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	<title>News</title>
	<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/</link>
	<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 23:09:52 +0000</pubDate>
	<ttl>43200</ttl>
	<description>Alle Artikel zu den Themen Taktik und Fußballtheorie.</description>
	<item>
		<title>Die Waffen des Verletzungsteufels, Teil 2 - Schambeinentzündung und Muskelfaserriss</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/die-waffen-des-verletzungsteufels-teil-2-schambeinentzundung-und-muskelfaserriss-r548</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Verletzungen gehören unweigerlich zum Leben jedes Sportlers. Egal, ob es sich um Profis oder Hobbysportler handelt: Verletzungen bescheren aktiven Athleten täglich lange Pausen. <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/die-waffen-des-verletzungsteufels-teil-1-kreuzbandriss-und-mittelfussbruch-r512' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Während wir im ersten Teil Kreuzbandrisse und Mittelfußbrüche unter die Lupe nahmen,</a> sehen wir uns nun in diesem Artikel eine Karriere bedrohende und eine alltägliche Verletzung genauer an.</em><br />
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<strong class='bbc'>Schambeinentzündung: Das Ende der Karriere droht</strong><br />
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Hört man die Diagnose, schluckt man erst einmal. Die Schambeinentzündung gehört zu jenen Verletzungen, die nicht durch eine bestimmte Aktion oder Bewegung ausgelöst wird, sondern sich chronisch im Körper entwickelt. Genauer Ort der Entzündung ist die Schambeinfuge, die sich im Beckenknochen befindet. In Mitleidenschaft gezogen werden können dabei auch die Adduktoren, die Bauchmuskulatur oder die Gesäßmuskulatur. Die Hauptursache für eine Schambeinentzündung sind Überbelastung und extreme Belastungen, vor Allem bei Schuss- und Sprintbewegungen. Die Verletzung tritt bei männlichen Sportlern fünf Mal so häufig als bei Frauen auf. Die Probleme bei der Behandlung der Schambeinentzündung sind leider sehr vielschichtig. Hauptproblem der Behandlung ist die Lokalisierung der Verletzung, da die Entzündung des Knochenapparats im Becken in unregelmäßigen Abständen auf die umliegenden Regionen ausstrahlen kann. Das macht eine Behandlung schwierig, weil man nicht weiß, was genau man behandeln soll. An einem Tag ruft die Verletzung Schmerzen in den Adduktoren hervor, an einem anderen Tag plagen den Verletzten Schmerzen in der Bauchmuskulatur.<br />
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<strong class='bbc'>Ungewisse Ausfalldauer</strong><br />
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Wie lange man mit einer Schambeinentzündung ausfällt, ist schwer bis unmöglich vorherzusagen. Das nagt an der Psyche der Sportler, was die Verletzung in einer weiteren Hinsicht tückisch macht. Von einer monatelangen Pause bis zum Ende der Karriere ist mit der Diagnose Schambeinentzündung alles möglich. Steigt ein Spieler nach einer Schambeinentzündung zu früh wieder in das Mannschaftstraining ein, wirft ihn das im Heilungsprozess um Monate zurück. Bei kaum einer Verletzung ist das Wort „Geduld“ ein derart wichtiger Baustein einer kompletten Genesung. Auch die Möglichkeit eines Comebacks der Verletzung ist jederzeit gegeben. Bei erneuter Überbelastung der Adduktoren oder Hüftknochen kann es wieder zu einer Flüssigkeitsansammlung im Knochen kommen, die in weiterer Folge die Entzündung hervorruft. Therapiert wird die Verletzung durch entzündungshemmende Medikamente und Übungen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur. Hilft auch diese Therapie nicht weiter, bleibt eine Operation die letzte mögliche Maßnahme, um in den Sport zurückkehren zu können.<br />
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<strong class='bbc'>Prominente Opfer</strong><br />
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Besonders in den vergangenen Jahren wird die Liste der Spieler, die sich über die Diagnose Schambeinentzündung ärgern mussten, alarmierend lang. Peter Hlinka fiel ein Jahr aus, Steffen Hofmann klagte monatelang über Schmerzen und hatte an manchen Tagen Probleme, überhaupt aus seinem Bett aufstehen zu können. Christopher Trimmel, Emin Sulimani, Florian Metz und zuletzt David Mendes da Silva mussten den harten Weg zurück beschreiten. Positiv ist allerdings zu erwähnen, dass der Großteil der Leidenskollegen bereits wieder dem runden Leder nachjagen kann. Trotzdem bleibt die Angst, dass die Verletzung erneut aufbrechen kann. Jüngstes Beispiel ist Arjen Robben, der nach scheinbar überstandener Schambeinentzündung sein Comeback für Bayern München gab und für die EM-Qualifikationsspiele der Niederlande absagen musste. „Er scheint wieder gewisse Probleme am Schambein zu haben“, erklärte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge<br />
<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Alltagsverletzung: Muskelfaserriss<br />
</strong><br />
Der Muskelfaserriss unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von der Schambeinentzündung. Ist die Schambeinentzündung das Ergebnis eines langsamen chronischen Prozesses, so passiert ein Muskelfaserriss in nur wenigen Bruchteilen einer Sekunde. Beim Muskelfaserriss kommt es zum Auseinanderreißen von Muskelgewebe innerhalb eines Muskels. Bei Fußballern erwischt es für gewöhnlich die Unter- oder Oberschenkelmuskulatur, selten ist auch die Gesäß- oder die Bauchmuskulatur betroffen. Der Muskelfaserriss befindet sich auf der Skala der Muskelverletzungen in der goldenen Mitte: die Folgen sind nicht so schwerwiegend wie bei einem Muskelriss, aber auch nicht so harmlos wie bei einer Muskelzerrung. Das gerissene Muskelgewebe zieht sich zusammen und es entsteht eine Entzündung. Der Moment des Risses ist leicht zu erkennen – er wird begleitet von einem plötzlich auftretenden stechenden Schmerz im Muskel. Ob es sich um eine Zerrung oder den Riss einiger Muskelfasern handelt, kann nur unter mikroskopischer Beobachtung geklärt werden. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Fasern reißen jeden Tag</strong><br />
<br />
Beim Muskelfaserriss reißt allerdings nicht nur eine Faser im Muskel, sondern mehrere zur gleichen Zeit. Der Riss einer einzigen Muskelfaser passiert jeden Tag im Training und hat keinerlei Auswirkungen auf den Körper und die Leistungsfähigkeit des Spielers. Der Riss bleibt unbemerkt. Bei größerem Ausmaß macht sich die Verletzung aber durch große Schmerzen bemerkbar. Oft ist von der Schädigung ein gesamtes Muskelbündel betroffen – hier spricht man von einem Muskelbündelriss. Mit einer solchen Verletzung ist eine Pause von mindestens sechs Wochen unumgänglich, bei einem Muskelfaserriss benötigt die betroffene Region je nach Ausmaß des Risses drei bis fünf Wochen Schonung. Eine häufige Ursache für das Auftreten von Muskelverletzungen ist ein falsches oder unzureichendes Aufwärmprogramm. Die Muskeln werden dabei extremen Belastungen (wie einem langen Sprint) ausgesetzt, ohne dafür vorher ausreichend vorbereitet und aufgewärmt worden zu sein. Besonders anfällig für Muskelverletzungen sind Außenbahnspieler, da sie durch ihren plötzlichen und explosiven Antritt oft eine schnelle und ruckartige Bewegung durchführen, die einen Riss von Muskelfasern begünstigt. Bestes Beispiel dafür ist Ümit Korkmaz. Der Frankfurter schlägt sich seit Jahren mit Muskelverletzungen im Oberschenkel herum. <br />
<br />
Archimedes, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 06:17:33 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Edi Stöhr erklärt den Fußball | Der schmale Grat zwischen Erfolg und Scheitern</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/edi-stoehr-erklaert-den-fussball-der-schmale-grat-zwischen-erfolg-und-scheitern-r518</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Unser Sport schreibt die seltsamsten Geschichten, treibt die wildesten Blüten. Blicken wir beispielsweise einmal zurück in die Saison 2001/2002. Da holte ein gewisser Joachim Löw mit dem   FC Tirol Innsbruck den österreichischen Meistertitel und das trotz erheblichster wirtschaftlicher Turbulenzen. Zwei Jahre später wurde er bei Austria Wien im Frühjahr als Tabellenführer entlassen von seinem Sportchef, mit der Erklärung, bei einem Traditionsclub wie Austria Wien brauche man in solch einer schwierigen Situation einen profilierten Mann an der sportlichen Spitze. Dies sei für Joachim Löw eine Hausnummer zu groß. Daraufhin übernahm er selbst das Amt des Cheftrainers und konnte das Team auf Platz zwei führen – einen Punkt hinter dem Meister GAK. </em><br />
<br />
Joachim Löw wurde kurze Zeit später zur rechten Hand von Jürgen Klinsmann und ist inzwischen einer der weltweit anerkanntesten Fußballtrainer und immerhin Teamchef einer Mannschaft, die bisweilen begeisternden Fußball spielt.                                                                                                         <br />
Dieses Beispiel zeigt die Vielschichtigkeit fehlerhafter Einflüsse im Fußball, auch und vor allem bei großen Volksvereinen. Wenn Kompetenzstreitigkeiten und Eifersüchteleien die Vorgänge im sportlichen Bereich in den Hintergrund drängen und damit positive Entwicklungen im Keim ersticken, wenn persönliche Eitelkeiten und handfeste wirtschaftliche Beweggründe sportliche Zielsetzungen dominieren, wird Erfolg im Sport schwierig, wenn nicht unmöglich.        <br />
                                                    <br />
Der Trainer nimmt innerhalb der Personalstruktur eine besondere Stellung ein. Neben den repräsentativen Aufgaben als „Gesicht“ des Vereins ist es vor allem seine Fähigkeit auf dem rein sportlichen Sektor, die dem Verein seine Position im jeweiligen Wettbewerb verleiht. Für diese Arbeit ist die bestmögliche Ausbildung noch keine Erfolgsgarantie, eher eine unerlässliche Voraussetzung dafür. Um sich und damit auch seinen Verein deutlich vom Durchschnitt abzugrenzen, bedarf es darüber hinaus der Fähigkeit, für sich ein ganz klares, detailliertes Bild vom Spiel zu entwerfen, diese Spielidee zu formulieren und zu verschriften. Erst dadurch kann er sicher sein, dass er die notwendige Grundlage für das spätere, übrigens nie abgeschlossene, Vermitteln gelegt hat.             <br />
Zur Entwicklung einer Spielidee ist die unaufhörliche Beschäftigung mit diesem Sport unabdingbar. Die eigenen Gedanken werden immer wieder abgeglichen mit Erlebtem und Gesehenem auf allen möglichen Niveaus. Die Orientierung am Besten und den Besten versteht sich von selbst. Die Fähigkeit das Beste und den Besten zu erkennen und anschließend zu beschrieben ist allerdings nicht jedem gegeben. Auf der Basis seiner Spielidee erfolgt die „Arbeit“ mit der Mannschaft, mit jedem einzelnen Spieler. Je höher die rein sportliche Klasse der einzelnen Spieler, desto größer die Wahrscheinlichkeit für eine schnellere Entwicklung gilt übrigens ebenso wie: je einsichtiger und ehrgeiziger der Einzelne, desto stabiler das Ganze. <br />
<br />
Gerade in diesem Punkt unterscheidet sich der wirklich professionelle Sportler von demjenigen, der eigentlich nur seine Brötchen mit ein bisschen Kicken verdienen möchte. Hier lohnt sich der Blick hinüber zu Sportlern aus anderen Sportarten, die sich das unendliche Üben ein und desselben Bewegungsablaufes auf die Fahnen geschrieben haben, im Wissen, dass nur die ständige Wiederholung, sei es noch so „langweilig“, Verbesserung hervorbringt. Geduld und Zähigkeit sind für die Zielerreichung sowohl beim Trainer als auch bei den Aktiven grundlegende Voraussetzungen. Diejenigen, die sich über Monotonie im Trainingsalltag beschweren, müssen sich selbst hinterfragen aber auch fragen lassen, ob sie die richtige Berufswahl getroffen haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Beurteilung von Trainerarbeit ist die zur Verfügung gestellte Zeit. Bei ehrgeizigem, talentiertem Personal geht es schneller, im anderen Fall dauert es eben etwas länger. Dafür und für vieles mehr braucht es im Verein Konsens auf allen Ebenen, der gegen vielerlei Widerstand aufrechterhalten werden muss. Dann ist Erfolg möglich.<br />
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Edi Stöhr, * 1956 in Kösching/Bayern, betreute etwa neun Jahre lang den SC Austria Lustenau, arbeitete zuvor auch in Katar und zahlreichen deutschen Klubs, spielte als aktiver Fußballer für den Hertha BSC in der deutschen Bundesliga. Edi Stöhr ist Kolumnist für abseits.at - besuche Edi und hinterlasse deine Meinung auf seiner <a href='http://www.highspeedsoccer.com/' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>offiziellen Homepage, "highspeedsoccer.com"</a>]]></description>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:57:42 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Die Waffen des Verletzungsteufels, Teil 1 - Kreuzbandriss und Mittelfußbruch</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/die-waffen-des-verletzungsteufels-teil-1-kreuzbandriss-und-mittelfussbruch-r512</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Verletzungen gehören unweigerlich zum Leben jedes Sportlers. Egal, ob es sich um Profis oder Hobbysportler handelt: Verletzungen bescheren aktiven Athleten täglich lange Pausen.  Teil 1 der Verletzungsreihe von abseits.at beleuchtet einen echten Klassiker und einen Newcomer unter den Verletzungen genauer.</em><br />
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<strong class='bbc'>Der Klassiker: Kreuzbandriss</strong><br />
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Was für Tennisspieler der Tennisarm, ist der Kreuzbandriss für den Fußballer. Neben den immer wieder auftretenden Muskelverletzungen (Zerrungen, Verhärtungen, Faserrisse) ist der Kreuzbandriss die am meisten gefürchtete Verletzung unter Profis. Einerseits, weil ein Kreuzbandriss durch das Spiel auf Rasen sehr schnell passieren kann, andererseits, weil der Weg zurück nach einer solchen Verletzung lang und beschwerlich ist. Doch was passiert bei einem Kreuzbandriss eigentlich? Nach außen hin sieht eine solche Verletzung oft gar nicht sonderlich spektakulär aus. Ein Spieler bleibt im Rasen hängen, verdreht sich das Knie oder macht einen falschen Schritt und windet sich anschließend unter großen Schmerzen am Boden. Sogar Tore wurden schon mit gerissenem Kreuzband erzielt. Otto Addo gelang in der Europacup-Saison 2003/04 mit gerissenem Kreuzband das 1:0 gegen die Wiener Austria. Grund dafür ist, dass die beiden Kreuzbänder die Aufgabe haben, die Kniescheibe an ihrem Platz zu halten und ein Herunterfallen selbiger zu verhindern. Reißt nun ein Kreuzband, kann das verbleibende intakte Band gemeinsam mit der Kniemuskulatur die Kniescheibe stabilisieren. Ein kurzfristiges Weiterspielen ist also nicht unmöglich. Unter der Haut ereignet sich bei einer solchen Verletzung allerdings eine Katastrophe. <br />
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<strong class='bbc'>Die Katastrophe im Körper</strong><br />
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Die Ursache für einen Riss des vorderen Kreuzbandes ist in den meisten Fällen ein zu großer Richtungsunterschied der Bewegungen von Unterschenkel und Oberschenkel. Wird der Unterschenkel zu stark nach außen gedreht, während gleichzeitig Druck nach innen (beispielweise durch ein Hängenbleiben im Rasen oder einen Gegenspieler) ausgeübt wird, wird das Band gedehnt und reißt schließlich. Risse des hinteren Kreuzbandes sind weitaus seltener und sind meist auf Gewalt von vorne zurückzuführen. Opfer eines Kreuzbandrisses gibt es wie Sand am Meer. Hier nur eine kleine Auswahl an Stars, die dieses Schicksal ereilte: Philipp Lahm, Michael Owen, Ronaldo, Filippo Inzaghi, Joe Cole. Auch in Österreich erwischt es jedes Jahr mehrere Bundesligakicker – so mussten allein  heuer bereits Salzburgs Alan oder Rapids Thomas Schrammel die Horrordiagnose akzeptieren. Was folgt, ist ein langer und harter Weg zurück, der zwischen sechs und neun Monaten dauert und durch Rehabilitation, Stabilisierungsübungen und langsamer Belastungssteigerung gekennzeichnet ist.<br />
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<strong class='bbc'>Der Newcomer: Mittelfußbruch</strong><br />
