muss man auch einige Opfer dafür bringen. Beispielsweise kann man in der Jugend weniger ausgehen, man muss stets auf sich und seinen Körper gut aufpassen und fast jedes Wochenende geht für diverse Spiele drauf. Nach meinem Karriereende möchte ich zuerst ein gutes Jahr die Welt bereisen und möglichst viele Orte kennenlernen. Sollten sich anschließend Gelegenheiten im Fußball für mich ergeben, sei es bei der Sportabteilung eines Radiosenders, als Manager oder Trainer, dann würde ich diese nur ungern verpassen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>AlexR:</strong>Stört es dich, wenn dich Leute in einigen Innsbrucker Lokalitäten erkennen und unbedingt "Hallo" sagen wollen oder siehst du das eher lockerer? Mich persönlich würde es einerseits stören, anderseits würde ich es genießen...wie ist es mit dir?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Nein, das stört mich überhaupt nicht, da die Tiroler einen sehr respektvoll behandeln. In Spanien ist es oft der Fall, dass Fußballspieler nach einer Niederlage auf der Straße bösartig angesprochen oder sogar ausgepfiffen werden. In Tirol, hingegen, ist mir so etwas noch nie passiert. Ich wurde stets sehr sympathisch behandelt. Außerdem finde ich, dass wir Fußballspieler von den Fans leben und somit kostet es mich keine Mühe, mich mit ihnen zu unterhalten. Wenn ich jemanden glücklich machen kann, dann immer gerne. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Heffridge:</strong> Inwieweit ähneln sich die baskische und die Tiroler Mentalität?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Innerhalb Spaniens gibt es sehr verschiedene Mentalitäten. Es ist definitiv so, dass die Basken den Tirolern ähnlicher sind, als beispielsweise den Süd-Spaniern. <br />
<br />
<strong class='bbc'>kingm40:</strong> Momentan hat man manchmal den Eindruck, dass die Mannschaft nicht so leidenschaftlich kämpft, wie letzte Saison ... Woran könnte das liegen, stimmt der Eindruck überhaupt?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist immer schwieriger. Im ersten Jahr hat man nicht wirklich Druck, man muss nicht wirklich hohen Anforderungen entsprechen. Diese Situation ändert sich drastisch im drauf folgenden Jahr. Ich finde allerdings sehr wohl, dass wir nach wie vor mit Leidenschaft am Platz stehen. Außerdem hat jede Mannschaft einmal eine Pechsträhne. <br />
<br />
<strong class='bbc'>lois:</strong> Wusstest du vor dem Wechsel wo Tirol, Österreich liegt bzw. worauf du dich einlässt?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Österreich sagte mir sehr wohl etwas, aber wo sich genau Tirol befindet, wusste ich nicht. Ich kannte Österreich auch lediglich aus der spanischen Presse, die berichtete, sobald spanische Fußballmannschaften sich in Österreich auf die anstehende Saison vorbereiteten. <br />
<br />
<strong class='bbc'>lois:</strong> Wie oft reist du noch ins Baskenland?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Ich reise zweimal im Jahr nach Hause, einmal zu Weihnachten (Winterpause) und einmal im Sommer (Sommerpause).<br />
<br />
<strong class='bbc'>lois:</strong> Was ist der Unterschied zwischen österreichischer Bundesliga und der spanischen Zweiten/Ersten Liga in den Punkten Technik, Taktik, Härte, Fans und Infrastruktur?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Die Infrastruktur betreffend, entsprechen sicherlich einige österreichischen Vereine dem Niveau einer Mannschaft der spanischen Primera División. Was den FC Wacker Innsbruck betrifft, kann ich das voll und ganz bestätigen. In Spanien allerdings ist es so, dass im Training viel mehr mit dem Ball gearbeitet wird und somit alles auf der Technik aufgebaut wird. Auch die Taktik und die Härte haben einen sehr hohen Stellenwert. Bezüglich der Fans gibt es folgende Unterschiede: Während in Spanien die Emotionen oft überlaufen – z.B. verlassen die spanischen Fans nach Spielende sofort das Stadion – ist dies in Österreich anders. Die Österreicher jubeln der Mannschaft auch noch Minuten nach Abpfiff des Spieles zu und unterstützen einen auch nach einer Niederlage. <br />
<br />
<strong class='bbc'>lois:</strong> Laut Wikipedia war deine erste wirkliche Profistation Lorca Deportiva im Jahr 2003. Also erst relativ spät mit 25. Wie kam es zu diesem späten Karrierestart? Warst du schon vorher Profi? Wenn nicht, wie hast du vorher deinen Lebensunterhalt verdient?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Ich habe vorher bereits bei meiner Heimmannschaft in der dritten spanischen Liga gespielt und nebenbei stets im Eisenwarengeschäft meiner Schwester gearbeitet. Mit 24 Jahren bekam ich dann die Möglichkeit, professionell Fußball zu spielen und von da an ging es kontinuierlich bergauf. <br />
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<strong class='bbc'>lois:</strong> Welchen Spielern vom aktuellen Wackerteam traust du den Sprung ins A-Nationalteam zu?<br />
<span style='color: #006400'><strong class='bbc'>Iñaki Bea:</strong></span> Momentan ist es sehr schwierig, diesbezüglich Spieler zu nennen, da das Niveau der österreichischen Nationalmannschaft sehr anspruchsvoll ist. Unsere jungen Spieler stecken in einer wichtigen Lern- und Weiterentwicklungsphase, während der ich sie stets unterstütze. Jedoch bin ich überzeugt davon, dass auch wir in Zukunft im A-Team vertreten sind.  <br />
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Die Fragen der Fans an Iñaki Bea Jauregi stellte Florian Sitz.]]></description>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 13:55:55 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Acht Gründe für den Aufschwung der Admira (Teil 1/2)</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/acht-grunde-fur-den-aufschwung-der-admira-teil-12-r565</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Wieso ist die Admira aktuell so erfolgreich? Bei Erfolgsläufen dieses Ausmaßes spielen zumeist mehrere Faktoren eine Rolle. Abseits.at versucht zu erklären, wieso Didi Kühbauers Jungs derzeit auf einer Woge des Erfolgs gleiten.</em><br />
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<strong class='bbc'>1. Die große Unbekannte</strong><br />
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Es ist ein Phänomen, das sich Jahr für Jahr in der österreichischen Bundesliga beobachten lässt. Ein Aufsteiger kommt frisch in die Liga und mischt selbige sofort auf. So geschehen bei Pasching, Wacker Innsbruck und eben jetzt auch beim Aufsteiger aus der Südstadt. Wenn man versucht, eine Erklärung dafür zu finden, werden oft die abenteuerlichsten Argumentationen hervorgekramt. Doch vielleicht folgt das Phänomen Sensationsaufsteiger einfach einem Prinzip, das sonst nur aus der Medizin weit verbreitete Bekanntheit erlangt hat: Meistens ist die einfachste Erklärung auch die richtige. Ohne jetzt frei nach Josef Hickersberger über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen richtig oder falsch, besser oder schlechter und geeignet oder nicht geeignet weiter zu philosophieren: diese Admira-Mannschaft war der Bundesliga vor ihrem Aufstieg schlicht und ergreifend unbekannt. Ein Spiel gegen Austria, Salzburg oder Sturm ist vorhersehbar. Die gleichen Spieler, die gleichen Systeme, die gleichen Spielzüge, die gleichen Laufwege. Man kennt sich, weil man seit Jahren unter sich ist und jährlich mindestens vier Mal gegeneinander antritt. Nicht zu vergessen die internationalen Auftritte der angesprochenen Spitzenteams. Wie sehr ein neues Element in einer Mannschaft dem Gegner zusetzen kann, sieht man jedes Jahr bei diversen Neuzugängen, die der Gegner zu diesem Zeitpunkt noch nicht (gut genug) kennt. Bestes Beispiel dafür ist Nacer Barazite, der dank seiner zweifellos großen Klasse Tor um Tor macht, dabei aber auch vom „Anonymitätsbonus“ profitiert. Bei der Admira gibt es nicht nur einen Spieler mit diesem Bonus, beinahe der gesamte Kader ist für die Gegner neu. Trainer und Spieler haben es weitaus schwieriger, vorauszuahnen, was der Aufsteiger im Schilde führt.<br />
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<strong class='bbc'>2. Keine Erwartungshaltung</strong><br />
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Traditionell gehört die Erwartungshaltung zu einer der beliebtesten Fragen am Anfang einer Saison. „Wo wollen Sie in diesem Jahr hin?“, „Was ist Ihre Zielsetzung für diese Saison“ oder „Kann das Ziel eigentlich nur Klassenerhalt heißen?“ hört man bei diversen Presseterminen eines Aufsteigers. Bei einem Verein, der frisch in die höchste Spielklasse aufgestiegen ist, erwartet niemand Wunderdinge in der ersten Bundesliga-Saison. Fans, Spieler, Trainer, Medien – jeder ist zwar gespannt, wie sich die neue Mannschaft in der Liga schlagen wird, viel erwartet wird allerdings nicht. Nach Niederlagen oder enttäuschenden Spielen wird der Trainer nicht sofort in Frage gestellt, sondern kann in Ruhe weiter arbeiten. Bei Klubs wie Red Bull Salzburg oder Rapid zählt nur der kurzfristige Erfolg. Neuzugänge müssen sofort einschlagen und stehen somit von Anfang an unter Druck. Medien gehen mit einem Großklub anders um als mit dem Provinzverein aus der Südstadt. Die Jobs von Peter Schöttel und Didi Kühbauer unterscheiden sich massiv voneinander. Durch die nicht vorhandene Erwartungshaltung innerhalb und außerhalb des Vereins lässt es sich ruhiger arbeiten, was zu mehr Erfolg führt.<br />
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<strong class='bbc'>3. Junges Gemüse!</strong><br />
<br />
Was hat man bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika nicht von der deutschen Nationalmannschaft geschwärmt? Ein so erfrischender, offensiver Stil von einer jungen, hungrigen Mannschaft. Mit Özil, Müller, Khedira oder Kroos schickten die Deutschen auch das jüngste Team der deutschen WM-Geschichte ins Rennen – und wurden für ihr Risiko belohnt. Özil avancierte mit seiner Top-Performance zu einem der prägenden Spieler dieser WM, Khedira löste mit seinen Leistungen das Ticket zu Real Madrid. Auch national begeisterte die Deutschen im letzten Jahr ein junges Team. Die „Kindergarten-Truppe“ von Jürgen Klopp holte den ersten Meistertitel seit neun Jahren nach Dortmund. Die Leistungsträger? Mario Götze (18), Kevin Großkreutz (19), Neven Subotic (22) oder Sven Bender (21). Ob sich Kühbauer Dortmund zum Vorbild nahm, ist zwar nicht bekannt, die Admira spielt unter ihm aber einen ähnlich ansehnlichen Fußball wie die Gelb-Schwarzen aus dem Ruhrpott. Mit Tischler, Leitner, Windbichler, Dibon, Palla, Drescher, Seebacher, Zemann, Schwab, Daniel Toth, Hosiner, Ouedraogo, Benjamin Sulimani und Marcel Sabitzer hat Kühbauer 14 Spieler unter 24 in seinem Kader. Die Jungen sind unter dem Burgenländer aber nicht bloß Spieler, um den Kader aufzufüllen, sondern nehmen Schlüsselpositionen ein. Tischler verdrängte Hans-Peter Berger als Nummer 1, Dibon führt das Team als Kapitän aufs Feld, Hosiner ist Führender der Torschützenliste.<br />
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<strong class='bbc'>4. Die Unbekümmertheit</strong><br />
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„Ach, die drei Tore sagen noch gar nichts aus. Die Mannschaft hat super gespielt, ich habe meine Leistung gebracht, das war wichtig.“ Die Worte von Philipp Hosiner, nachdem er die Wiener Austria beim 4:2-Sieg mit einem Hattrick fast im Alleingang abgeschossen hatte. Es ist diese Art, die die derzeitige Admira-Mansnchaft ausmacht. Nach Siegen herrscht Freude und Begeisterung, aber keine Überheblichkeit. Man ist sich in der Südstadt bewusst, dass man Qualität in den eigenen Reihen hat, die Spieler werden aber regelmäßig wieder auf den Boden der Reailtät zurückgeholt. Trotz allem ist es beeindruckend, wie Hosiner, Schwab & Co. keinen Respekt vor ihren erfahrenen Gegenspielern, die teilweise ein Vielfaches der Admira-Youngsters verdienen, zeigen und befreit aufspielen. Diese Unbekümmertheit ist wohl auch zu einem großen Teil der Jugend der Akteure zuzuschreiben. Das unterstreicht auch Stefan Schwab: "Wir Jungen, die die erste Saison spielen, haben vor nichts Angst, spielen frech darauf los und haben nichts zu verlieren. Angriff ist die beste Verteidigung". Damit die Neulinge nicht planlos ins offene Messer rennen, verfügt der Aufsteiger auch über einige Routiniers, die für die nötige Stabilität sorgen. So unterstützt Gernot Plassnegger (32) die junge Abwehr, im Mittelfeld zieht Edeltechniker Patrik Jezek (34) die Fäden. Wichtige Stützen, neben denen sich die Talente prächtig weiter entwickeln können.<br />
