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	<title>News</title>
	<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/</link>
	<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 20:02:37 +0000</pubDate>
	<ttl>43200</ttl>
	<description>Alle Artikel zu wirtschaftlichen und ethischen Aspekten des Fußballs.</description>
	<item>
		<title>Das “Webster-Urteil” - Mücke oder Elefant?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/das-webster-urteil-mucke-oder-elefant-r428</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>August 2006, Andrew Neil Webster kündigt seinen noch ein Jahr laufenden 4-Jahresvertrag beim schottischen Klub Heart of Midlothian und zieht mit dieser Entscheidung vor den obersten Sportsgerichtshof Cas. Der Sportsgerichtshof gibt seiner Entscheidung recht und löst damit eine Massenpanik unter den Vereinsverantwortlichen aus.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>Andrew Neil Webster</strong><br />
<br />
Als damals 19-Jähriger wechselte Webster 2001 von seinem Jugendverein Arbroath FC zum schottischen Premier League Klub Heart of Midlothian und unterschrieb dort einen 4- Jahresvertrag. Was er damals noch nicht wusste, er sollte mit dieser Entscheidung eine durchaus bedeutende Veränderung in Europas Fußball bewirken. Denn Webster blieb nicht wie ursprünglich geplant bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit, sondern wechselte bereits eine Saison vor deren Ende zum englischen Premier League Klub Wigan Athletic. Der Sportgerichtshof Cas gab diesem Urteil recht und berief sich dabei auf Artikel 17 Absatz 1 des FIFA-Regulativs, wonach Spieler nach drei Jahren beim gleichen Verein ins Ausland wechseln dürften. Was Webster ebenfalls nicht wusste, dass dieser Wechsel ins Ausland seine Karriere nicht unbedingt fördern und er 2011 wieder bei den „Hearts“ anheuern würde.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Artikel 17 Absatz 1 des FIFA Regulativs</strong><br />
<br />
<em class='bbc'>"Die vertragsbrüchige Partei ist in jedem Fall zur Zahlung einer Entschädigung verpflichtet. Vorbehaltlich der Bestimmungen in Art. 20 und Anhang 4 zur Ausbildungsentschädigung und sofern vertraglich nichts anderes vereinbart wurde, werden bei der Festlegung der Entschädigung aufgrund eines Vertragsbruchs nationales Recht, die Besonderheit des Sports sowie alle anderen objektiven Kriterien berücksichtigt.<br />
Darunter fallen insbesondere die Entlöhnung und andere Leistungen, die dem Spieler gemäß gegenwärtigem und/oder neuem Vertrag zustehen, die verbleibende Vertragslaufzeit bis maximal fünf Jahre, die Höhe von Gebühren und Ausgaben, für die der ehemalige Verein aufgekommen ist (und die über die Dauer des Vertrags amortisiert wurden) sowie die Frage, ob sich der Vertragsbruch während der Schutzzeit ereignete.“</em><br />
<br />
Im konkreten Falle von Webster bedeutete dies, dass Wigan Athletic FC vom internationalen Sportgerichtshof zu einer Zahlung von kolportierten 150.000 Pfund (173.250 Euro) gezwungen wurde, was dem Jahresgehalt von Webster entsprochen hätte.<br />
<br />
Artikel 17 ist an das schweizerische und französische Arbeitsrecht angelehnt, weshalb deutsche Rechtsvertreter gerne darauf verweisen, dass Artikel 17 laut deutschem Recht keine einseitige Kündigungsmöglichkeit schaffe, sondern lediglich die Folgen einer rechtswidrigen Kündigung des Spielers regle.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Paulo Assuncao da Silva – Von Portugal nach Spanien</strong><br />
<br />
Einer der ersten prominenten Spieler, die sich das Webster Urteil zu Nutze machten war Paulo Assuncao. Der gebürtige Brasilianer wechselte im Juli 2008 nach 3 Jahren vom FC Porto zu Atlético Madrid. Der FC Porto kassierte dabei ursprünglich nur 600.000€, das noch ausstehende Gehalt des Brasilianers. Nach einigen Unstimmigkeiten zwischen den Vereinen, gab es schlussendlich dann aber doch noch 3 Mio. Euro Ablöse für den FC Porto.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Angst vor einem zweiten Bosman-Urteil</strong><br />
<br />
Nicht wenige Klubverantwortliche sprachen damals von einem einschneidenden Urteil mit weitreichenden Konsequenzen. So urteilte zum Beispiel Didi Beiersdorfer (damals HSV) „"Wenn das Bosman-Urteil ein Erdrutsch war, dann ist dieser Fall zumindest ein riesiger Einschnitt", während Karl-Heinz Rummenigge das Urteil bedauerte, „weil damit wieder einmal die Position und die Planungssicherheit der Clubs geschwächt werden“.<br />
<br />
Knapp drei Jahre später kann man resümieren, dass die große Angst, vor ähnlichen Auswirkungen wie dem Bosman-Urteil, überflüssig war und auch die weitreichenden Folgen bisher kaum zu spüren waren. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Österreich kaum betroffen – Cem Atan die einzige Ausnahme</strong><br />
<br />
Auch für Österreichs Bundesligavereine hatte das Webster-Urteil kaum Folgen. Einzig Cem Atan wechselte mithilfe dieses Urteils von Mattersburg zu Genclerbirligi, nachdem Mattersburg kurz zuvor einen Wechsel des Ex-Teamspielers noch abgelehnt hatte. Dennoch besteht bei manchen Verantwortlichen noch immer eine gewisse Grundangst, weshalb in Österreich derzeit nur selten Verträge über einen längeren Zeitraum als 3 Jahre abgeschlossen, wie auch Thomas Parits in einem Interview bestätigte: „Es würde keinen Sinn machen, Fünfjahresverträge zu vergeben, weil aufgrund neuer Regelungen sowieso jeder Spieler unter gewissen Umständen nach drei Jahren wechseln kann.“<br />
<br />
<strong class='bbc'>Carlos Tevez – wird das Webster Urteil wieder aktuell?</strong><br />
<br />
Carlos Tevez, aktuell bei Manchester City unter Vertrag könnte unter Umständen das nächste prominente Beispiel des Webster-Urteils werden. Bereits im Dezember 2010 kündigt der 27-jährige Argentinier an, Manchester City aus familiären Gründen Richtung Spanien verlassen zu wollen, doch City lehnte das Gesuch ab. Tevez ist laut diverser Medien noch immer Wechselwillig und geht mittlerweile bereits in seine dritte Saison bei Manchester City. Der Vertrag läuft zwar erst im Sommer 2014 aus, doch bereits nächste Saison könnte der argentinische Nationalspieler mithilfe des Webster-Urteils den Verein verlassen. Dass dieses „Freikaufen“ aus dem laufenden Vertrag dennoch recht kostspielig werden könnte, da Tevez beim Millionärsklub von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan sicher nicht schlecht verdient, steht wiederum auf einem anderen Blatt.<br />
<br />
Dominik Knapp, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 11:28:39 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Der ultimative Shoppingwahn: Die Fanshops von Barcelona und Real Madrid</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/der-ultimative-shoppingwahn-die-fanshops-von-barcelona-und-real-madrid-r409</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Es gibt wohl kaum einen anderen Klub in Europa, welcher so viele begeisterte Fußballfans, wie die beiden spanischen Topteams aufweisen kann.  Diese Vielzahl an Anhänger bewirkt auch, dass diese beiden Teams riesige Umsätze durch Merchandisingprodukte erzielen können. Neben Wimpeln, Fahnen oder Caps sind vor allem auch die Trikots sehr gefragt und diese werden trotz extrem hoher Preise, hunderttausendfach abgesetzt. </em><br />
<br />
<strong class='bbc'>EINE MILLION CRISTIANO RONALDO TRIKOTS…</strong><br />
<br />
Nach der offiziellen Präsentation des portugiesischen Superstars Christiano Ronaldo gingen mehr als eine Million Trikots mit der Nummer 7 über den Ladentisch. Alleine dadurch konnte ein wesentlicher Teil der astronomischen Ablösesumme von kolportierten 94 Millionen Euro refinanziert werden. Ebenfalls gelang es dem Portugiesen die damalige Bestmarke von Beckham noch deutlich zu übertreffen, denn diesem gelang es knapp nicht, die Millionenmarke an abgesetzten Trikots zu übertreffen. An dieser Stelle sollte auch angemerkt werden, dass ein originales Trikot im Fanshop von Real Madrid (mit Aufschrift) etwa 90 Euro kostet. Bei einer Million verkaufter Trikots ergibt dies einen Gesamtumsatz von 90 Millionen Euro. <br />
<br />
<strong class='bbc'>STEIGENDE FANARTIKEL-EXPORTE NACH DER VERPFLICHTUNG EINES LEGIONÄRS… </strong><br />
<br />
Ebenfalls stark auf die Umsatzerlöse wirken sich Verpflichtungen von Legionären aus, da zahlreiche Fans des Spielers anschließend auch dieses Trikot von ihrem Idol haben möchten. So zum Beispiel wuchs die Anzahl der verkauften Trikots von Real Madrid in Deutschland und der Türkei nach dem Wechsel von Nuri Sahin in den beiden betreffenden Ländern drastisch an. Ähnlich war die Situation nach dem Wechsel des deutschen Nationalspielers Sami Khedira. <br />