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Vor Knieverletzungen fürchteten sich bereits die Spieler in den Achtzigern wie Herbert Prohaska oder Franz Beckenbauer. Die Angst vor Knie- oder Knöchelverletzungen sind schon seit jeher allgegenwärtig. Der Mittelfußknochenbruch dagegen steht erst seit kurzer Zeit im Zentrum des Interesses. Erstmals zu internationaler Beachtung brachte es die Verletzung in den ersten Jahren des dritten Jahrtausends. Das hängt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit der hohen Anzahl der Bewerbsspiele zusammen. Die Mittelfußknochen sind als verlängerte Zehen zu betrachten. Sie sind von innen nach außen nummeriert und führen vom Ende des Zehengelenks zum Rist. Ein Mittelfußknochen misst im Schnitt zwischen acht und zehn Zentimeter, wobei der zweite Mittelfußknochen der längste ist. Der Mittelfußknochen gehört zur Art der Röhrenknochen – wie der Oberarmknochen, Elle oder Speiche. Diese Knochen sind gewölbt und mit Knochenmark gefüllt. Abgesehen davon, dass jeder einzelne der fünf Knochen brechen kann, gibt es zwei verschiedene Arten des Mittelfußknochenbruchs. Einerseits brechen diese knöchernen Verlängerungen der Zehen durch Gewalteinwirkungen wie Tritte oder Schläge, andererseits kann es durch Überbelastung zu einem Ermüdungsbruch kommen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Die ewige Diskussion</strong><br />
<br />
Diese Art der Verletzung bewirkt immer wieder eine Diskussion über die Anzahl der Spiele, welche ein Spitzenspieler heutzutage absolvieren muss. Der Bruch erfolgt durch eine Ermüdung des Knochenmaterials, vergleichbar mit Holz, das allmählich brüchig wird. Der Grund dafür sind zu starke bzw. häufige Belastungen. Gestützt wird die Theorie auch durch die bekannten Opfer der Verletzung – und deren Arbeitgeber. Die prominentesten Opfer kommen nämlich aus England, wo bekanntlich durch Meisterschaft, Carling Cup, FA-Cup, Champions League bzw. Europa League und Länderspiele die Belastung für die Spieler extrem hoch ist. Allein im WM-Jahr 2002 erwische es David Beckham, Gary Neville und Danny Murphy – Murphy und Neville verpassten die WM, Beckham wurde zwar rechtzeitig fit, konnte aber nicht seine gewohnte Leistung abrufen. 2004 und 2006 erlitt Wayne Rooney einen Bruch des Mittelfußknochens. Rooney hatte in der Saison 2005/06 ohne Freundschaftsspiele bereits 49 Spiele absolviert – und das in einem Jahr, in dem Rooney mit Manchester United bereits in der Gruppenphase der Champions League gescheitert war. Die nächsten Opfer waren Phillip Lahm 2006 und abermals David Beckham 2010.<br />
<br />
Die Diskussionen um die Anzahl der Spiele wird weitergehen, die Brüche von Mittelfußknochen ebenso. In Österreich blieben die Profis von der Verletzung bisher zum größten Teil verschont, Opfer gab es heuer trotzdem zwei: Roman Kienast (Sturm) und Stefan Ilsanker (Mattersburg) können es seit diesem Jahr Beckham, Rooney & Co. nachfühlen. Aus österreichischer Sicht das prominenteste Opfer ist aber wohl Ümit Korkmaz, dessen Körper die Umstellung von österreichischer Regionalliga in die deutsche Bundesliga in nur zwei Jahren nicht verkraftete. Korkmaz erlitt zwei Mittelfußbrüche hintereinander. Die Ausfallzeit nach einem Mittelfußbruch beträgt übrigens zwischen drei und fünf Monaten.<br />
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Archimedes, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 20:50:46 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Marc Jankos Erfolgslauf und das Zuschneiden eines Spielsystems auf einen Spieler - Gefahren und Vorteile?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/marc-jankos-erfolgslauf-und-das-zuschneiden-eines-spielsystems-auf-einen-spieler-gefahren-und-vorteile-r476</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>In der Saison 2008/09 bestritt Marc Janko 34 Ligaspiele und erzielte dabei unglaubliche 39 Tore. Sein Trainer hieß damals Co Adriaanse. In der laufenden Saison erzielte er in zwölf Pflichtspielen zehn Tore. Sein Trainer heißt wieder Co Adriaanse. Der Niederländer "steht" auf Marc Janko, schneidet sein Spielsystem mit starken Flügelspielern bestens auf den Niederösterreicher zu.</em><br />
<br />
Starke Flügelspieler, die Verteidiger beschäftigen und Janko mit Flanken füttern. Das Offensivkonzept des Trainers ist so einfach wie kompliziert zu trainieren. Der Mittelstürmer muss ein hohes Maß an Antizipation und technischen Fähigkeiten mitbringen, um im System "Adriaanse" zu reüssieren. Diese Fähigkeiten hat Marc Janko und fühlt sich bestens aufgehoben. 15-20 Saisontore sind schon ein guter Schnitt, diesen wird er wohl übertreffen. 22 waren es unter Stevens im ersten Jahr, 17 in der vergangenen Spielzeit. Egal welcher Trainer, er macht seine Tore, unter Adriaanse fühlt er sich aber am wohlsten.<br />
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<strong class='bbc'>Fußball ist Kopfsache?</strong><br />
<br />
Ist der Spieler, auf den das System zugeschnitten ist, fit, ist alles wunderbar. Die Flanken kommen und mit traumwandlerischer Sicherheit zappelt das Runde im Eckigen, kommen Pässe haargenau in die Schnittstelle der Abwehr, wird jeder Freistoß zur Gefahr. Die Spieler um die Stars treten in den Hintergrund, die bestimmende Person verkörpert das ganze Team, die Medien fokussieren sich auf einen Mann, er entscheidet - ein paar Euro ins Phrasenschwein - "Spiele im Alleingang". Die Fußballgeschichte ist voll mit Namen, die dieses Prädikat verdienen. Ist der außergewöhnliche Mann in Form, so reißt er seine Mannschaft aus jedem Jammertal, macht "die wichtigen Tore", sichert den Trainerstuhl. Einzelne Kicker sind die bestimmenden Persönlichkeiten für lange Wochen. Doch ebenso wie Ikarus kommt meist die Einsicht, dass ein Spieler "zu hoch geflogen" ist. Einzelne Erlebnisse reichen aus und ein Stürmer trifft "aus fünf Metern ein Scheunentor nicht mehr", jeder Freistoß geht in die Mauer oder in den zweiten Rang, die Pässe sind zu lang, zu kurz, zu durchsichtig. Aus dem gefeierten Helden wird schnell der Unglücksrabe, die nächste "Sau", die durch das Dorf gejagt wird. Fußball ist nun mal auch Kopfsache.<br />
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<strong class='bbc'>Fußball ist Taktik?</strong><br />
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Ein moderner Coach kann auch die Überspieler mehr oder weniger leicht aus dem Rennen nehmen. Doppeln, trippeln, abklopfen. Selbst eine Mannschaft, die aus elf Überspielern besteht, kann mit der richtigen Taktik geschlagen werden - siehe Mourinho gegen Barcelona. Sieht der Gegner seine Mannschaft als jene an, welche zu reagieren hat, reichen einige Kniffe (so das Niveau der eigenen Spieler entsprechend ist) aus, um zum Erfolg zu kommen. Dass es Mitunter nicht so einfach ist, einen Samuel Eto'o mit dem richtigen Attackieren am eigenen Sechzehner vertraut zu machen, soll illustrieren, wie schwierig das Entschärfen der Ausnahmekicker ist. Im Meisterschaftsbetrieb ist die dauerhafte Entschärfung ohnehin unmöglich, da bekanntermaßen der Gegner jede Woche wechselt und somit auch des Gegners Taktik. Funktionierende taktische Maßnahmen werden aber übernommen und so hat der Spieler plötzlich jede Woche drei Gegner vor sich.<br />
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<strong class='bbc'>Fußball ist Glück?</strong><br />
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Das Problem als Gegner ist natürlich auch, dass diese Ausnahmespieler einfach auch Dinge können, von denen man selbst gar nicht glaubt, dass ein Spieler sie kann. Roberto Carlos' berühmter Freistoß mit dem Außenrist beispielsweise. Oder Wayne Rooneys Fallrückzieher. Oder Diego Maradonas Zaubersolo. Lionel Messis Ballbehauptung. Und und und. In Kärnten gibt es dafür eine gute Erklärung: "Wann's laaft, dann laaft's". Manchen Spieler ist Fortuna wochenlang hold und der Gegner hat das Gefühl, dass der Ball einerseits am Schuh klebt, in magisch anzieht und andererseits genau das macht, was der Ballführende will. Aber es ist alles kein Zauber. Es passiert real. 2010 konnte beispielsweise das angesprochene Tor von Roberto Carlos physikalisch erklärt werden, er traf einfach exakt den Punkt, der diese Flugbahn ermöglicht. Ein Ergebnis harter Arbeit. Steven Gerrard, einer der gefürchtetsten Scharfschützen der vergangenen Jahre erzählte in einem Interview, er wäre nach dem Training immer nach Hause gegangen, hätte einen Autoreifen aufgehängt und stundenlang aus verschiedensten Positionen versucht, durch zu schießen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Fußball ist dynamisch!</strong><br />
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Zwei Saisonen geht einem Spieler alles auf, egal was die Gegner machen. Marc Janko hat dieses Jahr wieder eine solche Spielzeit. Das System stimmt für ihn, die Bälle kommen und jeder ist glücklich. Außer dem Gegner natürlich. Doch auch die Gegner des FC Twente Enschede werden Mittel und Wege finden, ihn zu entschärfen oder die Zeit wird weisen, was passiert. Kaum ein Kicker kann über seine gesamte Karriere ein hohes Niveau halten. Namedropping: Ibrahimovic, Ronaldinho. Ausnahmen gibt es, wie Maldini oder Giggs. In der Regel ist der Fußball aber dynamisch und für jeden Spieler gibt es eine gewisse Zeit, in der er die Warhol'schen "15 minutes" genießen darf. Durch die Geschwindigkeit, mit der sich der Fußball zwischen Spielfreude, Technik, Taktik und Individualität versus Teamgeist oszillierend entwickelt, kann ein Mensch nicht auf Dauer ein Niveau halten.<br />
<br />
Trainer, Fans, Umfeld und Medien sollen dazu aufgerufen sein, zu staunen, sich zu freuen oder ärgern und den Umstand, dass einem Spieler alles gelingt einfach annehmen. Die Abwesenheit von Pass, Schuss und Tor mit dem gewünschten Erfolg ist aber in gleichem Maße zu akzeptieren. Auch wenn Marc Janko noch in den nächsten 20 Spielen trifft.<br />
<br />
Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 09:15:02 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Kindertraining Teil 3 - Geistige und körperliche Entwicklung</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/kindertraining-teil-3-geistige-und-koerperliche-entwicklung-r460</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Im ersten Teil unserer Serie über Kinderfußball definierten wir die Anforderungen an einer Trainer, der mit Kinder arbeiten soll. Im zweiten Teil gingen wir vor allem auf das Koordinationstraining als essentiellen Bestandteil des Trainingsprogramms ein. Hier der dritte Teil unserer Serie über das Trainieren mit den kleinsten Fußballbegeisterten!</em><br />
<br />
Um ein altersgemäßes Training gestalten zu können, sind Kenntnisse bezüglich der psychophysischen Entwicklung von Kindern notwendig:<br />
<br />
<strong class='bbc'>•	Das Vorschulalter (3-6 Jahre) <br />
•	Das frühe Schulkindalter (6-8 Jahre)<br />
•	Das späte Schulkindalter (9-12 Jahre)</strong><br />
<br />
Keine Altersstufe kann für sich allein betrachtet werden. Die Übergänge sind fließend, und jede Stufe baut auf den erworbenen Erfahrungen der vorherigen auf. Ein besonders zu beachtendes Problem im Nachwuchstraining stellt die unterschiedlich schnelle körperliche Entwicklung von Kindern dar. Sogenannte <strong class='bbc'>Frühentwickler (Akzelerierte)</strong> weisen beschleunigte Aufeinanderfolge der körperlichen Entwicklungsphasen von einem oder mehreren Jahren, so genannte <strong class='bbc'>Spätentwickler (Retardierte)</strong> verzögerte Entwicklungsphasen von einem oder mehreren Jahren auf. Das biologische Alter entspricht nicht dem kalendarischen. Immer wieder werden von „ergebnisgeleiteten“ Trainern in Wettspielen die Akzelerierten gegenüber den Normalentwicklern oder den Retardierten in der Aufstellung vorgezogen. „Entwicklungsgeleitete“ Trainer geben auch den Retardierten eine Chance. Sehr oft gehen durch die „ergebnisorientierten“ Trainer Talente verloren. Dabei sind gerade die Retardierten durch ihre optimalen Last/Kraft- und Hebelverhältnisse für koordinative und technische Schulung besonders geeignet. Die körperlichen und konditionellen Defizite können später immer noch aufgeholt werden. Bei Akzelerierten wiederum liegt im konditionellen Bereich (und hier vor allem im Bereich der Kraft und der Ausdauer) eine erhöhte Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit vor. In der Gestaltung des Trainings wäre im Hinblick auf eine optimale Reizsetzung dies zu berücksichtigen. <br />
<br />
In diesem Teil gehen wir speziell auf das Vorschulalter bzw. die Kleinkindförderung ein. Teil 4 wird sich mit der Grundausbildung im frühen Schulkindalter, Teil 5 mit dem Grundlagentraining im späten Schulkindalter auseinandersetzen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Das Vorschulalter (3-6 Jahre)</strong><br />
<br />
Hochgradige Lernbereitschaft durch Neugierverhalten bestimmt diese Altersgruppe. Konzentration auf eine Sache ist den Kindern fremd. Natürliche Antriebsprozesse bewirken ständigen Aktivitätswechsel. Einmal dies, dann gleich wieder jenes zu machen ist für 4- bis 5-Jährige normal. Verlieren Sie nicht die Geduld. Spiele sind die Lehrmeister der Kinder, sowohl was die motorische, als auch die psychosoziale Entwicklung anbelangt. Einschränkungen des Spieltriebes wirken sich ungünstig auf die geistige Leistungsentwicklung aus. Bewegungsgeschichten, welche die Fantasie der Kinder anregen, sollten im Mittelpunkt stehen. Zu erfahren, wie der Ball rollt und hüpft, Laufen, Balancieren, Werfen, Fangen, Springen und ähnliche Übungen begeistern die Kinder und führen zum Aufbau des für die weitere Entwicklung notwendigen Bewegungsschatzes (siehe Teil „Koordination“). <br />
<br />
Neueste Erkenntnisse der Trainingswissenschaft weisen darauf hin, dass der langfristige Leistungsaufbau nicht wie bisher angenommen mit dem organisierten Fußball (ab dem 6./7. Lebensjahr) beginnt. Ausschlaggebend für die Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten, die für Topspieler von grundlegender Bedeutung sind, ist das Vorschulalter. Dies bedeutet, dass die Ausbildung in dieser Phase hauptsächlich im Einflussbereich der Eltern liegt. Trotzdem sollte eine Kooperation von Eltern, Kindergarten und Nachwuchstrainern angestrebt werden, um diese Phase nicht ungenützt verstreichen zu lassen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Übungsformen</strong><br />
<br />
Hier ein paar Beispiele zur Anregung. Durchforsten Sie das Internet nach weiteren Übungen (siehe Teil 1) und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf (Stichwort Variation!)<br />
<br />
<strong class='bbc'>1. Lustvolle Spiele für Kinder</strong><br />
<br />
<em class='bbc'>Ball über die Schnur</em><br />
Zwei Mannschaften werfen einander über eine Schnur verschiedene Bälle (nicht nur Fußball!) zu. Der Ball muss gefangen werden und darf nicht den Boden berühren. Wem es gelingt, den Gegenstand zu fangen, hat für seine Mannschaft einen Punkt erzielt.<br />
<br />
<em class='bbc'>Tigerball</em><br />
Alle Spieler dribbeln mit ihrem Ball frei im Raum. Ein Tiger versucht nun, einem Spieler den Ball abzujagen. Gelingt dies, wird der Spieler ohne Ball zum Tiger. Variation: Zwei oder mehrere Tiger gleichzeitig.<br />
<br />
<em class='bbc'>Reifen besetzen</em><br />
Reifen liegen verteilt auf dem Boden, einige weniger als Mitspieler. Alle Kinder dribbeln nun mit dem Ball umher. Auf Zuruf des Trainers muss jeder Spieler seinen Ball in einen Reifen dribbeln und sich setzen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>2. Schnelligkeitsübungen</strong><br />
<br />
ACHTUNG: Alle Schnelligkeitsübungen sind ermüdungsfrei und mit maximaler Willensstoßkraft durchzuführen. Sämtliche Übungen sollen frequenzbetont und spielerisch durchgeführt werden. Lernen soll „unbemerkt“ erfolgen. <br />
<br />
<em class='bbc'>Schandfleck</em><br />
Fangspiel – Der Abgeschlagene muss die getroffene Stelle mit der Hand zudecken und wird neuer Fänger (beobachten Sie, wie lange die Kinder brauchen um dahinterzukommen, dass wenn sie jemanden an der Wade oder Ferse abschlagen, dieser dann kaum Chancen hat, wieder jemanden zu fangen) – mit und ohne Ball!<br />
<br />
<em class='bbc'>Begegnungsstaffel</em><br />
Die jeweils Ersten jeder Mannschaftshälfte starten gleichzeitig zueinander. Nach ihrer Begegnung, die zum Beispiel durch Übergabe eines Balles erfolgen kann, kehren sie wieder zur eigenen Reihe zurück.<br />
<br />
<em class='bbc'>Laufkoordination</em><br />