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<strong class='bbc'>In Teil 2:</strong><br />
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5.	Der Trainer<br />
6.	Die fehlende Doppelbelastung<br />
7.	Die Neuzugänge<br />
8.	Das Glück<br />
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Archimedes, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 17:12:29 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Mattersburger Rumpelfußball? - Wir schauen genau hin!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/mattersburger-rumpelfussball-wir-schauen-genau-hin-r564</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Mattersburg gilt als Rumpelfußballtruppe. Aber wer sich die Spiele ein bisschen genauer angeschaut hat, bemerkte, dass Coach Franz Lederer im Sommer Richtung spielerische Verbesserung gearbeitet hat. Ein Blick auf die Statistik beweist auch, dass die Burgenländer öfters sehr knapp verloren hatten und demnach eigentlich weiter oben stehen könnten.</em><br />
<br />
Mattersburg gegen Sturm Graz am Sonntagnachmittag: Franz Lederer, bekanntermaßen Österreichs längstdienender Fußballlehrer und vor einiger Zeit noch Freund des 3-5-2, schickte seine Mannschaft im 4-2-2-2 auf das Feld. Zum 3-5-2 dann aber später mehr. In der Verteidigung spielten vor Thomas Borenitsch Patrick Farkas, Nedeljko Malic, Adnan Mravac und Lukas Rath. Damit verfügt die Abwehr mit den Nachwuchsnationalspielern Farkas und Rath über zwei spielintelligente Außenverteidiger, auch wenn ersterer eigentlich Mittelfeldspieler ist. Davor agierten mit Ivan Parlov und Manuel Seidl zwei Sechser, von denen Seidl der offensivere war. Auf den Seiten spielten Alois Höller und Wilfried Domoraud, und damit schnelle Außenbahnspieler. Im Sturm liefen auf einer Linie Badboy Ilco Naumoski und der Topscorer der vergangenen Saison, Patrick Bürger, auf. In der Defensive sollten zwei Viererketten stehen, vorne zwei technisch Beschlagene für Gefahr sorgen und die Flanken verarbeiten. Im Endeffekt ein nicht zu hundert Prozent modernes System, aber nicht ineffizient. In dieser Saison fehlte den spielerisch verbesserten Mattersburgern noch das viel strapazierte Spielglück, von den fünf Niederlagen verloren die Burgenländer lediglich gegen die Wiener Austria mit mehr als einem Tor Unterschied. Und so sah das am Feld aus.<br />
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<strong class='bbc'>1:0 nach wenigen Augenblicken</strong><br />
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Bereits die erste Aktion brachte das 1:0. Auch wenn Ilco Naumoski zwei Versuche brauchte, um den Ball im Kasten unterzubringen, entstand es nach schöner Vorarbeit. Stürmer Patrick Bürger verschaffte sich auf der rechten Seite Platz und gab den Ball flach und scharf, also gut, in den Rücken der noch unsortierten Abwehr. Wilfried Domoraud hatte sich von der linken Seite in den Raum um den Elfmeterpunkt geschlichen und abgeschlossen. Der ORF beschränkte sich in der Wiederholung darauf, lediglich das Gestochere kurz vor dem Treffer einzuspielen und nicht die Entstehungsgeschichte. In Folge präsentierte sich auch die Verteidigung um den bosnischen Nationalspieler Adnan Mravac gut, die Viererkette verschob intelligent. Allerdings verfiel Sturm in Schockstarre. Kein Wunder, fiel doch der Gegentreffer in einer Phase, als die Spieler noch gar nicht lange am Feld waren. In Minute 16 waren die Gäste aber dann erstmals wirklich gefährlich, jedoch nur aus einer Standardsituation. Davor hatte Lukas Rath Patrick Wolf im Strafraum noch einfangen können. Thomas Burgstaller setzte den Ball nach dem fälligen Eckball knapp über die Latte.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Lästigkeit? Pressing!</strong><br />
<br />
Das, was Kommentator Michael Roscher als "Lästigkeit" erkennen wollte, nennt der Fußballfachmann Pressing. Es war auch zu beobachten, dass Franz Lederer eine zweite Grundkompetenz, in der Rückwärtsbewegung schnell viele Männer hinter den Ball zu bringen, für sich entdeckt hatte. In Minute 21 musste ebendieser dann umstellen. Für den jungen Manuel Seidl kam Alexander Pöllhuber ins Spiel. Seidl hatte sich ohne Fremdeinwirkung verletzt. Pöllhuber ist ein anderer Spielertyp, groß, schlaksig. Der SVM war daraufhin kurz verwirrt, die Abseitsfalle funktionierte plötzlich nicht und schon war Wolf auf und davon. Dieser vergab zum Glück für die Hausherren stümperhaft. Minuten später stellte sich die Ordnung wieder her, Patrick Farkas übernahm Seidls Part in der Mittelfeldzentrale, der Eingewechselte gliederte sich in der Viererkette ein und Mattersburg machte weiter mit der "Lästigkeit".<br />
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<strong class='bbc'>Unordnung</strong><br />
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Säumel zog in Minute 29 einen Sprint vor den Sechzehner an und wollte Wolf in Szene setzen, obwohl er sich selbst in guter Schussposition befand. Domoraud konnte dem Angespielten das Leder gut ablaufen, die Spieleröffnung war aber mies. Der Querpass etwa 25 Meter vorm Tor Richtung Mitte bringt schon den Miniknaben Schelte vom Trainer ein. Und so war es Säumel, der sich das Spielgerät schnappte und die Verwirrung der im Geiste schon konternden Hintermänner ausnutzte und Szabics einsetzte. Zum Glück für die Burgenländer traf dieser den Ball nicht richtig. Michi Roscher wechselte daraufhin auch, nämlich nahm er Lästigkeit aus dem Spiel und wechselte Forechecking ein. Nach einer halben Stunde erhöhten die Grazer dann das Tempo und sorgten für etwas Feuer im Mattersburger Strafraum, es fehlte aber die Präzision. Überhaupt wirkten die Sturm-Spieler auch in Situationen, in denen kein Grünweißer lästig oder "forecheckig" war, sehr unkonzentriert. Als diese nämlich nachsetzen sollten, vernaschte Alois Höller Popkhadze und prüfte Cavlina aus spitzem Winkel.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Sturms Spiel, der Konter</strong><br />
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Dann ging es schnell. Weber erkämpfte sich den Ball und Säumel schickte Wolf auf die Reise. Obwohl die Viererkette gut stand, hatten die Burgenländer kaum eine Chance, einen Torschuss zu verhindern. Der letzte Rettungsversuch durch ein Tackling wurde sehr fair vorgetragen, aber dadurch auch zu harmlos. Der Grazer war durch, der Ball zappelte im Netz und nach 40 Minuten startete das Spiel von neuem. Dass die Heimmannschaft aber dennoch gut stand, beweist ein Blick auf die Pausenstatistik. Durch das hohe Stehen liefen die Grazer gleich sechs Mal ins Abseits. Jedenfalls ist nicht wirklich etwas von Mattersburger Rumpelfußball zu erkennen gewesen, auch wenn Experte Mählich das anders sah.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Individuelle Fehler</strong><br />
<br />
Sturm kam nach einer der gefürchteten Kabinenansprachen von Trainer Franco Foda exzellent aus der Kabine und versuchte die Hausherren zu überrollen, einmal war Szabics ganz nah am Treffer. Malic war seinem Gegenspieler nicht entschieden genug in den Fünfer gefolgt. Danach scheiterten Bukva und Wolf aus aussichtsreichen Positionen. Die Viererkette wirkte mit Farkas und ohne Pöllhuber in den ersten zwanzig Minuten des Spiels agiler und sicherer. Obwohl beide Teams den Dreier gut brauchen konnten, lauerten beide auf den Fehler des anderen. Das Spiel war mit Mikado zu vergleichen - wer als erster wackelt, würde verlieren. Und Fehler gab es in Durchgang zwei genug, sie alle aufzuzählen würde den Rahmen des Berichts sprengen.<br />
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<strong class='bbc'>Ein Moment Genialität</strong><br />
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In Minute 59 narrte Imre Szabics die zu weit entfernt stehenden Innenverteidiger und ließ den Ball zu Mario Haas durch, der zog ab und Borenitsch hatte keine Chance. Lederer reagierte und brachte Ronald Spuller, um die Offensive zu stärken. Lukas Rath verließ das Spielfeld. Und es erfolgte der Rückschritt in vergessen geglaubte Zeiten: Drei Mann bildeten die Verteidigung, Höller blieb auf seiner Seite, verstärkt dadurch den Eingewechselten. Variante B war also Hollywood, mit zwei Mann auf der rechten Flanke und ohne Rechtsverteidiger. Die Umstellung machte sich sofort bezahlt, zu viele Mattersburger im Strafraum der Blackies und Burgstaller musste den Ball von der Linie kratzen. Taktisch gesehen ist das 3-5-2 eine gute Variante, wenn nicht viel zu verteidigen ist. Nachdem auch Wolf auf der rechten Angriffsseite viel gefährlicher war als Bukva auf der anderen, keine dumme Überlegung. Nach 63 Minuten feierte dann Roman Kienast sein Comeback.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Hollywood</strong><br />
<br />
Gut sichtbar war, dass die rechte Abwehrseite vernachlässigt wurde. Nur Sturm bemerkte das nicht und kam über die eigene rechte Seite zu Chancen. Dennoch machte sich Hollywood bezahlt und die Heimmannschaft kam wieder besser ins Spiel und zu einigen, wenn auch zunächst nicht zwingenden Chancen. Dudic und Co. hatten alle Hände voll zu tun, die ungewohnten Überzahlsituationen zu entschärfen. Vor allem das Doppelgespann Höller/Spuller sorgte für Dampf über Sturms linke Abwehrseite. Des Weiteren fiel auf, dass die Grazer auch nach der Hereinnahme von Andi Hölzl für Haris Bukva diese Seite in der Offensive einfach - links liegen ließen. Es dauerte 20 Minuten, bis die Blackies endlich überzuckert hatten, dass Rath nicht mehr im Spiel war und schon stand es 1:3. Weiter Pass auf Szabics, der endlich den freien Raum auf der linken Seite entdeckt hatte, der brachte im Fallen den Ball zu Hölzl und das Spiel war entschieden. Oder doch nicht? Bürger gelang gegen siegessichere Gäste nach einer Spuller-Hereingabe noch ein herrlicher Flugferslertreffer in der 91. Minute. Nach Ablauf der drei Minuten Nachspielzeit kam es zu noch einem Eckball. Spuller schnappte sich den Rebound, dann Flipper und Zufall im Fünfer: Cavlina rutschte weg, ein Kopfball wurde von der Linie gekratzt, einmal Fersler, noch einer und Naumoski schob ein.<br />
<br />
Klarerweise steht es dem Schiedsrichter frei, die Nachspielzeit zu verlängern. Dadurch, dass das 3:2 nach Ablauf der 90 Minuten fiel, war der Aufschlag gerechtfertigt. Im Endeffekt ist die Punkteteilung wohl nicht gerechtfertigt, aber Mattersburg setzte immer nach und manchmal muss Glück eben erzwungen werden. Und auch wenn Lederers Systeme noch nicht zur Gänze „2011“ sind, wird es ein beinharter Abstiegskampf werden, denn mit etwas mehr Glück könnten die Burgenländer bereits weitaus besser dastehen, als sie es tun. Schafft es der Trainer, mehr Präzision in die Offensive zu bringen, werden die Punkte schon kommen.<br />
<br />
Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 13:13:38 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>In der EM-Qualifikation wieder einmal gescheitert: Ein Rückblick (Teil 3/3)</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/oefb-nationalteam/in-der-em-qualifikation-wieder-einmal-gescheitert-ein-ruckblick-teil-33-r563</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Wer kennt ihn nicht, den mittlerweile berühmten Spruch des Didi Constantini, nach dem Taktik überbewertet werde und man mit Taktik alleine keine Spiele gewinne. Der Hauptgrund für Constantinis frühzeitige Entlassung als österreichischer Teamchef lässt sich wohl nicht in dieser abenteuerlichen Aussage finden, trotzdem hat der Tiroler damit ein Beispiel für seine Arbeitsmoral gegeben. Denn auch wenn, wie „DiCo“ später immer wieder beteuerte, alles ganz anders gemeint war als es verstanden wurde und er wisse, dass man ohne vernünftiges taktisches Konzept in kein Länderspiel gehen kann, lassen die Aussagen diverser Spieler nach dem Abgang des 54-Jährigen Schreckliches vermuten. Laut den Aussagen von Janko & Co. könnte man nämlich glauben, Constantini hätte seinen Spielern oft nicht mehr auf das Spielfeld mitgegeben als die Aufstellung und seine Glückwünsche. Als Willi Ruttensteiner das Ruder für die letzten beiden, für die Qualifikation bedeutungslosen Spiele übernahm, schwärmte so mancher Teamkicker vom Taktik-Training, das Ruttensteiner wieder in den Trainingsplan nahm.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>Gegen wen sind wir Favorit?</strong><br />
