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	<title>News</title>
	<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/</link>
	<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 20:02:38 +0000</pubDate>
	<ttl>43200</ttl>
	<description>Alle Artikel zum Thema Fußball in Spanien.</description>
	<item>
		<title><![CDATA[Ein idealer Knipser, ein "junger Routinier" als Sechser und das Wunderkind aus Pamplona - das ist die Mannschaft von Athletic Bilbao!]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/ein-idealer-knipser-ein-junger-routinier-als-sechser-und-das-wunderkind-aus-pamplona-das-ist-die-mannschaft-von-athletic-bilbao-r573</link>
		<description><![CDATA[Athletic Bilbao spielt standardmäßig in einem 4-2-3-1-System, das in den letzten Spielen gut funktionierte: Die letzten drei Partien wurden gewonnen, nachdem man davor drei Spiele lang mit einem 3-3-3-1-System, das jedoch aufgrund der Spielanlage der aufgestellten Spieler eher wie ein 5-1-3-1 mit einer Art Vorstopper anmutet, spielte und nur einen Punkt holte. Das 4-2-3-1 ist nun also wieder unumstößlich.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Torhüter</strong><br />
<br />
Unumstrittene Nummer Eins des Teams ist <strong class='bbc'>Gorka Iraizoz (30)</strong>. Der 191cm große und 93kg schwere Keeper gilt als guter Rückhalt, der jedoch fußballerisch nicht unbedingt zu den besten Torhütern der Primera División zählt. Auf der Linie und bei Flanken ist Iraizoz allerdings ein starker Torhüter, zudem hat sich Athletic etwas dabei gedacht, als man seinen Vertrag kürzlich bis 2015 verlängerte. Ersatztorhüter ist <strong class='bbc'>Raúl Fernández (23)</strong>, er stand jedoch bisher erst ein einziges Mal für die Basken im Kasten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Innenverteidiger</strong><br />
<br />
Der Abwehrchef der Basken ist Venezolaner. Kaum zu glauben, aber <strong class='bbc'>Fernando Amorebieta (26)</strong> „qualifiziert“ sich dennoch für ein Engagement bei Athletic Bilbao, weil seine Eltern Basken sind und er bei Athletic ausgebildet wurde. Lange Zeit war Amorebieta in einer inneren Zerrissenheit, ob er für das venezolanische Nationalteam spielen soll oder nicht. Trainer und Präsident von Athletic Bilbao rieten ihm zu Vorsicht, um den baskischen Nationalstolz der Fans nicht anzukratzen. Anfang September 2011 war es schließlich nach langem Hin und Her doch soweit: Amorebieta debütierte in einem Testspiel gegen Argentinien, das Venezuela 0:1 verlor, von Beginn an. In seinem zweiten Länderspiel avancierte der Innenverteidiger schließlich zum Nationalhelden: Beim 1:0-Sieg über Argentinien in der WM-Qualifikation, dem ersten Sieg Venezuelas über Argentinien überhaupt, erzielte der Bilbao-Legionär den Siegtreffer. Reichlich kurios, denn bis auf ein Tor in der zweiten Runde des spanischen Cups erzielte Amorebieta noch nie einen Treffer – und das obwohl er bereits mehr als 250 Profispiele auf dem Buckel hat! Amorebieta gilt als guter Verteidiger, der seine Stärken vor allem im Zweikampf und der direkten Manndeckung hat. Außerdem ist er konditionell sehr stark und verfügt über einen guten Schuss. Dem gegenüber steht jedoch relativ unpräzises Passspiel.<br />
<br />
Sein Nebenmann <strong class='bbc'>Borja Ekiza (23)</strong> ist mit Sicherheit der bessere Fußballer als Amorebieta (der übrigens enorm viele gelbe Karten sieht). Ekiza stammt aus der baskischen Talenteschmiede Baskonia, inoffiziell die dritte Mannschaft von Athletic Bilbao, und kam über die B-Elf der Basken vor einem Jahr in die Kampfmannschaft, wo er in einem 4-2-3-1 als Innenverteidiger fungiert und im kurzzeitig praktizierten 3-3-3-1 als defensivster Verteidiger. Ekiza ist technisch gut und schnell, allerdings ein schwächerer Zweikämpfer und Kopfballspieler als Amorebieta. <br />
<br />
Ekiza setzte sich zuletzt gegen den ehemaligen (und erfolglosen) Liverpool-Legionär <strong class='bbc'>Mikel San Jose (22)</strong> durch, der als moderner, gut herausspielender Innenverteidiger gilt. Zuletzt rückte der 22-Jährige, der zuvor zwei Jahre Stammspieler in der Innenverteidigung von Athletic Bilbao war, ins zweite Glied. Er ist aktuell der Ersatzmann, während der routinierte <strong class='bbc'>Aitor Ocio (34)</strong> nur noch selten in Matchkadern aufscheint.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Außenverteidiger</strong><br />
<br />
Auf der rechten Abwehrseite ist mit <strong class='bbc'>Andoni Iraola (29)</strong> ein Urgestein des Klubs gesetzt. Der gelernte Mittelfeldspieler ist Ersatzkapitän des Klubs und absolvierte über 350 Pflichtspiele für das stolze Athletic Bilbao, nachdem er zuvor bereits etwa 120 Spiele für die B- und C-Auswahl Bilbaos machte. Im spanischen Nationalteam kam der defensiv sichere und offensiv sehr zielstrebige Iraola, der auch durch gutes Pass- und Flügelspiel besticht, bereits zu sieben Einsätzen. Weiters ist Iraola ein guter Elfmeterschütze und sehr ausdauernd.<br />
<br />
Auf der linken Seite empfahl sich zuletzt der junge <strong class='bbc'>Jon Aurtenetxe (19)</strong> für höhere Aufgaben. Auch der 182cm große Linksfuß ist ein Eigenbauspieler und wurde 2010/11 vorsichtig an die Kampfmannschaft herangeführt, kam zu zehn Einsätzen. In der aktuellen Saison durfte der spanische U19-Nationalspieler bereits fünfmal ran, spielte unter anderem beim 2:0-Heimsieg über Paris St.Germain eine gute Partie. Aurtenetxe ist aktuell noch sehr unbekümmert, traut sich offensiv einiges zu und steuerte bereits einige Assists bei.<br />
<br />
Aurtenetxes Konkurrent auf der linken Seite ist mit <strong class='bbc'>Oscar de Marcos (22)</strong> der Allrounder des Teams. Der ehemalige U21-Teamspieler kam heuer fast in allen Spielen zum Einsatz, allerdings abwechselnd auf den Positionen des linken Verteidigers und des defensiven Mittelfeldspielers. Gelernt hat der 22-Jährige wesentlich offensivere Positionen, im Nachwuchs kickte er als linker Flügel, danach entdeckte man jedoch seine große Flexibilität. De Marcos ist vor allem ein sehr schneller, wendiger und aggressiver Spieler, der jedoch defensiv weiterhin Schwächen hat. In Kopfballduelle geht er sehr engagiert und ohne Rücksicht auf (eigene) Verluste, allerdings ist er vor allem bei defensiven Standards fehleranfällig.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative:</em><br />
* <strong class='bbc'>Xabier Castillo</strong> – 25, in den letzten beiden Jahren Ergänzungsspieler auf der Position des linken Verteidigers. In der aktuellen Saison kam er bisher noch zu keinen Einsätzen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Das defensive Mittelfeld</strong><br />
<br />
Ein weiteres Vereinsurgestein spielt bei Athletic Bilbao im defensiven Mittelfeld: <strong class='bbc'>Carlos Gurpegui (31)</strong> ist Kapitän des Teams und spielt seit 2002 in der Kampfmannschaft. Gurpegui verfügt über gutes Stellungsspiel und ist ein echter Teamplayer. Auch als Kettenhund für starke gegnerische Kreativspieler ist der 31-Jährige geeignet. Ein weiterer Vorteil Gurpeguis ist, dass er auch als rechter Verteidiger, Innenverteidiger und im rechten Mittelfeld eingesetzt werden kann. Allerdings ist der ruhige Defensivmann kein sonderlich guter Techniker bzw. Passspieler, kommt oft zu spät und macht überdurchschnittlich viele Fouls – vor allem gegen flinke, wendige Gegenspieler. <br />
<br />
Neben ihm spielt allerdings mit <strong class='bbc'>Javi Martínez (23)</strong> eines der größten Talente des spanischen Fußballs. In der bei der Europameisterschaft 2011 siegreichen U21-Nationalmannschaft Spaniens war er eine zentrale, organisierende Figur. Mittlerweile hat der 189cm große, technisch enorm starke Defensivspieler sieben A-Länderspiele für Spanien auf dem Buckel. Ihn zeichnen seine Ruhe am Ball, nahezu perfektes Passspiel und das Auge für seine Mitspieler aus. Javi Martínez ist getrost als moderner, spielender Sechser zu bezeichnen und genießt bei Athletic Bilbao bereits seit seinem 18.Lebensjahr einen Stammplatz. Allgemein hat Javi Martínez seine Stärken in der Zentrale, wodurch man ihn auch ohne Bedenken in der Innenverteidigung aufbieten kann. Sein Transfer zu einem spanischen oder internationalen Top-Klub ist wohl nur noch eine Frage der Zeit!<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative:</em><br />
* <strong class='bbc'>Ander Iturraspe</strong> – 22, aufgrund des Aufschwungs von Javi Martínez war Iturraspe in den letzten Jahren immer ein wenig im Hintertreffen. Der gute Stellungsspieler ist körperlich robust und gut im Kurzpassspiel. Bisher war er jedoch stets als Ergänzungsspieler zu bezeichnen, weil er an den anderen defensiven Mittelfeldspielern nicht vorbeikommt.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Das offensive Mittelfeld</strong><br />
<br />
Im rechten Mittelfeld setzt der argentinische Trainer Marcelo Bielsa zumeist auf <strong class='bbc'>Markel Susaeta (23)</strong>, ebenfalls ein Eigenbauspieler. Susaeta gehörte bereits in den letzten vier Saisonen immer wieder zum Stamm, jedoch nie durchgehend, verbrachte immer wieder einige Wochen auf der Bank. Der begabte Dribbler ist trickreich und ausgesprochen schnell, jedoch hapert es noch des Öfteren am letzten Pass oder der allgemeinen letzten Entschlossenheit. Im Schnitt trifft der Offensivmann nur alle 13 Spiele – zu wenig. Dennoch ist auffällig, dass er vor allem gegen läuferisch unterlegene Gegenspieler starke Partien abliefert und stets für Überraschungsmomente gut ist. Susaeta, der wohl der schnellste Spieler im Team ist, kann auch auf der linken Seite eingesetzt werden.<br />
<br />
Dort spielt allerdings etatmäßig <strong class='bbc'>Igor Gabilondo (32)</strong>, der aktuell in bestechender Form agiert. Der ehemalige Real-Sociedad-Spieler steht seit 2007 bei Bilbao unter Vertrag und pendelte ähnlich wie Susaeta oft zwischen Platz und Bank. In den letzten vier Partien erzielte Gabilondo drei Tore, allerdings musste er gegen Osasuna leicht angeschlagen vorzeitig vom Platz. Allgemein hat der 32-Jährige immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen. Gabilondo ist im Vergleich zu Susaeta der unspektakulärere und langsamere Spieler, dafür besser im Abschluss. Der Routinier zieht häufig nach innen, sucht den Abschluss durch Weitschüsse oder spielt direkte Pässe in die Spitze. Zudem gilt er als Spieler, der seine Seite auch defensiv stets gut im Griff hat.<br />
<br />
Auf der zentralen, offensiven Mittelfeldposition spielt mit <strong class='bbc'>Iker Muniain (18)</strong> das Wunderkind des Teams. Ins spanische A-Nationalteam schaffte er es zwar noch nicht, doch dies ist nur noch eine Frage der Zeit, denn der in Pamplona geborene, nur 165cm große Mittelfeldspieler behauptete sich bereits im Alter von 16 Jahren in der Kampfmannschaft der Basken und übernimmt mittlerweile den kreativen Part im zentralen Mittelfeld. Muniain ist ein Rechtsfuß, der aber eher linkslastig spielt und lieber zur Mitte als nach außen zieht – seinen linken Fuß benutzt er allgemein selten. Er besticht durch enorm schnelle Richtungsänderungen, Dribbelstärke und eine ausgezeichnete Technik. Zeitweise präsentierte sich Muniain noch etwas unbeständig, doch auch diese negative Eigenschaft legte er speziell in den letzten Monaten nach und nach ab. Der Spielmacher von Athletic Bilbao ist einer der vorweggenommenen Stars der kommenden spanischen Fußballgeneration, die eines Tages Xavi, Iniesta und Co. ablösen wird.<br />
<br />
Muniains Ersatzmann für die Zentrale ist mit <strong class='bbc'>Ander Herrera (22)</strong> ebenfalls ein junger Spieler, der jedoch ein anderer Spielertyp ist. Wesentlich bedächtiger, vorsichtiger, aber mit einem großartigen Passspiel und mittlerweile auch gutem Kopfballspiel ausgestattet, wie man bei der U21-Europameisterschaft in Dänemark beobachten konnte. Herrera kam im Sommer von Real Saragossa und unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bei Athletic Bilbao, für das er bisher erst vier Spiele machte.<br />
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<em class='bbc'>Alternativen:</em><br />