<br />
<strong class='bbc'>GESAMTUMSATZ VON 144 MILLIONEN EURO IM JAHR 2009/2010…</strong><br />
<br />
Der Gesamtumsatz der beiden spanischen Spitzenklubs betrug in der Spielsaison 2009/2010 etwa 144 Millionen Euro. Vor allem die teuren Trikots tragen wesentlich dazu bei, dass der Gesamtumsatz so hoch ausfällt. Das Angebot ist ebenfalls sehr vielfältig, denn im Shop von Barcelona kann man angefangen von einem Barcelona-Retro-Wecker bis hin zu einer rot-blauen Strandmatte fast alles kaufen. Ebenfalls sehen lassen können sich vor allem auch die „königlichen“ Preise, denn für einen Regenschirm muss man 37,49€ hinblättern. Trotzdem sind viele Fanartikel deutlich günstiger als in Österreich, denn bezahlt man bei Rapid für einen Gartenzwerg 24,95€, so kostet ein ähnlicher Zwerg im Fanshop von Real Madrid „nur“ 22,49 €.   Deutlich günstiger als in Österreich ist auch die Bettwäsche von Real Madrid, denn diese bekommt man im Online Shop von Real bereits um 29,99€, während man bei Rapid stolze 41,95€ bezahlen muss. Es heißt also bei den Fanartikeln nicht, dass die bessere Mannschaft automatisch die teureren Fanartikel hat, denn die spanischen Shops sind zwar auch nicht billig, aber trotzdem deutlich günstiger als die österreichischen Fanshops.<br />
<br />
<strong class='bbc'>MEGASTORE MIT ÜBER 2000 QUADRATMETERN…</strong><br />
<br />
Der FC Barcelona besitzt nicht nur ein mehr als ansehnliches Museum, wo die vielen Trophäen ausgestellt werden, sondern auch einen riesigen Megastore, mit über 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Dieser Shop ist top ausgestattet und verblüfft vor allem durch das sehr ansehnliche Design. <br />
<br />
<strong class='bbc'>FANS LIEBEN TRIKOTS…</strong><br />
<br />
International gesehen kann man durchaus sagen, dass die Fans ihre Trikots lieben und sie deshalb auch sehr gerne kaufen. In der Spielsaison 2009/2010 wurden weltweit 13,7 Millionen Trikots verkauft. Einen Marktanteil von mehr als 83 % erzielten dabei die beiden weltweit führenden Ausrüster Nike und Adidas. 34 weitere Ausrüster konnten weltweit insgesamt nur etwa 2,3 Millionen Trikots absetzen, was einen Marktanteil von etwa 17 Prozent ausmacht. <br />
<br />
<strong class='bbc'>SPANIEN ABSOLUTE SPITZE BEI FANARTIKELN…</strong><br />
<br />
Einsame Spitze, wenn es um die Verkaufszahlen von Fanartikel geht, ist mit Sicherheit die Primera División in Spanien, denn hier werden etwa 190 Millionen Euro im Jahr eingenommen, wobei anzumerken ist, dass etwa 80 % der Einnahmen auf die beiden Spitzenklubs FC Barcelona und Real Madrid entfallen. Auf Rang zwei des internationalen Rankings befindet sich England, wo der Gesamtumsatz etwa 168 Millionen Euro ausmacht, hier verteilen sich die Umsatzerlöse aber gleichmäßiger auf die Vereine. Auf Rang drei befindet sich die deutsche Bundesliga, wo die Vereine etwa 77 Millionen Euro aus Merchandisingartikeln einnehmen. <br />
<br />
Zusammenfassend kann man also anmerken, dass die Fans ihre Vereine mit dem Kauf von Fanartikeln sehr stark unterstützen und viele Fußballklubs sind auch sehr auf ihre Fans angewiesen, denn ohne diese Millioneneinnahmen wären zahlreiche Transfers nicht möglich gewesen.<br />
<br />
Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 22:04:08 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>So funktioniert die Stadionklassifikation der UEFA</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/so-funktioniert-die-stadionklassifikation-der-uefa-r403</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Mithilfe des UEFA Stadioninfrastrukturreglements werden die europäischen Fußballstadien klassifiziert und in vier Klassen eingeteilt. Wer ein Qualifikationsspiel der UEFA Champions League oder UEFA Europa League in einem Stadion austragen will, benötigt zumindest ein Stadion der Klasse zwei. Für Entscheidungsspiele bis einschließlich dem Halbfinale benötigt man ein Stadion der Klasse drei. Sollte ein Land Interesse an der Austragung eines Champions League Finales haben, so muss es zumindest ein Elitestadion aufweisen um in die nähere Auswahl zu gelangen.</em> <br />
<br />
<strong class='bbc'>BEWERTUNG VOR 2006…</strong><br />
<br />
Vor Einführung des Stadioninfrastrukturreglements im Jahre 2006 klassifizierte die UEFA die europäischen Stadien mit Sternen. Für die Austragung eines Champions League Finales war damals ein fünf Sterne Stadion notwendig, für ein damaliges UEFA Cup Finale benötigte man ein vier Sterne Fußballstadion. Obwohl diese Auszeichnungen von hoher Bedeutung sind, gab es nie eine wirkliche Liste von der UEFA, in der man explizit die Bewertung eines Stadions ablesen konnte. <br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE KLASSIFIZIERUNG…</strong><br />
<br />
Die Klassifizierung wird nicht direkt durch Verantwortliche der UEFA durchgeführt, sondern von den zuständigen Landesbehörden. Insgesamt gibt es, wie bereits erwähnt, vier Kategorien: 1,2,3 und Elite; Stadien in denen internationale Spiele ausgetragen werden sollen müssen von den zuständigen Landesbehörden inspiziert werden und anhand der Richtlinien müssen sie dann das Stadion bewerten. Ihre Bewertungen müssen sie anschließend an die Zuständigen bei der UEFA weiterleiten. <br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE KRITERIEN…</strong><br />
<br />
Im neuen seit 2006 geltenden Stadioninfrastrukturreglement befinden sich zahlreiche Kriterien, anhand deren ein Stadion klassifiziert werden soll. Die wichtigsten Anforderungen:<br />
<br />
-	Stadionkapazität: <br />
<br />
•	Kategorie 1: Haupttribüne mit mindestens 200 Sitzplätzen, desweiteren sind zusätzliche Stehplätze im Stadion erlaubt.<br />
<br />
•	Kategorie 2 und 3: Diese Stadien müssen eine Mindestkapazität von 3.000 Sitzplätzen aufweisen, wobei anzumerken ist, dass keine weiteren Stehplätze im Stadion erlaubt sind. Unterschiede zwischen den beiden Kategorien ergeben sich allerdings durch die Größe des benötigten VIP-Bereichs.<br />
<br />
•	Kategorie „Elite“: Fassungsvermögen von mindestens 30.000 Sitzplätzen wobei mindestens 22.500 Sitzplätze überdacht sein müssen. <br />
<br />
-	Spielfeldgröße:<br />
<br />
•	Kategorie 1 und 2: Die Länge des Spielfelds muss im folgenden Intervallbereich liegen: 105-110m, die Breite muss zwischen 64 und 75m liegen.<br />
<br />
•	Kategorie 3 und „Elite“: Das Spielfeld muss hier exakt 105m lang und 68m breit sein.<br />
 <br />
-	Notstromaggregat: Stadien der Kategorie 1 und 2 müssen keine Notstromaggregate aufweisen. Für Kategorie 3 ist ein Notstromaggregat notwendig, die 2/3 der geforderten Lichtleistung erbringen. Für ein Stadion der Kategorie „Elite“ muss ein Notstromaggregat zur Verfügung stehen, welches die volle geforderte Lichtleistung ohne Unterbrechung liefert. <br />
<br />
-	Weitere Kriterien anhand die Stadien bewertet werden sind:<br />
<br />
•	Flutlichtanlage<br />
•	Presseraum<br />
•	Parkplätze<br />
•	Videoübertragung<br />
•	TV-Stationen<br />
•	Kontrollraum<br />
•	etc.<br />
<br />
<strong class='bbc'>WAS „ELITE“-STADIEN SONST NOCH ALLES BIETEN…</strong><br />
<br />
Auch abseits des aktiven Fußballgeschehens liefern Elitestadien den begeisterten Fußballbesuchern und den aktiven Fußballprofis einige Schmankerl für das Auge. So zum Beispiel ist die Decke in der VIP-Lounge in der Münchner Allianz Arena mit vergoldeten Aluminiumrohren verkleidet - ein echter Hingucker! Auch die Fußballkabinen haben einiges zu bieten, vor allem die Heimkabinen. Die Kabine des FC Barcelonas im Nou Camp gilt als eine der modernsten der ganzen Welt, nachdem sie im Jahre 2006 vollkommen renoviert worden ist. Die Gästekabine wurde bislang noch immer nicht erneuert und ist mehr als spartanisch eingerichtet. Die Farbe der Kabine ist senfgelb und depressiv. Auch in der Münchner Allianz Arena haben die Spieler eine sehr luxuriöse Kabine mit einem eigenen Taktikraum zur Verfügung. Die Gastmannschaft kann sich immerhin über eine moderne Kabine mit zahlreichenden Bildern des FC Bayern München erfreuen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>INTEGRIERTE MUSEEN DER HEIMMANNSCHAFTEN…</strong><br />
<br />
Ebenfalls besitzen viele Stadien ein eigenes Museum, in dem Heimmannschaften ihre Sehenswürdigkeiten und Pokale aufbewahren. Eines der schönsten Fußballmuseen der Welt hat sicherlich der HSV. Das etwa 700 Quadratmeter große Museum ist selbst erklärend und jeder Besucher kann das Museum und somit die Geschichte des HSV für sich individuell entdecken. Das Museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Elitestadien haben somit auch abseits des Rasens einiges für Fußballfans und Spieler zu bieten.  <br />