<br />
Immer wieder wurde von Constantini während der Qualifikation gepredigt, dass sich die Aufstellungen und taktischen Varianten von Spiel zu Spiel unterscheiden können, da man dabei immer auf den jeweiligen Gegner reagieren muss. Ist man Favorit, stellt man anders auf, als wenn einem ein übermächtiger Gegner gegenübersteht. So viel zur Theorie, die wohl jedem Volksschulkind einleuchtet. Nach der verpassten EM-Qualifikation fragt sich nur, gegen wen wir überhaupt noch Favorit sind. Kasachstan wurde mit Biegen und Brechen zu Hause mit 2:0 geschlagen, auswärts gab es eine Nullnummer zu bestaunen. Gegen die Türkei und Belgien gingen wir je einmal sang- und klanglos 0:2 unter, im jeweils anderen Spiel gab es ein spektakuläres (4:4 in Brüssel) und ein langweiliges (0:0 in Wien) Unentschieden. Wenn der Gegner Deutschland heißt, wissen wir seit 1990, dass es kaum etwas zu holen gibt. So gesehen ist die herbe 2:6-Schlappe auf Schalke gar keine Überraschung, schon eher, dass es in Wien bis zur 91. Minute 1:1 stand. Und das zu einem Zeitpunkt, als Deutschland noch nicht fix qualifiziert war. Einzig und allein Aserbaidschan bereitete unserem Team weder auswärts, noch zu Hause Probleme.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die zündende Idee am Drahtesel</strong><br />
<br />
Vielleicht war Didi Constantini in der Schule in Mathematik nicht gerade der beste Schüler; vielleicht glaubt er auch eher an die Kraft der Motivation; vielleicht haben die Medien auch jahrelang Unrecht getan. Es gibt viele Erklärungen dafür, warum es taktisch bei Österreichs Nationalteam oft nicht gepasst hat. Doch beginnen wir am Anfang der Qualifikationsspiele, als dem Feuerwehrmann unter Österreichs Trainern am Fahrrad eine brennende Idee kam: Man könnte doch einmal Roland Linz als Spielmacher einsetzen. Gegen Kasachstan sollte das vor einer Viererkette im Mittelfeld, bestehend aus Harnik, Kavlak, Schiemer und Jantscher funktionieren. Das nennt sich im modernen Fußball ein 4-4-1-1 – System, und Constantini vertraute den Spielmacherqualitäten von Roland Linz und dem Killerinstinkt von Marc Janko. Leider stellte sich die Verwandlung der lauffaulen Strafraumkobra Roland Linz in den dynamischen Mittelfeldmotor Roland Linz in der Realität als sehr viel schwerer heraus, als sie noch in Didis Überlegungen auf dem Fahrrad war. Weil der nette Roland aber in letzter Sekunde doch noch das 1:0 fabrizierte und Hoffers 2:0 vorbereitete, fühlte sich Didi bestätigt. Obwohl die <em class='bbc'>ahnungslosen Journalisten</em> sein Experiment bekrittelten – am Ende ging ja doch alles gut.<br />
<br />
So gut, dass man gleich dabei bleiben konnte. Aber Constantini wäre nicht Constantini, wenn er jetzt dem Leitsatz „Never change a winning team“ nachkommen würde. Linz durfte (oder musste?) weiter im zentralen Mittelfeld dirigieren, dahinter und davor blieb aber (k)ein Stein auf dem anderen. Im Mittelfeld Kavlak, Schiemer und Jantscher raus, dafür Scharner, Junuzovic und Arnautovic rein, im Sturm Janko raus und Maierhofer rein. Und wieder hatte Didi alles richtig gemacht, Arnautovic machte zwei Tore, der zweite Sieg im zweiten Spiel war eingefahren.<br />
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<strong class='bbc'>Das Ende des Linz – Experiments</strong><br />
<br />
In Brüssel hat das Experiment ein Ende, obwohl es zwei Mal Erfolg gebracht hatte. Doch Belgien ist ein anderes Kaliber als Kasachstan oder Aserbaidschan, und Brüssel ist nicht Salzburg oder Wien. Also war ein Systemwechsel angesagt. 4-2-3-1 hieß die Erfolgsformel, Maierhofer musste sich als Solospitze vor dem genialen Trio Junuzovic-Kavlak-Arnautovic abrackern. In der Offensive funktionierte viel – in der Defensive patzte Macho, Scharner spielte seine Routine durch eine dämliche rote Karte aus, und Edeljoker (warum eigentlich?) Harnik rettete in Minute 94 einen Punkt. Im Rückspiel gab es eine ähnliche Ausrichtung, zu Beginn sah es aber eher nach einem 4-4-2 aus, das sich aber schnell in ein 4-2-3-1 umwandeln kann. Mit Alaba und Baumgartlinger im defensiven Mittelfeld und einem lustlosen Sturm namens Janko-Arnautovic ging die Mannschaft mit 0:2 unter.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Trainer ist gefordert!</strong><br />
<br />
Jetzt war erstmals der Trainer richtig gefordert. Nach einem glücklichen und einem souveränen Pflichtsieg und einem verrückten Spiel im Belgien gab es den ersten echten Rückschlag. Wie würde Didi darauf reagieren? Er blieb seiner Linie, keine Linie zu haben, treu. Waren die bisherigen Aufstellungen durchwegs durch erfrischend offensive Ausrichtung geprägt, rührte Constantini in Istanbul Beton an. Wie das Kaninchen vor der Schlange wirkte das rot-weiß-rote Team gegen eine türkische Mannschaft, die nach dem 0:1 gegen Baku in Aserbaidschan bereits in den Seilen hing und Teamchef Guus Hiddink kurz vor der Ablöse stand. Mit Baumgartlinger, Scharner und Pehlivan durften drei Sechser das Spiel zerstören, Alaba und Harnik gaben die Flügelflitzer, Maierhofer hing vorne in der Luft. Kein Wunder, in der Zentrale gab es zwischen Maierhofer und den drei Zerstörern zeitweise ein 40-Meter-Loch. Die logische Folge: 0:2 und ganz schlechte Karten für die Qualifikation. Bei allem Respekt vor der Türkei: ob ein 5-4-1 gegen eine durchschnittliche Mannschaft, die in Baku 0:1 verliert, unbedingt nötig ist, sei dahingestellt.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Sensation knapp verpasst</strong><br />
<br />
Ausgerechnet nach den beiden ernüchternden Auftritten gegen Belgien und die Türkei stand das Deutschland-Doppel bevor. Man munkelt, dass Didi zu dieser Zeit mehr Zeit in der Kirche als am Fahrrad verbrachte. Man kann es ihm auch nicht verdenken, Deutschland stand zu diesem Zeitpunkt (wie zu jedem Zeitpunkt der Qualifikation) an erster Stelle und gab keinen einzigen Punkt ab (ebenfalls wie in der gesamten Qualifikation). Aber was tun? Sollte sich sein Team wie in der Türkei einigeln und tapfer verlieren? Nein, Angriff ist die beste Verteidigung, und in einem Heimspiel muss man nach vorne spielen. Oder? Auf jeden Fall sollten in einem so wichtigen Spiel die Akteure möglichst auf Positionen eingesetzt werden, die sie gewöhnt sind, Experimente waren gegen Deutschland im sechsten von zehn Spielen nun wirklich nicht angebracht. Didi wagte sie trotzdem. Ekrem Dag, hauptberuflich Verteidiger, übernahm die Aufgabe, auf der rechten Seite offensiv Druck auszuüben, Alaba sollte dieses Kunststück auf links präsentieren. In der Zentrale lernte Didi nichts aus den taktischen Fehlern in der Türkei und ließ Baumgartlinger und Kulovits die deutschen Primgeiger Özil und Kroos verfolgen. Im Sturm durfte Jimmy Hoffer ran, der bei Frankfurt hauptsächlich Bankangestellter ist. Warum Didi nicht Harnik statt des deplatzierten Dag auf die rechte Seite stellte und einem Stürmer mit Spielpraxis neben Hoffer die Chance gab, bleibt sein Geheimnis. Interessant auch, dass das Mittelfeld im Heimspiel gegen Deutschland aus vier Spielern bestand, die alle bereits im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kamen. Trotz allem zeigte die Mannschaft, angeführt von einem überragenden Alaba eine starke Leistung und musste sich nur knapp 1:2 geschlagen geben.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Bankrotterklärung</strong><br />
<br />
Die fünfte Niederlage in Folge. Und das nicht, wie zuvor oft propagiert, mit einem jungen aufstrebenden Team, sondern mit einigen Spielern nahe (Scharner, Pogatetz, Kulovits, Dag, Grünwald) der 30. Jetzt stand das Auswärtsspiel bei den übermächtigen Deutschen vor der Tür. Was folgte, waren zwei Partien mit einem 4-4-2, aus denen glücklich (Grünwald parierte gegen die Türken in Wien in Minute 90 einen Elfer) ein Punkt geholt wurde. Nach den ernüchternden Ergebnissen der letzten Monate wollte Didi nicht mehr. Nach der Erklärung, er würde die Qualifikation trotz seines auslaufenden und nicht verlängerten Vertrags noch zu Ende bringen, überlegte er es sich doch anders und erklärte seinen Rücktritt. Dass Willi Ruttensteiner Andi Ivanschitz sofort wieder in den Kader berief und mit von Didi ausgestoßenen Spielern wie Garics, oder Stranzl Gespräche führte, dürfte Didi nicht gefallen haben. Die kritischen Aussagen von Marc Janko, den Constantini höchstselbst zum Kapitän ernannte, um ihn Monate später zu demontieren, setzten dem Ganzen die Krone auf. Man könnte glauben, Didi hat in seiner Zeit als Teamchef den einen oder anderen Fehler gemacht.<br />
<br />
Archimedes, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 23:44:34 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Richtungsweisende Wochen für die vier Kellerteams der heimischen Bundesliga</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/richtungsweisende-wochen-fur-die-vier-kellerteams-der-heimischen-bundesliga-r562</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die Runde der Unentschieden ändert vorerst nichts an den Verhältnissen im Abstiegskampf der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile. Die unteren vier Teams – Wacker Innsbruck, Wiener Neustadt, Mattersburg und Kapfenberg sind weiterhin maximal vier Punkte voneinander getrennt. Und es folgen richtungsweisende Wochen…</em><br />
<br />
Remis-König Wacker Innsbruck hat von den Abstiegskandidaten derzeit die besten Karten: Das Team hält nach elf Spielen bei sechs Unentschieden und ist nach dem 1:1 bei Red Bull Salzburg, bei dem man in Unterzahl besser spielte als der reichste Klub der Liga, auswärts weiterhin unbesiegt. Der größte Trumpf der Innsbrucker ist derzeit der 31-jährige Spanier Carlos Merino, der heuer zum Mann der wichtigen Tore wird. In den letzten beiden Ligaspielen traf der ehemalige Albacete-Mittelfeldspieler jeweils einmal, insgesamt stehen bereits vier Saisontore und eine Menge kreativer Momente zu Buche. Nachdem Wacker Innsbruck kommendes Wochenende in der Südstadt zu Gast sein wird, erwartet man im ÖFB-Cup den SV Grödig und hofft dabei, dass gegen die Salzburger der letzte Heimerfolg prolongiert wird. Bisher konnte Wacker zu Hause nur den Kapfenberger SV schlagen, doch die nächsten Heimpartien sind für die Elf von Walter Kogler richtungsweisend: Es warten Wiener Neustadt und Mattersburg.<br />
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<span class='bbc_underline'>Die nächsten vier Wochen</span><br />
<em class='bbc'>Admira – Wacker Innsbruck<br />
Wacker Innsbruck – Grödig (Cup)<br />
Wacker Innsbruck – Wiener Neustadt<br />
FK Austria Wien – Wacker Innsbruck<br />
Wacker Innsbruck – SV Mattersburg</em><br />
<br />
Im heimischen Stadion sieglos ist der Tabellenachte aus Wiener Neustadt. Die beiden Siege auf dem Konto der Niederösterreicher stammen aus der Fremde: 2:1 in Mattersburg, 2:0 in Kapfenberg – wichtige Erfolge gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Das 1:1 bei Rapid in Unterzahl könnte der Elf von Peter Stöger Auftrieb geben – und ein solcher ist nach sechs sieglosen Spielen in Serie auch dringend notwendig. Im Cup sind die Neustädter nicht mehr vertreten, dafür stehen in den nächsten vier Ligarunden drei Heimspiele an. Ob dies aktuell als Vorteil zu werten ist, sei dahin gestellt. Sicher ist, dass Wiener Neustadt sich schwer tut, selbst das Spiel zu gestalten. Daran wird sich auch in der nächsten Runde, wo man zu Hause auf den Kapfenberger SV trifft nichts ändern, zumal Kapitän Tomas Simkovic nach seiner gelb-roten Karte aus dem Hanappistadion gesperrt ist. Das bevorstehende Duell des Achten mit dem Zehnten ist auch das Tor der knausrigsten Torschützen der Liga: Keine anderen Mannschaften trafen seltener als Wiener Neustadt und Kapfenberg, zudem ist Wiener Neustadt zu Hause die torungefährlichste Mannschaft – was Kapfenberg wiederum auswärts ist.<br />