Vorwärts, Rückwärts, große Schritte, kleine Schritte, auf den Ballen, auf den Fersen, um die eigene Achse drehen, Laufvariationen über kleine Hindernisse (Hütchen, Bälle, Stangen, Reifen), Skippings, Hopserlauf,…<br />
<br />
<em class='bbc'>Sprungkoordination</em><br />
Hampelmann, beidbeinige Sprünge, einbeinige Sprünge, Beine überkreuzen, Schrittsprünge, Drehsprünge,… <br />
<br />
<strong class='bbc'>3. Zieh- und Schiebekämpfe</strong><br />
<br />
ZIEL: Allgemeine Kräftigung<br />
<br />
<em class='bbc'>Ringkampf</em><br />
Die Partner stehen in einem Ring oder abgesteckten Bereich. Jeder versucht, den anderen hinauszudrängen. Dazu liegen die Hände am Körper an. <br />
<br />
<em class='bbc'>Krokodilkampf</em><br />
Zwei Partner versuchen im Liegestütz einander gegenseitig auf die Finger zu klopfen. <br />
<br />
<em class='bbc'>Stehaufmännchen</em><br />
Die beiden Partner sitzen im Langsitz Rücken an Rücken und hängen sich mit den Armen ein. Beide stehen gemeinsam auf und setzen sich wieder hin. <br />
<br />
<strong class='bbc'>4. Gewandtheitsschulung</strong><br />
<br />
<em class='bbc'>Parcours</em><br />
Bauen Sie verschiedene Stationen auf, die Sprünge, Würfe, Rollen, Balanceübungen und fußballspezifische Übungen beinhalten. <br />
<br />
Wolfgang Weibl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 12:14:03 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Zuerst Gruppentaktik, dann Mannschaftstaktik - Zonenfußball, Teil 4</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/zuerst-gruppentaktik-dann-mannschaftstaktik-zonenfussball-teil-4-r425</link>
		<description><![CDATA[<a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/wieso-man-im-dreieck-lieber-nicht-wie-eine-armee-stehen-sollte-zonenfussball-teil-3-r361' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Im dritten Teil unserer Reihe über Zonenfußball</a> erklärten wir euch unter anderem die Grundlagen der Dreiecksbildung. Heute möchten wir genauer auf die ominöse Dreiecksbildung eingehen und erklären, wie man das effiziente Spiel mit Raum und Zeit trainieren kann.<br />
<br />
Ein wichtiges Grundprinzip um die Idee des Zonenfußballs zu verstehen, ist die Einteilung des Feldes in Raum und Zeit. Zunächst muss man die Bereiche des Feldes auf der Längsachse einteilen. <br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball_zentralachse.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball_zentralachse.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
Der mittige Bereich, die Zentralachse, muss immer abgedeckt sein. Die Flügel werden bearbeitet, je nachdem wo der Gegner den Ball hat. Ist der Gegner am rechten Flügel in Ballbesitz rückt die gesamte Mannschaft in diese Richtung nach, sodass die Zentralachse und der aktive Flügel abgedeckt werden. Der passive Flügel bleibt frei. Da die gesamte Mannschaft verschiebt und nicht nur einzelne Spieler muss man grundsätzlich keine Diagonalpässe auf den freien Flügel befürchten. Einerseits, weil diese für den Gegner sehr schwer möglich sind, wenn er am aktiven Flügel richtig unter Druck gesetzt wird. Andererseits, weil schon kleine Adaptionen ausreichen, um den passiven Flügel schnell zum aktiven zu machen. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die gesamte Mannschaft sich daran beteiligt.<br />
<br />
Die Einteilung der Breitenachse bestimmt wie „hoch“ oder wie „tief“ wir verteidigen (und damit auch angreifen). Man kann das Spielfeld in fünf Zonen unterteilen, die sich jedoch überschneiden können.<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball_breitenachse.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball_breitenachse.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
Fangen wir mit den Erklärungen beim eigenen Tor an:<br />
Zone 1: Die Abwehrzone, oft dicht besiedelt von Teams, die gerne den Beton anrühren. Hier wird direkte Manndeckung gespielt, die Abseits-Falle dient nicht mehr als organisiertes Mittel zur Fehlerkorrektur. Wer sein Spiel hierhin verlagert, wird es schwer haben auf Offensive umzuschalten. Allerdings gibt es im modernen Fußball keine Mannschaft, die diese Art von „Pressing“ mannschaftlich geschlossen praktiziert. Diese Variante wird nur situationsbedingt gespielt.<br />
<br />
Zone 2: Die so genannte tiefe Pressing-Zone impliziert zumeist, dass alle oder fast alle Spieler der eigenen Mannschaft in der eigenen Hälfte verteidigen und versuchen den Ball weit hinten zu erobern. Auch diese Variante ist nicht mehr Teil des modernen Fußballs, ist jedoch eine Überlegung wert, wenn man etwa gegen einen sehr starken Gegner spielt (und auch dann braucht man einen schnellen Konterstürmer um selbst Nadelstiche zu setzen) oder sich in Unterzahl befindet.<br />
<br />
Zone 3: In der mittleren Pressingzone versucht das Team den Ball im Mittelfeld zu erobern. Wichtig ist dabei, dass die gesamte Abwehr mitspielt, nicht zu tief steht. Zwischen der Abwehr und dem ersten attackierenden Angreifer sollte nicht zu viel Platz sein, sodass man kompakt steht.<br />
<br />
Zone 4: Die hohe Pressingzone. Die schwierigste Form des Fore-Checking, weil sie von allen Varianten die beste Physis, Technik und Organisation erfordert. Immerhin muss man, um hohes Pressing erfolgreich zu spielen, den Gegner in seiner eigenen Hälfte angreifen, wenn dieser den Ball hat. Die Innenverteidiger stehen dabei etwa auf Höhe der Mittellinie, die Außenverteidiger können schon mal als Flügelstürmer anmuten. Wenn man den Ball durch hohes Pressing tatsächlich erobert, hat man natürlich den Vorteil mannschaftlich bereits sehr nahe am gegnerischen Tor zu sein. Dennoch kann diese Variante gefährlich werden, wenn auch der Gegner weiß, wie man Fußball spielt, sich wenige Fehler erlaubt und dann schnell umschaltet. Immerhin ist der Raum hinter der Abwehr offen, was dem Gegner schnelle Gegenstöße mit Pässen in die Tiefe erlaubt und auf unserer Seite einen mitspielenden Torhüter und schnelle Innenverteidiger erfordert.<br />
<br />
Zone 5: Hier ist es freilich unmöglich mannschaftliches Fore-Checking aufzubauen. Hier kommt es nur darauf an, dass man schnell, direkt und zielorientiert spielt. Aber auch in Zone 5 kann man sich durch gezieltes Laufspiel, vor allem ohne Ball, Vorteile erspielen. So ist es etwa in der Zentrale sehr wichtig, wie sich die angreifenden Spieler ohne Ball bewegen. Im Strafraum sollte man je nach Situation kreuzen, diagonal laufen, variabel sein. Nicht nur, dass man so Räume freischaufelt – der Gegner hat auch größere Probleme beim Verteidigen, weil er immer wieder Spieler „übergeben“ muss und die Chance damit größer ist, dass einmal auf jemanden vergessen wird.<br />
<br />
Das Spiel in Ballbesitz ist mittlerweile fast wie eine Choreografie zu betrachten. Wenn man etwa dem FC Barcelona zusieht hat man nie das Gefühl, dass etwas zufällig passiert. Jeder Spieler weiß genau, wo er in welcher Spielsituation zu stehen hat. Um eine solche Choreografie überhaupt erst möglich zu machen, darf man eine Mannschaft nicht als zehn Spieler und einen Torhüter betrachten, sondern muss das Spielfeld gemäß der praktizierten Formation clever einteilen. Und hier kommt die Dreiecksbildung ins Spiel.<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball3_3.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball3_3.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
Zumeist ändern sich die Dreiecke auf dem Feld nicht gravierend, es kann jedoch situationsbedingt auch vorkommen, dass der Außenverteidiger und sein vorgelagerter Mittelfeldspieler mal nicht mit „ihrem“ etatmäßigen zentralen Mittelfeldspieler agieren müssen, sondern mit einem anderen. Je nachdem wie sich die Mitspieler im Dreieck bewegen, muss man auch selbst seine Laufwege wählen. Dreiecke müssen stets versetzt stehen, quasi „dreidimensional“. <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/wieso-man-im-dreieck-lieber-nicht-wie-eine-armee-stehen-sollte-zonenfussball-teil-3-r361' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Wenn zwei Spieler eines Dreiecks auf der Breitenachse auf einer Linie stehen</a>, kann es zu Fehlern kommen, wie bereits im letzten Teil dieser Reihe erläutert wurde.<br />
<br />
Effiziente Dreiecksbildung kann man trainieren – es ist also jedem Verein, vom FC Barcelona bis zum Hobbyfußballklub möglich, diese Philosophie umzusetzen. Das dafür notwendige Training hat keine technischen Grundlagen, sondern organisatorische. Die wichtigsten Grundpfeiler beim Zonenfußballtraining sind 90 Minuten Konzentration, die Fähigkeit mitzudenken, Kommunikation zwischen den Spielern im jeweiligen Dreieck und der gesamten Mannschaft – vor allem aber muss jeder Spieler über die volle Spielzeit an der Spielorganisation teilnehmen. Auch wenn der Ball am rechten Flügel geführt wird, darf etwa der linke Verteidiger nicht passiv agieren, sondern muss die Mannschaftstaktik mittragen.<br />
<br />
Um die Mannschaft nicht zu überfordern, muss das Training in Etappen ablaufen. Zunächst muss natürlich jeder wissen, wo man mit der taktischen Variante hin möchte. Daraufhin folgt individuelles Training, vorerst zu zweit oder zu dritt. Um diese Philosophie als Ganzes anwenden zu können, müssen zunächst die Automatismen innerhalb der einzelnen Dreiecke greifen. Die Dreiecke müssen läuferisch und spielerisch zueinander finden, bevor man die Mannschaftstaktik trainieren lässt. Man spricht hier von gruppentaktischen Übungen, wobei die Gruppen natürlich variieren können. Der Trainer muss dabei genau beobachten, wer die klassischen Fehler, die man im Zonenfußball machen kann, fabriziert und den Spielern sofortiges Feedback geben. Es gilt darauf zu achten, dass die Dreiecke versetzt stehen, nicht zu weit auseinandergerissen werden und, dass die Spieler im Zuge ihrer Laufwege sowohl die offensiven als auch die defensiven Aspekte nicht außer Acht lassen.<br />
<br />
Erst wenn die Automatismen innerhalb der einzelnen Formationsteile stimmen, kann man das Training erweitern und die „Gruppen“ vergrößern. Nun wird nicht mehr zu dritt trainiert, sondern etwa zu fünft.<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball_training.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball_training.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
So verhindert man, dass die Spieler mit Informationen überflutet werden, die sie eigentlich im Laufe eines stetigen, aber langsamen Prozess injiziert bekommen sollten. Man beginnt jetzt die Übungseinheiten komplexer zu machen, bis man vom gruppentaktischen Training zum mannschaftstaktischen Training, in dem aber schon jeder weiß, was seine Rolle in der Choreografie Zonenfußball ist, übergehen kann. Sehr wichtig ist jedoch zu verstehen, dass das gruppentaktische Training niemals aufhören darf. Die Übungen mit den direkten Nebenspielern müssen so lange trainiert und wiederholt werden, bis die Köpfe der Spieler rauchen.<br />
<br />
Apropos Training: Studien haben bewiesen, dass eine Mannschaft am Tag nach einem Spiel oder einer harten Trainingseinheit noch einmal trainieren sollte. Ein lockeres Ausdauer- oder Techniktraining. Dadurch wird der Körper von Laktatrückständen befreit und der Spieler ist danach wieder fit. Wenn man sich nach einem Spiel am Samstag am nächsten Tag auf die faule Haut legt und „trainingsfrei“ genießt, wird man sich am darauffolgenden Montag nicht so fit fühlen, wie nach einer zusätzlichen Trainingseinheit am Sonntag. Man fühlt sich gerne zufrieden (nicht nur Fußballer, auch wir Hobbysportler), wenn einem die Muskeln weh tun. Das zeigt, dass wir etwas getan haben. Wenn dann jedoch am nächsten Tag nicht an die Trainingseinheit anknüpft, bremst man sich selbst in seinen physischen Möglichkeiten.<br />
<br />
Wie konkrete Trainingsübungen für die ganze Mannschaft mit gruppentaktischer Basis aussehen, lest ihr im nächsten Teil unserer Reihe über Zonenfußball!<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 11:44:13 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Elfmeter – Geschichte, Statistiken, Spieltheorie und mehr (Teil 5)</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/elfmeter-geschichte-statistiken-spieltheorie-und-mehr-teil-5-r419</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Nachdem wir uns in den <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/football-at-its-best-die-bemerkenswertesten-kuriosesten-legendaersten-fussballspiele-aller-zeiten-teil-4-r397' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>letzten Teilen</a> mit Spieltheorie, zahlreichen Statistiken und Psychologie beschäftigt haben, lassen wir es im fünften und letzten Teil gemütlicher angehen und schauen uns einige kuriose Elfmeter-Videos an.</em><br />
<br />
Bei einem Elfmeterschießen sollte der Tormann nicht zu früh einen vermeintlichen Sieg feiern, sondern sich vergewissern, dass der Ball einige Sekunden nach dem Schuss nicht doch noch über die Linie rollt. Normaler Weise müsste dieser Treffer gelten, doch gegen die Regeln aus Südtirol ist anscheinend selbst die FIFA machtlos, sodass das Spiel wiederholt werden musste. Hier das kuriose Video:<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/5GpkdOvnI-Q"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/5GpkdOvnI-Q" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Hier sehen wir zwei ähnliche Fälle:<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/-VNAfbb-mEo"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/-VNAfbb-mEo" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/fuyzEwpQxhY"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/fuyzEwpQxhY" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
So sollte man keinen Elfmeter schießen – außer man will sich lächerlich machen:<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/dZguFvYS6Lk"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/dZguFvYS6Lk" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Man kann einen Elfmeter aber auch mit Stil verwandeln, so wie der 15 Jahre alte Finne Joonas Jokinen:<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/xd0v6EcSUEI"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/xd0v6EcSUEI" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Mit der Ferse geht´s übrigens auch – Theyab Awana macht es vor:<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/dpn6G9_9tbg&NR=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/dpn6G9_9tbg&NR=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Man kann nicht nur die Ecke falsch antäuschen, sondern auch den Fuß – bei diesem Elfmeter muss man zweimal hinschauen:<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/x_d8enQF-sM"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/x_d8enQF-sM" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Wenn man mit einem Schupfer den Tormann überraschen kann, dann ist das natürlich besonders schön. Panenka zeigt wie´s geht:<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/Tp2HZNheCZ8"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/Tp2HZNheCZ8" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Totti hatte dieselbe Idee, aber der Torhüter spielte nicht mit:<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/J6LqnUlYgmw"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/J6LqnUlYgmw" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Der Nachschuss sorgt bei einem Elfmeter oftmals für große Gefahr, besonders wenn ein Verteidiger ausputzen will:<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/CNSoQrcM6d8"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/CNSoQrcM6d8" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 09:18:25 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Kindertraining Teil 2 – Koordinationstraining als essentieller Bestandteil</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/kindertraining-teil-2-koordinationstraining-als-essentieller-bestandteil-r407</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>In Teil 1 habe ich oft darauf hingewiesen, d<a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/kindertraining-teil-1-anforderungen-an-den-trainer-r119' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>ass eine der obersten Maxime beim Kindertraining das variantenreiche Training ist</a>. Die Vielseitigkeit im Training schafft die erforderlichen emotionalen Höhepunkte, die notwendig sind, um möglichst viel zu lernen, sowohl im motorischen als auch im kognitiven und sozialen Bereich. Die Auswahl der Übungen sollte immer in engem Kontakt zur Sportart stehen. Die Vielseitigkeit muss daher immer fußballorientiert sein. </em><br />