<br />
Im Großen und Ganzen kann man also sagen, dass die UEFA die Klassifizierung der Stadien durch die Einführung des Stadioninfrastrukturreglements wesentlich vereinfacht hat. Anhand der oben beschriebenen Kriterien kann man relativ schnell erkennen in welche Kategorie ein Stadion fällt. Im Rahmen der abseits.at Serie „ Stadion der Woche“ wird immer wieder genauer auf dieses Reglement eingegangen werden.<br />
<br />
Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 09:23:05 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Die Katharsis des griechischen Fußballs?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/die-katharsis-des-griechischen-fussballs-r386</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Hellas, gebeutelt von Korruption und hoher Arbeitslosigkeit, ein Land mit zunehmend wankendem Staatsapparat, unendlich oft bestreikt und herausgefordert durch Wut aufs System und Proteste vom Taxifahrer bis zum Beamten, vom Studenten bis zum Pensionist. Hellas, Fußballeuropameister von 2004, ein Land mit heißblütigen Anhängern, die „argentinische“ Stimmung in Europas Stadien zaubern, mit panathletischen Vereinen, deren Fanclubs tausende Mitglieder zählen. Griechenlands Fußball im September 2011, erschüttert vom Koriopolis.</em><br />
<br />
Das Alles reinigende Gewitter lässt auf sich warten, es scheint eher ein grauslich nasskalter, peitschender Regen über das sonnenverwöhnte Land zu ziehen, immer und immer wieder. Dem griechischen Fußballfan fröstelt zurzeit gewaltig, und das schon seit Längerem, als Gerüchte zu einem sich anbahnenden Wettskandal ruchbar wurden. Bereits 2010 schlug das Manipulations-Frühwarnsystem der UEFA an, die Akten wurden an den griechischen Fußballverband EPO weitergeleitet und gerieten dort zunächst in Vergessenheit. Im März 2011 veröffentlichte dann der streitbare Anwalt Alexis Kougias ihm zugespielte Aufnahmen, die Schiedsrichtererpressungs- und bestechungsversuche seitens Klubfunktionären belegen sollten und neue Bewegung in das Spiel brachten. Der mediale Wirbelsturm ließ nicht lange auf sich warten, in der Folge fordert der Sportstaatssekretär öffentlichkeitswirksam „lückenlose Aufklärung“ und die Athener Staatsanwaltschaft intensivierte ihre Ermittlungen zu angeblich bis ins Jahr 2008 zurückreichenden Auffälligkeiten in der griechischen Super League, der höchsten Spielklasse des Landes.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die wichtigste Nebensache der Welt – besonders in Hellas</strong><br />
<br />
20. März 2011: Olympiakos Piräus schießt sich durch ein 6:0 gegen AEK Athen vorzeitig zum 38. Meistertitel. Fünf Tage später beschließen die Länder der Eurozone milliardenschwere Fallschirmzahlungen an das vor dem Staatsbankrott stehende Griechenland, dessen Schuldenkrise in Europa Thema Nummer 1 ist. Nicht so in Hellas selbst: dort nimmt in der Berichtererstattung auch immer noch der Fußball großen Raum ein, für die Politik ein willkommenes Ablenkungsmanöver. Dennoch schweigen sowohl der griechische Verband EPO wie auch die Super League lange zu den Vorwürfen. Währenddessen schreiten die Ermittlungen voran, Zeugen werden vorgeladen, Verdächtige verhört, bis sich letztlich auch der Verband der Sache annimmt. Dessen Disziplinarkommission kommt im Mai zu dem Ergebnis, dass die vorgeworfenen Delikte verjährt wären. Evangelos Marinakis, Liga-Chef und Präsident von Olympiakos Piräus, verhält sich ausgesprochen ruhig. Dafür steigt der Druck auf den Besitzer von Olympiakos Volos, Achilleas Beos, der im Mittelpunkt der CD-Affäre steht.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Mühlen der Justiz mahlen mal so, mal so…</strong><br />
<br />
Im Juni legt die Staatsanwaltschaft die Anklage vor mit 83 Namen des griechischen Fußballs, Funktionäre wie auch Aktive, die des Aufbaus einer kriminellen Organisation, Betrug, Geldwäsche, Bestechung, Korruption oder Wettbewerbsmanipulation beschuldigt werden. An der Spitze der Liste Achilleas Beos, der als Kopf und Organisator gilt, und Stavros Psomiadis, Präsident von Erstligisten AO Kavala, aber auch Evangelis  Marinakis, dem Mitwisserschaft und Vertuschung vorgeworfen wird. Beos und elf andere Angeklagte werden in Untersuchungshaft genommen, nach Psomiadis‘ Vater Makis, dem ehemaligen Kavala- und AEK-Präsident, wird gefahndet, Profis von Olympiakos Piräus und Aris Saloniki sowie Schiedsrichter sollen beteiligt gewesen sein. Der für Sport zuständige Kulturminister spricht vom „schwärzesten Kapitel des griechischen Fußballs“ und die griechische Regierung sieht die dringlichen Anstrengungen Licht ins Dunkel des Koriopolis genannten Skandals zu bringen als Erfolg der Korruptionsbekämpfung im ganzen Land. Dutzende Partien der griechischen Liga fielen in den letzten Jahren dem unfairen Wettbewerb zum Opfer, die Liga im Chaos versunken ohne Ausblick, daß sich der Nebel lichten würde.<br />
<br />
<strong class='bbc'>„&#967;&#940;&#959;&#962;“ – Der Urzustand Griechenlands?</strong><br />
<br />
Die Spielplanaufsetzung für die kommende Saison stand in Griechenland wie eh und je auf wackeligen Beinen, schon im Mai wurde Iraklis Saloniki die Lizenz verweigert, ebenso wie dem in aussichtsreicher Position stehenden Zweitligisten Trikala. Finanzielle Engpässe wurden auch über den Cupsieger und nunmehrigen Gegner von Sturm Graz in der Europa League, nämlich AEK Athen, das noch 2004 durch einen staatlichen Schuldenerlaß vor dem Konkurs gerettet wurde, kolportiert. Das echte Hick-Hack beginnt mit dem 21. Juli 2011: Olympiakos Volos erreicht mit einem Gesamtscore von 2:1 gegen Rad Belgrad die 3. Qualifkationsrunde zur Europa League, wo am 28. Juli der FC Differdange 3:0 besiegt wird. Am selben Tag wird der Verein zusammen mit Kavala von der griechischen Super League zu Zwangsabstieg und Geldstrafen verdammt, ihre Präsidenten lebenslang gesperrt. Beide Klubs legen Berufung gegen das Urteil ein. Eine Woche später findet das Rückspiel gegen die Luxemburger statt, Volos gewinnt wieder 3:0 und wird im Play-Off Paris Saint Germain zugelost. Der Spielplan der griechischen Super League wird veröffentlicht, inklusive der beiden Manipulationsverdächtigen. Am 10. August gibt der griechische Verband das Ergebnis des für beide Vereine erfolgreich verlaufenen Protests bekannt: Punkteabzüge für die anbrechende Saison statt Lizenzentzug, die Funktionsverbote gegen die Präsidenten bleiben allerdings aufrecht. Am darauffolgenden Tag trifft wiederum die UEFA eine Entscheidung und schließt Volos aus dem laufenden Bewerb und für drei weitere Jahre aus, sodass Differdange die Spiele gegen PSG erbt. Nun ist in Hellas die Kommission für Berufssport (EFA) am juristischen Drücker: Am 23. August, vier Tage bevor die Super League regulär beginnen sollte, verkündet sie den Zwangsabstieg beider Vereine in die vierte Liga. Das Chaos ist perfekt, nicht nur in Volos, wo nächtliche Fanausschreitungen die Folge sind, sondern auch in der Frage der jetzt an der Meisterschaft teilnehmenden Teams. Denn laut Statuten dürften die im Aufstiegsplayoff der Zweiten Liga („Football League“, ehemals Beta Ethniki) als Zweiter und Dritter gescheiterten Levadiakos und Doxa Drama die schon reichlich versmoggte Erstligaluft schnuppern. Letzterer konnte in den Play-Off-Spielen zweimal nicht genug Akteure stellen, um gegen den späteren Aufsteiger OFI Kreta und Levadiakos anzutreten. So wundert es nicht, dass sich die eigentlich sportlich aus der ersten Spielklasse abgestiegenen Larissa und Panserraikos zurückklagen wollen und auch der eigentlich Siebente der regulären Zweitligasaison, Diagoras, noch seine Chance wittert…<br />
<br />
<strong class='bbc'>Lasst die Spiele (auch heuer wieder) beginnen!</strong><br />
<br />
Einstweilen wurde am vergangenen Wochenende der erste Spieltag der Super League nach Klagsandrohungen des TV-Rechte-Inhabers und Senders Nova Sports in Höhe von 4 Millionen Euro wegen Vertragsbruchs gegen die Liga selbst offensichtlich mit Gewalt durchgedrückt – und mit drei Spielabsagen: AEK Athen und Olympiakos Piräus hätten ursprünglich Volos und Kavala in ihren Stadien empfangen. Und die dritte Ansetzung, in der eigentlich der Aufsteiger Panetolikos Agrinio im Heimspiel gegen Asteras Tripolis nach über dreißig Jahren Abstinenz sein Erstligacomeback geben sollte, wurde am Tag vor dem Spiel von der Liga abgesagt. Grund: Asteras‘ Verwicklung in den Wettskandal ist noch nicht geklärt…<br />