* <strong class='bbc'>David López</strong> – 29, beidbeiniger Flügelspieler und aktuell Backup für Susaeta auf der rechten Mittelfeldseite. Gute Schusstechnik, schnell und wendig, defensiv jedoch schwach und im Passspiel etwas schlampig.<br />
* <strong class='bbc'>Ibai Gómez</strong> – 21, großes Talent fürs linke Mittelfeld, allerdings noch selten im Kader. Einer der Leistungsträger der B-Elf von Athletic Bilbao.<br />
* <strong class='bbc'>Iñigo Pérez</strong> – 23, Eigenbauspieler für die linke Mittelfeldseite, defensiv solide, offensiv im Vergleich mit den anderen Kaderspielern nicht stark genug. Spielte erstmals 2009 für die Kampfmannschaft, kam jedoch über Kurzeinsätze nicht hinaus.<br />
* <strong class='bbc'>Igor Martinez</strong> – 22, rechter Flügel, der auch im Angriff eingesetzt werden kann. Derzeit mit einem Wadenbeinbruch außer Gefecht, wird noch bis Dezember ausfallen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Angriff</strong><br />
<br />
Unumstrittene Sturmspitze der Basken ist <strong class='bbc'>Fernando Llorente (26)</strong>, ein 19-facher spanischer Teamspieler und siebenfacher Torschütze. Auch er spielt bereits seit seiner Kindheit für Athletic und erzielte bisher fast 100 Tore für den Klub. Alleine in der letzten Saison traf er in Pflichtspielen 19mal für seinen Klub. Llorente ist mit allen Wassern gewaschen, braucht nicht viele Chancen für ein Tor, ist abschluss- und kopfballstark, körperlich robust und trotz seiner Körpergröße von 193cm technisch gut. Der Stürmer verfügt über große Strafraumbeherrschung und ist auch defensiv bei Standardsituationen eine große Hilfe für sein Team. Man möchte meinen, dass der 26-Jährige, der auch heuer wieder bei drei Ligasaisontoren hält, der ideale Stürmer für den Klub aus dem Baskenland ist.<br />
<br />
Sein einziger Ersatzmann – der aber so gut wie immer eingewechselt wird (meistens anstelle von Susaeta) – ist <strong class='bbc'>Gaizka Toquero (27)</strong>, der in den letzten beiden Saisonen ebenfalls nahe am Status des Stammspielers war, allerdings im Schnitt in zwei Saisonen so viele Treffer erzielt, wie Llorente in einer. Auch Toquero ist sehr kopfballstark, aber bei weitem nicht so dominant wie sein interner Konkurrent. Die großen Vorzüge Toqueros sind, dass er seinen Körper sehr gut einsetzen kann und einen unbändigen Siegeswillen aufweist. Er stellt sich stets in den Dienst der Mannschaft und hilft auch im Mittelfeld und in der Defensive aus, was auch immer wieder situationsbedingte Varianten mit ihm auf einer Verbindungsposition zulässt. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Aufstellung</strong><br />
<br />
Auch wenn Trainer Marcelo Bielsa in letzter Zeit experimentierte, wird Athletic Bilbao gegen Red Bull Salzburg das gewohnte 4-2-3-1-System praktizieren und vermutlich in Bestbesetzung auflaufen, um in der Gruppe eine Vorentscheidung herbeizuführen. Salzburg muss sich speziell darauf konzentrieren die Mitte zuzumachen, da Bilbao hier eindeutig seine Stärken hat. Aufgrund dessen, dass Javi Martínez sehr schnell umschalten kann und auch Muniain nur selten Tempo aus dem Spiel nimmt, gilt es schnell mit einigen Leuten hinter den Ball zu kommen, um den Basken die Zentralachse zuzustellen. Dass von Llorente große Gefahr ausgeht und man ihn über 90 Minuten nicht aus den Augen verlieren darf, muss nicht extra erwähnt werden. Verwundbar könnten die Mannschaft über ihre linke Verteidigungsseite sein: Dass die Konstellation mit dem jungen, unbekümmerten Aurtenetxe auf dem defensiveren Posten und Gabilondo auf der offensiven Position über die volle Spielzeit sattelfest ist, darf bezweifelt werden.<br />
<br />
Die voraussichtliche Aufstellung von Athletic Bilbao sieht wie folgt aus (Klicken zum Vergrößern):<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/athleticbilbao.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/athleticbilbao.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
<strong class='bbc'>Fazit</strong><br />
<br />
Red Bull Salzburg bekommt es mit einer technisch hochklassigen Truppe zu tun, die sich nicht verstecken, dafür aber angreifen wird. Die individuelle Klasse liegt auf Seiten der Basken und so darf man zwei Siege des Teams aus der Primera División erwarten. Allerdings dachte man das auch schon als Salzburg überraschend zweimal Villarreal oder Lazio Rom bezwang. Die Roten Bullen sind auf internationaler Ebene eine nicht zu unterschätzende Turniermannschaft und so lautet unser Tipp: Glatter 3:0-Sieg für Athletic in Bilbao, dafür aber ein 2:1-Sieg Salzburgs in Wals-Siezenheim!<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 22:48:57 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Nur Basken erwünscht! - Athletic Bilbao vertraut nur Spielern aus der eigenen Region</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/nur-basken-erwunscht-athletic-bilbao-vertraut-nur-spielern-aus-der-eigenen-region-r570</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Red Bull Salzburg trifft diesen Donnerstag auf Athletic Bilbao, einen Verein, der dafür bekannt ist, dass er nur Spieler mit Vorfahren aus dem Baskenland einsetzt. Trotz dieser selbst auferlegten Einschränkung feierte der Klub in seiner langen Geschichte acht spanische Meistertitel und 24 nationale Pokalsiege. Auf den letzten bedeutenden Titel müssen die Fans allerdings schon seit 1984 warten.  </em><br />
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<br />
<pre class='prettyprint'>
Name: Athletic Bilbao
Gegründet: 1898	
Alter: 112 Jahre
Vereinsfarben: Rot-Weiß
Stadion: San Mamés
Fassungsvermögen: 39.750
Präsident: Josu Urrutia Telleria
Trainer: Marcelo Bielsa
Homepage: www.athletic-club.net
Email-Kontakt: prensa@athletic-club.net

Erfolge:
8x spanischer Meister (zuletzt 1984)
24x spanischer Pokalsieger: (zuletzt 1984)
1x spanischer Supercup: 1985

UEFA-Cup: Finale (1976/77)
Europapokal der Landesmeister: Viertelfinale (1956/57)
</pre><br />
<strong class='bbc'><br />
STANDING IN SPANIEN</strong><br />
<br />
Athletic Bilbao zählt mit acht spanischen Meistertiteln und 24 nationalen Pokalsiegen zu den erfolgreichsten spanischen Mannschaften aller Zeiten. Nur Real Madrid (31), Barcelona (21) und Atlético Madrid (9) gewannen öfters die Primera División. Die Copa del Rey de Fútbol konnte der baskische Verein sogar 24 Mal gewinnen, womit er hinter Barcelona (25) nur knapp auf dem zweiten Rang liegt. <br />
<br />
Diese Bilanz ist umso bemerkenswerter, da der Verein aus politischen Gründen nur Fußballer baskischer Herkunft in seinen Reihen hat. Früher mussten die Spieler selbst in den baskischen Provinzen geboren worden sein, mittlerweile reicht es aber aus, wenn ein Vorfahre des Fußballers aus dieser Region kam. Durch diese selbst auferlegte Einschränkung muss der Verein gute Nachwuchsspieler produzieren, weshalb viel Wert auf eine gute Jugendarbeit gelegt wird. Der Klub und die Fans legen viel Wert auf Loyalität, weshalb der Verein ungewöhnlich viele Spieler in den eigenen Reihen hat, die noch nie bei einem anderen Klub unter Vertrag waren.<br />
<br />
Anfang und Mitte der 30er-Jahre dominierte Athletic Bilbao die spanische Liga nach Belieben und holte in sechs Jahren vier Meistertitel. 1943 und 1956 stand man wieder ganz oben in der Tabelle, danach mussten die Fans allerdings 27 Jahre warten, ehe Athletic Bilbao 1983 und 1984 zweimal hintereinander den Meistertitel feiern durfte. Cheftrainer Javier Clemente sorgte damals für die richtige Mischung in der Mannschaft, die den bis dato letzten Meistertitel und Pokalsieg für den Verein holte. In den letzten beiden Saisonen ging es wieder ein Stück bergauf, denn die Basken konnten den achten, bzw. den sechsten Tabellenplatz erreichen, nachdem sie in den Jahren zuvor vier Mal eine zweistellige Endplatzierung in der Tabelle einnahmen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>STANDING IN EUROPA</strong><br />
<br />
Internationale Beachtung erfuhr der Klub, als er 1977 im Finale des UEFA-Pokals stand und auf dem Weg dorthin unter anderem den FC Barcelona und den AC Milan aus dem Bewerb boxte. Gegen Juventus Turin verloren die Basken allerdings die Finalspiele auf Grund der Auswärtstorregel mit dem Gesamtscore von 2:2. 1998 stand der Verein in der Champions-League-Gruppenphase, schied aber hinter Rosenborg Trondheim, Galatasaray Istanbul und Juventus Turin als Gruppenletzter aus.<br />
<br />
Besser lief es in der Saison 1956/57, als Athletic Bilbao ins Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister vordrang. Die Basken warfen zunächst den FC Porto und Honved Budapest aus dem Bewerb und besiegten im Hinspiel den englischen Meister Manchester United mit 5:3. Eine 0:3-Niederlage im Old Trafford beendete allerdings die Finalträume.<br />
<strong class='bbc'><br />
DAS STADION UND DIE FANS</strong><br />
<br />
Das Estadio San Mamés bietet Platz für knapp 40.000 Zuschauer und wird von den Fans La Catedral genannt. Das Stadion wurde bereits 1913 eröffnet und sieht derzeit seine letzten Spiele, da im Jahr 2006 ein Neubauprojekt beschlossen wurde, da das Stadion nicht mehr den heutigen Anforderungen genügt. Das neue San Mamés Barria wird direkt neben dem alten Stadion gebaut, das anschließend abgerissen wird. Der neue Fußballtempel wird Platz für 55.000 Fans haben und etwa 210 Millionen Euro kosten. <br />
<br />
Die Auswärtsfahrer der Wiener Austria können bestätigen, dass es im Estadio San Mamés für die Gästefans nicht immer angenehm zugeht. Die Austria-Fans wurden mit allen möglichen Gegenständen beworfen und auch der Sicherheitsdienst ging alles andere als zimperlich mit den Gästen aus Wien um. Auch abseits des Stadions sprachen viele Anhänger von einer hasserfüllten Stimmung, die sie bisher so noch nicht erlebten. Die Anderlecht-Fans werden ihr Gastspiel im Estadio San Mamés ebenfalls nicht vergessen. Den traurigen Höhepunkt der Auseinandersetzungen lieferte ein Fan des baskischen Teams, der von der oberen Tribüne auf die belgischen Fans urinierte. <br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE STADT</strong><br />
<br />
Bilbao hat etwa 353.000 Einwohner und ist somit die zehntgrößte Stadt Spaniens. Zählt man das Umland jedoch dazu, dann leben fast eine Million Menschen in diesem Gebiet. Die Stadt wurde im Jahr 1300 gegründet und ist heute die wichtigste Hafen- und Industriestadt im Baskenland. Touristen sollten das berühmte Guggenheim-Museum besuchen, dessen Architektur selbst genauso sehenswert ist, wie die Ausstellungen im Inneren des Gebäudes. Bilbao ist eine sehenswerte Stadt, die viele Grünflächen besitzt und eine belebte Altstadt mit alten, engen Gassen hat. <br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE TRANSFERPOLITIK</strong><br />
<br />
Da der Verein nur Spieler mit Vorfahren aus dem Baskenland einkaufen kann, sind die Transferaktivitäten des Klubs überschaubar. Da zudem viele starke Spieler Angebote von Spitzenvereinen aus Loyalitätsgründen ablehnen, halten sich auch die Transfereinnahmen in Grenzen. Der letzte Spieler der dem Verein einen siebenstelligen Betrag brachte, war der Innenverteidiger Josu Sarriegi, der 2007 für eine Million Euro zu Panathinaikos wechselte. Für Linksverteidiger Asier del Horno bekamen die Basken im Juni 2005 rund acht Millionen Pfund von Chelsea F.C. überwiesen, was die mit Abstand größte Transfereinnahme in den letzten zehn Jahren war.<br />
<br />
Was die größeren Spielerkäufe betrifft hat sich in den letzten fünf Jahren ein wenig mehr getan. Der Star des Teams Javi Martinez wechselte in der Saison 2006/07 für sechs Millionen von C.A. Osasuna zu Athletic Bilbao. Nur ein Jahr später wechselte David López vom selben Verein für 5.5 Millionen Euro zu seinem jetzigen Arbeitgeber. Auch Stammtorhüter Gorka Iraizoz wechselte in dieser Spielzeit um vier Millionen Euro zum achtmaligen spanischen Meister. Erst in der heurigen Saison bezahlte Athletic Bilbao wieder mehr als drei Millionen Euro für einen Spieler: Mittelfeldspieler Ander Herrera, der in Bilbao geboren wurde, wechselte um 7.5 Millionen Euro von Real Saragossa zu seinem neuen Verein.<br />