<br />
An oberster Stelle stehen Ballbeherrschung und Spielverständnis, sowie die Entwicklung der Handlungsschnelligkeit (Koordination!). Verschiedenste Spielformen unter Raum- und Zeitdruck sind geeignet, die Orientierung im Raum zu verbessern und unterschwellige Reizsetzungen zu verhindern. Daneben soll durch ein vielseitiges, koordinativ ausgerichtetes Schnelligkeitstraining die Entwicklung zum schnellen Spieler eingeleitet werden. Turnerische Übungen sollen Kraft und Körperspannung erzeugen und so einen ganzheitlich ausgebildeten Spieler heranreifen lassen. In der klassischen Trainingslehre spricht man vom „Prinzip des wirksamen Reizes“. Wenn Reize zu schwach sind, oder wenn es ständig dieselben sind, kommt es zu keiner Verbesserung. Dies betrifft sowohl den koordinativen als auch den konditionellen Aspekt. Kinder brauchen ständig neue Reize, um zu lernen. Erreicht wird dies durch die Variation des Übungsgutes und die Variation der Belastung. Ständige einseitige intensive Reize können nicht nur die harmonische Körperentwicklung und dann auch die Gesundheit gefährden, sie verhindern auch die für das Techniktraining so wichtige Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Schulung der koordinativen Fähigkeiten</strong><br />
<br />
Ganz allgemein werden koordinative Fähigkeiten benötigt, um Situationen zu meistern, die ein schnelles und zielgerichtetes Handeln erfordern. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Geschicklichkeit und Gewandtheit. Je höher diese Eigenschaften ausgeprägt sind, desto schneller werden neue Übungen erlernt. Da das Kindesalter das beste Lernalter darstellt, sind die koordinativen Fähigkeiten vorrangig in diesem Altersabschnitt zu schulen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Unter koordinativen Fähigkeiten versteht man:</strong><br />
<br />
•	Reaktionsfähigkeit (= die Fähigkeit, z.B. auf Finten, Schüsse usw. schnelle Handlungen zu setzen…)<br />
<br />
•	Gleichgewichtsfähigkeit (= die Fähigkeit den Körper zum Beispiel nach Attacken des Gegenspielers wieder in eine stabile Position zu bringen)<br />
<br />
•	Rhythmusfähigkeit (= die Fähigkeit, einen vorhandenen Rhythmus aufzunehmen, in zu verändern und wiederherzustellen)<br />
<br />
•	Ballgefühl (= die Fähigkeit, feinmotorische Bewegungen mit dem Ball durchzuführen)<br />
<br />
•	Orientierungsfähigkeit (= die Fähigkeit, sich auf engem Raum zurechtzufinden = räumliche Orientierungsfähigkeit bzw. Flugbahnen und Flugzeiten des Balles richtig einzuschätzen = Timing)<br />
<br />
•	Koppelungsfähigkeit (= die Fähigkeit zur flüssigen Verbindung von Teilbewegungen, z.B. Dribbling und Torschuss)<br />
<br />
Und wieder: Durch Variationen und Kombinationen von Übungen können die koordinativen Fähigkeiten verbessert werden. Ich persönlich verpacke schon beim Aufwärmen sehr gerne koordinative Elemente, ohne dass es die Kids großartig merken. Überhaupt ist es empfehlenswert, die Trainingsgestaltung so anzulegen, dass zu Beginn eher die komplexeren Übungen durchgeführt werden. Je länger das Training dauert, desto mehr leidet die Konzentration und das Umsetzen erfolgt nicht mehr so exakt wie es sein sollte, um sich weiterzuentwickeln. Achten Sie vor allem auf die Genauigkeit der Durchführung der Übungen. Es ist nicht wichtig, wie schnell die Übung gemacht wird, sondern wie exakt sie durchgeführt wird. Das wird natürlich von Kind zu Kind verschieden sein, verlieren Sie aber nicht die Geduld. Notfalls bilden Sie verschiedene Gruppen, in denen sich etwa gleich stark entwickelte Kinder wiederfinden. So verhindern sie Unterforderung bei denjenigen, die etwas weiter sind und Überforderung bei denjenigen, die sich etwas schwerer tun. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Was kann man alles variieren?</strong><br />
<br />
•	Variation der Ausgangsstellung (sitz, Bauch- Rückenlage…)<br />
<br />
•	Variation der Übungsausführung (Beidseitigkeit rechts+links, Übungen mit Tempo- und Rhythmuswechsel, Einbeinsprünge, beidbeinige Sprünge…)<br />
<br />
•	Variation der Bewegungsdynamik (langsam, schnell)<br />
<br />
•	Variation der räumlichen Struktur von Bewegungen (kleineres, größeres Feld)<br />
<br />
•	Variation der äußeren Bedingungen (unterschiedliche Bälle)<br />
<br />
•	Üben ohne Zeitdruck, Üben unter Zeitdruck, Üben ohne Behinderung, Üben mit Behinderung<br />
<br />
Wolfgang Weibl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 11:48:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">46771d1f432b42343f56f791422a4991</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Elfmeter – Geschichte, Statistiken, Spieltheorie und mehr (Teil 4)</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/elfmeter-geschichte-statistiken-spieltheorie-und-mehr-teil-4-r394</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Im vierten Teil der Elfmeter-Serie werfen wir einen Blick auf das Champions-League-Finale 2008, in dem Manchester United das Elfmeterschießen gegen Chelsea F.C. gewann. Hätte Anelka auf Professor Ignacio Palacios-Huerta gehört, dann wäre der Traum vom Champions-League-Gewinn für Roman Abramowitsch vielleicht in Erfüllung gegangen. </em><br />
<br />
<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/elfmeter-geschichte-statistiken-spieltheorie-und-mehr-teil-3-r377' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Im dritten Teil dieser Serie analysierten wir Ignacio Palacios-Huertas Daten und fanden heraus, dass sowohl Stürmer, als auch Tormänner intuitiv fast perfekte Entscheidungen treffen und sehr nahe an das Nash-Gleichgewicht kommen.</a> Die Buchautoren Kuper und Szymanski erzählen in ihrem Buch Soccernomics eine interessante Anekdote vom Champions-League-Finale 2008, in dem Professor Palacios-Huertas eine entscheidende Rolle spielte, da seine Studien in die Praxis umgesetzt wurden. Den Fans im Stadion und vor den Bildschirmen blieb dies jedoch komplett verborgen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>VIER TIPPS FÜR CHELSEA-TRAINER AVRAM GRANT</strong><br />
<br />
Professor Palacios-Huerta hatte einen guten Freund, der über seine umfangreichen Elfmeter-Studien Bescheid wusste und Kontakt zum damaligen Chelsea-Trainer Avram Grant hatte. Vor dem Champions-League-Finale bat dieser Freund den Professor um eine Analyse des Gegners Manchester United. Der Ökonom sendete dem israelischen Trainer eine Liste, die im Wesentlichen aus vier Punkten Bestand:<br />
<br />
1. Van der Sar wirft sich überdurchschnittlich häufig auf die natürliche Seite des Schützen, wodurch er einseitig vom Nash-Gleichgewicht abweicht. Dies wiederum könnten die Schützen ausnützen, indem sie öfter die „unnatürliche Seite“ wählen.<br />
<br />
2. Van der Sar wehrt überdurchschnittlich viele Bälle ab, die eine Höhe von einem bis eineinhalb Meter haben. Die Schützen sollen also entweder ganz flach, oder ganz hoch schießen.<br />
<br />
3. Palacios-Huerta machte eine interessante Entdeckung bezüglich Cristiano Ronaldo. Wenn der Portugiese seinen Anlauf verzögert und sich der Tormann in dieser Zeit nicht bewegt, dann wählt er zu 85% seine natürliche Seite aus. Sollte sich der Tormann bewegen, dann hat er die Klasse kurzfristig die Ecke zu wechseln. In diesem Fall traf Ronaldo jedes Mal. Petr &#268;ech sollte also ruhig stehen bleiben und sich dann in die von ihm aus gesehene rechte Ecke werfen.  <br />
<br />
4. Die Mannschaft, die den ersten Elfmeter schießen darf, gewinnt in 60% aller Fälle, da die Schützen weniger Druck verspüren. <br />
<br />
<strong class='bbc'>PSYCHOLOGIE UND GLÜCK </strong><br />
<br />
Das Schicksal wollte es so, dass in diesem Spiel ein Elfmeterschießen über den Titel entschied. Die ersten sechs Chelsea-Spieler hielten sich an die Ratschläge des Professors und entschieden sich gegen die natürliche Seite. Ballack, Belletti, Lampard und A. Cole verwandelten die ersten vier Elfmeter für ihren Verein, während bei Manchester United Ronaldo an &#268;ech scheiterte. Wie vorausgesagt verzögerte Ronaldo seinen Anlauf und wählte anschließend die natürliche Ecke aus. &#268;ech blieb ruhig stehen und bewegte sich erst, als Ronaldo nicht mehr umdisponieren konnte. Der fünfte Chelsea-Schütze Terry rutschte beim Schuss ein wenig weg und traf nur die Stange. Van der Sar entschied sich wieder für die natürliche Ecke und wäre geschlagen gewesen. Hier fehlte dem Team von Roman Abramowitsch ein Quäntchen Glück. Anderson und Kalou verwandelten jeweils den sechsten Elfmeter. Der Waliser Giggs behielt die Nerven und brachte Manchester United abermals in Führung. <br />
<br />
Anelka sollte den letzten Elfmeter des Turniers schießen. Van der Sar schaffte es mit einer Handbewegung in den Kopf des Franzosen zu kommen und seinen Plan zu zerstören. Bevor Anelka Anlauf nahm, zeigte van der Sar auf seine linke Seite und deutete dem Franzosen an, dass er weiß, wohin er schießen werde. Anelka hatte wahrscheinlich in der Tat vor in diese Ecke zu schießen und befand sich somit in einem Dilemma. Anelka wusste, dass van der Sar wusste, dass Anelka in diese Ecke schießen wollte. Anelka wich vom Plan ab und wählte seine natürliche Ecke. Van der Sar antizipierte Anelkas Entscheidung richtig, wehrte den Schuss ab und sicherte den dritten Champions-League-Titel für seinen Verein. Palacios-Huerta war wütend, dass Anelka von seinem Plan abwich und Grant verlor drei Tage nach dem Elfmeterschießen seinen Job. <br />
<br />
Hier könnt ihr euch das Elfmeterschießen noch einmal in voller Länge ansehen! Achtet darauf wie lange &#268;ech bei Ronaldos verzögertem Anlauf ruhig stehen bleibt (3:10) und auf das Handzeichen von van der Sar (09:40), das Anelka verwirrte und in ein Dilemma brachte.<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/NSHRDGh9SGI"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/NSHRDGh9SGI" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 13:48:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">f016e59c7ad8b1d72903bb1aa5720d53</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Elfmeter – Geschichte, Statistiken, Spieltheorie und mehr (Teil 3)</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/elfmeter-geschichte-statistiken-spieltheorie-und-mehr-teil-3-r377</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Nachdem wir uns im <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/elfmeter-geschichte-statistiken-spieltheorie-und-mehr-teil-1-r349' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>ersten Teil dieser Serie mit der Enstehungsgeschichte des Elfmeters</a> beschäftigt haben und uns im <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/elfmeter-geschichte-statistiken-spieltheorie-und-mehr-teil-2-r357' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>zweiten Teil die Frage gestellt haben, ob der Strafstoß ein probates Mittel darstellt</a>, beschäftigen wir uns in diesem Teil ein wenig mit Spieltheorie und versuchen die besten Strategien für den Schützen und den Tormann zu bestimmen. Macht es einen Sinn, wenn sich ein Tormann einen „Schummelzettel“ zum Elfmeterschießen einsteckt, auf dem die Vorlieben der Schützen notiert sind?</em><br />
<br />
<br />
Die Spieltheorie ist eine mathematische Methode, die das rationale Verhalten in Entscheidungssituationen ableitet, in denen der Erfolg des einzelnen <em class='bbc'>Spielers </em>nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von den Aktionen anderer abhängt. Die Spieltheorie wird als Analyseinstrument unter anderem in der Wirtschaftswissenschaft, Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie und eben auch im Sport eingesetzt.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE NATÜRLICHE SEITE UND GEMISCHTE STRATEGIEN</strong><br />
<br />
Die natürliche Seite beim Strafstoß, ist jene Seite, die ein Fußballer mit seinem starken Fuß besser treffen kann. Wenn der Schütze mit dem rechten Fuß schießt, dann kann er aus anatomischen Gründen leichter in die von ihm aus gesehene linke Ecke schießen. Die Trefferquote ist im Allgemeinen höher, wenn sich der Schütze für die natürliche Seite entscheidet, allerdings kommt er nicht umhin regelmäßig von dieser Strategie abzuweichen, da er sonst für die Torhüter leicht auszurechnen wird, womit seine Erfolgsquote wieder stark nach unten gehen würde. Mit Hilfe der Spieltheorie lässt sich in diesem Nullsummenspiel gut bestimmen, wie oft ein Fußballer in welche Ecke schießen soll und wie sich der Tormann gegen diese Strategie zu verhalten hat. <br />
<br />
<strong class='bbc'>NASH-GLEICHGEWICHT</strong><br />
<br />
Das Nash-Gleichgewicht ist ein Zustand eines strategischen Gleichgewichts. Wurde das Nash-Gleichgewicht erreicht, dann kann kein Spieler für sich einen Vorteil erzielen, indem er einseitig von seiner Strategie abweicht. Auf Grund von umfangreichen Analysen hat der Ökonom Ignacio Palacios-Huerta herausgefunden, wie sich die Spieler und Tormänner bei einem Elfmeter verhalten sollten. Er analysierte 1417 Strafstöße und sah sich zunächst die Erfolgsquote an, wenn der Schütze auf seine natürliche Seite zielt:<br />
<br />
Der Elfmeter führt zu 95% zu einem Tor, wenn der Schütze die natürliche Seite wählt und sich der Tormann für die andere Ecke entscheidet (5% der Schüsse gingen am Tor vorbei). Wenn sich der Tormann für die richtige Ecke entscheidet, dann ist der Schütze immer noch in 70% aller Fälle erfolgreich.<br />
<br />
Wenn der Schütze die andere Seite wählt, dann sinkt seine Erfolgsquote:<br />
<br />
Der Elfmeter führt zu 92% zu einem Tor, wenn der Schütze seine „unnatürliche“ Seite wählt  und sich der Tormann für die andere Ecke entscheidet. Wenn sich der Tormann für die richtige Ecke entschied, dann ist der Schütze in 58% aller Fälle erfolgreich.<br />
<br />
Aufgrund dieser Zahlen lassen sich nun die idealen Strategien für die Schützen und die Torhüter berechnen. Da sich der Tormann darauf einstellen würde, wenn der Schütze immer seine natürliche Seite wählt, muss er eine gemischte Strategie anwenden: Ignacio Palacios-Huerta kam zu dem Ergebnis, dass ein Schütze 61.5% aller Strafstöße auf die natürliche Seite schießen sollte und 38.5% auf die andere Seite. Der Tormann, sofern er sich eine Ecke vor dem Schuss aussucht, sollte zu 58 Prozent die natürliche Seite des Schützen wählen und zu 42% die andere Ecke.<br />
<strong class='bbc'><br />
PROFIS SIND EBEN PROFIS</strong><br />
<br />
Es ist beinahe beängstigend, wie nah die Spieler in der Praxis diesem theoretischen Nash-Gleichgewicht kommen. In der Studie schossen die Spieler zu 60% auf die natürliche Seite und die Tormänner wählten zu 57.7% die natürliche Seite des Schützen!<br />
<br />
Angesichts dieser Zahlen sieht man, dass die Profis intuitiv absolut perfekte Entscheidungen treffen. Wenn wir nun davon ausgehen, dass in der Praxis ein Nash-Gleichgewicht zwischen dem Schützen und dem Tormann besteht, dann heißt das, dass keiner der beiden Spieler durch ein Abweichen seiner Strategie einen Vorteil für sich gewinnen kann. <br />
<br />
Das heißt somit, dass „Schummelzettel“, auf denen die Vorlieben des Schützen bei einem Elfmeter vermerkt sind, für den Tormann keinen Vorteil darstellen, da sowohl der Schütze, als auch der Torhüter sowieso instinktiv die beste Strategie wählt. In der Studie gab es keinen Schützen, der mindestens vier Elfmeter schoss und immer die gleiche Ecke wählte. Die Spieler wenden eine ideale gemischte Strategie an. Der Schummelzettel kann höchstens psychologische Auswirkungen auf den Schützen haben, da dieser zu grübeln anfangen könnte, was der Tormann über ihn weiß. <br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 09:27:17 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Wieso man im Dreieck lieber nicht wie eine Armee stehen sollte - Zonenfußball, Teil 3</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/wieso-man-im-dreieck-lieber-nicht-wie-eine-armee-stehen-sollte-zonenfussball-teil-3-r361</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>In den ersten beiden Teilen unserer Serie über Zonenfußball haben wir euch unter anderem erklärt, <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/wieso-man-manchmal-lieber-den-schwaecheren-spieler-einsetzt-zonenfussball-teil-1-r72' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>wieso man manchmal den fußballerisch schwächeren Kicker aufstellen sollte</a> und <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/wie-man-kompakt-von-innen-nach-aussen-verteidigt-zonenfussball-teil-2-r136' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>wie man kompakt von innen nach außen verteidigt</a>. Im dritten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit Ausnahmesituationen, sowie der berühmt-berüchtigten Dreiecksbildung.</em><br />