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<span class='bbc_underline'>Die nächsten vier Wochen</span><br />
<em class='bbc'>Wiener Neustadt – Kapfenberger SV<br />
Wacker Innsbruck – Wiener Neustadt<br />
Wiener Neustadt – Admira<br />
Wiener Neustadt – SK Sturm Graz</em><br />
<br />
Der Aufwärtstrend in Mattersburg ist unübersehbar, was auch das 3:3 gegen Sturm Graz durch zwei Last-Minute-Tore von Patrick Bürger und Ilco Naumoski bewies. Erstgenannter Patrick Bürger schlich sich in den letzten Wochen heimlich an die Spitze der Torschützenliste, die er sich derzeit mit Philipp Hosiner und Roland Linz teilen muss. Das Zaubertor gegen Sturm Graz war sein sechster Saisontreffer, sein achter inklusive Cup. Aber wie für Wiener Neustadt gilt auch für Mattersburg: Trotz der braven und teilweise sogar überzeugenden Leistungen der letzten Wochen, muss man sich nun endlich auf das Wesentliche konzentrieren: Siege, idealerweise Heimsiege. Auch Mattersburg, das mit nur acht Punkten an der neunten Stelle der Tabelle steht, gewann zu Hause noch kein Spiel. In den nächsten Wochen werden es die Admira und Red Bull Salzburg den Burgenländern beim Versuch die Negativserie im Pappelstadion zu beenden, ebenfalls nicht leicht machen.<br />
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<span class='bbc_underline'>Die nächsten vier Wochen</span><br />
<em class='bbc'>SV Ried – SV Mattersburg<br />
SV Mattersburg – Admira<br />
SV Mattersburg – Red Bull Salzburg<br />
Wacker Innsbruck – SV Mattersburg</em><br />
<br />
Der Kapfenberger SV konnte sich in den letzten Wochen ein wenig fangen, holte vier Punkte aus den letzten drei Spielen, liegt dennoch mit acht Punkten und dem schwächsten Torverhältnis aller Bundesligaklubs auf dem letzten Platz. Immerhin bemerkte man in der Obersteiermark mittlerweile, dass man den 28-jährigen Michal Ordos ruhig im Angriff einsetzen darf und nicht auf der zweckentfremdeten Position eines defensiven Mittelfeldspielers. Ordos erzielte bereits drei Saisontore, obwohl er nur 289 Minuten auf dem Platz stand. Von den Abstiegskandidaten trafen nur Patrick Bürger und Carlos Merino öfter. Die Schwächen der Kapfenberger liegen aktuell in Auswärtsauftritten, wo man aus fünf Spielen nur einen Punkt holen konnte. Wer nicht absteigen will, muss jedoch auch auswärts den einen oder anderen Zähler holen – womit Kapfenberg gleich in der kommenden Runde in Wiener Neustadt anfangen sollte.<br />
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<span class='bbc_underline'>Die nächsten vier Wochen</span><br />
<em class='bbc'>Wiener Neustadt – Kapfenberger SV<br />
Kapfenberger SV – FK Austria Wien<br />
SK Sturm Graz – Kapfenberger SV<br />
Kapfenberger SV – SV Ried</em><br />
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Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 22:39:10 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Einst Nationalteam und Champions League, jetzt TSV Hartberg - der Absturz des Andreas Dober</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/erste-liga-regionalliga/einst-nationalteam-und-champions-league-jetzt-tsv-hartberg-der-absturz-des-andreas-dober-r560</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>In den letzten Tagen war rund um die Heute-für-Morgen-Erste-Liga der Name Andreas Dober in aller Munde: Der 25-Jährige bestritt 135 Bundesligaspiele für den SK Rapid Wien, stand dreimal für das österreichische Nationalteam auf dem Platz und startet nun beim TSV Hartberg seine Karriere neu. Wie kam es zum Absturz des rechten Außenverteidigers und was darf man in Zukunft von „Dobschi“ erwarten?</em><br />
<br />
Der 2. Mai 2004: Andreas Dober debütiert 18-jährig im Derby gegen den FK Austria Wien für Rapid. Der Außenverteidiger wird in der 75. Minute eingewechselt und serviert Stürmer Jovica Vico mit einer mustergültigen Flanke das 1:2. Rapid verliert jedoch aufgrund zweier Tore von Sigurd Rushfeldt mit 1:2 – bereits drei Tage später steht Dober beim 3:2-Heimsieg gegen den FC Kärnten erstmals in der Startelf der Hütteldorfer. Später wird Dober nach Altach verliehen, kommt als Stammspieler zu Rapid zurück und gibt am 8. Oktober 2005 sein Debüt für das österreichische Nationalteam: Bei der 0:1-Niederlage im Old Trafford zu Manchester zählt der junge Wiener zu den Besten, die Rapid-Anhänger bejubeln den vielversprechenden Defensivmann aus dem eigenen Nachwuchs.<br />
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<strong class='bbc'>Barisic sortiert Dober aus</strong><br />
<br />
Fünf Jahre danach sieht alles anders aus. Andreas Dober wird von einem großen Teil der Rapid-Fans angefeindet, niemand will dem Rechtsfuß mit dem scharfen Schuss mehr zusehen. Zu regelmäßig stellte er seine Fehler und taktischen Unzulänglichkeiten zur Schau. Im Winter zieht sich Dober schließlich eine Bänderverletzung zu, fällt drei Monate aus, kämpft sich sehr langsam wieder zurück, ist dennoch zuversichtlich, dass Rapid seinen auslaufenden Vertrag verlängern würde. Im April 2011 folgt der Bruch: Im Training kommt es zu einer Auseinandersetzung mit Mario Sonnleitner, deren Folge Dobers Rausschmiss durch Interimscoach Zoran Barisic ist. Dober freute sich wenige Monate davor über die interimistische Bestellung Barisics als Rapid-Trainer, kam der 183cm große Verteidiger doch immer gut mit dem ehemaligen Co-Trainer Peter Pacults aus. Barisic jedoch drehte das Verhältnis, stellte klar, dass er nun nicht mehr eine kumpelhafte Anlaufstelle für die Spieler ist, wie er es unter dem unnahbaren Red-Bull-Leipzig-Trainer war, sondern selbst Chef. Im Klartext sollte dies heißen: Entweder du bringst deine Leistung, oder du spielst nicht bzw. fliegst aus der Mannschaft.<br />
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<strong class='bbc'>Vertragsende trotz 18 Jahren Rapid</strong><br />
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Nach Dobers Suspendierung wurde er zu den Amateuren verbannt, half bei den Jungrapidlern in fünf Spielen aus, sah viermal Gelb und erzielte einen Treffer. Dass sein Vertrag nicht verlängert werden würde, war Dober zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst. Das Ende einer 18 Jahre andauernden Rapid-Karriere, wo der gebürtige Wiener bereits für die Miniknaben spielte, war besiegelt. Dober ging auf Vereinssuche, fand jedoch trotz Verbindungen mit englischen Klubs und dem FC Ingolstadt bis vor einer Woche keinen neuen Verein. Wer nach 18 Jahren in Form eines schlichtweg nicht mehr verlängerten Vertrags von Rapid verabschiedet wird, muss Fehler gemacht haben. Rapid gilt weithin nicht als Klub, der derart verdienstvolle Spieler leichtfertig abserviert – dafür ist das „Wir“- bzw. Familiengefühl in Hütteldorf zu stark. Was war also in den sechs Profijahren des Andreas Dober (abgesehen von bereits erwähnter Undiszipliniertheit im Training) vorgefallen, dass die Karriere des Spielers eine derart abrupte Wende nehmen konnte?<br />
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<strong class='bbc'>Dober joggt seinen Vertrag aus</strong><br />
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In seinen letzten Jahren bei Rapid verspielte Dober die Vorschusslorbeeren, die er sich als Jungprofi mühsam erarbeitet hatte. Zwar wurde der 25-Jährige stets als „echter Rapidler“ respektiert und von den Fans für seine Vereinstreue gelobt, die Wahrheit liegt jedoch bekanntlich auf dem Platz. Und die war im Fall des Andreas Dober unschön. Woche für Woche lieferte der Eigenbauspieler teils katastrophale Leistungen, spulte seine wenigen Kilometer immer im selben Joggingtempo ab und fabrizierte defensiv haarsträubende Fehler. Nicht selten ließ er Gegenspieler einfach passieren oder positionierte sich falsch, wodurch die Viererabwehrkette der Grün-Weißen instabil wurde. Dober ließ Biss und Kampfkraft vermissen, trottete zeitweise lockerlässig über den Platz und büßte zudem seine Torgefahr ein: Während er in der Meistersaison 2007/08 noch vier Saisontreffer in 24 Spielen erzielen konnte, waren es in den Saisonen darauf nur zwei in 70 Ligaspielen. Außerdem wirkte der Verteidiger nicht immer fit, war der Aufgabe die ohnehin sehr offensive rechte Seite rund um Kapitän Steffen Hofmann defensiv abzusichern nicht mehr gewachsen.<br />
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<strong class='bbc'>Neues Glück in Hartberg?</strong><br />
<br />
Nachdem er von Rapid verabschiedet wurde, gab Dober ein Interview im Hanappistadion. Dabei betonte er, dass er „nicht so schlecht sein kann, wie alle behaupten“. Allgemein keine gute Basis, wenn ein Spieler seine Interviews so beginnen muss. Dem gegenüber steht jedoch, dass sich kein anderer heimischer Bundesligaklub für Dober interessierte und dieser somit bis Oktober „stand“. Selbst in Österreichs zweiter Spielklasse traute sich niemand über das Preis-Leistungs-Paket Dober drüber. Es erbarmte sich schließlich der TSV Hartberg, Abstiegskandidat in der Heute-für-Morgen-Erste-Liga, der Dober dank eines externen Sponsors finanzieren konnte.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Fehler werden bleiben</strong><br />
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Bereits in seiner ersten Partie für den TSV zeigte Dober, dem allerdings mit Sicherheit noch die Matchfitness fehlt, nachdem sein letztes Spiel außerhalb der Regionalliga Ost (Rapid Amateure) am 15.Dezember 2010 bei Rapids 0:2-Niederlage bei Besiktas Istanbul stattfand, wieso er sich in Wien nicht mehr durchsetzen konnte. In der 70. Minute packte er im eigenen Strafraum gegen Benjamin Freudenthaler vom LASK die Sense aus, foulte ihn, hätte damit einen Elfmeter verschuldet, was Schiedsrichter Hameter jedoch zu Dobers Glück anders sah. Es war ein Vorgeschmack auf das, was Dober auch in Zukunft „auszeichnen“ wird. Klar ist der Ex-Rapidler spielerisch einer der besseren Spieler in Österreichs zweiter Spielklasse, aber seine traditionellen Defensivfehler wird er nur schwer ausmerzen können. So wird der 25-Jährige auch in Hartberg, wo er bei weitem nicht so routinierte und spielstarke Nebenspieler wie einst bei Rapid hat, stets ein Garant für Fehler sein. Dass der Wiener diese Fehler abstellt ist unwahrscheinlich, zumal er nicht als Führungspersönlichkeit oder Spieler, der eine Mannschaft aus dem Dreck ziehen kann, bekannt ist. Einen Rückschritt von Rapid zu Hartberg zu verkraften ist für keinen Spieler leicht und so wird Andreas Dober in Zukunft Stammgast bei Erste-Liga-Klubs oder Bundesliga-Abstiegskandidaten sein. Den Sprung zu einem österreichischen Großklub oder gar Stammspieler im Ausland wird der Rechtsverteidiger aus fußballerischen, läuferisch-taktischen und professionellen Gründen nicht mehr schaffen.<br />
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Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 20:36:25 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Nationalteams werden zu Vereinsmannschaften - Gefahren und Möglichkeiten der Nationenwechsel</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/oefb-nationalteam/nationalteams-werden-zu-vereinsmannschaften-gefahren-und-moeglichkeiten-der-nationenwechsel-r558</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Düsseldorf, Minute 84. Deutschland führte 3:1 gegen Belgien und Teamchef Joachim Löw wechselte Ilkay Gündogan ein. Im Grunde genommen stimmt "wechseln" nicht, in Wahrheit bürgerte er den Deutsch-Türken fußballrechtlich ein.</em><br />
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Europa ist eine beliebte Migrationsdestination und damit auch Österreich. Von den mehr als acht Millionen Österreichern, die derzeit hier leben, haben 1,5 Millionen Menschen oder 18 Prozent der Bevölkerung Migrationshintergrund. Das letzte Wort des vorangegangenen Satzes heißt, dass entweder sie direkt nach Österreich gekommen sind oder die Eltern zugewandert sind. Der Umstand, dass dies nicht selten geschieht, schlägt sich auch im Nationalteam nieder. Mit Ekrem Dag, Aleksandar Dragovic, David Alaba, Zlatko Junuzovic, Veli Kavlak und Marko Arnautovic hatten gleich sechs der vierzehn am Dienstag eingesetzten Akteure Migrationshintergrund. Fast die Hälfte der Kicker stammt also aus Familien, die erst in den letzten Jahren und Jahrzehnten gekommen sind. Ein möglicher Grund: Das Lohnniveau bei MigrantInnen bei der letzten Erhebung 2008 war um 15 Prozent niedriger, als bei Menschen ohne Migrationshintergrund. Und talentierte Kicker aus Zuwandererfamilien sehen wohl im Fußball mehr Chancen, Geld zu verdienen, investieren mehr in die Schulung ihrer individuellen Fähigkeiten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Leichter Weg zur Staatsbürgerschaft</strong><br />