<br />
Der Sumpf im griechischen Fußball ist morastig und tief durch die andauernden Niederschläge: die hier kaum erwähnte Gewalt auf den Tribünen, die mafiös verstrickten Vereinsstrukturen, die weit in die Politik hineinreichen, welche wiederum den Fußball – ganz römisch – als „panem et circenses“  getarnt benutzt, um gesellschaftliche und wirtschaftliche Unzulänglichkeiten zu überdecken. Ob Koriopolis, der scheinbar erschütternde Wettskandal, eine Seelenreinigung des griechischen Fußballs in Gang setzen wird können, ist also weiterhin fraglich.<br />
<br />
Copyright by karlkutze, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 16:13:01 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Carlos Tévez – Weltstar ohne Selbstbestimmung</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/carlos-tevez-weltstar-ohne-selbstbestimmung-r353</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>In der Öffentlichkeit kommt es selten gut an, wenn Spitzenverdiener, wie der Manchester-City-Stürmer Carlos Tévez, Woche für Woche in den Medien ihre Unzufriedenheit kundtun. Der englische „Guardian“ legte nun Dokumente vor, die die Lage des Stürmerstars in einem etwas anderem Licht erscheinen lassen. Tévez war jahrelang Spielball von Investoren und hatte wenig Mitspracherecht, was seinen Karriereplan betraf.</em> <br />
<br />
<strong class='bbc'>KIA JOORABCHIAN – MEDIA SPORTS INVESTMENTS KAUFT CORINTHIANS<br />
</strong><br />
Kia Joorabachian ist der erste Name, den man sich in dieser etwas verworrenen Geschichte merken muss. Der gebürtige Iraner, dessen Familie im mittleren Osten die größte Automobilzulieferfirma besitzt, gründete mit 33 Jahren die Media Sports Investments, die gleich darauf den brasilianischen Verein S.C. Corinthians Paulista erwarb. Der Investmentfond stellte dem neuen Trainer Daniel Passarella sogleich zahlreiche neue Spieler zur Verfügung, wobei der mit Abstand spektakulärste Transfer in der Verpflichtung von Boca-Juniors-Stürmer Carlos Tévez bestand, der um 22 Millionen Dollar seinen Besitzer wechselte. Die Phrase „seinen Besitzer wechselte“ darf ruhig wortwörtlich verstanden werden, denn der Investmentfond erwarb tatsächlich sämtliche wirtschaftlichen Rechte des Fußballers.<br />
<br />
<strong class='bbc'>WER STEHT HINTER DER MEDIA SPORTS INVESTMENTS?</strong><br />
<br />
Kia Joorabachian versuchte stets die Investoren der Media Sports Investments geheim zu halten. Es wurde unter anderem spekuliert, dass Roman Abramowitsch Anteile am Fond besaß. In Wahrheit waren jedoch zwei andere Oligarchen die Kapitalgeber: Der Georgier Badri Patarkatsishvili und der Russe Boris Beresowski. <br />
<br />
Patarkatsishvili war einst Dinamo-Tiflis-Präsident und flüchtete im Jahr 2007 nach London, da er es sich mit dem georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili verscherzte. Beresowski war sein russischer Geschäftspartner, der ebenfalls im Londoner Exil lebt. Patarkatsishvili starb vor drei Jahren unter mysteriösen Umständen und Beresowski führt nun gegen seine Hinterbliebenen einen Prozess, in dem es unter anderem um die Tévez-Transfererlöse geht. Beresowski behauptet, dass ihm von allen Unternehmungen 50 Prozent zustünden, während Patarkatsishvilis Familie Beweise vorbringen will, die belegen, dass Beresowski aus dem Vertrag herausgekauft worden sei. Nur durch diesen Gerichtsprozess gelangten die Investoren der Media Sport Investments ans Licht.<br />
<br />
<strong class='bbc'>TÉVEZ ALS SPIELBALL DER MSI</strong><br />
<br />
Von den Fußballfans wird sich Tévez angesichts seiner Gage nicht viel Mitleid erwarten dürfen, aber diese Hintergrundgeschichte erklärt zumindest, warum Tévez nicht eher in seine Heimat wechselte. Die Investoren wollten das Maximum aus ihrem Investment herausholen und der Argentinier hatte wohl nur wenig Mitspracherecht, was seine Karriereplanung betraf. Der Stürmer wird sich den Vorwurf gefallen lassen müssen, weshalb er seine Transferrechte leichtfertig an die MSI abgab. Einem 20-jährigen, der in den Slums von Fuerte Apache aufwuchs, kann man jedoch nur bedingt ankreiden, dass er sich von Leuten wie Kia Joorabachian übervorteilen ließ.<br />
<br />
<strong class='bbc'>WELTSTAR OHNE SELBSTBESTIMMUNG</strong><br />
<br />
Nachdem Tévez in 38 Partien 25 Tore für die Corinthians erzielte, unterschrieb er im August 2006 bei West Ham United. Die Transferrechte an dem Spieler hielt jedoch weiterhin der Investmentfond, weshalb der Verein später 5.5 Millionen Pfund Strafe zahlen musste. Die Premier League verlangte außerdem, dass bei seinem nächsten Wechsel sämtliche Rechte an dem Spieler vom Verein erworben werden müssen. Tévez unterschrieb einen Leihvertrag mit Option bei Manchester United. Joorabchian gründete daraufhin die Harlem Springs Corporation und kaufte den Stürmer um 24 Millionen Pfund der Media Sports Investment ab.  Es wurde eine Ratenzahlung beschlossen: 3 Millionen im Juli 2007, weitere 3 Millionen ein Jahr später und 18 Millionen in den nächsten drei Jahren. United überwies in den nächsten beiden Jahren im Gegenzug ebenfalls jeweils 3 Millionen pro Jahr an Leihgebühr an die Harlem Springs Corporation. Die Option den Stürmer nach Ende des Leihgeschäfts um 25.5 Millionen Pfund „freizukaufen“ nahm der Verein jedoch nicht wahr, weshalb Joorabchian mit Manchester City verhandelte. Der gebürtige Iraner musste schließlich noch 18 Millionen Pfund an die MSI überweisen.<br />
<br />
Manchester-City-Eigentümer Scheich Mansour erlöste Joorabchian schließlich. Die Unterschrift des Argentiniers war ihm etwa 45 Millionen Pfund wert. Das Geld überwies er der Harlem Springs Corporation, sodass sich Joorabchian über eine Rendite von rund 21 Millionen Pfund freuen durfte. Die 24 Millionen Pfund, die er insgesamt an die MSI überwies, sind nun Gegenstand des Gerichtsstreits zwischen Beresowski und Patarkatsishvilis Erben. Carlos Tévez ist nun nicht mehr in den Fängen einer Investmentfirma, hat aber einen Vertrag bis zum Jahr 2014 bei Manchester City unterschrieben. City wäre bereit Tévez gehen zu lassen, wenn sich ein Verein findet, der etwa 40 Millionen Pfund Ablöse für den Argentinier bezahlen kann. Ein Wechsel zu den Corinthians scheiterte wegen einer fehlenden Bankgarantie. Carlos Tévez wird sich also noch ein wenig gedulden müssen, bis er endlich wieder nach Südamerika zurückkehren darf.<br />
<br />
Stefan Karger,  www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 10:12:08 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Contro il calcio moderno? - Die Berliner Tageszeitung und die Überkommerzialisierung des Fußballs</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/contro-il-calcio-moderno-die-berliner-tageszeitung-und-die-uberkommerzialisierung-des-fussballs-r352</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Gerade wechselte Samuel Eto'o für einen Bentley und ein Jahresgehalt von 20 Millionen Euro in die Krisenregion Dagestan. Die Überkommerzialisierung, die seit den Achtzigern im Fußball ihren Lauf nimmt, hat nun einen weiteren Mitstreiter: Die Berliner Tageszeitung.</em><br />
<br />
Zwei Stiere riesig auf den rot-weißen Trikots eines Vereins, der mal violett und weiß war, ein deutlicher Balken eines Wiener Energieherstellers auf dem Logo eines Vereins aus Penzing, bei kleineren Vereinen sehen die Spieler aus wie Litfaßsäulen, die Vereinsfarben verschwinden. Was in Deutschland mit einem Magenbitterhersteller begann, zog um die Welt, um Fußballspieler um Abermillionen von hier nach da zu lotsen und ermöglicht den Kickern den Lebensstil, welcher sonst nur Wirtschaftstreibenden mit langer Erfolgsliste zugeschrieben wird. Neben dem bekannten "harten Kern" diverser Fangruppen gesellt sich nun erstmals ein respektiertes Tagesmedium zu den Rufern in der Wüste gegen die Überkommerzialisierung im Fußball zu Wort. "Die Werbung im Fußball [...] ist mit den Jahren der Kommerzialisierung einfach zu aufdringlich, zu omnipräsent geworden." heißt es im Redaktionsblog der Berliner Tageszeitung. Bilder von Sportlern ähneln seit kurzem Bildern vom Mond aus den 70ern, alle Werbebanden und jeder noch so kleine Sponsor wird unkenntlich gemacht. Diese Vorgehensweise ist nicht neu, bereits in den Achtzigern wurde darauf geachtet, Werbung nicht zu omnipräsent zu gestalten.<br />
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<strong class='bbc'>CONTRADICTIO PER SE</strong><br />