<br />
Das Grundprinzip eines kompakt verteidigenden Blocks ist es, wie bereits beschrieben, dass das effektive Spielfeld durch alle (!) Spieler der eigenen Mannschaft klein gehalten wird. Man verkleinert ein Feld von 100 x 60 Meter auf einen effektiven Spielraum von etwa 40 x 40 Meter. Innerhalb dieses Raumes hat jeder Spiele die Aufgabe zu decken: Aber prinzipiell keine Gegenspieler, sondern den Raum. Wir müssen unseren Gegenspielern nicht überall hin folgen. Wenn ein gegnerischer Angreifer etwa zentral vor unserer Viererkette kreuzt, um sich freizulaufen, wird er nicht von einem einzelnen Innenverteidiger attackiert, sondern von den beiden in nächster Nähe befindlichen Verteidigern (entweder zwei Innenverteidiger, oder auch ein Innenverteidiger und ein Außenverteidiger) unter Druck gesetzt. Die Kommunikation untereinander ist hierbei sehr wichtig, andernfalls funktionierte eine kompakte Verteidigung nicht. Kommt es dennoch zu Missverständnissen oder individuellen Fehlern, ist die Abseitsfalle ein gutes Mittel um Fehler zu korrigieren und dynamische, durchbrechende Angreifer des Gegners außer Gefecht zu setzen. Natürlich ist auch hierfür ein hohes Maß an Kommunikation zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen erforderlich.<br />
<br />
Kompaktes Verteidigen im Sinne des Zonenfußballs, ist eines der modernsten Mittel im Fußball. Aber perfekt ist bekanntlich nichts und auch der kompakte 40 x 40 Meter – Verteidigungsblock stößt hie und da an seine Grenzen. Gerade wenn unser Team in Vorwärtsbewegung den Ball verliert und die Viererkette, die weit aufgerückt ist, um den kompakten Block nicht auseinander zu reißen und stets anspielbar zu sein, hinter sich einen großen Raum frei stehen lassen muss, ist es auch wichtig, dass der Torhüter effektiv mitdenkt und mitspielt. Hier ein Beispiel: In Vorwärtsbewegung vertendelt unser defensiver Mittelfeldspieler den Ball und der Gegner, der den Ball erobern kann, setzt einen schnellen Stürmer ein, indem er einen Lochpass durch eine Schnittstelle der Abwehrkette spielt. Einerseits muss sich das Team als Ganzes zurückbewegen, um weiterhin für System und Ordnung zu sorgen, andererseits muss in diesem akut gefährlichen Fall aber auch der Torhüter mitspielen und quasi wie ein Libero fungieren. Was in den 60er- oder 70er-Jahren noch ein Libero lösen musste, muss im modernen Fußball nicht selten der Torhüter machen.<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball3_1.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball3_1.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
Eine weitere Ausnahme: Der verteidigende Block muss nicht gezwungenermaßen immer symmetrisch sein und sich in einer quadratischen oder rechteckigen Form ausbreiten. Wenn der Gegner seinen Spielaufbau etwa auf seiner rechten Seite startet, muss der andere Flügel von unserer verteidigenden Mannschaft vernachlässigt werden. Man setzt den Gegner als kompakter Block unter Druck, indem man mannschaftlich geschlossen auf seine Seite verschiebt. So setzen wir als Mannschaft den Gegner unter Druck – und zwar nicht zu einem Gegenspieler hin orientiert, sondern zum Ball. Wenn der Gegner den Angriff über die rechte Seite abschließt und entweder einen Seitenwechsel macht oder den Ball zurück zu einem Verteidiger spielt, haben wir mannschaftlich betrachtet keinen besonders großen Aufwand, die Ausgangsformation wiederherzustellen. Jeder unserer zehn Feldspieler verschiebt ein bisschen. Das ist wesentlich effektiver, als wenn der Gegner nicht von der gesamten Mannschaft, sondern von einzelnen Spielern unter Druck gesetzt wird, da diese Variante von einzelnen Spielern nicht verlangt, dass sie in Rückwärtsbewegung mehr Meter zurücklegen als der Mannschaftdurchschnitt. Im folgenden Beispiel seht ihr wie verschoben werden muss – dabei ist auch der nicht aktive Flügel deutlich erkennbar.<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball3_2.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball3_2.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
Kommen wir nun zu den Basics der Dreiecksbildung und wieso diese überhaupt wichtig ist. Der rechte Verteidiger hat auf dem Platz nicht viel mit dem linken Mittelfeldspieler zu tun – man braucht sich keine Passstatistiken vor Augen halten um zu verstehen, dass diese Spieler auf dem Feld nicht sonderlich oft interagieren. Hingegen haben alle Spieler speziell im Kurzpassspiel sehr häufig mit ihren unmittelbaren Nebenleuten zu tun. Und so kann man das Spielfeld, je nach Position der jeweiligen Spieler in einige Dreiecke einteilen. Dass das Zusammenspiel dieser Dreiecke im Speziellen funktioniert, ist eine wichtige Grundlage der Taktik.<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball3_3.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball3_3.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
Bevor wir ausführlich auf die Sache mit den Dreiecken eingehen, möchten wir zunächst den häufigsten Fehler analysieren, den Fußballer bei der Dreiecksbildung machen. Auf der Längsachse gesehen dürfen zwei Spieler, die mit einem dritten ein Dreieck bilden, möglichst niemals auf einer Linie stehen, sondern immer versetzt. Dies hat vor allem zwei Gründe. Einerseits besteht im Falle eines Fehlpasses die große Gefahr, dass der Gegner direkt zum Gegenangriff ansetzen kann. Das berühmte, gefährliche „Querspielen“ ist vor allem auf der Zentralachse und in der eigenen Hälfte tödlich! Hier ein Beispiel, bei dem ein Gegenspieler den Querpass innerhalb eines Dreiecks abfängt:<br />
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<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball4_1.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball4_1.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
Wenn dies passiert, ist das Dreieck ausgehebelt und keiner der Spieler ist sofort hinter dem Ball. Daher ist es wichtig im Dreieck versetzt zu stehen! Uns sich möglichst auch so zu bewegen. Wenn innerhalb des Dreiecks ein Fehler passiert, sollten nie zwei Spieler auf einer Linie sein, sondern immer gestaffelt, um wenige Meter versetzt. Die Fehlerquote ist in dieser Variante deutlich niedriger. Zudem ist es im Offensivspiel von Vorteil, wenn man sich nicht wie eine Armee bewegt, auf der so manche Kicker auf einer Linie spielen, sondern gestaffelt, sodass man Anspielmöglichkeiten im Raum hat und nach vorne und hinten kurze, diagonale Pässe spielen kann. Die allerersten Anfänge dieses Systems sind übrigens auch im Rugby zu beobachten.<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball4_2.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball4_2.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
Im vierten Teil unserer Serie über Zonenfußball gehen wir im Detail auf die Dreiecksbildung ein und erklären, wie man die Automatismen, die im Rahmen dieser greifen müssen, bestenfalls trainiert werden sollten.<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 15:38:16 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Elfmeter – Geschichte, Statistiken, Spieltheorie und mehr (Teil 2)</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/elfmeter-geschichte-statistiken-spieltheorie-und-mehr-teil-2-r357</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Im zweiten Teil dieser Serie befassen wir uns mit der Frage, ob ein Elfmeter überhaupt eine probate Strafe für ein Foul im Strafraum ist. Immer wieder werden knappe Partien aufgrund eines Elfmeterpfiffs entschieden und der unterlegene Trainer reduziert den Ausgang der Partie gerne auf diese eine Szene. <br />
<br />
<br />
<br />
</em><br />
Es gibt kaum eine andere Sportart, bei der eine Entscheidung des Unparteiischen eine so große Auswirkung hat, wie ein Elfmeterpfiff beim Fußball. Das liegt in erster Linie daran, dass beim Fußball wenige Treffer fallen und Spiele auf hohem Niveau sehr oft mit nur einem Tor Unterschied entschieden werden. Wenn ein NBA-Schiedsrichter eine Fehlentscheidung trifft, dann betrifft das meist nur zwei von hundert möglichen Punkten. Auch in der NFL sind die Endstände wesentlich höher, als beim Fußball und die Trainer haben zudem das Recht zwei Mal pro Partie die Entscheidung des Schiedsrichters anzufechten und einen Videobeweis zu verlangen. <br />
<strong class='bbc'><br />
FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN</strong><br />
<br />
Wenn wir wissen wollen, ob ein Elfmeter insgesamt ein gerechtes Mittel ist, um einen Vergehen im Strafraum zu ahnden, dann dürfen wir diese Frage nicht an einzelnen Partien, oder an Fehlentscheidungen festmachen. Vielmehr müssen wir uns große Datenmengen anschauen und überprüfen, ob die Ergebnisse von Spielen, in denen ein Elfmeter gegeben wurde, sich stark von den anderen Partien unterscheiden. Wie verändert sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Favorit, oder die Heimmannschaft gewinnt, wenn wir wissen, dass in der Partie zumindest ein Elfmeter gepfiffen wird. <br />
<br />
<strong class='bbc'>ÜBERRASCHENDE ERGEBNISSE</strong><br />
<br />
Der englische Universitätsprofessor Dr. Tunde Buraimo hat 1520 Spiele der englischen Premier League untersucht und die Ergebnisse dem Fußballautor Simon Kuper und dem Ökonomen Stefan Szymanski übermittelt. Kuper und Szymanski veröffentlichten in ihrem Buch „Soccernomics“ zwei Tabellen, die zeigen, dass Strafstöße fast keinen Einfluss auf die zu erwartenden Ergebnisse haben. In den 1520 untersuchten Partien konnte die von den Buchmachern favorisierte Mannschaft insgesamt 51.32% der Spiele gewinnen. 27.57% aller Partien ging unentschieden aus. Die Mannschaft, die als Außenseiter in das Spiel ging, gewann 21.12%  aller Partien. In 286 der 1520 Partien gab es einen Elfmeter. In diesem Fall gewann der Außenseiter zu 23.43% und 25.17% aller Partien endeten mit einem Unentschieden. Die Chance, dass der Favorit die Partie gewann veränderte sich nur um 0.08%! Statt 51.32% gewann der Favorit 51.40% aller Partien, wenn es einen Elfmeterpfiff in der Partie gab. Wir sehen also, dass die Elfmeter-Regel INSGESAMT keinerlei Auswirkungen darauf hat, ob ein Favorit die Partie gewinnt, oder nicht.<br />
<br />
<strong class='bbc'>HAT DIE HEIMMANNSCHAFT EINEN VORTEIL WENN ES EINEN ELFMETER GIBT?</strong><br />
<br />
Von den 1520 Partien gewannen die Heimmannschaften 719 Spiele, was genau 47.30% entspricht. Die Auswärtsteams durften 416 Mal drei Punkte mit nach Hause nehmen (27.37%) und 385 Mal kam es zu einer Punkteteilung (25.33%). Auch hier verändern sich die Gewinnwahrscheinlichkeiten nur geringfügig, wenn es in einer Partie einen Elfmeterpfiff gibt. In diesen 286 Fällen gewannen die Heimmannschaften 49.65% der Partien, 22.38% der Begegnungen endeten mit einem Unentschieden und die Auswärtsteams gewannen 27.97% aller Spiele. Auch hier halten sich die Unterschiede in Grenzen und Ökonom Stefan Szymanski ist sich sicher, dass die Differenzen geringer werden, je mehr Daten analysiert werden.<br />
<br />
<strong class='bbc'>FAZIT</strong><br />
<br />
Es bestreitet niemand, dass Elfmeter einzelne Partien entscheiden können. Wenn man eine große Datenmenge analysiert, macht es INSGESAMT jedoch (fast) keinen Unterschied, ob ein Elfmeter gegeben worden ist, oder nicht. Wenn die FIFA von heute auf morgen den Elfmeter abschaffen würde, hätte das so gut wie keinen Einfluss auf die zu erwartenden Ergebnisse. Die Heimmannschaften hätten nach wie vor eine Gewinnchance von knapp unter 50% und die Favoriten würden weiterhin 51% aller Partien gewinnen – egal ob mit, oder ohne Elfmeter!<br />
<br />
Im nächsten Teil dieser Serie beschäftigen wir uns ein wenig mit Spieltheorie und sehen unter anderem, dass Spickzettel für Tormänner beim Elfmeterschießen sinnlos sind.<br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 13:03:45 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Elfmeter – Geschichte, Statistiken, Spieltheorie und mehr (Teil 1)</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/elfmeter-geschichte-statistiken-spieltheorie-und-mehr-teil-1-r349</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>In dieser Serie befassen wir uns mit allen Aspekten des Strafstoßes. Neben der Entstehungsgeschichte sehen wir uns ausführliche Statistiken an und beschäftigen uns mit Spieltheorie, die anhand von praktischen Beispielen verständlich dargelegt wird. Im ersten Teil geht es um die Geschichte des Strafstoßes und warum die Entfernung des Elfmeterpunktes perfekt gewählt wurde.</em><br />
<br />
<br />
<br />
Die meisten von euch werden sich an das Handspiel von Luis Suarez im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika erinnern. In der 121. Minute bewies der Stürmer seine Tormannqualitäten und klärte den Ball mit der Hand auf der Linie. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter und schickte den Uruguayer mit einer roten Karte vom Platz. Auch wenn Gyan den anschließenden Elfmeter verschoss, hatte er vor seinem Versuch zumindest eine 75-prozentige theoretische Chance, dass er treffen würde. Hätte sich diese Situation jedoch vor etwa 120 Jahren abgespielt, dann hätte es einen Freistoß ein paar Zentimeter vor der Torlinie gegeben. Da sich der Tormann damals direkt vor den Ball stellen durfte, hatte der Schütze so gut wie keine Aussicht auf einen Erfolg.<br />
<br />
<strong class='bbc'>WIE ALLES ANFING</strong><br />
<br />
So geschah es auch im Rahmen des Viertelfinalspiels des FA-Cups, als bei der Partie zwischen Stoke City und Notts County ein Spieler der Gastmannschaft beim Stand von 0:1 einen Ball in der letzten Minute mit der Hand abwehrte. Der anschließende Freistoß blieb aus den oben erwähnten Gründen ohne Erfolg und die Gastmannschaft rettete den Auswärtssieg über die Zeit. Die Empörung war groß, insbesondere weil sich dieses unsportliche Verhalten, das in der damaligen Zeit als gar nicht “gentlemanlike“ angesehen wurde, zunehmend häufte. Noch im selben Jahr wurde der Strafstoß eingeführt und Billy Heath von den Wolverhampton Wanderers hatte im Spiel gegen Accrington F.C. die große Ehre der erste Strafstoßschütze der Geschichte zu werden. Er ließ sich diese Chance nicht entgehen und seine Mannschaft gewann souverän mit 5:0.   <br />
<br />
<strong class='bbc'>WARUM GERADE 11 METER?</strong><br />
<br />
In Wahrheit beträgt die Distanz gar nicht genau 11 Meter, sondern 10.9728 Meter. Diese unrunde Zahl ergibt sich aus der Umrechnung der 12 Yards, die in den Regeln festgelegt wurden. Diese 12 Yards wurden nicht zufällig gewählt, sondern ergeben sich aus einer geometrischen Konstruktion: Wenn man die Linien vom Fünfmeterraum bis zur Grenze des Strafraums verlängert und dann zwei Diagonalen zieht, dann ist der Mittelpunkt dieser Diagonalen genau 12 Yards von der Torlinie entfernt.<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Elfmeter_500x.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Elfmeter_thump.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
<strong class='bbc'>WARUM DIESE ENTFERNUNG IDEAL IST?</strong><br />
<br />
Seit der Einführung des Elfmeters gab es einige Regeländerungen: Bis zum Jahr 1902 gab es keinen Punkt, sondern eine Linie, die in 12 Yards Entfernung parallel zur Torlinie verlief. Die Schützen konnten von einem beliebigen Punkt dieser Linie schießen, wobei sie sich den Ball natürlich fast immer in die Mitte legten. Bis 1905 durfte der Tormann den Winkel verkürzen und fünf Meter vor der Torlinie stehen. Die Entfernung selbst wurde jedoch nie verändert, da sie sich als ideal herausstellen sollte. Der englische Physiker John Wesson, der auf unterschiedlichen Feldern mathematische Methoden anwendet, stellte für sein Buch “The Science of Soccer“ fest, wie hoch die Trefferquote für einen unbehinderten Torschuss aus unterschiedlichen Entfernungen ist. Wenn sich ein Schütze die Distanz selbst aussuchen dürfte, dann sollte er sich für eine Entfernung von drei Metern entscheiden, da er aus diesem Abstand zu fast 100 Prozent treffen wird. Mit zunehmender Entfernung sinkt die Trefferquote. Bei 11 Metern Entfernung hat der Schütze eine Erfolgsaussicht von etwa 75%. Wenn der Schütze aus 18 Metern antreten würde, dann würde sich die Lage komplett umkehren, denn dann hätte der Schütze nur noch eine Trefferwahrscheinlichkeit von ungefähr 25%.<br />