<br />
Kinder erlangen im Heimatland der Eltern leicht die Staatsbürgerschaft. Ein Austro-Serbe wie Marko Arnautovic hätte aufgrund der familiären Wurzeln kein Problem gehabt, die serbische Staatsbürgerschaft zu erlangen und fortan für Serbien zu spielen. Bis 2009 musste sich ein Kicker bis zum Ablauf der Spielberechtigung für die U21-Mannschaft entscheiden, für welches Land er spielen wolle. Die FIFA kippte diese Regelung und so lange kein Bewerbsspiel für die A-Nationalmannschaft absolviert wurde, können Doppelstaatsbürger frei wählen, für welches Land sie auflaufen. Ein prominentes Beispiel ist Jermaine Jones, der zwar drei Freundschaftsspiele für Deutschland machte, sich aber nach 2009 dafür entschied, das Teamdress der USA anzuziehen. Ist dann in einem Bewerbsspiel auch nur ein Minütchen gespielt worden, gilt der jeweilige Spieler als eingebürgert.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Das türkische Modell</strong><br />
<br />
In Köln unterhält der türkische Verband ein eigenes Büro, welches Auslandstürken sucht, die eingebürgert werden können und dann für das Heimatland der Eltern spielen dürfen. Bereits Jugendliche der U15 werden zu Lehrgängen eingeladen, skurrilerweise führt das dazu, dass das Training türkischer Nachwuchsmannschaften sowohl  auf Deutsch als auch auf Türkisch abgehalten wird. Türkisch sprechen nämlich nicht alle Jungkicker. Das Modell "Deutsch-Türke" ist ein bekanntes, am Wochenende waren im Kader der Italiener zwei "Argentino-Italiener", in der französischen Nationalmannschaft spielen schon traditionell viele Spieler aus den ehemaligen Kolonien und dem Magreb.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Grundlagen der FIFA</strong><br />
<br />
Das alles funktioniert deshalb gut, auch wenn der Spieler keine Staatsbürgerschaft besitzt, weil die FIFA-Bestimmungen sehr locker sind. Bereits ein Großelternteil reicht aus und der Verbandswechsel ist möglich. Das ist aber eben erst seit 2009 möglich, da wurde der Absatz 8 der FIFA-Ausführungsbestimmungen geändert. Bei Rapid-Kapitän Steffen Hofmann fiel das dem ÖFB vor der EM 2008 auf den Kopf. Der in Hochform agierende Deutsche hatte aber schon für die DFB-Jugend gespielt, dadurch war das damals nicht möglich. Heutzutage wäre das alles überhaupt kein Problem. Solange die Staatsbürgerschaft verliehen wird - und da sind die Ministerien bei Sportlern, Europa auf und ab, sehr schnell - dürfen Spieler den Verband wechseln. Der Wortlaut im Detail:<br />
<br />
<em class='bbc'>Besitzt ein Spieler mehrere Staatsbürgerschaften, erhält ein Spieler eine andere Staatsbürgerschaft oder ist er aufgrund seiner Staatsbürgerschaft für mehrere Verbände spielberechtigt, so steht diesem [...] das einmalige Recht zu, die Spielberechtigung für Länderspiele eines anderen Verbandes, dessen Staatsbürgerschaft er besitzt, zu erlangen.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>Kritik an der neuen Bestimmung</strong><br />
<br />
Diese Entwicklung ist kritisch zu beobachten. Zum Einen kann es sein, dass nun Einwanderungsländer Spieler verlieren, Stichwort Nuri Sahin. Zum Anderen suchen Verbände gezielt nach Spielern. Erdal Keser, Leiter des Büros des türkischen Verbandes in Köln, meinte wegen möglicher Spannungen mit dem deutschen Verband: "Die Spielertypen, die wir im türkischen Fußball brauchen, sind ganz andere, als die der DFB braucht. Wir brauchen Defensiv- oder Abwehrspieler. " Ganz im Stil eines Sportdirektors eines x-beliebigen Vereins sucht Keser also nach Spielertypen, die sein Verband braucht. Wird es nun in Zukunft so sein, dass Verbände alle großen Profiligen abgrasen, um die Großmutter aus dem Heimatland zu suchen? Kann beispielsweise Joachim Löw einen Rechtsverteidiger suchen lassen, der dem Nationalteam helfen kann? Werden vor Großereignissen Staatsbürgerschaften verschenkt wie Lutscher? Die neuen Bestimmungen lassen dies auf jeden Fall zu.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Eine Verfälschung des Wettbewerbs?</strong><br />
<br />
Natürlich ist es so, dass die Nationalstaaten ein mehr oder weniger überholtes Modell sind, gesellschaftlich aber wichtig sind. Wie sehr freute sich beispielsweise Griechenland nach Wochen und Monaten der Negativschlagzeilen über die Wirtschaftlage über die Qualifikation zur Europameisterschaft! Wenn aber nun im nicht immer planbaren Fußballgeschäft Spieler gesucht werden, kann das passieren. Einerseits sind Geschichten, wie sie zum Beispiel Serdar Tasci noch vor 2009 geschahen nicht optimal. Der junge Mann aus Esslingen am Neckar, der nur über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügt, spielte für die deutsche U21 und das in der Hoffnung, Innenverteidiger in der DFB-Elf zu sein. Im türkischen Nationalteam hätte er einen Stammplatz, in Deutschland gilt er bereits als "Ex-Nationalspieler". Andererseits widerspricht die großzügige Regelauslegung dem Prinzip "Nationalmannschaft".<br />
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<strong class='bbc'>Chance für kleine Nationalteams?</strong><br />
<br />
Beispiel Moritz Leitner: Der begabte Jugendliche aus dem Nachwuchs des TSV 1860 München, der über Augsburg zum BVB kam, verlebte ähnlich wie Martin Harnik seine Jugend in Deutschland. Man darf gespannt sein, ob er nicht doch noch für Österreich spielen wird, wenn "unser" Team Erfolg haben sollte und ihm Götze, Müller, Özil und Co. vorgezogen werden. Trotzdem mutet es nicht gerade fair an, wenn Land A Spieler um Spieler in den Nachwuchsteams (mit-)ausbildet und sich dann ansehen muss, wie diese Kicker plötzlich gegen das Ausbildungsland spielen. Der Wert eines nationalmannschaftlichen Vergleichs wird dadurch gemindert.<br />
<br />
Die Bestimmungen der FIFA können gut und sinnvoll sein - ja. Ein Feilschen und Schachern um Teamspieler ist abzulehnen. Der Zusatz mit Eltern und Großmutter in den Ausführungsbestimmungen der FIFA ermöglichen das und es kann sein, dass damit die Büchse der Pandora geöffnet wurde, man möge nur einmal "Deutschland", "Ghana" und "Boateng" googlen.<br />
<br />
Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 12:03:54 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Rapid weiterhin schwach: Überheblichkeit kostet Sieg gegen Wiener Neustadt!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/rapid-weiterhin-schwach-uberheblichkeit-kostet-sieg-gegen-wiener-neustadt-r559</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der SK Rapid kommt im Gerhard-Hanappi-Stadion gegen Peter Stögers Abstiegskandidaten aus Wiener Neustadt über ein 1:1 nicht hinaus. Der späte Ausgleich aus einem Elfmeter durch Thomas Helly war die gerechte Strafe dafür, dass die Hütteldorfer sich über lange Zeit überheblich und zu wenig zielstrebig präsentierten.</em><br />
<br />
Dabei fing alles perfekt an: Nach Christopher Drazans fünftem Bundesligator nach knapp acht Minuten dachte niemand daran, dass das Heimspiel gegen Peter Schöttels Ex-Mannschaft zu einer Zitterpartie werden könnte. Auf den Rängen sprach man bereits von einer locker-lässigen Partie, mit der Rapid Boden gut machen würde. Die unroutinierte Elf aus Niederösterreich bekäme noch locker zwei, drei weitere Tore eingeschenkt. Diese Einstellung schien sich jedoch nicht nur auf den Tribünen breit zu machen, sondern auch in den Köpfen der Spieler. Von Anfang an hatte man den Eindruck, dass sich Rapids Kicker zu siegessicher waren…<br />
<br />
<strong class='bbc'>Auftakt nach Maß</strong><br />
<br />
Wiener Neustadt machte taktisch einiges richtig: Nach Drazans Führungstreffer ließ sich die Mannschaft nicht von Rapid herauslocken, blieb weiterhin tief stehen, ließ Rapid kommen. Hätte Stögers Elf direkt nach dem Gegentreffer zum 0:1 aufgemacht und versucht einen schnellen Ausgleich zu erzielen, wäre die Partie womöglich bereits nach einigen Minuten vorentschieden gewesen. Neustadt spielte weiter, als würde es noch 0:0 stehen, wartete auf seine Konterchance, die schließlich spät aber doch kam und etwas glücklich per Elfmeter genützt wurde.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Flügelspieler schwächer als zuletzt</strong><br />
<br />
Rapid präsentierte sich feldüberlegen, aber zu zweidimensional. Das Spiel der Hütteldorfer war einmal mehr leicht ausrechenbar. Über die Flügel ging kaum etwas, was einerseits an Drazans fehlender Präzision lag, andererseits daran, dass sein Gegenüber Christopher Trimmel mit Andreas Schicker einen laufstarken Gegenspieler hatte, den der 24-jährige Burgenländer zu selten überwinden konnte. Guido Burgstaller, der nach seiner Verletzung erstmals in der Startelf der Grün-Weißen stand, zeigte sich präsent, forderte Bälle, versuchte auch des Öfteren zum Abschluss zu kommen. Ihm sind jedoch fehlende Matchpraxis und –fitness anzusehen. Auch wenn der 22-Jährige wieder zurück ist, wird er noch einige Monate brauchen, um sich zu akklimatisieren. Trotz guter Momente ist die technische Leistung des jungen Kärntners ausbaufähig, was aber angesichts seiner langen Verletzungspause normal ist.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Hofmann außer Form, Pichler offensiv schwach</strong><br />
<br />
Während Rapids Flügelspieler überschaubar agierten und René Gartler zu wenige Bälle effektiv weiterverarbeiten konnte, zeigte auch das zentrale Mittelfeld des Rekordmeisters Schwächen: Steffen Hofmann läuft seiner Form weiter hinterher, Genieblitze darf man vom 31-jährigen Deutschen aktuell keine erwarten. Das Grundproblem im Rapid-Mittelfeld ist jedoch weiterhin die zweite zentrale Position, die zu einer Schlüsselposition wird, wenn die Flügelspieler einmal aussetzen (was gestern sicher nicht zum letzten Mal passierte). Auf dieser Position braucht Rapid einen Mittelfeldspieler, der sowohl defensive als auch offensive Stärken hat und vor allem effektiv am Offensivspiel teilnehmen kann. Eben einen „modernen 6er“. Harald Pichler, der als Lösung für die Innenverteidigung geholt wurde, kann auf dieser Position nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Der Kärntner mag ein zweikampfstarker Spieler sein, der Bälle erobern kann, das bringt jedoch in einem Vierermittelfeld niemandem etwas, wenn er in Vorwärtsbewegung keinerlei Kreativität oder Lockerheit besitzt.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Körpersprache passte nicht</strong><br />
<br />
Rapid bettelte in Wahrheit fast über die gesamte Spieldauer um ein Gegentor. Obwohl die Führung gegen den SC Wiener Neustadt sehr dünn war, vergaß das Team von Peter Schöttel auf das Wesentliche. Die Hütteldorfer glänzten vor allem durch Überheblichkeit: Da ein Ferserl, dort ein Schupferl, da ein zu lascher Pass, dort dem Ballführenden nicht schnell genug entgegen gekommen. Auch die Körpersprache einiger Akteure ließ zu wünschen übrig: Durchwegs aufrechte Oberkörper, in zu vielen Szenen keinerlei Zug, Ziel oder Dynamik. Als etwa René Gartler in der zweiten Halbzeit einen Sitzer vom Fünfmetereck vergab, sah man dem zweifachen Saisontorschützen seinen Ärger nicht an. Kein lauter Aufschrei, kein Biss ins Gras, kein Haareraufen – es wirkte so, als würde man sich sagen: „Wurscht, denen machen wir schon noch eins…“<br />
<br />
<strong class='bbc'>Hoch und weit statt kurz und überlegt</strong><br />
<br />