<br />
Im zweiten Teil dieser Gegnerinfo lest ihr alles über das Spielsystem und die Spieler des achtfachen spanischen Meisters.<br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 09:08:44 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Acht Tore und 82% Ballbesitz – Der FC Barcelona setzt wieder einmal neue Maßstäbe</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/acht-tore-und-82-ballbesitz-der-fc-barcelona-setzt-wieder-einmal-neue-massstaebe-r456</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der FC Barcelona besiegte in einem atemberaubenden Offensiv-Spektakel CA Osasuna mit 8:0. Die Gäste dürfen froh sein, dass das Ergebnis einstellig ausfiel, denn die Katalanen hatten noch zahlreiche weitere Großchancen. Guardiolas Mannschaft ist ihrer Zeit voraus und zeigt uns schon heute den Fußball von morgen.</em><br />
<br />
In der heurigen Meisterschaftssaison absolvierte der FC Barcelona bisher zwei Heimspiele, in denen die Katalanen 13 Tore schossen, ohne einen Gegentreffer zu kassieren. Trotzdem kam bei den Fans in den letzten Tagen eine leichte Unruhe auf, da nach dem 5:0-Auftaktsieg gegen Villareal zwei Unentschieden folgten. Sowohl im Meisterschaftsspiel gegen Real Sociedad, als auch in der Champions League gegen den AC Milan kam die Mannschaft von Josep Guardiola nicht über ein 2:2 hinaus. Mit dem jüngsten Meisterschaftssieg gegen Osasuna verschwinden sämtliche kleinen Fragezeichen mit einem Schlag, da nicht nur das Ergebnis, sondern insbesondere die Art des Zustandekommens absolut beeindruckend war.<br />
<br />
<strong class='bbc'>MITSPIELEN VERBOTEN</strong><br />
<br />
CA Osasuna nahm sich vor der Partie einiges vor und kam mit einer Menge Selbstvertrauen ins Camp Nou. Die Mannschaft von Trainer José Luis Mendilibar startete gut in die Saison. Nach einem torlosen Unentschieden gegen Atlético Madrid gewann seine Mannschaft zu Hause mit 2:1 gegen Sporting Gijon und hatte vor der Partie gegen die Katalanen genau so viele Punkte wie der Gastgeber. Mendilibar nominierte ein 4-2-3-1-System und wollte mit hohem Pressing den Gegner früh unter Druck setzen und lange Ballstafetten verhindern. Die Rechnung ging jedoch nach hinten auf, denn den Gästen gelang es nicht, die gesamte Mannschaft am aggressiven Pressing teilnehmen zu lassen. Die Osasuna-Spieler liefen dem Ball hinterher und schafften es kaum in Ballbesitz zu gelangen, da jeder einzelne Spieler des FC Barcelona auch unter hohem Druck den Ball verarbeiten konnte und stets einen Mitspieler fand. Wenn doch einmal ein Ball verloren ging, dann begingen die Katalanen oftmals ein geschicktes taktisches Foul, damit sich die hoch stehende Mannschaft wieder nach hinten orientieren konnte. Die Heimmannschaft drängte die Gäste im Laufe des Spiels immer weiter in die eigene Hälfte zurück und zirkulierte den Ball so lange in den eigenen Reihen, bis sie eine Lücke in der gegnerischen Stellung fand. Der Höhepunkt dieser Ballstafetten war ein Angriff über 31 Stationen, bei dem jeder Spieler den Ball zumindest einmal berührte. Osasuna stand zum größten Teil gar nicht schlecht und ließ den Gegenspielern nicht viel Platz, was vermuten lässt, dass im Laufe der Saison andere Mannschaft im Camp Nou im selben Ausmaß unter die Räder kommen werden. <br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE AUFSTELLUNG UND DAS SYSTEM DES FC BARCELONA</strong><br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/BarcelonaOsasuna2011.JPG' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/BarcelonaOsasuna2011.JPG' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
Es ist schwierig das System des FC Barcelona in absoluten Zahlen darzustellen. Am ehesten ist es wohl ein 3-4-3-System, in dem die Spieler ständig ihre Positionen tauschen. Messi war der Spieler, der über die gesamten 90 Minuten am höchsten positioniert war, obwohl er wieder einmal einen „falschen Neuner“ spielte, sich oft zurückfallen ließ und mit Fabregas die Positionen tauschte. Dani Alves spielte zwar auch in der letzten Saison recht offensiv, allerdings nie so weit vorne wie am Samstag gegen Osasuna. Alves wurde als rechter Flügelstürmer aufgestellt und spielte auf etwa gleicher Höhe wie David Villa auf der anderen Seite – vielleicht sogar einen Tick offensiver. Guardiola entschied sich für diese Variante, da Pedro eine Pause brauchte und Alexis Sanchez verletzt war. Dadurch dass Dani Alves als rechter Flügelspieler auflief, konnten Messi und Fabregas im Zentrum bleiben und ihr perfektes Kombinationsspiel durchziehen. Ein wunderbarer Schachzug von Guardiola, dem es gelang seine zahlreichen Ausfälle (auch Iniesta war verletzt) ohne Probleme zu kompensieren. Das Zusammenspiel zwischen Messi und Fabregas klappte absolut perfekt und stellten die Osasuna-Innenverteidiger Rubén und Rovérsio vor unlösbaren Aufgaben. Mal tauchten beide blitzartig gleichzeitig vor ihnen auf, mal ließen sie sich weit ins Mittelfeld zurückfallen, wo sie für ein spielerisches Übergewicht sorgten. <br />
<br />
<strong class='bbc'>DAS ENDE DES KLASSISCHEN MITTELSTÜRMERS?</strong><br />
<br />
Es wird immer wahrscheinlicher, dass die Tage des klassischen Mittelstürmers, der im Strafraum auf die Bälle wartet, gezählt sind. Eine Mannschaft, die auf absolutem Spitzenniveau mitspielen will, wird es sich nicht leisten können einen Spieler zu haben, der am Spielaufbau nicht teilnimmt. Carlos Alberto Parreira prophezeite schon im Jahr 2003, dass die Zukunft des modernen Fußballs ein 4-6-0-System sein werde. Einige Mannschaften haben dieses System schon erfolgreich umgesetzt, wie etwa der AS Roma. Totti agierte als „falscher Neuner“ an vorderster Front, während Vucinic, Mancini, Perrota und Pizarro aus dem Mittelfeld in die Spitze stießen. Die Vorteile dieses Systems liegen auf der Hand. Mit sechs Spielern im Mittelfeld hat die Mannschaft im Normalfall mehr Ballbesitz, während die gegnerischen Innenverteidiger entweder unterbeschäftigt bleiben, da sie keinen direkten Gegenspieler haben, oder den „falschen Neuner“ verfolgen und so die Viererkette auseinander reißen. Neben dem AS Roma hat auch Manchester United dieses System erfolgreich praktiziert. Vor den zwei defensiven Mittelfeldspielern agierten Cristiano Ronaldo, Wayne Rooney, Carlos Tevez und Ryan Giggs oftmals auf gleicher Höhe. Diese Spielanlage hat den Vorteil, dass die Offensivspieler mit hoher Geschwindigkeit schwarmartige Überfallsangriffe starten können, anstatt mit dem Rücken zum Tor zu stehen und auf den Ball zu warten. Das Einzugsgebiet der Stürmer ist in den letzten Jahren wesentlich größer geworden und sie müssen weite Wege gehen, sich anbieten und am Aufbauspiel teilnehmen. Ein Toni Polster hätte es heute in einer starken Liga nicht einfach.<br />
<br />
Auch ein Blick auf die heimische Liga zeigt wie wichtig taktische Flexibilität ist. Im letzten Meisterschaftsspiel gegen Kapfenberg setzte Rapid-Trainer Peter Schöttel <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-national/bundesliga/51-rapid-zerlegt-dezimierte-kapfenberger-und-uberzeugt-dabei-mannschaftstaktisch-r451' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>auf ein 4-4-2-System, das sich jedoch positiv von Peter Pacults 4-2-2-2-Formation abhob</a>. Kapitän Hofmann agierte auf der „8er“-Position und mit Gartler und Alar standen zwei Stürmer in den Reihen, die sich zurückfallen ließen und am Aufbauspiel teilnahmen. Im Ballbesitz standen die Flügelspieler Drazan und Trimmel oftmals vor den beiden nominellen Sturmspitzen. Dieses System lässt sich natürlich in keiner Weise mit der Genialität der Katalanen vergleichen, zeigt aber, dass spielerische Flexibilität auch auf schwächerem Niveau der Schlüssel zum Erfolg sein kann. Klassische Mittelstürmer werden es in Zukunft schwer haben, genau so wie reine “6er“, die nur zerstören können und am kreativen Spielaufbau überfordert sind. <br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/gEJKxFRfCWE"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/gEJKxFRfCWE" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 10:48:24 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Spielerstreik in Spanien: Erster Spieltag verschoben</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/spielerstreik-in-spanien-erster-spieltag-verschoben-r350</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der spanische Elitefußball steht still: Der erste Spieltag der Primera División musste vergangenes Wochenende aufgrund eines Spielerstreis verschoben werden. Der letzte Versuch doch noch eine Einigung zu erzielen, sodass die erste Runde wie geplant stattfinden hätte können, scheiterte am Freitagnachmittag ca. 28 Stunden vor dem geplanten Saisonstart.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>POSITIONEN NOCH IMMER WEIT AUSEINANDER…</strong><br />
<br />
Die spanische Spielergewerkschaft AFE und die LFP erzielten keine Einigung in ihren langwierigen Verhandlungen und möglicherweise muss, sofern es diese Woche keine Einigung gibt, auch die zweite Runde in Spanien verschoben werden. Luis Astiazarán, der spanische LFP Präsident, erklärte auf einer Pressekonferenz, dass die Positionen zwischen Gewerkschaft und Liga noch immer sehr weit voneinander entfernt sind und dass sie sich momentan darauf konzentrieren den zweiten Spieltag zu retten, um nicht danach aufgrund der zahlreichen Europa-League- und Champions-League-Spiele der spanischen Mannschaften in ein Terminchaos zu stürzen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>AUSSTEHENDE SPIELERGEHÄLTER…</strong><br />
<br />
Mit dem Streik protestieren die Spieler, gegen die vielen ausständigen Spielergehälter. Da die Vereine zurzeit in einer miserablen finanziellen Lage sind, fiel es ihnen in den vergangenen Saisonen sehr schwer alle Spielergehälter fristgerecht an die Spieler zu überweisen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sitzen die spanischen Klubs auf einem Schuldenberg von über 4 Milliarden Euro und nun wollen die Spieler auch aktiv gegen die Schulden ihrer Klubs vorgehen und zeigen dies mit ihrem Streik. Laut Angaben der spanischen Spielergewerkschaften blieben die Vereine insgesamt ca. 200 spanischen Profifußballspielern ihre Gehälter schuldig. In Summe sind es mehr als 50 Millionen Euro an ausstehenden Spielergehältern. Auch die Financial Fair Play Regeln haben sich als Ziel gesetzt die Verschuldung der Klubs zu senken und somit auch zu erreichen, dass alle Spieler rechtzeitig zu ihrem Geld kommen. Doch dieses Vorgehen geht den Spielern zu langsam und deshalb möchten sie nun auch aktiv gegen die zunehmende Verschuldung der spanischen Vereine vorgehen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>UNTERSTÜTZUNG DURCH SPIELER DER WELTMEISTERMANNSCHAFT…</strong><br />
<br />
Der Streik wurde auch von zahlreichen Spielern der spanischen Weltmeistermannschaft unterstützt. Darunter Iker Casillas, Xabi Alonso (beide Real Madrid) und Carles Puyol (FC Barcelona). Außerdem wurde von Seiten der Spielergemeinschaft angekündigt, dass der Streik so lange andauern werde, bis ein neues Tarifabkommen unterzeichnet ist. Sie wollen erreichen, dass auch in Spanien finanzschwachen Klubs, ähnlich wie beispielsweise in Deutschland oder Österreich, die Lizenz verweigert wird. <br />
<br />
<strong class='bbc'>NICHT DER ERSTE SPIELERSTREIK IN SPANIEN…</strong><br />
<br />
In der jüngeren Geschichte des spanischen Erstligafußballs ist dieser Spielerstreik bereits der Fünfte. In den Jahren 1979 bis 1984 hatte es insgesamt vier Spielerstreiks gegeben. Bei zwei Streiks haben die Vereine ihre Jugendspieler antreten lassen und auf diese Weise protestiert. 2010 haben die Klubs ebenfalls zweimal mit einem Streik gedroht, doch diese konnten immer quasi in letzter Sekunde verhindert werden. <br />
<br />
<strong class='bbc'>WEITERE GESPRÄCHE AM MONTAG…</strong><br />
<br />