<br />
Die Distanz von 11 Metern scheint in diesem Hinblick richtig gewählt worden zu sein, um einerseits den Gegner von einem Torraub abzuschrecken, andererseits aber dem Tormann noch immer eine Abwehrmöglichkeit zu lassen. Trotzdem ist der Elfmeter natürlich immer wieder Gegenstand hitziger Diskussionen, da zahlreiche Trainer nach einem verlorenen Spiel gerne von den Unzulänglichkeiten der eigenen Mannschaft ablenken und den Ausgang des Spiels auf eine Elfmeter- oder Abseitsentscheidung reduzieren. Es streitet niemand ab, dass Elfmeter einzelne Partien entscheiden können. Im zweiten Teil dieser Serie werden wir aber feststellen, dass sich auf lange Sicht an den Resultaten nichts ändern würde, wenn von heute auf morgen der Strafstoß abgeschafft wird.<br />
<br />
Stefan Karger – www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 11:00:59 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Fußball/verrückt: Wieviel ist Taktik, wieviel ist Können, wieviel ist Zufall?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/fussballverruckt-wieviel-ist-taktik-wieviel-ist-koennen-wieviel-ist-zufall-r323</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>"Geht nicht, gibt's nicht" ist man geneigt zu sagen, aber in Zeiten der österreichischen Dauerdiskussion um den Teamchef ist bei beiden Spielen eines zu beobachten, nämlich dass jeder Trainerfachmann - und als solche gelten Mourinho, Guardiola, Gludovatz und Moniz - nur so gut ist, wie die elf Mann, die er aufstellt. Was die aus den Vorgaben machen, wenn der Gegner weiß, was zu tun ist, ist nämlich letzten Endes Spielersache.</em><br />
<br />
Teamchef Dietmar Constantini ist bekanntermaßen nicht das, was gemeinhin als Taktikfuchs beschrieben wird, nach mehr als zwei Jahren kann die österreichische Nationalmannschaft gerade zwei Spielsysteme praktizieren und die auch nur dann, wenn sich alle lieb haben. Dennoch erkennt er in seinem 4-2-3-1 gegen die Slowakei, dass es wenig Sinn macht, einen Spieler wie Martin Harnik an die Leine zu legen. Der gebürtige Deutsche ist schlichtweg genialer Wahnsinn, ein gewiefter Arbeiter, der durch geniale Momente Torchancen kreieren kann, die kein Trainer am Reißbrett entwerfen kann. Am Sonntag hatte der Fußballfan schließlich die Möglichkeit, individuelle Klasse und das Möglichmachen dieser in zwei weiteren Partien zu sehen. Im Gegensatz zu so manchem Opinionleader in Print- und Online-Medien sind gewisse Tore nicht planbar - denn sie basieren und passieren auf und durch individuelle Stärke.<br />
<br />
<strong class='bbc'>LEONARDO, ALAN UND MADER</strong><br />
<br />
Die Brasilianer, die die „Roten Bullen“ seit einigen Wochen unterstützen, mögen hin und wieder im Kopf ein kleines Problem haben, ihre ballesterischen Fähigkeiten sind jedoch unbestritten. Enge Ballführung, gute Körpertäuschungen - da hilft dann auch kein Defensivkonzept der Welt mehr, wenn durch ein Dribbling gleich mehrere Verteidiger stehen gelassen werden. Ein weiteres Beispiel ist der Anschlusstreffer von Florian Mader. Beim Großteil der Schützen auf nationaler wie internationaler Ebene sind Schüsse aus dem Halbfeld meist leichte Beute für die Torhüter, nicht so bei Flo Mader. Der Tiroler kann das einfach und das zögerliche Attackieren von Leitgeb und Cziommer hätte so gut wie keinen Einfluss, wenn es eben nicht ausgerechnet dieser Spieler gewesen wäre, der abzog.<br />
<br />
<strong class='bbc'>BENZEMA, VILLA, MESSI - UND THOMAS GEBAUER</strong><br />
<br />
Beim Duell Spielfreude versus Taktik entschieden auch die genialen Momente. Benzema spielte Özil wunderbar frei und passte quasi im Fallen noch genau so, dass der Deutsche ungehindert einnetzen kann. Die beiden Tore des FC Barcelona waren überhaupt nicht mehr zu verteidigen. Wie David Villa den Ball trotz enger Deckung in den Winkel dreht, wie Messi wie ein heißes Messer durch das königliche Abwehreis schmilzt - einfach nur wunderbar und schön anzusehen. Real konnte diese Tore nicht verhindern. Sie passieren einfach und auch der Gegner muss das neidlos anerkennen. Ein paar Stunden früher konnte man auch beobachten, was Fußball noch ist: Zufall. Ein Rückpass auf Ried-Goalie Thomas Gebauer, eine Unachtsamkeit seinerseits und der Ball kullert seelenruhig zum 0:2 ins Netz. Heinz Hochhauser meinte in der Pause, dass "so etwas einmal in der Karriere vorkommt", Karel Brückner tröstete Petr Cech nach einem derartigen Fehler mit den Worten, dass er "schon so viele Punkte gerettet hatte", dass er ihm trotz des spielentscheidenden Fehlers keinen Vorwurf machen würde.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE FORDERUNG NACH MEHR REALISMUS</strong><br />
<br />
Fußball ist nur bedingt planbar, ein Matchplan aber unumgänglich. Die Mannschaft sollte zu jedem Zeitpunkt des Spieles wissen, was sie zu tun hat. Und hier ist er, der Konjunktiv. Dortmund verliert durch einen Freistoß gegen Hoffenheim, der in den meisten Fällen ungefährlich ist. Ist Jürgen Klopp, eine Woche nach dem Traumfußball gegen den Hamburger SV, nun kein guter Trainer mehr? Alle Taktik, jeder Matchplan beim Teufel? Ist Fußball doch nur Glück und Pech? Nein, Fußball ist alles. Es ist die diszipliniert verschiebende Viererkette, es ist der perfekt über die Seite im Dreieck vorgetragene Angriff, es ist das sekundenschnelle hinter-den-Ball-Kommen bei Ballverlust, es ist der Freistoßtrick, der die Verteidigung auseinander reißt. Fußball ist aber auch das über-den-Ball-drüber-Rasieren, der Tausenguldenschuss, die perfekte Schusstechnik aus unmöglicher Position, der Solo-Lauf über das halbe Feld und das Gurkerl, das beim Überspielen ein Tor ermöglicht.<br />
<br />
Der Vergleich dieser drei Spiele fördert zu Tage, dass bei zu wenig Taktik (Constantini) Glück und Pech entscheiden können, dass bei guter Taktik (Moniz, Gludovatz) das selbe der Fall ist und dass auch Übertrainer (Mourinho, Guardiola) machtlos sind, wenn ein Spieler das Unmögliche versucht. Fußball ist alles - und darum lieben ihn Milliarden Fans.<br />
<br />
Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 21:04:39 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Disziplinen des Fußballs, Teil 4: Hallenfußball</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/disziplinen-des-fussballs-teil-4-hallenfussball-r242</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der Hallenfußball hat in Österreich große Tradition, auch wenn dies den momentan handelnden Personen nicht bewusst zu sein scheint. Im Gegensatz zur offiziellen Variante Futsal wird mit Bande auf einem deutlich größeren Feld gespielt. Neben Österreich gibt es auch in Deutschland eine Hallenkultur, die sich ein wenig von unserem Parkettzauber unterscheidet. Beiden gemein ist allerdings die Bandenbegrenzung.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>ZAHLEN UND FAKTEN</strong><br />
<br />
Österreich<br />
Spielfeld -	49m mal 30m; Parkett<br />
Tore -	2m hoch, 5m breit<br />
Spieler -	5 Feldspieler +Tormann<br />
Dauer -	2 mal 12 Minuten (netto)<br />
<br />
Deutschland:<br />
Spielfeld - 40m mal 20m, Kunstrasen<br />
Tore - 2m hoch, 5m breit<br />
Spieler - 4 Feldspieler + Tormann<br />
Dauer - 2 mal 10 Minuten (brutto)<br />
<br />
<strong class='bbc'>BESONDERHEITEN IM REGELWERK</strong><br />
<br />
Im Gegensatz zum Feld gibt es in der Halle Zeitstrafen, welche durch blaue Karten angezeigt werden. Ebenso wie bei den andern bisher vorgestellten Varianten gibt es auch im Hallenfußball keine Abseitsregelung.<br />
In Österreich ist in der letzten Spielminute kein Spielertausch mehr möglich, wobei sich im Hallenfußball die Reihen durchgesetzt haben, fliegende Wechsel also äußerst selten vorkommen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>GESCHICHTE</strong><br />
<br />
Der Hallenfußball hat, besonders in Wien, eine riesige Tradition. Pepi Argauer organisierte 1959 das erste Stadthallenturnier. Premierensieger, der erste von 19 Triumphen, Austria Wien. 47 Auflagen gab es seither. Erst seit 1965 wird auf Parkett gespielt, davor spielte man auf einer Plastikauflage. <br />
Vor allem ältere Generationen schwärmen vom Stil der in der Halle gepflegt wurde. Die legendäre Reihe der Veilchen mit Prohaska, Obermayer, Sara, Daxbacher und Baumeister gilt bis heute als die Beste, die jemals in der Halle agierte. (Kostprobe siehe unter Links)<br />
<br />
<strong class='bbc'>CHARAKTERISTIK, RÜCKBLICK UND WÜNSCHE FÜR DIE ZUKUNFT</strong><br />
<br />
Die Halle diente seit jeher als Überbrückung der Winterpause. Es wurde ursprünglich weit weniger intensiv gespielt als auf dem Feld. Schöne Kombinationen, gefällige Tricks und viele Tore, so sollte Hallenfußball sein. Mitte der Neunziger Jahre der Tiefpunkt: Das Finale 1996 endet mit 1:0, weil Manfred Schmid Michael Konsel bezwingen kann. Auch wenn danach wieder ein spielerischer Aufschwung mit mehr Toren Einzug gehalten hat, ist das Hallenturnier mittlerweile eine Last für die Großvereine Austria und Rapid, sodass es in den beiden letzten Jahren kein Turnier gab. Beim letzten Turnier 2009 blamierte sich die Austria als Letzter, während Rapid immerhin bis ins Halbfinale vorstoßen konnte (bei 6 teilnehmenden Mannschaften), wo man sich aber dem Wiener Sportklub mit 2:7 geschlagen geben musste. Sieger war übrigens zum ersten Mal in der Geschichte die Vienna.<br />
<br />
Offenbar herrscht bei den Vereinen die Überzeugung, dass das Turnier von den Topspielern der Mannschaft lebt und nur mit diesen Zuspruch bei den Fans findet. Wahr ist aber vielmehr, dass man die Fans beim letzten Mal belogen hat, indem man die Stars versprochen hat (entsprechend teure Karten) und dann mit einer lustlosen Mannschaft aufgetreten ist. Diese Kritik ist nicht falsch zu verstehen, das Finale Sportklub - Vienna hatte neben dem Kultfaktor auch spielerisch einiges zu bieten, aber die Großklubs müssen einsehen, dass es um die Vereine selbst geht. Man muss so ein Event als Chance verstehen, sich den Fans zu präsentieren. Jeder wird verstehen, wenn man nicht mit den „Topstars“ antritt, und wenn man vorher erklärt, mit Amateurspielern zu spielen (und gleichzeitig die Preise reduziert), wird die Halle trotzdem voll, weil sich der Wiener Fußballfan immer über Fußball in den Weihnachtsferien freuen wird. <br />
So wird der Hallenfußball hoffentlich schon bald ein Comeback feiern.<br />
<br />
<strong class='bbc'>VIDEOS</strong><br />
<br />
Zum Schluss gibt es noch zwei Videos, die den Unterschied (und Gemeinsamkeiten) zwischen Österreich und Deutschland beweisen sollen.<br />
<br />
Zusammenfassung Derby (1980)<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/ZVyamwOYdzA"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/ZVyamwOYdzA" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object> <br />
<br />
Legendenspiel Werder- Galatasaray<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/BpoWXd2JfO4"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/BpoWXd2JfO4" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object> <br />
<br />
Patrick Redl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 11:03:38 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Disziplinen des Fußballs, Teil 2: Beach Soccer</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/disziplinen-des-fussballs-teil-2-beach-soccer-r223</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der zweite Teil der Serie beschäftigt sich mit dem Strandfußball und dessen Eigenheiten. Die Dominanz der Brasilianer kommt nicht von ungefähr und erklärt sich mit einem Blick auf die Historie.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>ZAHLEN UND FAKTEN</strong><br />
<br />
Spielfeld: 35m-37m lang, 26m-28m breit, der Sand muss mindestens 40 cm tief und gesiebt sein<br />
Strafraum: 9m, durch 2 gelbe Fahnen am Spielfeldrand markiert<br />
Strafstoßpunkt: 9m vom Tor entfernt<br />
Tore: 2,2 m hoch, 5,5m breit<br />
Spieler: 4 Feldspieler+ Tormann (fliegende, unbegrenzte Wechsel)<br />
Ball: Größe 5, 04-0,6 bar Druck<br />
Dauer: 3 mal 12 Minuten <br />
<br />
<strong class='bbc'>BESONDERHEITEN IM REGELWERK</strong><br />
<br />
Rückpassregel: Der Tormann darf einen Rückpass einmal pro Ballbesitz seines Teams den Ball in die Hand nehmen. Bei Freistößen wird keine Mauer gebildet. Wird der Freistoß aus der eigenen Hälfte ausgeführt dürfen die Spieler zwar zwischen Ball und Torlinie stehen, jedoch nicht zwischen Ball und Tor (d.h. der Kegel zwischen Ball und Tor muss frei bleiben [Zentralachse]). Der Freistoß ist vom gefoulten durchzuführen, sofern dieser nicht verletzt ist. Torabwürfe und Standardsituationen sind innerhalb von fünf Sekunden durchzuführen, um das Spiel zu beschleunigen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>GESCHICHTE</strong><br />
<br />
Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts wurde an brasilianischen Stränden gekickt. Waren es damals vor allem europäische Seeleute avancierte der Sport bald zu einem brasilianischen Volkssport.<br />
1957 wurden die ersten offiziellen Turniere durchgeführt. Erste verbindliche Regeln gab es 1992. 1995 wurde die erste Weltmeisterschaft (Sieger: Brasilien) durchgeführt.<br />
1998 wurde die European Pro BeachSoccer League gegründet. Mittlerweile erfreut sich Beachsoccer immer größerer Beliebtheit, und auch Fernsehübertragungen (hauptsächlich Eurosport bzw. Eurosport2) werden angeboten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>CHARAKTERISTIK</strong><br />
<br />
Im Gegensatz zu den andern Varianten des Fußballspiels ist es beim Beachsoccer nicht möglich den Ball flach am Boden zu halten, um das Spiel zu beschleunigen. Bei Schussvorlagen muss der Ball in die Luft gebracht werden. Somit zählen Volleyschüsse zu den meistgebrauchten Versuchen. Vor allem Fallrückzieher werden überdurchschnittlich oft versucht, ein Aspekt, der auch den Zuschauern gefällt. Durch die Beschaffenheit des Sandes stellen Aufsitzer die Torhüter vor gröbere Probleme, weil diese relativ einfach zu produzieren, aber umso schwerer zu berechnen sind. Ebenso einzigartig ist die Vorbereitung auf einen Freistoß, wo ein Kegel aufgehäuft wird, um den Ball darauf zu platzieren, um eine bessere Position zu erhalten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>BEWERBE</strong><br />
<br />
Seit 1995 wird alljährlich eine Weltmeisterschaft veranstaltet (ab 2009 im Zweijahres-Rhythmus). Bei 13 von 15 Turnieren krönte sich Brasilien zum Weltmeister. Je einmal konnten Portugal (2001) bzw. Frankreich (2005) einen Titelgewinn der Selecao verhindern. Bis 2007 fand jede WM in Brasilien statt.  2011 findet die WM Anfang September in Italien statt. 16 Mannschaften konnten sich qualifizieren und treten in 4 Vierergruppen gegeneinander an. (Link folgt)<br />
Neben den Weltmeisterschaften gibt es auch alljährlich eine Europameisterschaft sowie eine europäische Liga, die zwischen Juli und August durch Europas Städte tourt.<br />
<br />
<strong class='bbc'>LINKS</strong><br />
<br />
<a href='http://de.fifa.com/beachsoccerworldcup/index.html' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>WM in Italien</a> <br />
<a href='http://www.beachsoccer.com/' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Informationen zu den Bewerben findet man hier</a> <br />
<a href='http://www.art-g.at/beachsoccer/' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Beachsoccer in Österreich</a> <br />
<a href='http://www.youtube.com/watch?v=Q0E-lGKiCr8' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Videozusammenschnitt</a> <br />
<br />
Patrick Redl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 01:24:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">43cca4b3de2097b9558efefd0ecc3588</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Diszplinen des Fußballs, Teil 1: Die bandenlosen Ballzauberer des Futsal</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/diszplinen-des-fussballs-teil-1-die-bandenlosen-ballzauberer-des-futsal-r216</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>„Normaler“ Fußball ist hinlänglich bekannt, weil es aber auch andere Varianten unseres geliebten Sports gibt, hat sich abseits.at mit diesen beschäftigt. Im ersten Teil unser fünfteiligen Reihe über die verschiedenen Varianten des Fußballsports, geht es um Futsal.</em><br />