So kam es selbst gegen zehn Neustädter (Kapitän Tomas Simkovic war mit Gelb-Rot vom Platz geflogen) wie es kommen musste. Die offensiv praktisch nicht vorhandenen Niederösterreicher belohnten sich für taktische Disziplin, Geduld und den größeren Willen mit dem Ausgleich zum 1:1. Plötzlich machte sich bei Rapid Fassungslosigkeit breit. Selbst in der siebenminütigen Nachspielzeit konnte die Schöttel-Elf nur noch einmal gefährlich werden. Anstatt „blind“ hohe Bälle in den gegnerischen Sechzehner zu schlagen, hätte Rapid gut daran getan, zehn Neustädter auszuspielen. Die numerisch unterlegenen Niederösterreicher standen gegen Ende des Spiels nicht nur tief, sondern belagerten quasi ausschließlich den eigenen Strafraum. Neustadt rechnete nur noch mit hohen Bällen Rapids – und Grün-Weiß spielte der verteidigenden Mannschaft in die Karten. Rapid hätte bis 25 Meter vor dem gegnerischen Tor Räume vorgefunden, mit spielerischen Mitteln erreicht, dass der dezimierte Gegner seine Igeltaktik verwerfen und hinausrücken muss. Dies wiederum hätte in der Gefahrenzone Räume eröffnet. Aber Rapid fehlten das Selbstvertrauen und die spielerischen Mittel (Salihi und Nuhiu konnten keinen einzigen Ball verarbeiten, geschweige denn stoppen), um den Abstiegskandidaten in der Schlussphase aus der Reserve zu locken. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Falsche räumliche Spielverlagerung nach dem 1:0</strong><br />
<br />
Was wiederum sinnbildlich für die gesamte Partie war! Bereits nach dem 1:0 hätte Rapid umdenken und seinen spielerischen Schwerpunkt einige Meter nach vorne verlagern müssen. Da Wiener Neustadt weiterhin tief stand, Rapid kommen ließ, keine Anstalten machte, selbst etwas für das Spiel zu tun, hätte Rapid direkt nach dem Führungstreffer mehrere Torchancen kreiert, wenn bereits die ersten spielaufbauenden Akteure (also die Abwehrspieler Rapids) grundsätzlich wenige Meter näher ans gegnerische Tor gerückt wären. Das hätte die Feldüberlegenheit in eine andere Pressingzone verlagert und Rapid wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit das zweite Tor gelungen. So sorgte Wiener Neustadt jedoch stets für Entlastung – genau wie in der für die Niederösterreicher erfolgreichen Schlussphase.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Siege in Top-Spielen - andernfalls Bedeutungslosigkeit</strong><br />
<br />
Der Abstand auf das Spitzentrio bleibt für Rapid damit vorerst gleich, der Pflichtsieg wurde verpasst. In den nächsten Wochen müssen die Westwiener, die nur zwei ihrer sechs Heimspiele gewinnen konnten, gegen die Top-4 der vergangenen Saison antreten: Derby in der Generali-Arena, Heimspiel gegen Sturm, Auswärtsspiel in Ried und Heimspiel gegen Salzburg. Zwischendurch gibt’s zudem das Cup-Duell mit der SV Ried im eigenen Stadion. Man muss sich in Hütteldorf trotz weniger Lichtblicke in den vergangenen Wochen (Auswärtssieg in Innsbruck, Kantersieg über Kapfenberg)  darüber im Klaren sein, dass der Verein in die Tabellenregion 5 bis 8 abdriften wird, wenn man in den nächsten vier Runden keine oder wenige „Big-Points“ macht, wovon man nach den jüngsten Leistungen ausgehen muss. Um einen sportlichen GAU zu vermeiden, müssen sich die Verantwortlichen selbst hinterfragen. Sowohl was Personalentscheidungen auf dem Platz betrifft, als auch die Transferpolitik, die Rapid in den vergangenen Jahren nicht stärker, sondern kontinuierlich schwächer und durchschaubarer machte. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Schwere Gesichtsverletzungen bei Novota</strong><br />
<br />
Zu allem Überfluss verletzte sich gegen Wiener Neustadt auch noch der slowakische Rückhalt des SK Rapid: Jan Novota erlitt bei einem Zusammenprall mit Fernando Troyansky eine Gehirnerschütterung, sowie Brüche der Augenhöhle und des Daches der Kieferhöhle. Der 199cm große Torhüter wird wochenlang ausfallen und nun wieder dauerhaft von Helge Payer ersetzt werden. Auch das wird Rapid nicht mehr Sicherheit geben: Der routinierte Torhüter mit der gar nicht so routinierten Außendarstellung genießt mittlerweile den Ruf, dass er seinem Team keine Spiele mehr rettet…<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 10:05:49 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>tipp3 Bundesliga, 11.Runde: Wie kommen die Mannschaften aus der Länderspielpause?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/tipp3-bundesliga-11runde-wie-kommen-die-mannschaften-aus-der-laenderspielpause-r555</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>In der elften Runde der tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile kommt es zu einigen brisanten Duellen, bei denen so manches Team nach der Länderspielpause wieder bei null beginnen könnte. Kann die Admira den Schwung der letzten Wochen mitnehmen? Gelingt Mattersburg der zweite Sieg in Folge? Stolpern Rapid oder Salzburg über Nachzügler? Und wird die Austria an die Tabellenspitze stürmen?</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>KSV 1919 – TRENKWALDER ADMIRA</strong><br />
<em class='bbc'>Samstag, 16:00 Uhr | Franz-Fekete-Stadion | SR Drachta</em><br />
<br />
In der Südstadt konnte Werner Gregoritschs Team dem aktuellen Tabellenführer ein 1:1 abluchsen. Das Heimspiel wird für den KSV aber aller Voraussicht nach schwerer: Mit Mavric und Felfernig fehlen zwei wichtige Stammspieler, speziell die Hintermannschaft der Kapfenberger präsentierte sich in den letzten Wochen und Monaten nicht immer sattelfest. Daniel Harrer ist nach vier gelben Karten gefährdet. Die Admira hingegen schwimmt auf einer Woge des Erfolgs und ist seit der ersten Runde (0:2 bei Rapid) oder elf Pflichtspielen unbesiegt. Allerdings muss Didi Kühbauer auf sein offensives Laufwunder Issiaka Ouedraogo verzichten, der direkt von Benjamin Sulimani ersetzt werden wird. Daniel Toth ist gelbgefährdet.<br />
<br />
Der abseits.at-Tipp: Kapfenberg ist derzeit am Boden, die Admira im siebten Himmel. Schwer vorstellbar, dass ausgerechnet der KSV die Serie der Admira beenden kann – 0:2.<br />
<br />
<strong class='bbc'>RED BULL SALZBURG – FC WACKER INNSBRUCK</strong><br />
<em class='bbc'>Samstag, 18:30 Uhr | Red-Bull-Arena | SR Harkam</em><br />
<br />
In Salzburg geht weiterhin der Verletzungsteufel um: Die langzeitverletzten Douglas, Mendes und Alan fehlen sowieso, hinzu kommen Ausfälle von Offenbacher und möglicherweise Cziommer. Auch Leitgeb ist weiterhin verletzt. Dafür kann Neuverpflichtung Luigi Bruins spielen und könnte im Mittelfeld aufgeboten werden. Nicht unwahrscheinlich, dass durch seine Verpflichtung die Tage des bisher enttäuschenden Rasmus Lindgren schon wieder gezählt sind. In Innsbruck setzt man auf den Doppeltorschützen der letzten Runde: Christopher Wernitznig wird auswärts bei den Roten Bullen erstmals von Beginn an spielen, zudem könnte auch Schreter durch Perstallers Verletzung wieder in die Startelf rutschen. Bei Salzburg ist Simon Cziommer nach vier gelben Karten gefährdet.<br />
<br />
Der abseits.at-Tipp: Die Qualität spricht klar für Red Bull Salzburg, allerdings darf man nicht übersehen, dass der FC Wacker Innsbruck auswärts bisher unbesiegt ist. Dennoch wird sich Salzburg mit 2:1 durchsetzen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>SV RIED – FK AUSTRIA WIEN</strong><br />
<em class='bbc'>Samstag, 18:30 Uhr | Keine-Sorgen-Arena | SR Dintar</em><br />
<br />
Zwar musste in der Länderspielpause kein einziger Rieder zum Nationalteam, dennoch hat Paul Gludovatz personelle Probleme: Mit Hammerer, Lexa, Guillem, Karner und möglicherweise Beichler fallen wichtige Spieler aus, der Matchkader der Innviertler wird erneut sehr klein ausfallen. Dennoch möchte Ried den Anschluss nach oben nicht verlieren und mit einem Sieg bis auf vier Punkte zur Austria aufschließen. Diese kann allerdings auf alle Stammspieler zurückgreifen und Karl Daxbacher wird dies in seinem gewohnten 4-2-3-1-System auch tun. Es fehlen lediglich Rogulj und Stankovic. Offen, ob Barazite an vorderster Front spielt oder Roland Linz. Der Niederländer ist natürlich gesetzt – sollte Linz auf der Bank Platz nehmen würde Gorgon im Mittelfeld zum Einsatz kommen. Rieds Anel Hadzic ist gelbgefährdet.<br />
<br />
Der abseits.at-Tipp: Angesichts der personellen Situationen riecht es in der Keine-Sorgen-Arena nach einem Austria-Sieg, aber in Ried zu gewinnen war noch nie leicht und so ist unser Tipp ein 1:1.<br />
<br />
<strong class='bbc'>SK RAPID WIEN – SC WIENER NEUSTADT</strong><br />
<em class='bbc'>Samstag, 18:30 Uhr | Gerhard-Hanappi-Stadion | SR Ouschan</em><br />
<br />
Rapid muss gegen den SC Wiener Neustadt auf Heikkinen, Schrammel und Saurer verzichten, kann dafür aber wieder auf Guido Burgstaller zurückgreifen. Dieser würde in einem 4-4-2 als Stürmer zum Einsatz kommen, in einem 4-2-3-1 im Mittelfeld. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass Burgstaller gegen Neustadt noch nicht von Beginn an spielt: Auf den Flügeln wird Peter Schöttel weiterhin auf Drazan und Trimmel setzen, im Angriff hat Hamdi Salihi mit einem neuerlichen Tor für das albanische Nationalteam seine Chancen erhöht, an den aktuellen Etatstürmern Gartler und Alar vorbei zu kommen. Peter Stöger kann aus dem Vollen schöpfen, muss sich allerdings Gedanken über seine Herangehensweise in einem Auswärtsspiel gegen einen vermeintlich „Großen“ machen: In den letzten beiden Auswärtsspielen gegen Salzburg und Sturm kassierte Wiener Neustadt acht Tore, verlor beide Spiele ohne zu treffen. Andreas Schicker und Mario Reiter müssen nach je vier gelben Karten aufpassen.<br />
<br />
Der abseits.at-Tipp: Rapid darf zu Hause mit Wiener Neustadt keine Probleme haben und wird eine deutliche Feldüberlegenheit auch in Tore ummünzen – 4:0.<br />
<br />
<strong class='bbc'>SV MATTERSBURG – SK STURM GRAZ</strong><br />
<em class='bbc'>Sonntag, 16:00 Uhr | Pappel-Stadion | SR Grobelnik</em><br />
<br />
Ohne Ilsanker und Doleschal, sowie den rotgesperrten Mörz trifft Mattersburg sonntags zu Hause auf den Meister aus Graz. Die Hoffnungen ruhen auf den Spitzen Naumoski und Bürger, die den Grazern Nadelstiche versetzen sollen, dahinter wird man mit Parlov neben Seidl etwas defensiver agieren, als in den letzten Spielen. Das Lazarett des SK Sturm lichtet sich langsam und so sind außer Gratzei, Standfest, Foda und Koch wieder alle mit von der Partie. Zwar immer noch vier Ausfälle, aber kein Vergleich zum 12 Mann fassenden Krankenzimmer von vor wenigen Wochen. Kienast, Hölzl und Feldhofer werden dennoch zu Beginn auf der Bank Platz nehmen – Franco Foda setzt nach wie vor auf Haris Bukva, Darko Bodul und Thomas Burgstaller. Bei Sturm ist Manuel Weber gelbgefährdet, bei Mattersburg sind es mit Ilco Naumoski, Adnan Mravac und Nedeljko Malic gleich drei Spieler.<br />
<br />
Der abseits.at-Tipp: Mattersburg zeigte sich in den letzten Wochen verbessert und wird Sturm das Leben schwer machen. Die Grazer zeigten sich in den letzten fünf Wochen nicht immer sattelfest und konnten in der Liga noch kein einziges Auswärtsspiel gewinnen. Es riecht nach Remis – 2:2.<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 12:15:38 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Die Hoffnungsträger mit Auge und Gefühl – diese Mittelfeldspieler können im Aufstiegskampf den Unterschied ausmachen!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/erste-liga-regionalliga/die-hoffnungstraeger-mit-auge-und-gefuhl-diese-mittelfeldspieler-koennen-im-aufstiegskampf-den-unterschied-ausmachen-r554</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Es sind nicht gezwungenermaßen die Top-Torjäger oder Hexer zwischen den Pfosten, die den Kampf um den Aufstieg in die tipp3 Bundesliga powered by T-Mobile entscheiden. Eine wichtige Rolle nehmen die Ideengeber und Kreativspieler aus dem Mittelfeld ein. Und jeder der drei vorweggenommenen Aufstiegskandidaten hat einen solchen…</em><br />
<br />
Der Titelkampf in der Heute-für-Morgen-Erste-Liga wird heuer aller Voraussicht nach zwischen dem SC Rheindorf Altach, dem WAC/St.Andrä und dem LASK ausgetragen. Nach dem fulminanten Saisonstart der Wolfsberger, die in den letzten Spielen in eine unangenehme Unentschiedenserie abgedriftet sind, näherten sich Altach und der LASK langsam aber stetig der Spitze. Aktuell führt Altach mit 30 Punkten die Tabelle an, zwei Punkte dahinter liegt der WAC, zwei weitere Punkte später folgt der Absteiger aus Linz.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Das Toptalent aus Wien-Umgebung</strong><br />
<br />