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Laut dem Redaktionsblog möchte die „Taz“ unabhängig berichten, ein Anteil des Werbewertes von Zeitungsberichten wird mit 20 Prozent beziffert. Natürlich kann sich eine kleine Zeitung wie die Berliner es leisten, größere Sponsoren vor den Kopf zu stoßen. Die Sueddeutsche Zeitung, eine der größten und renommiertesten deutschen Blätter, stellt die Aktion in Frage, die Taz suche "intelligente Lösungen" in der Sportwerbung: "Für die Form des Protests sollte das Gleiche gelten". Hauptsächlicher Kritikpunkt in der SZ ist der Hinweis, dass zum einen bei Arjen Robben ein großer deutscher Telekomanbieter verpixelt werde, ein weltweit agierender Sportdressenhersteller aber nicht. Der Entschluss der Taz scheint populistisch, genauso wie der Kampf, den viele Ultra-Gruppen kämpfen: Einerseits will man Spitzensport, andererseits lehnt man den Weg zur Akquise ab. Die Katze beißt sich an beiden Enden in den Schwanz. Der österreichische Verteidigungsminister und Mitglied des Vorstand von Rapid, Darabos, meinte vor einiger Zeit, dass der Verein ohne Sponsorgeldern maximal in der Regionalliga spielen würde. Nicht einmal das ist möglich, wenn Fotos der Dressen von diversen Landesligisten betrachtet werden.<br />
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<strong class='bbc'>SPITZENSPORT AM SCHEIDEWEG</strong><br />
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Natürlich haben die Berliner Tageszeitung und die Fans einen starken Mitstreiter: Michel Platini führt das Financial Fairplay ein, um den galoppierenden Kapitalismus im Fußball aufzuhalten. <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/das-financial-fair-play-programm-ffp-der-uefa-als-zahnloser-tiger-eine-analyse-aus-sicht-zweier-englischer-spitzenvereine-r334' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Die Einzelheiten des FFP sind auf abseits.at nachzulesen</a>, in der Sache ist man geeint: Die Wirtschaft überfordert den Fußball schlichtweg, auffällige Beispiele sind La Liga und Premier League, welche hoch verschuldet sind. Der Fußball, Europas Sportart Nummer 1, weiß noch nicht zu Gänze, wie mit ihm selbst umgegangen werden soll. Die Rufer, die mehr Realismus verlangen, werden immer mehr. Ein reines Rückbesinnen auf Zuschauereinnahmen und Fernsehgelder kann sich ohnehin kein Verein leisten. Die Devise "too big to fail" stimmt aber in der Wirtschaft auch nicht mehr, wurde diese Aussage doch oft genug im Zusammenhang mit der Pleite der Lehmann Brothers gehört. Abseits von FFP, den Ultras und der kleinen Taz müssen sich die Vereine noch mehr überlegen, wie in Zukunft budgetiert wird. Eine Studie der UEFA ergab, dass die vier gesündesten nationalen Ligen die deutsche, belgische, schwedische und die österreichische sind. Das mag vor allem im Zusammenhang mit den Konkursen des letzten Jahrzehnts auffällig sein, spielen doch die Belgier und Schweden nicht unbedingt eine große Rolle im Fußball, in Deutschland hilft die Regel "50+1", die den Einstieg großer Einzelsponsoren verhindert. Angesichts dieser Tatsachen würde einem Wirtschaftsprüfer wohl übel werden, hätte er Einblick in die Geschäftsgebarungen, wenn die UEFA Österreich als finanziell gesund ansieht.<br />
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<strong class='bbc'>KLASSENKAMPF OLÉ?</strong><br />
<br />
Natürlich verfolgt die Taz umgekehrt Eigeninteressen. Die Zeitung ist nicht bereit, gratis Werbung zu machen, der Wortlaut: "Die werden einfach so abgedruckt. Das geschieht unentgeltlich." Ein Affront für die Partner, die Inserate schalten, in den Zeiten des Niedergangs der Printmedien aber auch verständlich. Doppelbödig bleibt die Art des Protestes dennoch, aber sie zielt auf etwas Richtiges ab. Der Fußballfan und die Medien stellen sich nämlich tatsächlich als Werbeträger bereit, ohne nur einen Cent dafür zu sehen. "Auf einem ganz normalen Sportfoto sind im Schnitt zwei bis drei Logos zu sehen, manchmal auch sieben oder acht" stellt die Taz fest. Genau 74,95 € kostet beispielsweise ein Dress des FC Bayern München und die Sponsoren bekommen um die horrende Summe auch noch mehr Werbung. Ein Fanprotest wie bei Sturm Graz oder Rapid Wien, bei welchen die Mitglieder der Kurven keine offiziellen Fanartikel mehr kaufen, geht letzten Endes auch wieder ins Leere, denn es gibt ja immerhin noch genug Menschen, die sich trotzdem Dressen oder Schals kaufen.<br />
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<strong class='bbc'>KEINE LÖSUNGEN IN SICHT</strong><br />
<br />
"Wir sind dann schon mal die Vaterlandsverräter, die die Mechanismen des globalisierten Sports nicht verstanden haben" müssen die Berliner sich vonseiten der Wirtschaft anhören. Auch Uli Hoeneß griff "seine" Ultras frontal an, als er meinte "Wir müssen denen im VIP die Gelder aus der Tasche ziehen, damit ihr um sieben Euro in die Südkurve kommt". Der umgekehrte Weg wird in Amerika im Profisport eingeschlagen, die Franchises würden in Europa aber wohl nicht funktionieren, zu regional verwurzelt sind die Vereine und Sponsoren, zu anders ist das System im Fußball im Gegensatz zu Football oder Basketball hinsichtlich des Nachwuchses. Sinngemäß funktioniert - und da ist der Vorwurf vonseiten der Wirtschaft an die Taz gerechtfertigt - der Sport eben nicht nur mit Luft und Liebe. Fans, Medienvertreter und Platini müssen nun mal damit leben, der Wirtschft hilflos ausgeliefert zu sein. Ob das FFP aber den großen Crash verhindern kann, sei dahingestellt.<br />
<br />
<strong class='bbc'>NUR DIE B-MANNSCHAFTEN - BIS JETZT</strong><br />
<br />
In Österreich wurden Konkurse immer wieder von der Politik aufgefangen, sofern die Vereine relevant genug waren und irgendwie geholfen werden konnte. International waren es auch nicht der erste Anzug, der die volle Härte der Finanzaufsicht zu spüren bekam. Parma, Sevilla, Portsmouth - Beispiel für Misswirtschaft, aber eben keiner der „Global Players“. Wie lang sich allerdings die Vereine, die den Fußball international in den letzten 20 Jahren geprägt haben, etwa Barcelona, Real Madrid, AC Mailand oder Manchester United, ihre Ansprüche noch leisten können, bleibt die Frage. Manche mussten downsizen oder sich neu erfinden, zum Beispiel Arsenal oder Dortmund, andere melden sich im Konzert der Großen, Manchester City oder Paris St. Germain, neu an. Gerade in Dortmund kann eine moderne Version der Ikarussage erzählt werden, die Borussia kann aber auch ein Beispiel sein, wie gearbeitet werden kann. Von den Viertelfinalisten der vergangenen Champions-League-Saison soll nur Shakhtar Donezk finanziell solide aufgestellt sein.<br />
<br />
<strong class='bbc'>WAS BRAUCHT ES, BIS DIE BOTSCHAFT ANKOMMT</strong><br />
<br />
Ohne einem finanziellen Crash der Größenordnung Barcelona wird trotz aller Proteste der Medien, einzelner Clubchefs, der UEFA und der Fans aber nichts passieren. Die UEFA ist im Endeffekt an der derzeitigen Situation selbst schuld. Durch die Champions League wurde alles bereitgestellt, was die Proteste hervorruft. Die schottische und die spanische Liga liegen vom sportlichen Reiz her in den letzten Zügen, in England brauchte es eine Portion Glück (Tottenham) und Geld (Manchester City), um die Dominanz zu brechen, auch in Deutschland sind zweite Plätze der Bayern mehr ein Zufall. Das Kartenhaus Spitzenfußball beginnt in sich zu bröckeln. Was mit den Ultras des AS Roma anfing, ist mittlerweile in einem respektablen Medium in Deutschland angekommen. Ob die UEFA mit dem FFP den Crash noch rechtzeitig verhindern kann, muss angesichts der Zustände in den großen Ligen bezweifelt werden. La Liga fand am Wochenende nicht statt, Gehälter werden teilweise seit Monaten nicht bezahlt. So begann es bei Tirol, Kärnten, Leoben - das Ergebnis ist bekannt.<br />
<br />
Den immer mehr werdenden Rufern gegen den modernen Fußball wird dennoch nur eines überbleiben: Die Erkenntnis, es eigentlich "eh" schon immer gesagt zu haben. Selbst wenn die Aktion der Taz nicht ganz uneigennützig ist.<br />