<br />
Beim Futsal handelt es sich um die von der FIFA anerkannte Version des Hallenfußballs. Der Begriff leitet sich von der spanischen Bezeichnung für Hallenfußball ab (fútbol sala).<br />
<br />
<strong class='bbc'>ZAHLEN UND FAKTEN</strong><br />
<br />
Spielfeld: 25m-42m lang; 15m-25m breit<br />
Strafraum: Viertelkreis, 6m Radius von den Torstangen aus<br />
Strafstoßpunkte: 6m von der Torlinie entfernt, bzw. 10m vom Tor entfernt<br />
Tore: 2m hoch, 3m breit (=Handballtore)<br />
Spieler: 4 Feldspieler +Tormann (max. 7 Wechselspieler, unbegrenzte, fliegende Wechsel)<br />
Ball: Größe 4 (0,4-0,6 bar Druck&#61664; verminderte Sprungeigenschaft)<br />
Dauer: 2 mal 20 Minuten (Nettospielzeit)<br />
<br />
<strong class='bbc'>BESONDERHEITEN IM REGELWERK</strong><br />
<br />
Im Gegensatz zum Fußball gibt es, ähnlich dem Basketball, Teamfouls, das bedeutet, dass ab dem 6. Foul/Halbzeit gesonderte Durchführungsbestimmungen für den Freistoß in Kraft treten. Der Freistoß wird vom 10m Punkt direkt ausgeführt, dabei müssen alle Spieler hinter dem Ball stehen(keine Mauer!). Generell ist das Grätschen (Ausnahme: Tormann) untersagt. Außerdem ist es dem Torhüter nach Rückpass nur eine einzige Ballberührung gestattet. Weiters muss jeder ruhende Ball innerhalb von 4 Sekunden abgespielt werden.<br />
Anstelle des Einwurfs tritt der Einkick.<br />
<br />
<strong class='bbc'>GESCHICHTE</strong><br />
<br />
Entstanden ist diese Variante des Fußballspiels in den 1930er Jahren in Südamerika. Der Sportlehrer Juan Carlos Ceriani aus Uruguay entwickelte diese Version für den Sportunterricht von Jugendlichen.<br />
1952 wurde in Sao Paulo die erste Futsal Liga gegründet und 1989 wurde die Sportart von der FIFA anerkannt. Seit 1989 werden auch Weltmeisterschaften ausgetragen. Der erste und letzte (2008) Weltmeister ist Brasilien, die sich die Futsal Krone 4 Mal aufsetzen konnte. Einziger weiterer Titelträger ist Doppelweltmeister Spanien.<br />
<br />
<strong class='bbc'>CHARAKTERISTIK</strong><br />
<br />
Durch die fehlende Begrenzung durch Banden und die relativ kleine Spielfläche ist eine tadellose Ballbehandlung unerlässlich. Bevorzugt wird der Ball flach gehalten, da die Zeit für eine Annnahme und Weiterverarbeitung aus der Luft in den meisten Fällen nicht ausreicht bzw. müssen hohe Bälle oftmals direkt übernommen werden.. Besonders beliebt ist der Doppelpass inklusive Freilaufens, da dies eine optimale Ausnützung des vorhandenen Raums darstellt.<br />
<br />
<strong class='bbc'>BEWERBE</strong><br />
<br />
Wie bereits weiter oben erwähnt, werden im 4 Jahres Rhythmus Weltmeisterschaften ausgetragen. Die nächste findet im November 2012 in Thailand statt, wobei erstmals 24 Nationen teilnehmen werden.<br />
Ebenfalls 2012 (im Februar) findet die nächste EM in Kroatien statt. Neben den Gastgebern haben sich Spanien, Russland, Portugal, Tschechien, Ukraine, Italien, Aserbaidschan, Serbien, Türkei, Rumänien und Slowenien qualifiziert. Diese zwölf Teams teilen sich auf vier Dreiergruppen auf, wobei die beiden Erstplatzierten das Viertelfinale erreichen werden. Österreich trat in der Qualifikation nicht an.<br />
<br />
Selbstverständlich gibt es auch internationale Bewerbe für Klubvereine. Der UEFA Futsal Cup findet alljährlich auch mit österreichischer Beteiligung statt. Mitte August trifft Österreichs Serienmeister Stella Rossa Wien in der Hollgasse auf Györ (Ungarn), Helvecia London (England) und Tallin (Estland) (14.8.-17.8). Der Sieger des Turniers qualifiziert sich für den Hauptbewerb. <br />
Zum Kader der Wiener zählen übrigens Hallengrößen wie Thomas Flögel (5-maliger Stadthallensieger) oder Markus „Magic“ Aigner (seines Zeichens Sieger und Spieler der Stadthallenturniere 2001 und 2002), sowie die ehemaligen Bundesligaspieler Jürgen Leitner, Thomas Darazs und Herbert Gager.<br />
<br />
Abschließend einige Links zur weiteren Vertiefung:<br />
* <a href='http://www.futsal.at/' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Futsal in Österreich</a> <br />
* <a href='http://de.uefa.com/futsalcup/index.html' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Futsal UEFA</a> <br />
* <a href='http://www.stellarossa.at/index.php' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Homepage von Stella Rossa</a> <br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/Q9m6EAfVClY"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/Q9m6EAfVClY" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<br />
Patrick Redl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 16:36:15 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Krimi in Székesfehérvár – Sturm Graz trotz Niederlage weiter</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/krimi-in-szekesfehervar-sturm-graz-trotz-niederlage-weiter-r214</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Nach einer 90-minütigen Nervenschlacht, die Sturm-Graz-Trainer Franco Foda nach eigenen Angaben drei Jahre seines Lebens kostete, stehen die “Blackies“ in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League. Besonders die ersten 45 Minuten hatten es in sich, denn alle fünf Treffer fielen in der ersten Halbzeit.</em><br />
<br />
<br />
<br />
Videoton-Trainer Paulo Sousa erzählte in der Pressekonferenz vor dem Spiel, dass er mit Juventus Turin in der Saison 1995/96 einen 0:1-Rückstand gegen Real Madrid im Rückspiel umdrehen konnte und anschließend die Champions League gewann. Er sprach davon, dass internationale Bewerbsspiele eigene Gesetze haben und dass seine Spieler verstehen müssen, dass ein Aufstieg gegen Sturm Graz im Bereich des Möglichen liegt. Diese Ansprache verfehlte nicht ihre Wirkung, denn Videoton übernahm ab der ersten Minute das Kommando und setzte Sturm Graz unter Druck.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE STARTAUFSTELLUNGEN BEIDER MANNSCHAFTEN</strong><br />
<br />
So wie im Hinspiel setzte Paulo Sousa auf ein 4-1-4-1-System, das darauf abzielte, im Mittelfeld ein Übergewicht herzustellen und die Räume eng zu machen. Personell hatte der Portugiese im Rückspiel mehr Möglichkeiten, da der zentrale Mittelfeldspieler György Sándor wieder fit wurde und den 32jährigen Attila Polonkai auf die Ersatzbank verdrängte. Jungstar András Gosztonyi wechselte von der rechten auf die linke Seite und Daniel Nagy nahm dessen Platz im rechten Mittelfeld ein. Ansonsten veränderte Sousa seine Mannschaft auf keiner Position, was bedeutete, dass der Portugiese weiterhin auf Tormann Tujvel setzte und Mladen Bozovic wie im Hinspiel auf der Ersatzbank Platz nahm. <br />
<br />
Wie sein portugiesischer Kollege änderte Franco Foda nichts am System, stellte aber ebenfalls sein Mittelfeld um. Der Sturm-Graz-Trainer setzte wie in Klagenfurt auf ein 4-4-1-1-System mit Imre Szabics als einziger Spitze. Im Mittelfeld begann Patrick Wolf anstelle des verletzten Haris Bukva, wobei Andreas Hölzl auf der linken Seite auflief und Wolf im rechten Mittelfeld für gefährliche Situationen sorgte. Dominik Pürcher bekam auf der linken Abwehrseite den Vorzug gegenüber Neuzugang Popkhadze, was sich als Fehler herausstellen sollte, den Franco Foda in der zweiten Halbzeit korrigierte. <br />
<br />
<strong class='bbc'>EINE VERRÜCKTE ERSTE HALBZEIT</strong><br />
<br />
Videoton übernahm ab der ersten Minute das Kommando und setzte die “Blackies“ von Beginn an unter Druck. Die Ungarn gewannen mehr Zweikämpfe im Mittelfeld und profitierten von zahlreichen Fehlpässen der Gastmannschaft. Der brasilianische Stürmer Alves konnte sich im Rückspiel nie richtig in Szene setzen, bereitete der gegnerischen Abwehr aber dennoch einige Sorgen, da er sich im Ballbesitz oftmals zurückfallen ließ um seiner Bewachung zu entkommen. Wenn er von einem Innenverteidiger verfolgt wurde, dann öffneten sich Räume in der Viererkette, in die die Mittelfeldspieler Elek, Sandor und Nagy stießen. Auf diese Weise geriet die Viererkette der Grazer einige Male ins Wanken und es war nicht zu übersehen, dass ein Abwehrorganisator à la Schildenfeld an allen Ecken und Enden fehlte. <br />
<br />
Es dauerte bis zur 27.Minute, ehe die überlegenen Ungarn den ersten Treffer erzielen konnten. Davor hatte Sturm Graz insbesondere auf der linken Seite große Schwierigkeiten, da Hölzl und Pürcher mit Brachi und Nagy heillos überfordert waren. Das erste Tor fiel jedoch über die rechte Seite der Grazer. Die Situation wirkte zunächst nicht allzu gefährlich, da sich Sturm Graz in Überzahl befand:<br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm1_1.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>Der technisch starke Gosztonyi dribbelt mit dem Ball auf der rechten Seite. Standfest ist sein direkter Gegenspieler, Feldhofer sichert ab, falls Gosztonyi am rechten Verteidiger vorbeikommt. Burgstaller bewacht im Abwehrzentrum Alves. Der linke Verteidiger Pürcher sollte ein wenig weiter Richtung Ball verschieben. Die zentralen Mittelfeldspieler Koch und Weber befinden sich in Rückwärtsbewegung und traben mit ihren Gegenspielern mit, wobei Koch in weiterer Folge Akos Elek aus den Augen verlieren wird.</em><br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm1_2.JPG' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>Gosztonyi zieht nach innen und wird schlecht von Standfest attackiert, der damit gerechnet hat, dass er gerade zur Grundlinie dribbeln wird. Die entscheidende Geste macht der Brasilianer Alves, der auf die Seite zieht und den zweiten Innenverteidiger weglockt, sodass Elek in das Loch zwischen Pürcher und Burgstaller stoßen kann. Der Brasilianer hatte diesen Spielzug schon Sekunden zuvor geplant, denn ohne sich umzudrehen deutet er Gosztonyi mit dem linken Arm an, dass er den Pass auf Elek spielen soll. </em><br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm1_3.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>Nun nehmen die Dinge ihren Lauf: Gosztonyi spielt im perfekten Moment den tödlichen Pass. Der Abstand zwischen Burgstaller und Pürcher ist zu groß. Auch Koch wird sich anhören müssen, dass er Elek ziehen ließ.</em><br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm1_4.JPG' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>Elek nimmt den Ball im vollen Lauf an und zieht aus etwa 12 Metern ab. Pürcher und Burgstaller kommen zu spät und Tormann Gratzei hat keine Chance. Eine sehr schöne Aktion der Ungarn, die die Stellungsfehler der Grazer Hintermannschaft perfekt ausnutzten.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>AUSGLEICH SORGT FÜR HEFTIGE DISKUSSIONEN</strong><br />
<br />
Die Grazer hatten unmittelbar nach dem Führungstreffer die perfekte Antwort parat und erzielten den Ausgleich, der bei den Ungarn zahlreiche Diskussionen hervorrief, da der Linienrichter eine krasse Fehlentscheidung traf und die Fahne hob. Schiedsrichter Aleksander Stavrev behielt jedoch den Überblick und bewies Mut, da er den Ausgleich der Gastmannschaft anerkannte und sich nicht auf seinen Assistenten verließ. Eine Annullierung des Treffers wäre doppelt bitter gewesen, da Wolf nicht im Abseits stand und der Pass zudem von einem Gegner kam, wie diese Bilder beweisen:<br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm2_1.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>Standfest wirft auf der rechten Seite ein und der Ball gelangt über Umwege zu Muratovic, der in Bedrängnis zurück passen möchte. Der defensive Mittelfeldspieler Nikola Mitrovic fängt den Ball jedoch so unglücklich ab, dass daraus eine perfekte Vorlage für Wolf entsteht, der in weiterer Folge bis zur Grundlinie geht und ideal für Andreas Hölzl aufspielt.</em> <br />
<br />
<strong class='bbc'>WEITERER STELLUNGSFEHLER FÜHRT ZUM 2:1</strong><br />
<br />
Die Freude über den Ausgleich währte nur kurz, denn nur vier Minuten später gingen die Hausherren abermals in Führung. <br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm3_1.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>Alves gelingt es abermals die Innenverteidigung der Grazer zu zerreißen, sodass Györgyi Sandor in das entstandene Loch sprinten kann. Der Abstand zwischen Pürcher und Burgstaller ist zu groß.</em><br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm3_2.JPG' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>Der Pass über das halbe Spielfeld kommt genau in den Lauf von Sandor, der dann Ball perfekt annimmt. Pürcher kann nicht mehr entscheidend eingreifen.</em><br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm3_3.JPG' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>Sandor verwandelt ohne Mühe – Gratzei hat auch bei diesem Treffer keine Chance</em><br />
<strong class='bbc'><br />
EIN GESCHENK VON TORMANN TUJVEL</strong><br />
<br />
In der 39.Spielminute wurde Sousa für seine eigenwillige Personalentscheidung auf der Torhüterposition bestraft. Der Portugiese verbannte den früheren Stammtorhüter Mladen Bozovic auf die Eratzbank und vertraute stattdessen dem Slowaken Tomás Tujvel. Bozovic ist 16-facher montenegrinischer Nationalspieler und brachte mit seinen Paraden selbst das englische Nationalteam zur Verzweiflung. Der Pressesprecher der Ungarn bestätigte auf Anfrage von abseits.at, dass Bozovic nicht angeschlagen war und ohne Probleme hätte spielen können. Sousa entschied sich jedoch in beiden Spielen für den Slowaken, was bei den Videoton-Fans auf großes Unverständnis stieß, da Bozovic über große Klasse verfügt und ohne Probleme in einer großen Liga spielen könnte. <br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm4_1.JPG' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>Nach einem Eckball steigt Feldhofer in die Höhe und köpft den Ball direkt auf Tujvel, der den Ball jedoch auslässt….</em><br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm4_2.JPG' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>…sodass der Innenverteidiger zum Nachschuss kommt und den Ausgleich herstellt.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>LETZTER TREFFER KNAPP VOR DER PAUSE</strong><br />
<br />
Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte der ungarische Nationalspieler Zoltán Lipták auf 3:2. <br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm5_1.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>Nach einer gefährlichen Hereingabe von Alvaro Brachi…</em><br />
<br />
<img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/Videoton_Sturm5_2.JPG' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /><br />
<em class='bbc'>….reagiert Zoltán Lipták am schnellsten, rutscht in die Flanke hinein und sorgte für den 3:2-Pausenstand, der gleichzeitig der Endstand werden sollte.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>EINE RUHIGE ZWEITE HALBZEIT</strong><br />
<br />
Fraco Foda hatte zur Halbzeit genug von Pürcher und brachte den georgischen Neuzugang Popkhadze ins Spiel, der bis auf einen Stellungsfehler eine solide Partie absolvierte. Während die erste Hälfte Chancen im Minutentakt brachte, entwickelte sich in den zweiten 45 Minuten eine ruhige Partie, da die Ungarn das hohe Tempo aus der ersten Spielhälfte nicht mehr halten konnten. Brachi und Sandor kamen in der Schlussphase zu guten Chancen, die allerdings ungenutzt blieben. Paulo Sousa brachte Attila Polonkai, Nemanja Nikolic und Walter Fernández für die Offensive, konnte aber mit seinen Einwechslungen das Spiel nicht mehr umdrehen, da die Grazer im Gegensatz zur ersten Halbzeit viel kompakter standen und weniger Chancen zuließen. <br />
<br />
Nach den 90 Minuten bleibt die Erkenntnis, dass sich Sturm Graz insbesondere in spielerischer Hinsicht steigern muss. Speziell in der ersten Halbzeit funktionierte das Umschalten von Defensive auf Offensive überhaupt nicht, da nur selten drei Pässe am Stück gelangen. Die Hintermannschaft beging zahlreiche Stellungsfehler, für die insbesondere Pürcher und Burgstaller verantwortlich waren. Mit der Hereinnahme von Popkhadze machte die Abwehr einen besseren Eindruck und der Georgier dürfte zumindest in den kommenden Spielen gegenüber Pürcher den Vorzug erhalten. Ein weiteres großes Fragezeichen ist Matthias Koch, der nach Pürcher der zweitschlechteste Mann am Platz war und viele Abspielfehler beging. Der 23jährige Mittelfeldspieler wird sich in den kommenden Partien enorm steigern müssen, wenn er seinen Platz in der Startaufstellung verteidigen will. <br />