Am Montag werden sich die verantwortlichen Personen abermals treffen und versuchen eine rasche Einigung zu erzielen. Dieses Treffen ist bereits das vierte binnen sechs Tagen. Alle Verantwortlichen haben sich zum Ziel gesetzt noch diese Woche eine Einigung zwischen Spielern und Liga zu erzielen, damit die zweite Runde in Spanien planmäßig ausgetragen werden kann. Das Problem mit dem Terminchaos in Spanien wäre ansonsten wirklich nicht zu unterschätzen, denn aufgrund der Europameisterschaft 2012 können die Spiele auch nicht so einfach erst nach dem 38. Spieltag nachgeholt werden. <br />
Sollte sich im spanischen Fußball nicht bald etwas ändern, wird dieser Streik sicherlich nicht der Letzte gewesen sein. Die Verschuldung der Klubs steigt ständig an und sollte sich daran nichts ändern so werden die Klubs auch in Zukunft nicht in der Lage sein, allen Spielern die Gehältern fristgerecht zu überweisen. <br />
<br />
Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 09:55:26 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Jose Mourinho – Das Porträt eines Trainer-Superstars</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/jose-mourinho-das-portraet-eines-trainer-superstars-r341</link>
		<description><![CDATA[Dieser Trainer, auch the „Special One“ genannt, ist von Grund auf anders als alle anderen Trainerkollegen und deshalb gibt es auch keinen anderen Trainer auf dieser Welt, welcher derart polarisiert wie der portugiesische Starcoach Jose Mourinho. Er rastet in Interviews aus, beschimpft Spieler und Presse und trotzdem respektieren und lieben ihn die Fans und vor allem auch seine Spieler. <br />
<br />
<strong class='bbc'>SEINE KURZE SPIELERKARRIERE…</strong><br />
<br />
Jose Mourinho wurde am 26. Januar 1963 in Setubal in Portugal geboren. Wenn man sich die kurze Karriere von Mourinho als Spieler ansieht, dann neigt man dazu zu sagen, dass er nie ein wirklicher Profifußballspieler war. Trotzdem sollte man aber auch erwähnen, dass er einige Jahre lang aktiv in der zweiten portugiesischen Liga tätig war. Mit 27 Jahren entschloss er sich allerdings dazu sich aktiv als Profifußballer zurückzuziehen und eine Trainerkarriere zu starten. Der äußerst wechselwillige Jose Mourinho hat in seiner Trainerkarriere bereits zehn verschiedene Vereine trainiert. Seine längste Amtszeit als Trainer hatte er ausgerechnet beim FC Barcelona, wo er als Co-Trainer unter Bobby Robson und unter Louis van Gaal arbeitete. In seinen bisherigen Stationen als Chefcoach hat er aber ebenfalls bereits Spuren hinterlassen. Mourinho gilt seit seiner Amtszeit als Coach beim FC Chelsea als großer Anhänger des englischen Fußballs. Aber auch in Italien bei Inter Mailand fühlte sich der Portugiese sehr wohl, weshalb ihm der Abschied auch ziemlich schmerzte. Auch nach seiner Amtszeit als Trainer konnte er auf ein „Wir“ in Bezug auf Inter nicht verzichten. <br />
<br />
<strong class='bbc'>ERFOLG STEHT IM VORDERGRUND</strong><br />
<br />
Der Erfolg, welcher ihm in seiner aktiven Zeit als Profifußballer verwehrt blieb, steht nun bei Jose Mourinho absolut im Vordergrund. Sobald der Starcoach eine Möglichkeit für sich sieht, sich als Trainer weiterzuentwickeln oder aber auch einen Legendenstatus zu erhalten, so nutzt er diese und wechselt den Verein. Nachfolgend werden die genauen Stationen als Trainer angeführt und auch näher erläutert. <br />
<br />
<strong class='bbc'>SEINE ERSTEN STATIONEN ALS TRAINER</strong><br />
<br />
Nachdem Jose Mourinho seine aktive Karriere beendet hatte, übernahm er 1990 eine Stelle als Co-Trainer beim CF Estrela Amadora in Portugal. Doch dort blieb er nicht lange und wechselte schon sehr bald wieder weiter zu einem anderen portugiesischen Verein, namens AD Ovarense. Es wäre aber nicht Jose Mourinho, wenn er sich mit diesem Wechsel nicht auch in beruflicher Hinsicht weiterentwickeln hätte können, denn in diesen drei Jahren gelang es ihm als Chefcoach die ersten Erfahrungen zu sammeln. <br />
<br />
<strong class='bbc'>1993 – WECHSEL ZU SPORTING LISSABON</strong><br />
<br />
1993 wechselte Jose Mourinho dann schlussendlich zu einem der größten Vereine in Portugal: Sporting Lissabon. Zu dieser Zeit arbeitete Jose Mourinho mit Startrainer Bobby Robson zusammen, wo der Portugiese als Co-Trainer und Übersetzer aktiv war. Dieser Bobby Robson nahm Jose Mourinho schlussendlich 1996 auch mit zum FC Barcelona, wo Mourinho Katalanisch lernte um schneller ein Teil der Mannschaft zu werden. In den Jahren darauf war Mourinho auch als Co-Trainer unter Louis van Gaal beim FC Barcelona tätig, wo er sehr viel an Erfahrung für seine späteren Trainerstationen sammeln konnte. Anschließend wollte der Portugiese aber wieder selbst eine Mannschaft als Chef trainieren und wechselte deshalb 2000 wieder zurück nach Portugal zu Sporting Lissabon.<br />
<br />
<strong class='bbc'>2000 – CHEFTRAINER BEI SPORTING LISSABON</strong><br />
<br />
Bei Sporting Lissabon übernahm er die Position von Jupp Heynckes, allerdings ahnte er zu dieser Zeit noch nicht, dass auch seine Zeit als Trainer bei Sporting sehr beschränkt sein wird. Nach einem Präsidentenwechsel beim Verein wurde beschlossen, dass sein damaliger Vertrag bei Sporting Lissabon nicht verlängert wird und deshalb musste er sich abermals einen neuen Job suchen. Er nahm einen Job als Trainer bei União Leiria an und führte den Verein in dieser Saison auf Platz 5, was die beste Vereinsplatzierung der Geschichte bedeutete. Kurz darauf wechselte „Mou“ zum FC Porto.<br />
 <br />
<strong class='bbc'>2002 – CHEFCOACH BEIM FC PORTO</strong><br />
<br />
Nach einem guten ersten Jahr beim FC Porto wollte Jose Mourinho mehr und versprach, den Fans den Meisterteller - und was Mourinho verspricht, das hält er auch. Der FC Porto wurde 2003 mit 86 Punkten Meister und im gleichen Jahr gelang es dem portugiesischen Traditionsklub auch den UEFA Pokal zu gewinnen. Im Jahr darauf setzte er sich noch höhere Ziele, welche er ebenfalls erreichte. Er wurde nicht nur Meister mit dem FC Porto, sondern gewann auch die UEFA Champions League. <br />
<br />
<strong class='bbc'>2004 – WECHSEL ZUM FC CHELSEA</strong><br />
<br />
Nachdem er in Portugal als Trainer alles erreicht hat, was man erreichen kann wechselte er 2004 schlussendlich zu Chelsea nach London. Dieser Schritt war wahrscheinlich der wichtigste in seinem ganzen Leben. Mit folgenden Worten stellte er sich in London bei seiner Ansprache vor: „Bitte nennen Sie mich nicht arrogant, aber ich bin Champions-League-Sieger und etwas ganz Besonderes.“ Mourinho bewies aber auch in den Saisonen darauf, dass er seine Worte halten kann und wurde in den Jahren 2005 und 2006 englischer Meister. 2005 und 2007 gelang es ihm, den englischen Pokal mit dem FC Chelsea zu gewinnen. Nach einigen Unstimmigkeiten mit Klubboss Roman Abramowitsch verließ Jose Mourinho 2007 den Verein und wechselte zu Inter Mailand. <br />
<br />
<strong class='bbc'>WECHSEL NACH ITALIEN ZU INTER MAILAND…</strong><br />
<br />
In der Saison 2008/09 wurde Inter sofort Meister – mit zehn Punkten Vorsprung auf die nächste Konkurrenz. Am 4. Spieltag der Serie A feierte Jose Mourinho ein ansehnliches Jubiläum: 100 Ligaheimspiele ohne Niederlage und dass bei verschiedenen Vereinen! In der Champions League lief es aber nicht so gut für den Starcoach, denn hier musste er sich bereits im Achtelfinale gegen Manchester United geschlagen geben. Im Jahr darauf aber dann gelang es dem Portugiesen auch mit Inter Mailand die Champions League zu gewinnen. Im Finale trat er ausgerechnet gegen seinen früheren „Lehrer“ Louis van Gaal (damals Trainer von Bayern München) an. <br />
<br />
<strong class='bbc'>WECHSEL NACH SPANIEN</strong><br />
<br />
Kurz nach dem Gewinn der UEFA Champions League mit Inter Mailand wurden Gerüchte laut, dass Mourinho möglicherweise kurz vor einem Wechsel nach Madrid steht. Am 28. Mai 2010 bestätigten sowohl Real Madrid als auch Inter Mailand, dass der Starcoach nach Madrid übersiedeln wird. In seinem ersten Clasico als Trainer von Real Madrid musste er auch seine bis dato höchste Niederlage einstecken, nämlich das 0:5 beim FC Barcelona. Ebenfalls endete nach 150 Heimspielen ohne Niederlage ein anderer Wahnsinnsrekord am 2. April 2011 als er zuhause gegen Sporting Gijon verlor. Im Jahre 2011 gelang es aber Jose Mourinho mit der Copa Del Rey trotzdem zumindest einen Titel in Spanien zu gewinnen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>AKTUELL: EKLAT UM „THE SPECIAL ONE“: SCHIEDSRICHTERKRITIK UND HANDGREIFLICHKEIT</strong><br />
<br />
Anstatt nach den Tumulten im spanischen Supercup Klasse zu zeigen und die Niederlage hinzunehmen, fand er den Schuldigen wieder einmal in der Person des Schiedsrichters und wurde zudem auch noch handgreiflich. <br />
Schiedsrichterkritik ist im Fußball sicherlich nicht wegzudenken sowohl von den Spielern als auch von den Trainern, aber trotzdem sollte man nicht so emotional werden wie der portugiesische Starcoach. In dem nachfolgenden Video kann man die genauen strittigen Szenen noch einmal nachverfolgen. <br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/142dIB1Yqoo"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/142dIB1Yqoo" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Man kann sagen, dass die Karriere des Jose Mourinho sicherlich nicht in Madrid enden wird und er wahrscheinlich noch zahlreiche andere Vereine coachen wird. Eines ist aber sicher: Er gehört schon jetzt, trotz seiner Körpergröße von nur 175cm, zum Kreis der größten Trainer aller Zeiten!<br />
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Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 20 Aug 2011 22:07:51 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Supercopa-Entscheidung vertagt: Der erste "Clasico" der Saison endet 2:2-Unentschieden!]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/supercopa-entscheidung-vertagt-der-erste-clasico-der-saison-endet-22-unentschieden-r320</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Nach einem sehr guten Spiel trennen sich Real Madrid und Barcelona nach Toren von Özil, Xabi Alonso bzw. Villa und Messi mit 2:2. Obwohl die Königlichen über weite Strecken überlegen waren, geht Barcelona somit mit leichten Vorteilen in das Rückspiel am Mittwoch.</em><br />
<br />
Seit 1982 wird der „Supercopa“ zwischen dem spanischen Meister und Pokalsieger ausgetragen. Vier Mal kam es hierbei zur Begegnung Real Madrid gegen Barcelona.  Bedenkt man die Übermacht von diesen Mannschaften, vor allem  in den letzten Jahren, erscheint das eher wenig. Noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass es heuer zum ersten „El Clasico“ im Supercup seit 1997 kommt. Ging es vor dem Hinspiel um die Statistik, hätte Barcelona gar nicht erst antreten müssen, ist es den Katalanen doch noch nie gelungen Real Madrid im diesem Spiel zu besiegen. Nach dem Hinspiel in Madrid geht der letztjährige Meister jedoch mit leichten Vorteilen ins Rückspiel, auch wenn noch alles offen ist.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Taktische Ausrichtung</strong><br />
<br />
<span style='color: #800080'>Aufstellung Real Madrid:</span> Casillas – Marcelo, Carvalho, Pepe, Ramos – Xabi Alonso, Khedira (58. Callejon) – Ronaldo, Özil, di Maria (54. Coentrao) – Benzema (81. Higuain)<br />
<br />
Im Gegensatz zu manchen Duellen gegen Barcelona in der letzten Saison, wo drei defensive Mittelfeldspieler aufliefen (ein 4-3-2-1), vertraute Jose Mourinho diesmal wieder auf sein altbewährtes 4-2-3-1, wobei es kein Neuzugang in die Startelf schaffte. Dafür begann der große Gewinner der Vorbereitung, Karim Benzema, als Mittelstürmer.<br />
<br />
<span style='color: #FF0000'>Aufstellung </span><span style='color: #0000FF'>Barcelona</span>: Valdes – Adriano (61. Pique), Mascherano, Abidal, Alves – Thiago (58. Xavi), Keita, Iniesta – Villa (73. Pedro), Messi, Alexis Sanchez.<br />
<br />
Barcelona wich naturgemäß nicht von seinem 4-3-3-System ab. In der Innenverteidigung fehlten der verletzte Puyol und der angeschlagene Pique (Zerrung), letzterer nahm immerhin auf der Bank Platz und sollte später auch ins Spiel kommen. Im zentralen Mittelfeld wurde Xavi aufgrund von Trainingsrückstand zuerst geschont und Busquets konnte aufgrund einer Rippenverletzung nur zuschauen, statt ihnen begannen Keita und der junge Thiago, der in der Vorbereitung zu überzeugen wusste und auch bei der U21-Europameisterschaft in Dänemark brillierte. Am rechten Flügel bekam Neuzugang Alexis Sanchez den Vorzug gegenüber Pedro.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Erste Halbzeit</strong><br />