Der Trumpf des SCR Altach ist das Kollektiv. Adi Hütter muss keine Stars bei Laune halten, einer läuft für den anderen, selbst der spanische Topscorer Tomi, der bisher bei neun Saisontreffern hält, stellt sich Woche für Woche vorbildlich in den Dienst der Mannschaft und legt seine Rolle als Stürmer sehr modern aus. Einer der interessantesten Spieler der Vorarlberger ist jedoch der junge Daniel Schöpf. Der 21-Jährige stammt aus dem Nachwuchs von Gerasdorf/Stammersdorf nahe Wien. Ein ehemaliger Nachwuchstrainer des heutigen U21-Teamspielers versprach einst, dass dieser Junge seinen Weg in der Bundesliga, vielleicht sogar im Nationalteam gehen wird. 2007 wechselte Schöpf von Gerasdorf zu Austria Wien – ein besonderer Wechsel für den glühenden Austria-Fan. Schöpf hinkte jedoch physisch hinterher, schaffte daher den Sprung in die Kampfmannschaft der Wiener Veilchen nicht und wurde an den FC Lustenau abgegeben, wo er zum Leistungsträger avancierte. Es folgte ein Wechsel nach Altach, wo er einen Zweijahresvertrag unterschrieb und nun langsam in der ersten Elf Fuß fassen kann. Von allen jungen Mittelfeldspielern des ehemaligen Bundesligaklubs hat Schöpf wohl das größte fußballerische Potential und die neun Saisontreffer und drei Assists für den FC Lustenau aus der Vorsaison beweisen, dass er weiß, wo das Tor steht. Schöpf, der auch das Auge für seine Mitspieler hat, wurde zu Beginn der Saison von Verletzungen zurückgeworfen, wird jedoch im weiteren Verlauf der Spielzeit zu einem wichtigen Faktor im Altacher Aufstiegskampf werden.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Kunstschütze aus Madrid</strong><br />
<br />
Denker, Lenker und Kunstschütze in Nenad Bjelicas in Wolfsberg ansässigem Team ist der Spanier Maria Jacobo Ynclan. Erst im gestrigen Spiel bei Austria Lustenau machte der 27-jährige Spanier mit einem erneuten Zaubertor von sich reden. Der feine Techniker kam zu Beginn der Saison vom spanischen Drittligisten Alcalá, der einige seiner Spieler über Monate nicht bezahlte. Seine vorherigen Engagements, etwa in der B-Elf von Atletico Madrid oder das Leihgeschäft mit dem belgischen Klub Excelsior Mouscron beweisen, dass man schon früher ahnte, dass Jacobo ein vielversprechender Fußballer werden kann. In Kärnten glänzt der Iberer vor allem durch seine feine Ballbehandlung und die enorm starke Schusstechnik, die heuer bereits einige Fans mit der Zunge schnalzen ließ. Aktuell wäre Jacobo wohl für die Hälfte der österreichischen Bundesligateams eine gern gesehene Verstärkung. Bis es jedoch zum Bundesligadebüt Jacobos kommt (und dazu wird es – bei welchem Verein auch immer - kommen, sollte er Österreich nicht in absehbarer Zeit verlassen), wird er seine Brötchen weiterhin in Wolfsberg verdienen und dort weiterhin im Rampenlicht für höhere Aufgaben stehen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der verrückte, schlampige Brasilianer</strong><br />
<br />
Die Elf des Bundesligaabsteigers aus Linz war zuletzt bieder. Technisch herausragende Kicker mit denen sich der Fan identifizieren konnte, waren Mangelware. Hoffnung auf eine Wende machte der 26-jährige Brasilianer Luiz Henrique de Oliveira, den Spielervermittler Max Hagmayr in Penápolis im brasilianischen Bundesstaat Sao Paolo ausgrub. Nach einem kurzen Vertrags-Hickhack sicherte sich der LASK schließlich die Dienste des technisch starken Offensivmannes fürs Mittelfeld, der früher bereits in Dubai spielte und zuletzt bei CA Penápolense engagiert war. Luiz Henrique überzeugte die Fans schnell, seine Ballbehandlung ist für Österreichs zweite Spielklasse einzigartig und inklusive Cup stehen bereits drei Treffer in sechs Pflichtspielen zu Buche. Zudem verkörpert Luiz Henrique ein wenig das Klischee des verrückten, schlampigen brasilianischen Ballkünstlers. Als er im Heimspiel gegen die Vienna das 1:0 für den LASK erzielte, zog er sein Trikot aus und trug darunter dasselbe nochmal. Das entledigte Trikot warf er in den Sektor der jubelnden LASK-Anhänger. Mit dieser Aktion fing er sich zwar eine gelbe Karte ein, entfachte aber dennoch kurzfristig Feuer, brachte einen Touch der großen, weiten Fußballwelt auf die Linzer Gugl. Genau wie Schöpf oder Jacobo wird auch Luiz Henrique in dieser Saison noch große Spiele abliefern  - er ist derjenige, der für den LASK den Unterschied ausmachen kann, wenn es zum Ende der Saison ans Eingemachte geht.<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 23:33:11 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>In der EM-Qualifikation wieder einmal gescheitert: Ein Rückblick (Teil 2/3)</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/oefb-nationalteam/in-der-em-qualifikation-wieder-einmal-gescheitert-ein-ruckblick-teil-23-r552</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Wie bereits in Teil 1 unserer Reihe berichtet, war Christian Fuchs der einzige Spieler in der Verteidigung, der in allen zehn Qualifikationsspielen zum Einsatz kam. Leider lässt sich diese Einzigartigkeit des Schalke-Legionärs nicht nur auf die Abwehr beschränken, sondern auf die gesamte Mannschaft ausbreiten. Kein anderer Spieler kam in allen Partien der EM-Qualifikation zum Einsatz. Auch das ist ein Zeichen fehlender Kontinuität. </em><br />
<br />
Auch hier lohnt sich ein Blick auf unseren großen Nachbarn aus Deutschland. Hier haben Thomas Müller, Phillip Lahm und Manuel Neuer (alle vom FC Bayern) alle zehn Spiele bestritten. Im Mittelfeld fehlte Özil aus Selbstschutzgründen nur in Istanbul gegen die Türkei, Podolski verpasst ebenfalls nur eine Partie, Holger Badstuber kann ebenso neun Einsätze vorweisen. In diesen Genuss kam aus Österreichs Team kein einziger Akteur. Die fleißigsten in Rot-Weiß-Rot waren Martin Harnik, Ekrem Dag und David Alaba mit je acht Einsätzen. Manchmal wurde die Mannschaft aus taktischen Gründen verändert, manchmal machten Verletzungen Didi Constantini einen Strich durch die Rechnung.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Verletzungspech und taktische Raffinessen</strong><br />
<br />
Was auffällt: regelmäßig fallen bei Österreich wichtige Leistungsträger aus. Besonders im Mittelfeld führt das zu einer sehr hohen Fluktuation. Gab es in der Abwehr in zehn Spielen sieben verschiedene Formationen, waren es derer im Mittelfeld sogar zehn! Österreich spielte kein einziges Mal in dieser Qualifikation zwei Mal hintereinander mit demselben Mittelfeld. Eine alarmierende Erkenntnis. Einmal fehlte Scharner verletzt, dann gesperrt. Einmal passte Daniel Royer ins taktische Konzept, dann wieder nicht. Einmal waren Kavlak und Junuzovic gut genug für die Startformation, dann wurden sie nicht mehr eingesetzt oder gar nicht erst einberufen. Erschwerend kam hinzu, dass Constantini die Spieler immer wieder auf verschiedenen Positionen aufstellte. So spielte beispielsweise Zlatko Junuzovic beim 3:0 über Aserbaidschan in Wien neben Scharner im Zentrum, vier Tage später in Brüssel am rechten Flügel, im Heimspiel gegen die Belgier bearbeitete der Kärntner die linke Seite. Drei Länderspiele, drei Positionen – selbst der beste Spieler hätte da wohl seine Probleme. Noch schlimmer traf es Jimmy Hoffer. Gegen Kasachstan (heim), Belgien (auswärts), Deutschland (auswärts) und die Türkei (heim) kam der pfeilschnelle Stürmer in der Schlussphase als rechter Mittelfeldspieler. Lediglich im Auswärtsspiel gegen die Türkei durfte der Frankfurt-Legionär im Sturm zeigen, was er kann.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Zentrale: mal dies, mal das</strong><br />
<br />
Constantini war sich aber nicht nur bei Hoffer nicht über dessen beste Position sicher. Im zentralen Mittelfeld, Herzstück jeder Mannschaft, ließ der Tiroler seiner Fantasie regelmäßig freien Lauf. Man muss natürlich bedenken, dass es ein Unterschied ist, ob man gegen Aserbaidschan in Wien oder gegen Deutschland auf Schalke antritt – und demnach die Aufstellungen variieren. Die personellen Entscheidungen waren dennoch oft abenteuerlich. Am 7. September 2010 startete Österreich mit einem glücklichen 2:0 über Kasachstan in Salzburg in die Qualifikation. Die Startformation im Mittelfeld bildete die junge und hoffnungsvolle Kombination Jantscher – Kavlak – Schiemer – Harnik. Nur ein Monat später war Harnik der einzig verbleibende Spieler, alle anderen drei hatten ihren Platz verloren. Kavlak wurde zumindest in Minute 55 für Harnik ins Spiel gebracht.<br />
<br />
Warum gibt man einem jungen aufstrebenden Mittelfeld nicht länger als ein Spiel eine Chance? In der Folge hatte David Alaba einen Stammplatz, obwohl er bei Bayern von einem Stammplatz so weit entfernt war wie Österreich vom WM-Titel. Die Nicht-Berücksichtigung von Ümit Korkmaz wurde mit genau diesem Argument von Constantini erklärt. Im Zentrum durfte sich jedenfalls jeder mal austoben. Neben den üblichen Verdächtigen Baumgartlinger, Scharner und Schiemer durften sich auch Pehlivan, Dag (je 1 Mal) oder Kulovits (2 Mal) versuchen. In etwas offensiveren Varianten spielten Junuzovic oder Kavlak im Zentrum. Alaba musste zwischen Zentrum und linker Seite pendeln, die letzten beiden Partien musste Alaba rechts ran. Hier die Formationen:<br />
<br />
<em class='bbc'>Österreich – Kasachstan 2:0 Jantscher - Kavlak – Schiemer – Harnik<br />
Österreich – Aserbaidschan 3:0 Arnautovic – Scharner – Junuzovic – Harnik<br />
Belgien – Österreich 4:4 Kavlak – Baumgartlinger – Scharner . Junuzovic<br />
Österreich – Belgien 0:2 Junuzovic – Alaba – Baumgartlinger – Harnik<br />
Türkei – Österreich 2:0 Alaba – Pehlivan – Scharner – Baumgartlinger – Harnik<br />
Österreich – Deutschland 1:2 Alaba – Kulovits – Baumgartlinger – Dag<br />
Deutschland – Österreich 6:2 Alaba – Baumgartlinger – Dag – Royer<br />
Österreich – Türkei 0:0 Alaba – Baumgartlinger – Scharner – Royer<br />
Aserbaidschan – Österreich 1:4 Ivanschitz – Baumgartlinger – Scharner – Alaba<br />
Kasachstan – Österreich 0:0 Ivanschitz – Kulovits – Scharner – Alaba</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>Fazit:</strong><br />
<br />
Dass sich im Mittelfeld im Laufe einer Qualifikation mehr ändert als in der Abwehr oder im Tor, liegt in der Natur der Sache. Trotzdem muss man sich bei vielen Formationen fragen, was Constantini damit bezwecken wollte. Spieler wie Kavlak oder Jantscher nach dem ersten etwas verunglückten Auftritt gegen Kasachstan fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel, ist nicht die feine englische Art. Warum sich in der Türkei plötzlich drei Sechser im Mittelfeld gegenseitig auf die Füße steigen, in Deutschland aber Außenverteidiger Dag die wichtige Rolle in der Zentrale übernehmen sollte, bleibt das Geheimnis des Ex-Teamchefs. Dass Willi Ruttensteiner Andi Ivanschitz einberufen und in beiden verbleibenden Spielen eingesetzt hat, muss für Constantini ein Stich ins Herz gewesen sein.<br />
<br />
Wie auch in der Abwehr kann man sich von Marcel Koller nur eines wünschen: mehr Kontinuität! Die Deutschen machen es vor und setzen konstant auf die gleichen Spieler, sogar wenn es um nichts mehr geht. Deutschland war als erstes Team fix qualifiziert, trotzdem wurden Spieler wie Podolski, Müller oder Özil nicht geschont. Respekt!<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Angriff: Persönliche Befindlichkeiten und ein Debütant</strong><br />
<br />
Man nehme einen extrovertierten Skandalstürmer, einen Reservisten aus der zweiten deutschen Liga, einen Verletzungsanfälligen und einen vereinslosen Riesen und garniere das Ganze mit einem aufstrebenden Legionär und einem Debütanten. So oder so ähnlich würde ein Rezept für die Angriffsabteilung in Österreichs Nationalteam wohl lauten. Sieht man sich die nackten Zahlen und Fakten an, gibt es eigentlich keine Diskussion. Marko Arnautovic, Marc Janko und Martin Harnik müssten eigentlich gesetzt sein, wenn nicht…ja, wenn da nicht die große Verletzungsanfälligkeit und die persönlichen Streitigkeiten von Marc Janko mit Constantini gewesen wären; wenn sich Marko Arnautovic nicht bei jedem Länderspiel einen Skandal geleistet hätte; wenn Martin Harniks Effizienz vor dem Tor nicht allzu sehr zu wünschen übrig ließe.<br />
<br />
So hatte Constantini immer wieder die Qual der Wahl – und das in doppelter Hinsicht. Die erste Herausforderung war, die Stürmer einzuberufen, die Österreich zu Siegen und Erfolgen schießen sollten. Zusätzlich musste immer darauf geachtet werden, dass das Klima innerhalb der Mannschaft passt, was Gerüchten zufolge vor Allem eine Einberufung von Janko und Arnautovic erschwerte.<br />