<br />
Entscheidend für das Weiterkommen der Grazer war, dass sich die beiden Schlüsselspieler der Ungarn nicht in Szene setzen konnten. Andre Alves verführte die Abwehr zwar zu Stellungsfehlern, blieb aber für seine Verhältnisse blass, auch wenn man in gewissen Situationen sein hohes Spielverständnis sehen konnte. Der zweite Schlüsselspieler hatte keine Chance sein Können zu beweisen, da Sousa Stammtorhüter Bozovic zum Ersatzspieler degradierte. Der Trainer mit dem exquisiten Modegeschmack ist somit ein ernstzunehmender Kandidat für den “Pfosten der Woche“ auf abseits.at.<br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 15:56:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">c8ba76c279269b1c6bc8a07e38e78fa4</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Wie man kompakt von innen nach außen verteidigt - Zonenfußball, Teil 2</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/wie-man-kompakt-von-innen-nach-aussen-verteidigt-zonenfussball-teil-2-r136</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Im zweiten Teil der abseits.at-Reihe über Zonenfußball erläutern wir wie ein Team korrekt verteidigt und wieso die „Zentralachse“ immer zugestellt werden muss. Außerdem wird beschrieben, wie ein Team effektives und zugleich kraftsparendes Forechecking betreiben kann, ohne seine taktische Ordnung zu verlieren.</em><br />
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Taktische Ordnung bei gegnerischem Ballbesitz ist das Um und Auf beim Spielen mit Raum und Zeit. Ein Fußballplatz muss auf nationaler Ebene mindestens 90 x 45 Meter groß sein, international ist eine Spielfeldgröße von 100 x 64 Metern das Minimum, wobei das Feld für gewöhnlich vor allem in der Länge größer ist. Wenn der Gegner nun das Spiel aufbauen möchte, ist es eine wichtige Grundvoraussetzung des effektiven, kraftsparenden Verteidigens nicht über die gesamte Fläche des Platzes zu verteidigen, sondern den Raum (in dem alle 10 Feldspieler verteidigen müssen!) auf eine Größe von etwa 40x40 Meter zu komprimieren. Man spricht dann von „kompaktem Verteidigen“.<br />
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So sollte eine Mannschaft nicht verteidigen (Klick für größere Ansicht):<br />
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<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball_falsche_verteidigung.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball_falsche_verteidigung.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
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Stattdessen muss das Team als Block verteidigen und als Ganzes defensiv oder offensiv verschieben. Eine derart kompakte Verteidigung kann sehr tief stehend fabriziert werden, indem das Team als verteidigender Block vom eigenen Sechzehnmeterraum aus verteidigt. In einer Variante, in der ein Team „höher“ verteidigt, muss auch der Torhüter aktiv am Verteidigungsspiel mitarbeiten: Er muss stets bereit sein einige Schritte aus seinem Tor zu machen, um etwaige Bälle in die Tiefe abzufangen, die seine Verteidiger nicht mehr erreichen können. Verschoben wird grundsätzlich als Mannschaft. Klar, dass diese Art der kompakten Verteidigung als Mannschaft ein hohes Maß an Konzentration bei jedem Spieler erfordert.<br />
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So sollte eine Mannschaft als Block verteidigen (Klick für größere Ansicht):<br />
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<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball_richtige_verteidigung.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball_richtige_verteidigung.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
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Ein großer Vorteil einer derart organisierten Abwehr ist, dass das Team als Ganzes bei Ballgewinn schneller umschalten kann und sogar die Abwehrspieler (auch die Innenverteidiger müssen im Aufbau- oder Konterspiel einer Mannschaft tragende Rollen bekleiden!) ohne großen läuferischen Aufwand am Offensivspiel der eigenen Mannschaft teilnehmen können. <br />
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<strong class='bbc'>VON INNEN NACH AUSSEN VERTEIDIGEN</strong><br />
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Die unmittelbare Gefahr ein Gegentor zu kassieren besteht im Speziellen über die Zentralachse des Spielfelds. Der direkte Torerfolg durch einen Schuss aus einer aussichtsreichen Position in der Zentrale ist logischerweise wesentlich höher als der direkte Torerfolg von einer Flügelposition. Daher ist es die oberste Maxime die Zentralachse zuzustellen, wenn man als Block verteidigt. Dies bedeutet, dass gerade die Außenverteidiger und Flügelspieler von innen nach außen und nicht umgekehrt verteidigen müssen.<br />
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Ein Gegenspieler, der auf der Seitenlinie klebt, muss nicht zwangsläufig überall hin verfolgt werden, weil von ihm keine unmittelbare Gefahr ausgeht. Verteidigt wird nicht gegen einzelne Spieler, die den Ball ohnehin nicht am Fuß haben, sondern nur gegen den Ball selbst. Wird einer der Flügelspieler vom Spieleröffner angespielt, so schieben seine direkten Gegenspieler, also Mittelfeldspieler (Flügel) und Außenverteidiger, wenige Meter nach außen, um ihn unter Druck zu setzen. Solange der gegnerische Flügelspieler den Ball nicht bekommt, ist es wichtiger die unmittelbare gefährlichere Zentralachse zuzustellen.<br />
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So sollte man nicht verteidigen (Klick für größere Ansicht):<br />
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<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball_innenaussen_falsch.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball_innenaussen_falsch.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
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Die Verteidigung gegen den Ball und von innen nach außen ist effektiver, nicht kräfteraubend, sicherer und ermöglicht bei Ballgewinn schnellere Konterangriffe (Klick für größere Ansicht):<br />
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<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/zonenfussball_innenaussen_korrekt.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/tn_zonenfussball_innenaussen_richtig.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
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Diese Art zu verteidigen steht in direktem Zusammenhang mit korrekt ausgeführten Pressing. Dieses sollte nie durch einzelne Spieler erfolgen, sondern als Mannschaft fabriziert werden. Ein einzelner Spieler setzt zwar den Ballführenden oder zum Beispiel den Flügelspieler, der den Ball erhält unter Druck, aber alle Teamkollegen unterstützen ihn beim aktiven Forechecking, indem sie ihre Staffelung auf die Seite des Ballführenden verlagern. Wenn dieser nach vorne keine Anspielstationen findet und den Ball wieder zurück passt (etwa zu einem Innenverteidiger oder einem defensiven Mittelfeldspieler) ist die „kompakte Verteidigung“ durch sofortiges Staffeln in Richtung Mitte mit nur wenigen Schritten aller Mannschaftsteile wiederherstellbar. Der Gegner wird also grundsätzlich auf Basis taktischer Cleverness attackiert und nicht von einem einzelnen Spieler, der Forechecking im herkömmlichen Sinn niemals über 90 Minuten durchhalten würde, „zu Tode gelaufen“. Wenn nur ein einzelner Spieler Pressing praktiziert, ist sogar eher das Gegenteil der Fall und er wird selbst schnell müde und ausgelaugt sein…<br />
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<strong class='bbc'>Im dritten Teil unserer Serie über Zonenfußball erfahrt ihr unter welchen Voraussetzungen der kompakt verteidigende Block auseinandergerissen werden muss und was dabei zu beachten ist. Außerdem: Was hat es mit der berühmten „Dreiecksbildung“ auf sich?</strong><br />
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Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 22:19:00 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Kindertraining Teil 1: Anforderungen an den Trainer</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/taktik-theorie/kindertraining-teil-1-anforderungen-an-den-trainer-r119</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Kinder zu trainieren ist eine große Aufgabe. Es ist kein Job, den man leichtfertig ausführen sollte, da man Kinder schon in jungen Jahren stark prägen kann, eine direkte Einwirkung auf ihre spätere Karriere hat. Für mich persönlich sollte man, bevor man ernsthaft darüber nachdenkt eine Kindermannschaft zu übernehmen, folgende Fragen an sich selbst stellen:</em> <br />
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<ul class='bbc'><li>Bin ich selbst ein leidenschaftlicher Fußballer und vermittle Spaß und Freude an dem Sport?<br /></li><li>Handle ich aus Eigenmotivation?<br /></li><li>Stehe ich mit beiden Beinen im Leben und fühle mich der Aufgabe gewachsen, Verantwortung für Kinder unterschiedlichster Charaktere zu übernehmen?<br /></li><li>Ist mir bewusst, dass viel Energie und Freizeit draufgehen werden, wenn ich mich wirklich mit meiner Mannschaft beschäftige?<br /></li><li>Habe ich ein Herz für Kinder und bringe die nötige Geduld und Ausdauer mit?</li></ul><br />
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Kann ich jede dieser Fragen klar mit ja beantworten bin ich auf einem guten Weg. Kindertraining ist äußerst facettenreich. Kinder müssen gerne zum Fußball kommen, da sie sich in einer positiven Lernatmosphäre wohl fühlen. Dazu ist es notwendig, dass der Trainer dazu imstande ist, diese zu vermitteln. Es gibt nichts schlimmeres für Kinder, als einen „Übungsleiter“, der sich am Weg von der Arbeit zum Training, oder noch schlimmer, erst wenn er sich umgezogen hat, überlegt, was er denn heute mit den Kindern so machen wird. Die Kleinen merken sofort jede Schwäche des Trainers und vermissen es, eine klare und strukturierte Linie im Trainingsablauf zu haben. Darunter leidet auch die Konzentration. Deswegen ist es oberste Priorität, sich auf das Training vorzubereiten und schon im Vornherein zu wissen, was man den Kindern vermitteln möchte. Dazu sollte man sich zumindest einen Halbjahresplan, besser noch einen Jahresplan zusammenstellen, welche Dinge man trainieren möchte. Langfristiges Denken ist sehr viel wichtiger als kurzfristige Erfolge. <br />
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<strong class='bbc'>RICHTIG TRAINIEREN</strong><br />
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Der Trainer muss dazu in der Lage sein, den Leistungsstand seiner Mannschaft richtig einschätzen zu können – sowohl in geistiger, körperlicher und technisch-taktischer Hinsicht. Demzufolge muss man um sowohl Unterforderung (=Langeweile) als auch Überforderung (=Frustration) vorzubeugen, entsprechend dem Entwicklungsstand des Kindes angepasste und vor allem abwechslungsreiche Spiel- und Wettkampfsituationen sowie technische Ballübungen anbieten. Um über ein breites Spektrum an Übungen zu verfügen gibt es im heutigen Zeitalter des Internets schier unbegrenzte Möglichkeiten (mein persönlicher Favorit: www.soccerdrills.de).  Um das Interesse der Jungs zu wecken, ist es auch oft hilfreich bei balltechnischen Übungen mit Namen ihrer Idole oder Lieblingsmannschaften zu versehen wie zB.: Ronaldo-Trick, Messi-Übersteiger, Barca-Passspiel etc. – der Fantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt und je individueller man Übungen bezeichnet, desto einfacher ist auch der Wiedererkennungseffekt bei der nächsten Trainingseinheit (man erspart sich großartiges Erklären und die Kinder wissen worum es geht). Man sollte abwechslungsreich trainieren ohne aber sein Ziel aus den Augen zu verlieren. Deshalb ist es unerlässlich, das Training variationsreich zu gestalten. Es gibt mittlerweile eine solche Vielfalt an Übungen in jedem Bereich, dass man kaum Übungen eins zu eins wiederholen muss, was sich wiederum sehr positiv auf die motorische Entwicklung der Kids auswirkt. Eignen Sie sich daher ein breites Übungsrepertoire an!<br />
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Wichtige Eckpunkte (genaueres in den Teilen 3 und 4): <br />
<ul class='bbc'><li>Abwechslung <br /></li><li>Koordinative Schwerpunkte in JEDER Trainingseinheit<br /></li><li>Viele Ballberührungen pro Spieler (= kleinere Gruppen bilden)<br /></li><li>Kindgerechte Spielfeldgrößen und Sportgeräte<br /></li><li>Ausgeglichene Gruppen (Über- und Unterforderung damit vermeiden)<br /></li><li>Der Ball ist in JEDER Übung der Mittelpunkt</li></ul><br />
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<strong class='bbc'>DIE ZWISCHENMENSCHLICHE KOMPONENTE</strong><br />
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Die Kinder sollten das Gefühl haben, dass sie sowohl einer Respekts- aber und vor allem auch einer Vertrauensperson gegenüberstehen. Man sollte als Gesprächspartner für Sorgen, Probleme, aber auch positive Erlebnisse abseits des Fußballplatzes fungieren, sich für Dinge der jüngeren Gesellschaft interessieren und auch ein wenig über den Tellerrand des Fußballs blicken. Hören Sie zu, wenn die Kids untereinander plaudern, schnappen Sie auf was sie interessiert und versuchen Sie ein loyaler Gesprächspartner zu sein. Lob und Ermutigung sind die wichtigsten Bausteine im zwischenmenschlichen Kontakt, denn sie fördern Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und erhöhen die Leistungs- und Lernbereitschaft. Ein Trainer der ständig nur am meckern und herumbrüllen ist wenn etwas nicht funktioniert, wird seine Kids nicht weiterentwickeln. Man muss sich immer vor Augen halten, dass Kinder immer besser sein wollen als andere. Psychischer Druck in Form von anbrüllen oder im schlimmsten Falle beleidigen sind äußerst kontraproduktiv und führen dazu, dass der zwischenmenschliche Aspekt verloren geht. Ist der einmal nicht mehr vorhanden, ist es ein Ding der Unmöglichkeit wieder an die Mannschaft heranzukommen. Dennoch muss man auch Grenzen aufzeigen und das schafft man am besten wenn man eine Vorbildwirkung im Bezug auf Umgangsformen (auch gegenüber Schiedsrichter und Gegner!!), Pünktlichkeit und Gerechtigkeit ausübt. Kinder beobachten jede Ihrer Bewegungen und legen jedes Wort auf die Waagschale. Das Prinzip „zuerst denken, dann sprechen“ sollte eine Ihrer obersten Maxime sein. Sollte ein Kind einmal aus der Reihe tanzen, bestrafen Sie nicht sofort, sondern versuchen mit vernünftigen Argumenten gegenzusteuern und vorzuleben, wie man sich richtig verhält. <br />
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<strong class='bbc'>Tipp:</strong>  Wenn die Kinder im Schulalter sind informieren Sie sich darüber, wann Ihre Schularbeiten oder Tests sind. Sie sollen Ihnen einen Plan schreiben, wann die genauen Termine sind. Die Kids werden sich darüber freuen und erkennen, dass Sie sich für Dinge außerhalb des Fußballs interessieren. Ihr positiver Effekt: sie wissen wann die Kinder viel im Kopf haben und können dementsprechend auch das Training „einfacher“ gestalten und auf komplexere Übungen in dieser Zeit verzichten. Jetzt ist die Zeit um Übungen aufzufrischen. <br />
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<strong class='bbc'>UMGANG MIT DEN ELTERN</strong><br />
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Die Eltern sollten am Sportplatz nie der Mittelpunkt sein. Es muss klar abgesteckt sein, dass die Mannschaft (und damit jedes einzelne Kind) sowohl beim Training als auch bei einem Spiel Ihrer Verantwortung  unterliegt. Bringen Sie die Eltern dazu (am besten bei einem gemeinsamen Eltern- Kind-Abend) motivierend auf die Kinder einzureden von außen, die Kids anzufeuern und die fußballspezifischen Anweisungen Ihnen zu überlassen. Natürlich wird das Kind auf den Papa hören, wenn der von draußen etwas herein brüllt. Dies gilt es schon im Vornherein zu verhindern, wenn das nicht funktioniert holt man sich betroffene Person persönlich auf die Seite und redet nochmal mit ihm (ohne dass andere das mitbekommen, es soll keinen lehrerhaften Charakter haben) – mit dieser Methode bin ich bis jetzt sehr gut zurechtgekommen. <br />
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Wolfgang Weibl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 11:32:55 +0000</pubDate>
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