<br />
Wie von den eigenen Fans gefordert begann die Heimmannschaft aus Madrid sehr druckvoll und aggressiv. Bei Ballbesitz des Gegners schoben die vier Offensivspieler sofort auf den Mann, oft schon auf Höhe des Sechzehners. Barcelona war anfangs sichtlich überrascht und fabrizierte ungewöhnlich viele Fehlpässe. Bereits nach wenigen Minuten musste sich Valdes strecken um den Kopfball vom stark aufspielenden Benzema noch von der Linie zu kratzen. Nach gut zwölf Minuten war aber auch der Torhüter der Katalanen chancenlos. Nach einem schnellen Konter zieht  Reals Mittelstürmer rechts die Abwehrspieler auf sich, um den Ball ihm richtigen Moment zu Özil in die Mitte zu spitzeln, der alleinstehend vor Valdes keine Probleme hat, den Ball zu versenken. Auch wenn nach dem 1:0 der Druck der Königlichen etwas nachlässt, haben sie das Spiel doch immer unter Kontrolle. Mit viel Ballbesitz schnürren sie Barcelona in der eigenen Hälfte ein, auch wenn große Torchancen eher Mangelware sind. Nach einer knappen halben Stunde versucht sich der agile Benzema mit einem Weitschuss, kann den Tormann aber nicht bezwingen. Die individuelle Klasse des Meisters und Champions-League-Siegers der letzten Saison zeigt sich dann in der 36. Minute. David Villa, bis dahin wie die komplette Offensive unsichtbar, bekommt den Ball am linken Strafraumeck zugespielt, macht einen kurzen Hacken nach innen und schlenzt den Ball hoch ins lange Eck. Ein wunderschönes Tor, auch wenn es möglicherweise noch leicht vom Abwehrspieler abgefälscht wurde. Real braucht einige Minuten um sich davon zu erholen, übernimmt aber vor dem Pausenpfiff wieder die Kontrolle und kommt zu einigen halbgefährlichen Aktionen, doch der Pausenstand lautet 1:2. Denn in der Nachspielzeit zeigt Lionel Messi, warum man ihn keine Sekunde aus den Augen lassen darf. Nachdem Khedira unglücklich agiert und den Ball nicht wegbekommt und Pepe auch noch ausrutscht, steht der Weltfußballer mit einem schnellen Antritt allein vor Casillas und schiebt den Ball ins kurze Eck. Messi darf sich im neunten Spiel bereits über sein 11. Tor im „Clasico“ freuen! Rekordhalter ist übrigens Alfredo di Stefano mit 18 Toren. Ein äußerst bitteres Ergebnis für die überlegenen Madrilenen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Zweite Halbzeit  </strong><br />
<br />
Barcelona kommt sichtlich selbstbewusst aus der Kabine. Vor allem der immer stärker werdende Neuzugang aus Udine, Alexis Sanchez, und die Zentrale mit Iniesta und Thiago Alcantara reißen das Spiel immer mehr an sich. Doch plötzlich gelingt Xabi Alonso der Ausgleich. Nach einem Eckball von Özil landet der Ball nach einem Gestocher beim defensiven Mittelfeldspieler und dieser zieht vom Sechzehner ab - Valdes ist chancenlos. Angetrieben vom Ausgleich und auch zwei neuen Spielern (Coentrao und Callejon für di Maria und Khedira) will Real Madrid den Sieg und setzt Barcelona gewaltig unter Druck. Zwischen der 60. Und 70. Minute finden die Königlichen zahlreiche Chancen vor, allein der in diesem Spiel nicht immer überzeugende Cristiano Ronaldo kommt zu vier Abschlüssen, bringt den Ball aber ebenso wenig im Tor unter, wie Benzema nach Traumflanke vom starken deutschen Spielmacher Mesut Özil. Der inzwischen für Adriano eingewechselte Pique hat alle Hände voll zu tun um in der Defensive für Ordnung zu sorgen. In der Schlussphase werden die Spieler merkbar müder, doch das Spiel auch härter, vor allem Real Madrid langt immer wieder hart zu. Für die letzten Highlights des Spiels sorgen zwei Elferalarme, je einer auf jeder Seite. Zuerst wird Ronaldo vom am Boden liegenden Tormann zu Fall gebracht, nachdem dieser den Ball nicht festhalten konnte – das kann man pfeifen! Danach wird der eingewechselte Pedro auf der anderen Seite von Marcelo zu Fall gebracht – das muss man eigentlich pfeifen! Doch der Schiedsrichter bleibt seiner Linie treu und so bleibt es nach einem tollen Spiel beim 2:2. Real Madrid war über weite Strecken überlegen und hätte sich den Sieg auch verdient, doch sie konnten die zahlreichen Chancen nicht nützen. Für das Rückspiel (Mittwoch, 23:00) ist noch alles offen!<br />
<br />
AlohaHe, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 14:03:40 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Die Saison in Spanien startet mit zwei "Clasicos" im Supercup]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/die-saison-in-spanien-startet-mit-zwei-clasicos-im-supercup-r309</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der legendäre Fußballwettbewerb aus Spanien wird heuer zum 30. Mal ausgetragen. Binnen 72 Stunden stehen sich die beiden spanischen Topmannschaften Real Madrid und FC Barcelona zweimal gegenüber. Das erste der beiden Spiele findet im Santiago Bernabéu Stadion in Madrid statt. </em><br />
<br />
<strong class='bbc'>KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS DES WETTBEWERBS</strong><br />
<br />
Der „Supercopa de España“ (Spanischer Super-Cup) wird seit dem Jahre 1982, jährlich zwischen dem spanischen Meister und dem Cupsieger ausgetragen. Sollte es einem spanischen Verein gelingen in einer Saison, sowohl die Meisterschaft als auch den Cup zu gewinnen, so muss diese Mannschaft im Super-Cup gegen den Zweiten des Pokalbewerbs antreten. Früher wurde diesem Verein sofort die Trophäe des Super-Cups überreicht und es gab kein Super-Cup Finale. <br />
<br />
<strong class='bbc'>REKORDPOKALSIEGER: FC BARCELONA</strong><br />
<br />
Keinem spanischen Verein gelang es bisher öfter als 9-mal die begehrte Trophäe zu gewinnen und damit ist der FC Barcelona, welcher den Titel in den beiden vergangenen Jahren 2009 und 2010 gewinnen konnte, derzeit der Rekord-Supercupsieger Spaniens. An zweiter Stelle dieser ewigen Rangliste befindet sich ausgerechnet, der Gegner des FC Barcelonas aus dem heurigen Super-Cup-Spiels, nämlich Real Madrid. Die Königlichen aus Madrid konnten den Bewerb bereits 8-mal gewinnen, zuletzt 2008, und könnten mit einem Triumph über den FC Barcelona „ausgleichen“. Deportivo La Coruña gelang es dreimal den Pokal zu gewinnen, zuletzt im Jahre 2002. Ebenfalls als Super-Cup Sieger können sich die folgenden Vereine bezeichnen, welche die Trophäe jeweils 1-mal gewinnen konnten: Athletic Bilbao (1984), Atlético Madrid (1985), FC Sevilla (2007), FC Valencia (1999), RCD Mallorca (1998), Real Saragossa (2004) und Real Sociedad (1982) <br />
<br />
<strong class='bbc'>SAHIN VERPASST DEN SPANISCHEN SUPERCUP…</strong><br />
<br />
Der türkische Nationalspieler Nuri Sahin muss weiterhin auf sein Debüt im Dress der Königlichen warten, denn Sahin muss verletzungebedingt, sowohl im Hin- als auch im Rückspiel pausieren. Laut einigen übereinstimmenden spanischen Medienberichten fällt der ehemalige Dortmunder aufgrund einer Knieverletzung noch weitere zwei Wochen aus. Damit dürfte auch sein Debüt beim spanischen Saisonstart am 21. August gegen Athletic Bilbao wackeln. Sahin, welcher aufgrund seiner Knieverletzung auch beim Saisonfinale in Dortmund gefehlt hat, wechselte im Sommer für eine kolportierte Ablöse von 10 Millionen Euro zum „Weißen Ballett“. Bereits kurz nach seinem Wechsel nahm der derzeitige Madrid Coach Jose Mourinho den türkischen Spieler in die Pflicht und meinte, dass der stark im muskulären Bereich arbeiten müsse, zudem an seinen Gelenken. <br />
<br />
<strong class='bbc'>RÜCKSPIEL ERST UM 23:00 UHR…</strong><br />
<br />
Das Rückspiel FC Barcelona gegen Real Madrid kann am Mittwoch in Barcelona erst um 23:00 Uhr angepfiffen werden, denn am gleichen Tag finden auch Qualifikationsspiele für die UEFA Champions League statt und die UEFA gestattet es nicht, dass während solchen Begegnungen auch Spiele in anderen Bewerben durchgeführt werden. Der Sieger des Super-Cups 2011 steht somit frühestens um 00:45 Uhr fest, sollte es möglicherweise eine Verlängerung und ein Elfmeterschießen geben, so könnte der Sieger auch erst am Donnerstag gegen 2:00 Uhr gekürt werden. <br />
<br />
<strong class='bbc'>TAUZIEHEN UM CESC FABREGAS BEENDET?</strong><br />
<br />
Die bereits oben erwähnten Qualifikationsspiele der UEFA Champions League sind dem spanischen Rekordpokalsieger FC Barcelona ebenfalls nicht egal, denn sollte Cesc Fabregas hier im Spiel gegen Udinese Calcio eingesetzt werden, dürfte er in dieser Saison nicht mehr international <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/cesc-fabregas-vor-der-ruckkehr-zu-seinem-herzensverein-r125' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>für den FC Barcelona auflaufen</a>. Viele Fußballexperten sind sich allerdings bereits ziemlich sicher, dass der Transfer noch dieses Wochenende fixiert werden wird. Die Ablösesumme für den 24-Jährigen Mittelfeldspieler wird auf etwa 35 Millionen Euro geschätzt. <br />
<br />
<strong class='bbc'>REKORDMEISTER GEGEN REKORDPOKALSIEGER</strong><br />
<br />
Der spanische Super-Cup ist ein wahrer Garant für spannende Spiele und für eine ausgezeichnete Atmosphäre, doch wenn dann ausgerechnet noch der spanische Rekordmeister auf den Rekordpokalsieger trifft, dann ist Action garantiert. Während Real Madrid auch nach dem Spiel noch Rekordmeister sein wird, könnte der FC Barcelona seinen Titel „Rekordpokalsieger“ in diesem Jahr verlieren, denn mit einem Sieg über die Katalanen könnte Real Madrid diesen Rekord egalisieren. Für Spannung ist also sicherlich gesorgt in dieser Begegnung….<br />
<br />
Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 19:26:49 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Gekommen um zu bleiben - die Vorzüge der spanischen Nachwuchsarbeit</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/gekommen-um-zu-bleiben-die-vorzuge-der-spanischen-nachwuchsarbeit-r141</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Warum Spaniens Tiki-Taka auch in den nächsten Jahren der dominierende Spielstil der Iberer bleibt und welche Spieler den Fußball auf der Halbinsel wohl in den nächsten Jahren prägen werden. Eine Nachbetrachtung der U21-Europameisterschaft in Dänemark, eine Vorschau auf die U19-Europameisterschaft in Rumänien, die U20-WM in Kolumbien und die Zukunft des spanischen Nationalteams.</em><br />
<br />
Überraschend war der Europameistertitel für den Nachwuchs der „Furia Roja“, wie das spanische Nationalteam genannt wird, nicht. Zu überlegen war das Auftreten in den Qualifikationsspielen – wenn auch die Dominanz durch die Ergebnisse oft verschleiert wurde - zu bekannt waren einige der involvierten Spieler. Um die beiden Weltmeister Juan Manuel Mata (Valencia) und Javi Martínez (Athletic Bilbao) hatte Trainer Luis Milla eine interessante Gruppe bestehend aus aufstrebenden Talenten und gestandenen Jungprofis einberufen, deren Ziel von Anfang an klar definiert war: den Titel zu holen um sich für höhere Weihen zu empfehlen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>TIKI-TAKA, SPANIENS UNVERKENNBARES PASSSYSTEM</strong><br />
<br />