<strong class='bbc'><br />
Die Systemfrage</strong><br />
<br />
Das Hauptproblem, mit dem sich Didi Constantini während der EM-Qualifikation 2012 herumschlagen musste, war die große Veränderung zum jeweils letzten Kader. Beispiel gefällig? Nach dem 4:4 in Belgien war Paul Scharner für zwei Spiele gesperrt worden. Statt ihm wollte Constantini neben Baumgartlinger im zentralen Mittelfeld einen spielerisch starken Spieler haben. Alaba, der statt Kavlak links spielen sollte, rückte ins Zentrum, die leere linke Seite nahm Junuzovic ein, dafür war die rechte Flanke verwaist. Als beste Alternative bot sich Martin Harnik an, der dafür im Sturm schmerzlich vermisst wurde. Ein Domino-Effekt, durch den die gesamte Mannschaft durcheinander gewürfelt wurde. Janko und Arnautovic waren an vorderster Front zu unkreativ, Alaba in der Zentrale überfordert, Harnik am Flügel verschenkt. Im Sturm musste regelmäßig eine Entscheidung zwischen Janko, Arnautovic und Harnik fallen, so stellte Constantini Harnik häufig ins Mittelfeld, um Platz für die beiden anderen Stürmer zu haben. Da die Streitigkeiten mit Janko immer mehr die Überhand gewannen, bekam Stefan Maierhofer seine Chance. Jener Maierhofer, in 17 Spielen ein Tor erzielen konnte, und zwar im Heimspiel gegen die Färöer-Inseln während der Qualifikation für die WM 2010. In dieser Qualifikation gelang dem „Langen“ trotz sieben Einsätzen (davon allerdings drei Kurzeinsätze) kein Treffer. Bis auf Janko und Maierhofer wurde jeder Stürmer mindestens einmal auch im Mittelfeld eingesetzt (Arnautovic, Hoffer, Harnik). Auch im Sturm sieht man die fehlende Konsequenz von Constantini: Roland Linz, in den ersten beiden Partien noch fixer Bestandteil und Torschütze gegen Kasachstan, wurde in den verbleibenden acht Spielen kein einziges Mal berücksichtigt. Dafür durfte Admira – Striker Philip Hosiner im Spiel gegen Aserbaidschan sein Debüt in den letzten drei Minuten feiern. Die Übersicht:<br />
<br />
<em class='bbc'>Österreich – Kasachstan 2:0 Linz - Janko<br />
Österreich – Aserbaidschan 3:0 Linz - Maierhofer<br />
Belgien – Österreich 4:4 Maierhofer - Arnautovic<br />
Österreich – Belgien 0:2 Janko - Arnautovic<br />
Türkei – Österreich 2:0 Maierhofer<br />
Österreich – Deutschland 1:2 Harnik - Hoffer<br />
Deutschland – Österreich 6:2 Arnautovic - Harnik<br />
Österreich – Türkei 0:0 Arnautovic - Harnik<br />
Aserbaidschan – Österreich 1:4 Janko - Arnautovic<br />
Kasachstan – Österreich 0:0 Janko – Arnautovic</em><br />
<br />
Fazit: Einen Klasse-Stürmer wie Marc Janko kann man als kleines Land wie Österreich nicht freiwillig auf der Bank sitzen lassen. Bei allem Respekt vor Stefan Maierhofer, aber einen Spieler, der bei einem Spitzenklub in den Niederlanden Woche für Woche seine Tore macht, sollte Maierhofer nicht aus dem Team verdrängen dürfen. Janko selbst muss an seiner Verletzungsresistenz arbeiten, so gut es geht – auch Marcel Koller würde es wohl freuen, wenn er sich auf seinen Kapitän und dessen Fitness verlassen kann. Im Sturm herrscht kein Überangebot, weshalb zwangsläufig immer wieder dieselben Namen auftauchen. An Arnautovic, Harnik und Janko wird es im Normalfall kein Vorbeikommen geben, die Spielpraxis wird darüber entscheiden, wer den vierten Platz im Sturm belegen wird. Kandidaten dafür sind Stefan Maierhofer, Jimmy Hoffer und Philip Hosiner. Für Roland Linz ist der Nationalteam-Zug wohl bereits abgefahren.<br />
<br />
Archimedes, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 22:24:42 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Ein U21-Europameister für Red Bull Salzburg - Das ist Luigi Bruins</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/ein-u21-europameister-fur-red-bull-salzburg-das-ist-luigi-bruins-r549</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Nachdem Christoph Leitgeb und Simon Cziommer aufgrund von Verletzungen ausfielen, war Red Bull Salzburg auf der Suche nach einem Ersatz für das kreative, offensive Mittelfeld. Ricardo Moniz nahm im Training den Spanier Jorge Larena (30) und den Niederländer Luigi Bruins (24) unter die Lupe. abseits.at prophezeite bereits vor zehn Tagen, <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/kreativspieler-gesucht-red-bull-salzburg-testet-niederlaender-und-spanier-r513' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>dass der Niederländer gegenüber dem Spanier die bessere Wahl für die Salzburger wäre.</a> Tatsächlich entschied sich der Verein für Luigi Bruins, der schon dieses Wochenende gegen Wacker Innsbruck für seinen neuen Klub debütieren könnte. </em><br />
<br />
<br />
<pre class='prettyprint'>
Name: Luigi Bruins
Nationalität: Niederlande
Geburtsdatum: 09.März 1987
Stammposition: zentrales/offensives Mittelfeld
Nebenposition:  rechtes und linkes offensives Mittelfeld
Größe: 1.80m
Gewicht: 75 kg
Momentaner Verein: Red Bull Salzburg
Bisherige Vereine: Excelsior Rotterdam, Feyenoord Rotterdam
U20-Länderspiele: 10 (2 Tore)
</pre><br />
<br />
Luigi Bruins wurde am 09. März 1987 geboren und besuchte bereits mit sechs Jahren die Akademie von Excelsior Rotterdam. Zuvor absolvierte er ein Probetraining bei Feyenoord, wo er jedoch nicht angenommen wurde. Die beiden Vereine arbeiten schon lange zusammen und Luigi Bruins war nicht der erste Spieler, der über den Nachwuchs von Excelsior zu Feyenoord wechselte. Die beiden Stadtrivalen versuchten voneinander zu profitieren, was nur deshalb möglich war, da Excelsior die Vormachtstellung von Feyenoord anerkannte und akzeptierte. Den Excelsior-Fans gefiel das weniger gut, da der Verein die besten Talente immer an den großen Stadtrivalen abgeben musste und an Selbständigkeit und Identität verlor. Für den Verein war diese Zusammenarbeit jedoch äußerst wichtig, da er Geld und Spieler von Feyenoord zur Verfügung gestellt bekam. Diese Partnerschaft begann bereits im Jahr 1979, wurde aber erst 17 Jahre später auf offizielle Beine gestellt.  <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/zwei-vereine-eine-akademie-r32' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Seit 2008 betreiben beide Vereine äußerst erfolgreich zusammen eine Nachwuchsakademie. </a><br />
<br />
<strong class='bbc'>STAMMSPIELER IN DER EREDIVISIE UND U21-EUROPAMEISTER</strong><br />
<br />
In der Saison 2005/06 stieß der Mittelfeldspieler zur Kampfmannschaft dazu und sicherte sich gleich einen Stammplatz. Er absolvierte 35 Einsätze von Beginn an und schoss vier Treffer. Der Verein stieg von der Eerste Divisie in die Eredivisie auf und hielt sich trotz geringem Budget im kommenden Jahr in der obersten Spielklasse. Luigi Bruins zeigte auch in der Eredivisie sein großes Talent und schoss sechs Tore in 30 Partien. Aufgrund der starken Leistungen bekam er eine Einberufung in das niederländische U21-Nationalteam, mit dem er 2006 prompt das Finale der Europameisterschaft gegen Serbien mit 4:1 gewann. Luigi Bruins, dessen Vorfahren aus Italien stammen, erzielte den letzten Treffer der Niederländer. <br />
<br />
<strong class='bbc'>WECHSEL ZUM STADTRIVALEN</strong><br />
<br />
In der Saison 2007/08 unterschrieb er einen Vierjahresvertrag bei Feyenoord Rotterdam, wo er trotz großer Konkurrenz im Mittelfeld 27 Einsätze absolvierte und sechs Treffer erzielte. Er erhielt auch Angebote von Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven und von Vereinen aus England, wechselte aber aufgrund der engen Zusammenarbeit der beiden Rotterdamer Vereine zum Stadtrivalen. Er ersetzte die Sprintrakete Royston Drenthe im linken Mittelfeld und spielte unter anderem gemeinsam mit Nuri Sahin, Denny Landzaat, Jonathan de Guzman und Roy Makaay in einer Mannschaft. In dieser Saison gewann Bruins mit dem niederländischen Pokal seinen ersten Titel auf Klubebene. <br />
 <br />
Aufgrund von Verletzungen verpasste er in weiterer Folge immer wieder einige Spiele und er tat sich schwer, seinen Stammplatz in der Mannschaft zu behaupten. Immerhin verpflichtete der Verein mit Mario Been einen Trainer, unter dem Bruins schon bei Excelsior starke Leistungen brachte. Dennoch spielte er nur neun Mal von Beginn an und wurde zwölf Mal eingewechselt. Vergangene Saison brachte er es auf immerhin 18 Meisterschaftseinsätze von Beginn an, da er in der Hinrunde gesetzt war. Nach der Winterpause wurde er jedoch nur vier Mal eingesetzt – das letzte Mal am 20.02.2011. Seit diesem Tag hat Bruins kein Pflichtspiel mehr in den Beinen. Sein Vertrag wurde im Sommer nicht mehr verlängert, da der neue Trainer Ronald Koeman nicht mehr auf ihn setzte. Koeman ist übrigens der erste Mensch, der als Spieler UND als Trainer bei allen drei großen niederländischen Vereinen (PSV, Ajax, Feyenoord) unter Vertrag stand.<br />
<br />
Um in Form zu bleiben hielt sich Bruins in den letzten Monaten beim Satellitenklub Excelsior fit. <a href='http://sport10.at/home/fussball/bundesliga/700770/Bruins_Hatte-gute-Angebote' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Gegenüber sport10.at sagte der Mittelfeldspieler,</a> dass er gute Angebote aus der russischen Liga hatte, diese jedoch ausschlug, da er fühlte, dass das nicht die richtige sportliche Entscheidung gewesen wäre. <br />
<br />
<strong class='bbc'>AUF WELCHEN POSITIONEN KAM ER ZUM EINSATZ</strong><br />
<br />
Bruins spielte bei Excelsior in einem 4-3-3-System im rechten Mittelfeld, was bis heute seine Lieblingsposition ist. Bei Feyenoord ersetzte er zunächst Drenthe im linken Mittelfeld, kam später aber immer öfter zentral zum Einsatz (ebenfalls in einem 4-3-3-System). <br />
<br />
Vergangene Saison spielte er zwanzig Mal von Beginn an (18 Meisterschaftsspiele und zwei Qualifikationsspiele für die Europa League). In diesen 20 Spielen begann er 15 Mal im zentralen Mittelfeld, drei Mal links und zwei Mal rechts im Mittelfeld. In der vergangenen Saison wurde er zudem einmal als linker Flügelstürmer eingesetzt – eine Position, die er im Notfall auch spielen kann. Sein bitterstes Spiel erlebte er am 24. Oktober 2010, als er bei der 10:0-Niederlage gegen PSV Eindhoven über 90 Minuten lang am Platz stand. Momentan lässt Koeman ein 4-2-3-1-System bei Feyenoord spielen, in dem der 20-jährige Niederländer Jordy Clasie im offensiven Mittelfeld zum Zug kommt. Der U21-Nationalspieler sammelte vergangene Saison ebenfalls bei Excelsior Rotterdam Erfahrung.  <br />
<br />
<strong class='bbc'>FAZIT</strong><br />
<br />
Im Gegensatz zum anderen Testspieler Jorge Larena hat Luigi Bruins sicherlich das Potential, um Red Bull Salzburg helfen zu können. Der Niederländer ist ein Instinktfußballer, der über das gewisse Etwas verfügt und Situationen oft schneller als seine Gegenspieler antizipieren kann. Er ist immer wieder für überraschende Momente gut, kann den tödlichen Pass spielen und auch selbst aus der zweiten Reihe abziehen. Negativ ist jedoch, dass er verletzungsanfällig ist, über wenig Spielpraxis verfügt und sensibel ist. Er ist ein Spielertyp, der Schwierigkeiten hat gute Leistungen zu bringen, wenn er das Gefühl hat, dass das Trainerteam und die Fans nicht zu hundert Prozent hinter ihm stehen. In seiner Jugend wurde er von den Fans sogar mit Wesley Sneijder verglichen, allerdings konnte er die hohen Erwartungen nie erfüllen. Die niederländischen Fans warfen ihm vor, dass er zeitweise Alibifußball spielte und sich gehen ließ. Ricardo Moniz sieht es als eine Herausforderung an, Spieler wie Leonardo und Bruins wieder aufzubauen und ihnen eine zweite Chance zu geben. Prinzipiell ist dieser Weg für österreichische Vereine durchaus richtig, da Spieler, die über ein so großes Potential verfügen und bei denen alles glatt läuft, nicht in die österreichische Liga wechseln. Wenn es gelingt die Problemspieler wieder auf die richtige Bahn zu bekommen, dann profitiert der Verein ungemein von diesen Transfers – sowohl sportlich, als auch wirtschaftlich. Jorge Larenas Zeit ist vorbei, Luigi Bruins könnte noch einmal durchstarten.<br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 07:56:52 +0000</pubDate>
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