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Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 21:46:10 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Das Financial Fair Play-Programm (FFP) der UEFA als zahnloser Tiger? Eine Analyse aus Sicht zweier englischer Spitzenvereine</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/das-financial-fair-play-programm-ffp-der-uefa-als-zahnloser-tiger-eine-analyse-aus-sicht-zweier-englischer-spitzenvereine-r334</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die finanziellen Rahmenbedingungen, in denen sich der europäische Spitzenfußball bewegt, haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark verändert. Zum Beispiel eröffnete die Neuorganisierung der englischen 'First Division' im Jahr 1992 den Vereinen die Möglichkeit, neue und wesentlich lukrativere TV-Verträge auszuhandeln. Im letzten Jahrzehnt konnte zudem eine weitere Entwicklung beobachtet werden: Der inflationäre Einstieg von Investoren und Multimilliardären in den Profifußball. Da England in diesem Zusammenhang besonders oft genannt wird, wird nachfolgend exemplarisch auf die Premier League, insbesondere auf die Top-Vereine Manchester United und Chelsea FC, Bezug genommen.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>Ausgangspunkt: Der Anstieg der Transfersummen</strong><br />
<br />
Um die Einführung des und die Idee hinter dem FFP verstehen zu können, müssen gerade in Hinblick auf die Premier League mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Die Verfügbarkeit über weit größere finanzielle Ressourcen hat die Transfersummen in den vergangenen 20 Jahren massiv beeinflusst. Noch im Jahr 1992 betrug der britische Transferrekord lediglich £5,5 Millionen, die der S.S.C. Lazio für den englischen Superstar Paul Gascoigne, damals tätig für die Tottenham Hotspurs, auf den Tisch legte. In den vergangenen 19 Jahren wurde dieser Rekord unzählige Male gebrochen, wobei vor allem Serienmeister Manchester United vom 'Sky-Boom' profitierte und bis heute in der Lage ist, hohe Ablösesummen zu bezahlen.<br />
<br />
Die Verpflichtung eines Spielers kostet in den meisten Fällen allerdings nicht nur eine Ablösesumme, sondern auch ein nicht unbeträchtliches Handgeld – welches umso höher ausfällt, sofern der Spieler ablösefrei zu seinem neuen Verein wechselt – und natürlich ein entsprechendes Gehalt. Nach der 'Causa Bosman', die zur Folge hatte, dass Klubs europaweit keine Transfersummen mehr für Spieler verlangen durften, deren Verträge ausgelaufen waren, stiegen die Aufwendungen der Klubs unweigerlich an. Zugleich wurde die Verhandlungsposition der Spieler aufgewertet. Eine gegensteuernde Kontrollinstanz in dem Sinne, wie sie mit dem FFP vorgesehen ist, hat bisher nicht existiert.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Hintergrund: Das Schuldenniveau im Englischen Fußball</strong><br />
<br />
Allgemein ist zu konstatieren, dass der englische Spitzenfußball gerade aufgrund vieler Investoren finanziell nicht so schlecht dasteht, wie dies in den Medien oft und wiederholt kommuniziert wird. Die Spitzenvereine Manchester United und Chelsea FC, die in den vergangenen Jahren oftmals als hochverschuldete und vor allem defizitär geführte Vereine bezeichnet wurden, sollen hier exemplarisch kurz unter die Lupe genommen werden: Manchester United konnte nach der Übernahme durch die Glazer-Familie, die den Verein mit geborgtem Geld gekauft und von der Londoner Börse genommen hatte, durch die Erhöhung von Ticketpreisen und der Optimierung des Werbe- und Sponsorenbereiches seit 2005 den Umsatz von etwa 220 Millionen Euro auf 350 Millionen Euro (letzte Geschäftszahlen) steigern. Heuer soll zudem erstmals die £100 Millionen Schallmauer im Sponsorenbereich durchbrochen werden. Die Re-Finanzierung der Anleihen hat zudem die jährlichen Zinszahlungen auf ziemlich genau £40 Millionen gesenkt, während die Aufwendungen bis zur vergangenen Saison flexibel und von diversen Marktfaktoren abhängig waren. Die fixe Verzinsung hat es dem Verein auch erlaubt, Teile der Anleihen selbst zurückzukaufen und so das Schuldenniveau langsam abzusenken. Letzten Zahlen zufolge ist Manchester United mit £365 Millionen verschuldet und kann seine Zinszahlungen ohne Probleme begleichen.<br />
<br />
Den Investitionen des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch beim Chelsea FC gingen finanzielle Schwierigkeiten des Londoner Klubs voraus. Abramowitsch kaufte den Klub, beglich alle Schulden und legte mit seinem Geld den Grundstein für die Erfolge, die der Klub seit 2003 feiern durfte. Mit dem Erfolg kamen zwangsläufig auch kritische Stimmen, die anmerkten, dass der Verein wesentlich mehr Geld ausgibt als er einnimmt und sich damit gegenüber der Konkurrenz einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Was bei aller berechtigten ligainternen Kritik nicht vergessen werden darf ist die Tatsache, dass Chelsea bereits vor dem Einstieg von Abramowitsch erfolgreich war und jenes Geld, das der Milliardär investiert hat, überwiegend den Vereinen der obersten englischen Spielklasse in Form von Transfergeldern zugeflossen ist. Wer die Ära Abramowitsch näher analysiert, wird zudem darauf stoßen, dass nach einer Phase hoher Investitionen zwischen 2003 und 2007 das Niveau der Transferaufwendungen an der Stamford Bridge merklich gesunken ist. Von diesem Weg ist man erst in der vergangenen Transferperiode im Januar 2011 wieder abgegangen, als mit Fernando Torres und dem portugiesischen Innenverteidiger David Luiz zwei Topspieler zu ebensolchen Preisen verpflichtet wurden. <br />
<br />
Klar festzuhalten ist, dass das Ziel, das der nunmehr ehemalige CFC-Geschäftsführer Peter Kenyon im Jahr 2008 ausgegeben hat, Chelsea bereits 2010 als profitables Unternehmen führen zu wollen, nicht erreicht wurde. Wenn heute von den Schulden des Chelsea FC gesprochen wird, so ist die Bezeichnung nicht korrekt: Eigentümer Abramowitsch hat dem Klub de facto mit Ende des Jahres 2009 alle Schulden erlassen. Ein offizielles Klub-Statement dazu sah in Auszügen wie folgt aus: "Following previous conversions of half of the debt, the remainder of the interest-free loans from the parent company, whose ultimate controlling party is Roman Abramovich, have been converted into equity, making the group effectively debt-free."<br />
<br />
<strong class='bbc'>Financial Fair Play – die Grundregeln</strong><br />
<br />
Obenstehende Ausführungen sollen am Beispiel von zwei Spitzenvereinen vor Augen führen, wie unterschiedlich Klubs von 'Verschuldung' betroffen sein können, welche von der UEFA 'eingeschränkt' werden soll. Beim Blick auf die Grundregeln des FFP wird jedoch deutlich, dass die eigentliche Höhe der Verschuldung nicht wesentlich dafür ist, ob die UEFA tatsächlich eine entsprechende Lizenz erteilt. Vielmehr steht vereinfacht gesagt 'nachhaltiges Wirtschaften' im Vordergrund, um den Spielbetrieb in allen Ligen aufrecht erhalten, Konkursen möglichst vorzubeugen und dem exorbitanten Anstieg der Spielergehälter – vor allem im Verhältnis zum Gesamtbudget der Vereine – Einhalt gebieten zu können.<br />
<br />
Das FFP-Programm der UEFA betrifft nicht nur den Transfer- und Gehälterbereich, sondern die gesamte Infrastruktur des Vereins. Im vorgegebenen Maßnahmenkatalog wird geregelt, welche Kriterien Vereine erfüllen müssen, um eine UEFA-Lizenz zu erhalten. Dies beginnt bei der Registrierung von Spielern, geht über den gesamten Mannschaftsstab (Trainer, Therapeuten, Ärzte) hin zum Medienbereich sowie zu den Angestellten der Klubs, die etwa für den reibungslosen Ablauf bei Heimspielen oder in der allgemeinen Verwaltung sorgen.<br />
<br />
Die UEFA gibt künftig so genannte 'Monitoring-Perioden' vor, die sich über den Zeitraum von drei Jahren strecken. Wird also die Lizenz für die Spielzeit 2016/17 erteilt, werden die Spielzeiten 2013/14, 2014/15 sowie 2015/16 als Bewertungsgrundlage genommen. Die erste Monitoring-Periode umfasst ausnahmsweise nur zwei Spielzeiten, startend mit der Saison 2011/12. Als wesentliches Kriterium der Beurteilung gilt die Break-even-Vorschrift; vereinfacht gesagt müssen sich die relevanten Einnahmen (Eintrittsgelder, Sponsoring, Werbung etc.) mit den relevanten Ausgaben (Gehälter, Transfersummen, Handgelder etc.) die Waage halten. Ausgaben für die Nachwuchsförderung sowie nicht-fußballerische Tätigkeiten fallen nicht in den Ausgaben-Pool. Problematisch im Zusammenhang mit diversen Einnahmen ist, dass durch die Eigentümer-Struktur bei vielen englischen Fußballvereinen ein 'Selbst-Sponsoring' nicht ausgeschlossen werden kann. So hat Manchester City einen Rekord-Deal mit Etihad Airways ausgehandelt, dessen Umfang rund £400 Millionen über einen Zeitraum von zehn Jahren beträgt. Zum Vergleich: Jener Deal, den der Arsenal FC mit Emirates für das neue Stadion/Trikotwerbung im Jahr 2004 abgeschlossen hat, bringt den 'Gunners' innerhalb von 15 Jahren lediglich £90 Millionen. Auf den ersten Blick steht dieser Deal, den City auf dem Tisch liegen hat, in keinem Verhältnis zu jenen der Konkurrenz, wobei zusätzlich noch zu bedenken ist, dass der Eigentümer des Klubs aus dem Osten von Manchester gleichzeitig auch Besitzer der Fluglinie ist. Die UEFA hat bereits angekündigt, das Geschäft genau unter die Lupe zu nehmen, bevor eine Genehmigung erfolgt. In den FFP-Regeln ist dieser Fall wie folgt skizziert: Zwar 'darf' der Klub die Einnahmen, die er durch klubnahe Personen generiert, selbstverständlich verbuchen, diese müssen allerdings in einem nachvollziehbaren Verhältnis zu Konkurrenzprodukten stehen, ansonsten werden sie in der Einnahmen-/Ausgaben-Rechnung nicht berücksichtigt. Klubnahe Personen werden dabei als 'verbundene Partei' bezeichnet, die etwa 'Kontrolle über das zu berichtende Unternehmen ausübt'. Allerdings lässt die Definition einer 'nicht verbundenen Partei' reichlich Interpretationsspielraum, der wohl zum Knackpunkt für jene Klubs bzw. Eigentümer werden wird, die sich teilweise 'selbst sponsern'.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Break-Even und Verschuldungsgrad</strong><br />