Tiki-Taka, ein Begriff der dem österreichischen Fußballfan ob der inflationären Verwendung im österreichischen Rundfunk zumeist Schweißperlen ins Gesicht zaubert, ist ein seit 2006 von spanischen TV-Kommentatoren eingeführter Begriff der ein Spielsystem bezeichnet, das durch ständiges Kurzpassspiel, Ruhe im Ballbesitz und ständiger Bewegung ohne Ball gekennzeichnet ist. Vom FC Barcelona in den letzten Jahren an die Spitze der Perfektion getrieben fand das System, mit leichten Anpassungen, unter Luis Aragoñes und Vicente Del Bosque Einzug in die Nationalmannschaft und gilt als Ausgangspunkt für den Gewinn von Europa- und Weltmeisterschaft. Während die A-Mannschaft logischerweise um die Barcelona-Achse rund um Busquets, Xavi und Iniesta aufgebaut ist, war die hervorstechendste Entdeckung der Unter-21-Europameisterschaft die Erkenntnis, dass es Spanien gelungen ist diesen aufwändigen und technisch schwierigen Spielstil erfolgreich auf den Nachwuchsfußball zu übertragen. Mit dem kampfkräftigen und ruhigen Javi Martínez, für viele zu Unrecht nicht zum Spieler des Turniers gewählt, dem technisch genialen Barca-Jungstar Thiago Alcantara und Bilbaos wendiger Neuerwerbung Ander Herrera gelang es von der ersten Partie an die Gegner zu dominieren, was auch die Ballbesitzstatistik von durchschnittlich 71,3% eindrucksvoll zeigt. Mehr als das reine individuelle Talent, und das ist bei jedem der Drei in ausreichendem Maß gegeben, war es dem klugen Vorgehen der spanischen Fußballföderation zuzuschreiben, die in weiser Voraussicht die Umstellung der Spielweise bis in den Nachwuchsfußball perfekt vollzogen hat. Für das spanische Nationalteam bedeutet das einen schier unendlichen, dem System perfekt integrierbaren Überschwang an Talent. Mit einer Stammformation auf ihrem Zenit und Spielern wie Fabregas, Thiago, Martinez und Co. auf Abruf braucht man keine Glaskugel um dem spanischen Tiki-Taka noch eine lange rosige Zukunft zu prognostizieren.<br />
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<strong class='bbc'>EINE NEUE GOLDENE GENERATION</strong><br />
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Doch es wäre gänzlich falsch den spanischen Nachwuchs nur auf dessen Mittelfeld beziehungsweise generell auf die Startformation dieses Turniers zu reduzieren. Mit Marseille-Verteidiger César Azpilicueta, einem modernen spielenden Außenverteidiger, Bojan Krkic, dessen Karriere beim AS Roma einen Neustart erfahren soll und Athletic Bilbaos Wunderkind und Stürmerhoffnung Iker Muniain scharren auch auf den übrigen Positionen hochtalentierte Junge in den Startlöchern und werden über kurz oder lang in den Kader Del Bosques hochgezogen werden. <br />
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Es bleibt abzuwarten wie sich demgegenüber Spaniens U19, in der am 20. Juli startenden EM in Rumänien, und die U20, Ende Juli in Kolumbien, präsentieren werden. Die Voraussetzungen für neuerliche Erfolge der Roten sind jedoch ein weiteres Mal gegeben. Mit dem Innenverteidiger Mark Muniesa und den Mittelfeldspielern Gerard Deulofeu und Sergi Roberto, nach dessen ersten 90 Minuten im Spiel gegen Malaga selbst der sonst so besonnene Pep Guardiola dazu hingerissen wurde zu verkünden, dass man diesen Namen noch öfter hören wird, warten schon die nächsten Hoffnungen aus Barcelonas berühmter Nachwuchsschmiede „La Masia“ auf ihren Aufstieg ins Rampenlicht. Doch auch anderswo wird gut für die Zukunft gearbeitet. So stellt Real Madrid nicht weniger als sechs Spieler des aktuellen U19-Kaders, am erwähnenswertesten sicherlich der offensive Mittelfeldspieler Pablo Sarabia und Sturmtank Álvaro Morata, der mit der beachtlichen Körpergröße von 183cm eine willkommene Abwechslung im Zwergenhaufen der Spanier darstellt. Abgerundet wird dieser herausragende Kader vom Abwehrriesen Igansi Miquel (193cm) von Englands Vorzeigeclub Arsenal und Valencias neuester Entdeckung Isco Alarcón, der in deren B-Mannschaft in bisher 63 Einsätzen 24 Tore verbuchen konnte und im kommenden Jahr, vor allem durch den wahrscheinlichen Abgang von Juan Manuel Mata, in "La Liga" auflaufen wird und sich sogar gute Chancen auf einen Stammplatz ausrechnen kann.<br />
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Es sind diese beiden Punkte die den spanischen Fußball wohl auch in naher Zukunft ganz vorne mitspielen lassen werden. Einerseits die schier unendliche Flut an Talenten, ausgebildet in den modernen Nachwuchszentren der iberischen Halbinsel. Andererseits die perfekt geplanten Strukturen der RFEF (Real Federación Española de Fútbol), die die Förderung der jungen Talente unter Aufsicht von 15.000 UEFA-A- und Pro-Lizenztrainern in klare institutionelle Formen gegossen hat. So gibt es eine klare Kompetenzenverteilung zwischen Klubs, regionalen Auswahlen und Nationalteam, die mittels komplexem Reporting und einem strengen bottom-up Verfahren dafür sorgen, dass jeder Spieler in angemessener Geschwindigkeit diese Ebenen stufenweise durchläuft. Dieser Vorgang wiederholt sich auch im Trainerbereich, wo jeder abgehende Coach von dessen Assistenten ersetzt wird und dessen Posten wiederum durch den Trainer der untergeordneten Entität aufgefüllt wird. Diese stringente Verschiebung der Zuständigkeiten soll fortschrittliche Strukturen garantieren und neue moderne Methoden der Ausbildung zulassen. Es ist daher alles angerichtet für weiteren Fußball mit Markenzeichen, sehr zur Freude der Spanier und zum Leid der österreichischen Fernsehkonsumenten. Tiki-Taka, Tiki-Taka, Tiki-Taka, Herr Polzer, wir schauen auf sie.<br />
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MG, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 05:31:36 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Cesc Fabregas vor der Rückkehr zu seinem „Herzensverein“?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/cesc-fabregas-vor-der-ruckkehr-zu-seinem-herzensverein-r125</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Schon seit Jahren kursieren Gerüchte über den Transfer des spanischen Mittelfeldstars Francesc Fábregas zurück zu seinem Ausbildungsverein. Heuer könnte es ernst werden und möglicherweise trägt er bereits nächste Woche das Trikot des FC Barcelona. Erst im Frühjahr wurde bekannt, dass Arsenal London im Sommer 2010 ein Angebot der Katalanen in einer kolportierten Höhe von 70 Millionen Euro abgelehnt hat. Doch laut übereinstimmenden Medienberichten wird der Wechsel in dieser Transferzeit vollzogen werden.</em><br />
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Obwohl Arsenal London sämtliche Angebote bislang strikt ablehnte, dürften sie nun bei einer Ablösesumme von etwa 40 Millionen Euro schwach werden. Der Spanier, welcher bei Arsenal London noch einen Vertrag bis 2015 besitzt, wäre wohl der drittteuerste Einkauf der Vereinsgeschichte der Katalanen. Ein eindeutiges Indiz, dass Cesc Fabregas kurz vor seiner Rückkehr steht, ist, dass er bei der vorgestrigen Trikotpräsentation des FC Arsenal durch Abwesenheit glänzte. Spanischen Medienberichten zufolge besserten die Katalanen ihr Angebot in den letzten Tagen immer wieder auf. Derzeit stehen die Zeichen auf einen 40 Millionen schweren Abschied des 24jährigen Spaniers in Richtung Barcelona - eine Summe, bei der Arsenal schlussendlich schwach werden dürfte.<br />
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<strong class='bbc'>BARCELONAS HOFFEN AUF NASRI</strong><br />
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Laut einer neuen Presseaussendung des FC Arsenal, darf der Spanier den Verein jedoch nur verlassen, wenn der französische Teamspieler Samir Nasri seinen Vertrag bei den Gunners verlängert. Dieser wiederum verhandelt zur Zeit auch mit anderen prominenten Vereinen wie etwa Bayern München oder Inter Mailand. Trotzdem deutet einiges darauf hin, dass er seinen erst nächsten Sommer endenden Vertrag bei Arsenal London verlängern wird und dadurch den Weg für die Rückkehr von Cesc Fabregas zum FC Barcelona ebnet.<br />
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<strong class='bbc'>"GAUCHO" ÁLVAREZ ALS CESC-ERSATZ?</strong><br />
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Ein zusätzliches Indiz dafür, dass der Abschied von Cesc Fabregas kurz bevorsteht ist, dass Arsenal in den letzten Wochen und Monaten auch intensiv nach einem potentiellen Nachfolger suchte und offenbar fündig wurde: Die Verpflichtung des 23jährigen argentinischen Mittelfeldspieler Ricardo Álvarez soll laut Medienberichten nur mehr reine Formsache sein. Der 188cm große Mittelfeldspieler kickte bisher in der argentinischen Liga für Vélez Sársfield, wo er erst 17 Spiele von Beginn an machte, 25mal eingewechselt wurde. In der vergangenen Saison mauserte sich Álvarez langsam aber sicher zum Stammspieler, ist jedoch noch weit davon entfernt eine unverzichtbare Stütze für Vélez zu sein. Ein riskanter Ersatzkandidat, aber auch einer, der die Scouts des FC Arsenal schon in jüngeren Jahren, als er bei Vélez über Kurzeinsätze nicht hinauskam, überzeugen konnte.<br />
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<strong class='bbc'>FÁBREGAS VOR DER HEIMKEHR?</strong><br />
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Cesc Fabregas betonte mehrmals, dass er seinem derzeitigen Arbeitgeber durch den Wechsel nicht schaden möchte und dass er bereit wäre seinen Vertrag zu erfüllen. Trotzdem wäre es für den gebürtigen Katalanen ein Traum für den FC Barcelona in der Primera Division zu kicken. Im Alter von 16 Jahren wechselte der Spanier nur deshalb nach England, da er in der Startruppe der Katalanen keine Chance auf Spielpraxis sah.<br />
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Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 20:18:33 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Alavés – Das fast perfekte Fußballmärchen</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/alaves-das-fast-perfekte-fussballmaerchen-r118</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der 16. Mai 2001. Schon 117 Minuten sind im flutlichtgetränkten Westfalenstadion verstrichen, acht Tore sind gefallen und zwei rote Karten vergeben, ehe sich Delfí Geli, baskischer Routinier und Außenverteidiger im Dienste Deportivo Aláves, zum Kopfball hochschraubt und mit dem letzten  Golden Goal der UEFA-Cup Geschichte dem Treiben am Platz ein Ende bereitet. </em><br />
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Doch anstatt frenetischen Jubels und Menschentrauben ist er in diesen Sekunden der einsamste Mensch der Welt, hat er den Ball doch über die eigene Torlinie befördert und dem wohl spannendsten Finale der Geschichte des Bewerbs seinen tragischen Höhepunkt verpasst. Der Traum war geplatzt, der große Abstieg begann. Nahezu auf den Tag genau 10 Jahre später treten die „El Glorioso“ (Die Glorreichen) genannten Basken wieder in Play-off Spielen an, diesmal jedoch nicht im Kampf um einen von Europas geschichtsträchtigsten Titeln, sondern um ihren Aufstieg zu fixieren – in Spaniens zweite Liga. Die Geschichte des kometenhaften Aufstiegs und Falls von Deportivo Alavés.<br />
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<strong class='bbc'>DIE UNBEKANNTE STADT</strong><br />
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Kaum jemand kennt Vitoria-Gasteiz (spanisch Vitoria, baskisch Gasteiz, offiziell mit Doppelnamen versehen). Die Stadt, ähnlich ihrem Fußballverein, spielt im Euskadi, der autonomen baskischen Region in Spanien, trotz ihrer Hauptstadtrolle nur die zweite Geige. Wirtschaftlich und bevölkerungstechnisch hinkt sie der nur knapp 60 km entfernten Schwermetallindustrie Metropole Bilbao hinterher und auch mit den malerischen Stränden des am Golf von Biskaya gelegenen San Sebastian kann sich die 200.000-Einwohner-Stadt nicht messen. Der ewige Underdog, eine Rolle die die Babazorros (Bohnenfresser) genannten Vitorianer nur zu gut kennen. Einzig die Erfolge des lokalen Basketballteams Saski Baskonia bringen den Glamour und Flair der großen weiten Welt ins verschlafene Städtchen. Doch dem war nicht immer so. Nach dem Aufstieg von Deportivo Alavés 1998 und dem 6. Platz in der darauf folgenden Saison, der zur Teilnahme am UEFA Cup berechtigte, wurde Trainer José Manuel Esnal, genannt Mané, ein legendärer Schnauzbart und bekannter Trainer der  „kleinen“ Klubs mit der Aufgabe betraut eine schlagkräftige Truppe zu formen. Die Weichen für ein legendäres Jahr wurden gestellt.<br />
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<strong class='bbc'>DER AUFSTIEG UND DER GROSSE NAME CRUYFF</strong><br />
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Mané hatte seit seinem Amtsantritt 1997 gute Arbeit geleistet. Im Gegensatz zu den ausschließlich auf lokale Talente setzenden Nachbarn formte er aus vielen internationalen Neuzugängen eine schlagfertige Truppe mit  bekannten Namen wie Cosmin Contra und Javi Moreno (beide später AC Milan und Atlético Madrid) sowie den vom AS Rom kommenden Ivan Tomi&#263; und dem 21-jährigen Talent aus Uruguay Iván Alonso. Doch etwas fehlte dem Perfektionisten aus Balmaseda und fündig wurde er ausgerechnet bei Europas Vorzeigeklub Manchester United. <br />
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In seiner Jugend als Wunderkind verschrien und verfolgt vom Ruf seines legendären Vaters Johan kämpfte sich Jordi Cruyff mehr schlecht als recht durch die Großen des internationalen Fußballs. Ajax Amsterdam, FC Barcelona, Manchester United - ein beeindruckender Lebenslauf für einen Mittzwanziger - doch der große Wurf gelang dem Holländer nicht, die Reservebank war lange sein Revier. Als sein Vertrag mit dem englischen Traditionsklub zu Ende ging zögerte Mané nicht lange. In persönlichen Gesprächen konnte er den trickreichen Angreifer, dessen technische Fähigkeiten auch einen Ryan Giggs verzückt haben sollen, von seinem Projekt in der baskischen Hauptstadt überzeugen. In einem Team von eisenharten Basken, mächtigen Osteuropäern und eher untypisch wilden Südamerikanern hatte man endlich einen Denker und Lenker gefunden. Das Puzzle ergab nun langsam ein vollständiges Bild.<br />
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<strong class='bbc'>DER WEHRHAFTE UNDERDOG</strong><br />
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Wer fürchtet sich vor einer Mannschaft die ihre ersten Schritte auf internationalen Parkett macht, deren Spieler aufgrund des Fehlens einer einheitlichen Klubgarderobe in Jeans und Pullover auf Reise gehen und deren Stadt erstmals gewahr wird, dass es außer Basketball noch einen anderen Sport auf hohem Niveau bei ihnen zu sehen gibt? Auf keinen die Fall die Präsidenten und Abgesandten der den Basken zugelosten Gegner. Freude und lachende Gesichter bei den Auslosungen sollten ein ständiger Begleiter der Blaugelben sein. Als erster Klub sollte der türkische Vertreter Gaziantepspor im UEFA Cup – der damals noch nur in Barragespielen ausgetragen wurde - Bekanntschaft mit den hart spielenden Basken machen. Nach einem 0-0 im Mendizorroza, dem knapp 20.000 Zuseher fassenden Stadion der Glorioso in Vitoria, wurde der Aufstieg mit einem 4-3 auswärts besiegelt. Auch Lillestrom und Rosenborg Trondheim wurden in torreichen Partien bezwungen.<br />
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<strong class='bbc'>DIE SPASSVÖGEL AUS DER PROVINZ WERDEN ZUM SCHRECKEN EUROPAS</strong><br />
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Wer jedoch der Vermutung erlag dass die ersten Erfolge rein auf harter Arbeit und dem eisernen Willen der Akteure beruhten irrte gewaltig. Nach den donnerstags stattfindenden Basketball-Begegnungen war die Mannschaft ein oft gesehener Gast in den Lokalen und Discos von Vitoria. Selbst Mané bestätigt die legendären Trainingseinheiten an Freitagen, die nur aus leichten Übungen bestanden um die letzen Tropfen Alkohol aus den Spielern zu bekommen. Veranlassung etwas zu ändern sah er jedoch nicht, befand sich seine Truppe doch auf einem nie geahnten Höhenflug und mit Inter Mailand als nächstem Gegner würde das Fußballmärchen wohl sowieso schon bald ein jähes Ende nehmen. <br />
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Nach einem, dem bisherigen Muster folgenden, 3:3 Unentschieden zuhause wurde man schon bei der Ankunft in Mailand mit der Geringschätzung der Italiener bekanntgemacht, kannten doch selbst die zuständigen Sportjournalisten nahezu keinen Spieler der Basken. Diese nutzten die unerwartete Anonymität und verhalfen einigen Fans zu wenigen Minuten Ruhm indem sie diese ihre Interviews geben ließen. Auch die Mannschaft von Inter Mailand konnte diese Überheblichkeit nicht ablegen und verlor sang und klanglos mit 0:2. Nach Siegen über Rayo Vallecano und der stargespickten Truppe des 1. FC Kaiserslautern, die klingende Namen wie Djorkaeff, Basler, Klose, Bjelica und Lokvenc beinhaltete und mit einem Gesamtscore von 9-2 aus dem Bewerb gekickt wurde, hatte man auf wundersame Weise in der ersten Saison auf internationalem Parkett der 80-jährigen Vereinsgeschichte das Finale von Europas zweitwichtigstem Mannschaftsbewerb erreicht. Die Unsterblichkeit schien nahe.<br />
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<strong class='bbc'>DAS DRAMA VON DORTMUND</strong><br />
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Gerard Houlliers Liverpool, das in dieser Saison bereits League und FA Cup gewonnen hatte, sollte der Gegner im ausverkauften Westfalenstadion sein. Die Engländer, penibel darauf bedacht den um lächerliche acht Millionen Euro zusammengekauften „Riesentöter“ nicht zu unterschätzen, wurden vom Franzosen penibel auf den kleinen baskischen Verein, den die meisten Spieler wohl anfangs nicht einmal auf der Karte gefunden hätten, eingestellt. Und die harte Arbeit sollte auch schnell belohnt werden. Schon nach etwas mehr als 15 Minuten führte der klare Favorit durch Tore von Markus Babbel und Steven Gerrard mit 2:0, ehe Alonso und McAllister den 3:1 Pausenstadt fixierten.<br />
Doch die Basken gaben sich nicht geschlagen. Nur wenige Minuten in der zweiten Halbzeit waren gespielt bis Moreno mit einem Doppelpack den völlig überraschenden Ausgleich erzielte. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Doch wieder übernahm der damalige englische Rekordmeister durch Fowler die Führung und konnte in Folge die sturmlaufenden Basken lange in Schach halten. Doch zwei Minuten vor dem Ende gelang just jenem Jordi Cruyff, der bis dahin eine Karriere im Schatten Anderer verfolgt hatte, der erlösende Ausgleich. Das Herzschlagfinale bekamt was es verdiente: Verlängerung.<br />
Doch Fortuna ist bekanntermaßen eine launische Diva. Nach einem nicht gegebenen Elfmeter und einem aberkannten Tor musste Alavés nun den Preis für ihr körperbetontes Spiel bezahlen und  verlor zwei Spieler durch Ausschlüsse. Es kam was kommen musste, und mit nur 3 Minuten zum rettenden Elfmeterschießen zu spielen, wurde Delfi Gelí zum tragischen Helden als er den Ball zum 5:4-Endstand in die eigenen Maschen befördert und den Traum jäh zerplatzen ließ. <br />
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<strong class='bbc'>DER WEG IN DIE BEDEUTUNGSLOSIGKEIT</strong><br />
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Zehn Jahre nach jenem denkwürdigen Auftritt sieht der Alltag in Vitoria gänzlich anders aus. Nach einer durchwachsenen Saison in Spaniens dritter Liga verliert man erwartungsgemäß im ersten direkten Duell um den Aufstieg in die höhere Etage. Von internationalem Flair, weltweiten Übertragungen und Superstars ist im Mendizorroza nichts mehr übrig. Dem kometenhaften Aufstieg folgte der rasche Fall der eng mit einem einzigen Namen verbunden ist und ein Lehrbeispiel der Gefahren von Ahnungslosigkeit auf Funktionärsebene darstellt: Dmitry Piterman.<br />
Der egozentrische, ukrainisch-amerikanische Millionär und selbsternannte Fußballfachmann und Trainer fiel schon bei Racing Santander nicht unbedingt positiv auf. Da er über keine gültige Lizenz  verfügte installierte er hörige Mittelsmänner als Trainer die er nach Belieben dirigierte. Um während der Spiele überhaupt in die Nähe der Bank zu kommen benutze er selbst verliehene Presseausweise, die ihm den Aufenthalt am Spielfeld genehmigten. Es kam was kommen musste und Piterman wurde nach katastrophalen Ergebnissen vom Klub entfernt. Das hinderte den umtriebigen Ex-Olympioniken jedoch nicht den mit dem Versprechen um baldigen Aufstieg geköderten Neo-Zweitligisten Aláves zwei Jahre nach deren UEFA Cup Finalteilnahme zu übernehmen. Der finanziell für spanische Verhältnisse gut aufgestellte Verein wurde mit teuren Starspielern gespickt, die Piterman, nun als Sportdirektor eingesetzt, seinen ständig wechselnden Trainern zur Verfügung stellte. Nach zwischenzeitiger Erstklassigkeit kam es jedoch auch hier zum Eklat: Als nach dem erneuten Abstieg Trainer, Spieler und Fans mit dem Alpha-Tier endgültig brachen und dieser den Verein verließ belief sich der Schuldenstand auf 23 Millionen Euro. Strenge Sparmaßnahmen und der Fall in die regionale Segunda B folgten. <br />
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Mit der Übernahme des Besitzers von Saski Baskonia, Josean Querejeta, ist wieder so etwas wie Normalität in Vitoria eingekehrt. Aber auch wenn der Aufstieg in Spaniens Oberhaus derzeit wie ein ferner Traum wirkt: An Wunder glaubt man in Vitoria schon länger, seit ziemlich genau zehn Jahren.<br />
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MG, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 08:03:22 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Pasta in Udine oder Salzburger Nocken - wohin wechselt Jonathan Soriano?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/pasta-in-udine-oder-salzburger-nocken-wohin-wechselt-jonathan-soriano-r88</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Er netzte vergangene Saison 32mal für die B-Elf des FC Barcelona. Angebote des 1.FC Köln und der AS Roma liegen auf Eis. Jonathan Soriano (25) darf sich zwischen der österreichischen Bundesliga und der italienischen Serie A entscheiden, hat konkrete Angebote von Red Bull Salzburg und Udinese Calcio. Doch wer ist der Superknipser, dessen Name in den Notizblöcken von Topklubs aus zahlreichen Nationen steht?</em><br />
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<pre class='prettyprint'>Name: Jonathan Soriano
Nationalität: Spanien
Geburtsdatum: 24.September 1985
Alter: 25
Hauptposition: Mittelstürmer
Nebenpositionen: Hängende Spitze
Größe: 179cm
Gewicht: 70kg
Momentaner Verein: FC Barcelona B
Bisherige Vereine: Espanyol Barcelona B, Espanyol Barcelona, UD Almeria, Club Deportivo Ejido, Albacete Balompié.</pre><br />
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<strong class='bbc'>KOMPLETTER STÜRMER FÜR ZAHLREICHE SPIELFORMEN</strong><br />
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Jonathan Soriano ist ein Stürmer, den man als komplett bezeichnen könnte. Er ist mit ungefähr 180cm Körpergröße groß genug, um seine Körpergröße durch Sprungkraft in die Waagschale zu werfen, aber auch klein genug, um antrittsschnell zu sein. Er bewegt sich wie ein klassischer Mittelstürmer im Sturmzentrum und fühlt sich dort am wohlsten, wo die Linienrichter schon oftmals die Fahne zum Abseits in die Höhe reißen. Er ist noch dazu oft zur Stelle, wo es etwas zu erben gibt, beherrscht sowohl das Antizipieren, wo ein Ball wegspringen könnte, als auch das sichere Versenken von Strafstößen. Der quirlige Stürmer weiß im Gegensatz zum altbackenen Knipser aber auch mit einer guten Balltechnik und einem feinen Distanzschuss zu überzeugen.<br />
<br />
Bei all der Lobhudelei ob seiner grandiosen Saison mit 32 Toren darf man jedoch zwei Dinge nicht außer Acht lassen. Erstens ist Soriano die letzten Jahre immer wieder verliehen worden, weil er sich nicht dauerhaft durchsetzen konnte, andererseits war er gerade diese Saison von seiner Nummer 9, Nolito, abhängig. Auch wenn neben Salzburg noch andere namhafte Vereine wie etwa Köln, Udinese oder die Roma hinter dem Torschützenkönig der Segunda Division her sind, gilt es für ihn zu beweisen, dass diese tolle Saison nicht nur ein kleiner Ausreißer nach oben war, sondern zum Standard wird. Es birgt natürlich gewisse Gefahren in sich, einen Stürmer, der nur eine gute Saison hatte, zu verpflichten.<br />
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<strong class='bbc'>START BEI DEN PERICOS</strong><br />
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Im Alter von 15 Jahren schreibt sich Soriano bei dem kleineren Stadtrivalen seines letzten Arbeitgebers ein. Dort durchläuft er die Jugendabteilung und erhält bei Espanyol Barcelona seinen ersten Profivertrag. Parallel dazu spielt er in den spanischen Jugendnationalteams, vor allem bei der U17 und der U21 trifft er oft. Die ersten Bewährungsproben sammelte er im Laufe der Spielzeit 2004/05, in welcher er in zwei Spielen so gut wie durchspielte, in einem eingewechselt wurde und ohne Torerfolg blieb. Die Spiele waren über die Saison verteilt. Im darauf folgenden Jahr kam er wieder nicht über drei Ligaspiele hinaus, debütierte aber in der ersten UEFA-Cup-Runde gegen Teplice und verbuchte zwei weitere Einsätze. Weil er sich in der nächsten Saison überhaupt nicht bewähren kann, wird er erstmals in die Segunda Division verliehen, zu Almería. Zurück bei Espanyol gelingen ihm in der Spielzeit 2007/08 immerhin zwei Treffer in der Meisterschaft und einer in der Copa del Rey. Doch das ist Espanyol zu wenig, weswegen er im Winter darauf erneut in die Segunda Division verliehen wird, wo er bei Albacete mit einem Tor aber auch nicht überzeugen kann. Jonathan kam über den Status einer Kaderergänzung nicht hinaus.<br />