<br />
Über den Zeitraum einer Monitoring-Periode müssen die Klubs dafür sorgen, dass sie einen so genannten Break-Even-Überschuss generieren. Zur Abschwächung gibt es die annehmbare Abweichung. Das Break-Even-Defizit darf 45 Mio. Euro für die Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 zusammengerechnet betragen, wobei dieser Betrag von Anteilseignern, im Fall von Chelsea somit von Roman Abramowitsch, gedeckt sein muss. In den folgenden Spielzeiten bis Sommer 2018 beträgt diese Summe nur noch 30 Mio. Euro, für die Monitoring-Perioden danach ist sie von der UEFA noch nicht festgesetzt worden. Der Finanzkontrollausschuss der UEFA kann in Zweifelsfällen jederzeit zusätzliche Informationen von den Klubs anfordern, wenn aus den Jahresberichten hervorgeht, dass der Personalaufwand 70% der Gesamteinnahmen übersteigt oder die Nettoschulden im laufenden Geschäftsjahr 100% der Gesamteinnahmen überschreiten.<br />
<br />
Bemerkenswert ist auch, dass Wechselkurs-Schwankungen ebenso wie Break-Even-Trends in die Bewertung mit einfließen. Alle Klubs sind verpflichtet, längerfristige Geschäftsstrategien vorzuweisen, falls dies von der UEFA auf Basis der vorgelegten finanziellen Ergebnisse separat verlangt wird. Explizit angemerkt wird, dass der Kontrollausschuss die Art und Struktur der bereits vorhandenen Schulden bei der Begutachtung der Geschäftszahlen und -pläne berücksichtigt, wobei der Fähigkeit, den Zins- und Tilgungszahlungen nachzukommen ebenso wie dem Niveau der Einnahmen im Vergleich zu den jährlichen Belastungen durch den Schuldenstand Bedeutung zukommt. Um den Bezug zu Manchester United herzustellen, so sei an dieser Stelle gesagt, dass der Verein genau aus diesem Grund wie viele andere Top-Klubs keine Probleme mit dem FFP haben wird, da der Klub seinen Zahlungsverpflichtungen, was die Zinsen betrifft, relativ problemlos nachkommen kann. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Sonderregelungen</strong><br />
<br />
Für die ersten beiden Monitoring-Perioden gibt es noch eine Besonderheit zu beachten: Aufwendungen für Spieler, die vor dem 1. Juni 2010 unter Vertrag genommen wurden, fallen nicht unter die hier skizzierten Regelungen. Konkret heißt dies, dass Verträge, die vor diesem Datum geschlossen wurden, für das FFP nur bedingt relevant sind, wobei einschränkend zu sagen ist, dass dies daran geknüpft ist, einen positiven Trend bei den jährlichen Break-Even-Resultaten vorweisen zu können. <br />
<br />
<strong class='bbc'>FFP – ein vorerst zahnloses Konstrukt</strong><br />
<br />
Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass ein klar und fix definierter Sanktionenkatalog (noch) fehlt. Ein Ausschlussverfahren aus den internationalen Bewerben der UEFA wird ebenso wenig diskutiert wie etwaige Geldstrafen, welche die betroffenen Klubs – denen es zumeist ironischerweise nicht an Geld fehlt – ohnehin nur bedingt treffen würden. Es wird lediglich darauf verwiesen, dass ein Maßnahmenkatalog dafür sorgen soll, dass das FFP auch wirklich zu einem 'fairen Spiel' führt.<br />
<br />
Ohne Zweifel geht UEFA-Präsident Michel Platini mit der grundsätzlichen Idee der finanziellen Regulierung von Europas Fußball in die richtige Richtung. Es hat jedoch den Anschein, dass dem Katalog bereits beim Inkrafttreten die Zähne gezogen wurden; Ideen für Sanktionen mag es viele geben, eine Umsetzung ist allerdings in Anbetracht der Tatsache, dass bereits vor Jahren für den Fall einer allzu starken Regulierung von Seiten der Top-Vereine eine europäische Superliga abseits der UEFA-Bewerbe ins Spiel gebracht wurde, in weiter Ferne. Die UEFA 'braucht' die Top-Vereine genauso, wie die Top-Vereine die UEFA brauchen – denn das TV-Geld, von dem auch aufgrund der Ausweitung und Reform der Europäischen Cupbewerbe immer mehr Vereine profitieren, fließt aufgrund der Präsenz der Spitzenvereine, die entsprechende Quote bringen. Eine Abwertung der UEFA-Bewerbe, etwa mit einem Ausschluss eines Spitzenvereins à la Manchester United oder z.B. Real Madrid, hätte nicht nur für den betroffenen Verein weitreichende Konsequenzen, weshalb sich die Sanktionen seitens der UEFA in absehbarer Zeit aus Sicht des Autors auf Geldstrafen beschränken werden.<br />
<br />
Starostyak, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 12:32:48 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[VdF-Vorstand Zirngast im abseits.at-Interview: "Ich ziehe meinen Hut vor Ali Hörtnagl!"]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/vdf-vorstand-zirngast-im-abseitsat-interview-ich-ziehe-meinen-hut-vor-ali-hoertnagl-r312</link>
		<description><![CDATA[Der dritte und letzte Teil des großen abseits.at-Interviews mit dem Chef der "Vereinigung der Fußballer" (VdF) Gernot Zirngast. Nachdem Zirngast in Teil 1 bereits über <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/vdf-vorstand-zirngast-im-abseitsat-interview-als-spieler-musst-du-dich-anpassen-sonst-bist-du-draussen-r204' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Spieler und die Anpassungsnotwendigkeit selbiger</a> sprach und in Teil 2 darüber, <a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/vdf-vorstand-zirngast-im-abseitsat-interview-wir-haben-nicht-einmal-zehn-profiklubs-r220' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>wie unprofessionell in Österreich gearbeitet wird</a>, geht es im dritten Teil um nichts anderes als GELD!<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Kann man sagen, was man im Schnitt in den Regionalligen verdient?<br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>Also es ist nicht so, dass man da reich wird, aber es ist so, dass man so gut leben kann, sodass manch einer wirklich sagt: „Ich brauche keinen zweiten Job.“ Wenn er so nach oben kommt, dann ist das ja ok, wenn er jetzt nur ein, zwei Jahren da oben bleibt. Das ist aber eine gefährliche Grenze. Mit 1500, 2000 netto und nebenbei keine Ausbildung - dann hat er für später nichts. Dann fängt der Fußball zwar noch viele in den unteren Ligen ab. Und es gibt Unterschiede, denn wenn das jetzt jemand aus dem Westen liest - bis auf wenige Ausnahmen - da fragt er: „1500 netto?“ So viel verdient man im Osten, bei einigen Vereinen in der Regionalliga Mitte: Zum Beispiel in Pasching oder beim GAK. Im Westen wird es dann immer weniger, vielleicht gibt es so viel bei Anif oder Dornbirn. Bei uns im Osten gibt es sogar  Regionalligaspieler, die bis zu 5000 Euro netto im Monat verdient haben.<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Wobei man nicht vergessen darf: Wenn ein 20-jähriger 1500 Euro kriegt, ist das nicht<br />