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<strong class='bbc'>WECHSEL ZUM STADTRIVALEN UND TRAUMSAISON</strong><br />
<br />
2009 schloss Soriano das Kapitel Espanyol nach langen Jahren und wechselte zum großen Rivalen, wo er im B-Team zum Einsatz kam und die Katalanen mit 18 Treffern in die Segunda Division schoss. 2010/11 gelang Soriano mehr als eine Bestätigung der Vorsaison, weil er die Fohlen des FC Barcelona mit 32 Toren in 36 Runden auf den dritten Platz in der zweiten Spielklasse im Lande des Weltmeisters ballerte. Sein rechter Fuß ist dabei sein Hauptarbeitsgerät. 12 seiner 32 Saisontore schoss er mit rechts, davon traf er zweimal von außerhalb des Strafraums. Acht Tore konnte er mit links schießen. Fünf Tore erzielte er per Kopf und die restlichen sieben aus Elfmetern, welche er alle mit seinem stärkeren rechten Fuß schoss. Insgesamt spielte er 3011 Minuten und scorte somit durchschnittlich alle 88 Minuten. In den letzten zwei Saisonen dürfte sein Spiel instinktiver geworden sein, er antizipiert die Pässe der Mitspieler sehr gut. Vorlagen hat Soriano jedoch keine zu Buche stehen.<br />
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<strong class='bbc'>SALZBURG ODER UDINE?</strong><br />
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Salzburg könnte - wohl aufgrund des oftmals geschmähten, aber doch gut fundiertem Können von Heinz Hochhauser - einen absoluten Hochkaräter in die Mozartstadt locken. Es wurden namhafte Konkurrenten wie der 1.FC Köln oder AS Rom ausgestochen, um den aktuellen Torschützenkönig zu holen. Die Ablösesumme, um die Hochhauser bis zuletzt mit den Katalanen feilschen musste, liegt bei kolportierten 2,5 Millionen Euro. Die letzte Alternative zu Salzburg ist Udinese Calcio, das zuletzt Alexis Sanchez nach Barcelona transferierte. Jonathan Soriano hat derzeit die Wahl zwischen einem goldenen Vertrag und verhältnismäßig gemütlichen Leben in Salzburg oder der großen Bühne Serie A, wo er bei einem Klub der oberen Mittelklasse unterkommen könnte.<br />
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<strong class='bbc'>SORIANO IM SYSTEM VON RED BULL SALZBURG</strong><br />
<br />
Aufgrund der gefundenen Torgefährlichkeit und der Tatsache, dass er sich im Strafraum am wohlsten fühlt und nur selten aus der Etappe kommt, wäre Soriano der ideale Mann, um den Wallner und Alan herumspielen können. Das Spielsystem von Moniz und Kovac ähnelt der Spielanlage von Barcelona grundsätzlich, da es auf Kurzpassspiel setzt und auf dem holländischen, totalen Fußball basiert, der vor allem in der Vorwärtsbewegung von überraschenden Pässen in die Tiefe lebt. Jonathan Soriano ist definitiv ein Spieler, der international den Unterschied machen kann, wenn die Mannschaft für ihn spielt.<br />
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Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 12:32:39 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Katalanische Festspiele in Wembley</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/katalanische-festspiele-in-wembley-r33</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Alles was die Truppe von Pep Guardiola derzeit anfässt, wird zu Gold - oder in diesem Fall zu Silber. Der FC Barcelona holt sich mit einem mehr als souveränen 3:1 gegen Manchester United zum vierten Mal den Champions-League-Titel.</em><br />
<br />
Eine irre Saison in Rot und Blau geht zu Ende. Den Meistertitel sicherte sich Barcelona mit 96 Punkten und einer Tordifferenz von +74. Von insgesamt 60 (!) Pflichtspielen verlor der FC Barcelona nur fünf. Messi gelang mit zwölf Champions-League-Treffern der Turnierrekord, den er jetzt gemeinsam mit Ruud van Nistelrooy hält. Insgesamt erzielte Messi in der laufenden Saison 50 Pflichtspieltore - längst Vereinsrekord. Der FC Barcelona als Ganzes kann die Statistik seiner geschossenen Tore auch sehen lassen: 147 Treffer in 60 Partien. <br />
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<strong class='bbc'>STARS UND SEMI-STARS</strong><br />
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Aber auch wenn es ein messi-fixierter ORF-Kommentator (Sie wissen schon, der, der jedes Mal einen Herzinfarkt vortäuscht wenn Messi in Strafraumnähe ist!) es nicht gerne hören würde, aber der FC Barcelona ist keine One-Man-Show des kleinen Argentiniers. Bestes Beispiel dafür ist Pedro Rodríguez, der Torschütze zum gestrigen 1:0. Das 23jährige Eigengewächs war vor genau zwei Jahren noch für die B-Elf des FC Barcelona in der dritten spanischen Spielklasse auf Torejagd, wurde beim damaligen 2:0-Champions-League-Finalsieg gegen Manchester United eine Minute vor dem Ende eingewechselt. Heute ist er eine fixe Stütze des Teams und erzielte im Laufe der Saison 22 Treffer. Der 12fache Teamspieler erfreut sich beim FC Barcelona eines Vertrags bis 2015 und ist definitiv nur einer von vielen Helden aus der "zweiten Reihe".<br />
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<strong class='bbc'>MES QUE UN CLUB - SCHON IM KINDESALTER</strong><br />
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Die Nachwuchsarbeit ist der große Trumpf des FC Barcelona. Von klein auf wird den katalanischen Nachwuchskicker der Spielstil der weltweit besten Mannschaft eingetrichtert. Schon in jungen Jahren sollen sie den Esprit und Spielstil, den diese Mannschaft geradezu versprüht spüren und verkörpern können. Das Resultat lässt sich sehen und ist kein Zufall. Während Manchester United von Beginn weg acht Legionäre aufbot, kreuzte der FC Barcelona mit sieben Spielern aus dem eigenen Nachwuchs beim wichtigsten Spiel der europäischen Klubebene auf. Und auch wenn der Kader immer wieder punktuell verstärkt wird, auch einmal Stars wie David Villa teuer von ihren Klubs losgeeist werden, läuft das Konzept der einzubindenden Eigenbauspieler still und heimlich weiter. Sie wissen es vielleicht noch nicht, aber mit Andreu Fontás (21), Oriol Romeu (19), Nolito (24) und Martín Montoya (20) kamen heuer erneut vier Spieler aus der starken B-Elf des FC Barcelona in der Kampfmannschaft zum Einsatz. Behaglich und ohne Druck, so wie es einst mit Xavi, Iniesta und Messi gemacht wurde.<br />
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<strong class='bbc'>MESSI VS. NANI</strong><br />
<br />
Die Szene des gestrigen Spiels war zweifelsfrei das 3:1 durch David Villa. Zwar hatte der FC Barcelona Ballglück als der indisponierte Nani die Chance verpasste den Ball zu klären, aber sowohl Lionel Messis Geniestreich am rechten Flügel, als er mit einem Trick an Nani vorbeiging, der selbst auf der Play Station schwer genug ist, als auch Villas genialer Abschluss, verkörperten die unbändige Überlegenheit des spanischen Meisters gegen den englischen. Hier noch einmal zum Genießen:<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/v9smSKIEfsE"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/v9smSKIEfsE" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 29 May 2011 07:57:02 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Wieso die Tormaschinerie nicht Meister wird</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/wieso-die-tormaschinerie-nicht-meister-wird-r20</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Real Madrid erzielte in der Ligasaison 2010/11 einundneunzig Treffer, gewann drei Viertel seiner Spiele, insgesamt elf Ligaspiele mit mindestens drei Toren Differenz, stellt aller Voraussicht nach den Torschützenkönig - und wird trotzdem nicht Meister. Bei aller Überlegenheit des FC Barcelona: Wieso kann das Starensemble von Jose Mourinho nicht ebenso unwiderstehlich, nahezu fehlerfrei spielen wie die Katalanen?</em><br />
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Cristiano Ronaldo spielt die effektiv beste Saison seiner Karriere. Der 26jährige Portugiese erzielte bisher in 32 Ligaspielen 36 Tore und überbot damit seinen Topwert bei Manchester United aus der Saison 2007/08 in der er 31 Tore in 34 Premier-League-Spielen erzielte. Inklusive Champions League und Copa del Rey kommt Ronaldo in der laufenden Saison sogar auf 49 Tore. Alleine sieben Tore erzielte in den letzten beiden Ligaspielen gegen Getafe und Sevilla. Mit einem solchen Spieler in seinen Reihen muss man ja eigentlich - trotz unnötiger Niederlagen gegen Osasuna, Saragossa und Gijon - Meister werden!?<br />
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<strong class='bbc'>WENIGER GEGENTORE BEIM FC BARCELONA</strong><br />
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Doch der FC Barcelona bestach durch höhere Leistungsdichte als Real Madrid. Zwar gelangen Topscorer Messi "nur" 31 Saisontreffer, doch auch David Villa (18) und Pedro Rodríguez (13) scheinen in den oberen Regionen der Torschützenliste auf. Zudem kassierte der FC Barcelona im Laufe der bisherigen 36 Spiele um elf Tore weniger als Real Madrid, was sicher auf die eingespielte Abwehr zurückzuführen ist: Piqué und Dani Alves gelten als Dauerbrenner, ebenso wie Sergio Busquets, der vor der Abwehr untypisch für einen 22jährigen sehr routiniert und ballsicher agiert. Dazu kommen Maxwell, Abidal und Puyol, ebenfalls Spieler mit Anspruch auf einen Stammplatz - doch egal wer beim FC Barcelona in der Verteidigung auflief: Meistens funktionierte die Konstellation. Was sicher auch mit dem überlegenen Passspiel des FCB im Mittelfeld zusammenhängt.<br />
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<strong class='bbc'>BAD BOYS IN DER REAL-ABWEHR</strong><br />
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Ähnliche Situation bei Real Madrid: Mit Ricardo Carvalho, Marcelo und Sergio Ramos waren drei Abwehrspieler fast über die ganze Saison hinweg gesetzt, um den weiteren Platz stritten sich mit Pepe, Raul Albiol und Arbeloa drei Konkurrenten. Feiner Unterschied zum FC Barcelona: Im Laufe der 36 Ligaspiele mussten Real-Abwehrspiele sechsmal mit Gelb-Rot oder Glatt-Rot vom Platz. In drei von sechs Fällen gewann Real schließlich das Spiel nicht. Die Abwehr des FC Barcelona musste im Laufe der Saison nur eine gelb-rote Karte für Gerard Piqué im Auswärtsspiel bei Getafe hinnehmen - Barca gewann das Spiel dennoch mit 3:1.<br />
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<strong class='bbc'>ZAUBERWORT KONTINUITÄT</strong><br />
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Barcelona feiert dieser Tage also den dritten Meistertitel in Serie und in Madrid überlegt man, wie man sich in der kommenden Saison wieder auf den Platz an der Sonne zurückhieven kann. Dass die Mannschaft außergewöhnliche Qualitäten hat, ist unbestritten. Auch die Fähigkeiten des selbsternannten Trainergottes Mourinho sind unbestritten. Doch 2011/12 wird es für Real Madrid vorallem darauf ankommen Kontinuität walten zu lassen, das nervöse Madrider Publikum nicht zwanghaft mit weiteren großen, teuren Namen abzukühlen, sondern das ohnehin fantastisch besetzte Team weiterarbeiten zu lassen. Im Sommer 2010 wurden sieben Neuzugänge ins Team integriert und der Klub hatte zehn Abgänge zu verschmerzen. Ahnliches Schauspiel im Sommer 2009: Damals holte Real acht Neue und ließ inklusive junger Leihspieler gleich 14 Spieler ziehen. Diese hohe Spielerfluktuation muss aufhören, um Real wieder zu DER Mannschaft Spaniens zu machen. Das Team braucht im Sommer 2011 punktuelle Verstärkungen, einen breiten Kader und vorallem Eingespieltheit!]]></description>
		<pubDate>Fri, 13 May 2011 09:24:49 +0000</pubDate>
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