wenig…<br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>1500 netto ist nicht wenig - stimmt. Das ist eben etwas, was im Fußball aber so nicht gesehen wird. Die Eltern haben Vorstellungen, was die Burschen mit 19 verdienen müssten, wenn da ein Profiklub kommt. Wenn der da jedoch schon zwischen zwei- und dreitausend netto verdienen soll, was soll der mal verdienen, wenn der wirklich gut wird? <br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Sind da die St. Pöltner ein Vorbild? Trainer Martin Scherb meinte nach dem Aufstieg: „Die Jungs müssen 10 Stunden arbeiten gehen.“ <br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>So ist es. Es kommt ja nicht nur dazu, dass ich die Jungs als Profi habe, sondern dass ich als Verein auch schauen muss, was die wirklich zwischen den Trainingszeiten machen. Die trainieren nicht jeden Tag zwei Mal. Und da sagt der Martin richtig, dass sie die Möglichkeit dazu haben sollen, zu arbeiten und die haben sie im Verein geschaffen. Da sagen wir, dass die Bundesliga die Vereine unterstützen soll. Und wir müssen noch mehr schauen, dass wir mit regionalen Wirtschaftsunternehmen zusammenarbeiten. Statt einem Sponsoring hat der Spieler einen Nebenjob, wo er 500 dazu verdient, wo er einen Arbeitgeber hat, der das Verständnis mitbringt, weil er auch in den Verein mit integriert ist. Ich meine: ADEG hätte der Liga kein Geld geben sollen, sondern hätte 100 Arbeitsplätze hergeben sollen, damit so mancher Spieler einen geregelten Tagesablauf kriegt und nicht mehr oder minder absinkt, weil dort kommen dann genau die Geschichten raus: Wetten, Herumhängen usw. Das sind die Probleme, wo man die Jungen viel zu viel alleine lässt und da ist das, was in St. Pölten passiert ist, absolut vorbildhaft. <br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Wie arbeiten Landesligisten?<br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>In der fünften Liga, in der Landesliga ist ein Tausender pro Monat durchaus an der Tagesordnung. Die Spieler, die von oben kommen, werden gut verdienen. Die, die nie oben waren nicht. Die Sache ist immer nur: Wie handhabe ich das Ganze? <br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Welche Möglichkeiten hat der Verein?<br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>Es gibt eine Ausnahmeregelung, für die Spieler nicht als Hauptjob Fußballer sind. Man kann den Aufwand für das Training und die Spiele mit bis zu 60 Euro am Tag vergüten, maximal 540 Euro im Monat. Das ist auch für den Nachwuchs wichtig, wir dürfen nicht vergessen: Es gibt über 2200 Vereine in Österreich. Wir haben hunderttausende Leute, die Fußball spielen und mit dem Fußball „verbandelt“ sind. Volkswirtschaftlich ist das einfach eine Sache, wo ich jetzt sage: Wenn ich als Lehrer jetzt eine Fußballmannschaft im Sommer trainiere, verdiene ich mehr und muss das zu meinem Job dazu zählen und dann versteuern, dann komm ich vielleicht in eine höhere Steuerklasse und mir bleibt im Endeffekt nichts übrig. Da kann er es<br />
gleich umsonst machen. Dass der ein paar hundert Euro dazu verdienen kann, ist absolut gut, weil er auch für den Staat, für die Allgemeinheit was tut. Dieser Vertrag ist vonseiten des Vereins netto gleich brutto. Das ist absolut legal. Bis zur 4. Liga hinauf sollte ich kein Problem haben, diese Beträge dann auch wirklich offiziell auszuzahlen. Was will ich mehr?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Die bereits angesprochene Ausbildungstabelle dient als Orientierung für Transfers. Wo kommen die Transfersummen diverser Websites her? Macht es irgendeinen Sinn, das so anzugeben, wenn es die Ausbildungsentschädigung gibt? Kann man seriös bewerten, was der Herr Junuzovic beispielsweise wert ist?<br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>Nein, das ist eine Spielerei. Ein Beispiel: Jimmy Hoffer spielt eine gute Saison, auch im Nationalteam. Dann kommt halt ein Verein, der das in seinem Land für einen jungen Spieler nicht als hoch betrachtet und Rapid kriegt fünf Millionen Euro. Anderes Beispiel: Dragovic. Bis zu drei Millionen Euro wollte die Austria haben. Er war ja auch schon fast in Wolfsburg, für die war das aber logischerweise zu viel für einen jungen Spieler, wo ich nicht weiß, wie der wird. Er hatte eine gute, aber nicht außergewöhnliche Saison und zwei Nationalteamspiele.<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Wie sagt der Herr Parits in dem Fall dann aber: Der Spieler ist das und das wert?<br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>Im Endeffekt ist er das wert, was jemand bereit ist zu zahlen. Aus. Mehr kann nicht sein. Das sich wer etwas zusammenreimt, das hat er mal verdient usw. steht auf keiner realen Basis. Es ist mehr oder minder überhaupt nicht nachvollziehbar, was da hin und wieder verlangt wird. <br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Das heißt, der Verein rechnet sich +/- aus: Ich habe in diesen Spieler 3 Jahre lang 50 000 Euro reingesteckt, also möchte ich mindestens so viel haben? <br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>Nach einer guten Saison sollen die Preise steigen, nach einer schlechten fallen? Das hat keinen realen Hintergrund. Ich habe gelesen, dass Barcelona die Ablösesumme für Pedro Rodriguez auf 150 Millionen Euro festgelegt hat. Nur, wenn der Herr Rodriguez eine schlechte Saison spielt, dann vielleicht verletzt ist, dann werden sie froh sein, wenn sie ihn überhaupt loswerden. Das sind immer aktuelle Bestandsaufnahmen, die man immer differenzieren muss und schauen muss, welche Saison der Spieler spielt. Die Vereine glauben, dass sie den Spieler eh verkaufen können, wenn sie ein Geldproblem haben. Das ist jetzt vorbei, der Blödsinn war früher so, aber das Geld muss ich ja einmal erst kriegen. Was Rapid in den letzten drei, vier Jahren gehabt hat, da ziehe ich meinen Hut vor Ali Hörtnagl. Es ist aber auch verständlich, dass die Reaktion kommt: Rapid verkauft alles! Aber wo wäre Rapid, wenn sie den Spieler nicht verkauft hätten?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Vor allem: Ein Jelavic, den ich mir für 200 000 Euro kaufe, so viel Geld kann ich in den zwei Jahren gar nicht reingesteckt haben, dass sich die 3,5 nicht rechnen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>Das ist eben auch die Aufgabe der Präsidenten und Vereine, das ganz realistisch zu betrachten, zu sagen: „Herrschaften, wir sind in Österreich und nicht ein Land wie Deutschland, England oder Frankreich, wo ich den Spieler mit aller Gewalt halten kann“ Das geht nicht. Es kann keinen einzigen Spieler in Österreich geben, den ich nicht ins Ausland verkaufe. Hier wird man nicht Millionär.<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Ist das der mögliche Grund für den Wechsel von Mario Kienzl in die zweite Schweizer Liga?<br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>Er ist mit Sturm, warum auch immer, nicht zusammengekommen. Was dann immer die Beweggründe waren, vielleicht will er seinen Horizont erweitern. Es ist natürlich schon so: Die waren Zweiter in der Liga und die waren bis vor einigen Wochen ganz vorne, von dem her, wenn ich denn ins Ausland will, lässt sich das schon nachvollziehen. Ich denke auch, dass er keine dementsprechenden Angebote in Österreich gehabt hat, als Alternativen.<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Manche Vereine halten aber auch ihre Spieler, wie Ried den jungen Royer!<br />
<br />
<strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong>Die haben wiederum nicht unrecht, wenn sie sagen: Du bist noch nicht so weit, du hast jetzt ein Jahr gespielt, schau mal, dass du dich bei uns einmal festigst, Rückschläge verkraftest. Das ist ja auch für den Verein ein Risiko. Wer weiß, ob die Austria ihn nächstes Jahr wieder haben will? <br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>abseits.at:</strong></span> Herr Zirngast, wir danken für das Gespräch!<br />
<br />
Das Interview führte Georg Sander.]]></description>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 12:25:42 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Lohnt sich die Austragung einer Fußballweltmeisterschaft?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/lohnt-sich-die-austragung-einer-fussballweltmeisterschaft-r275</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Zahlreiche Veranstalter bewerben sich als Austragungsort für Fußballweltmeisterschaften, doch ist eine solche Veranstaltung überhaupt gewinnbringend? Vor sportlichen Großereignissen werden immer wieder neue Superlativen genannt: Mehr Wachstum – Mehr Umsatz – Mehr Beschäftigung etc., doch was bringt eine solche Veranstaltung schlussendlich wirklich dem Gastgeberland?</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>60 MILLIARDEN EURO FÜR STADION- UND STRASSENBAU…</strong><br />
<br />
Nach sportlichen Megaevents, wie beispielsweise einer Fußballweltmeisterschaft, werden immer wieder Zahlen veröffentlicht, welche darauf schließen lassen, dass die Bevölkerung des Landes tatsächlich von der Austragung profitiert hat. Doch in den Medien werden immer nur die Erträge geschrieben und meistens darauf vergessen, dass die Länder Milliarden in die Infrastruktur investieren müssen, um überhaupt als Austragungsort in Frage zu kommen. So zum Beispiel musste Südafrika mehr als 60 Milliarden Euro in den Stadion und Straßenbau investieren. Eine so große Summe wurde noch nie zuvor in Südafrika für ein Projekt investiert. Wie viel von diesem Kapital an Unternehmen aus Südafrika bezahlt worden ist, ist leider unklar. Experten meinen allerdings, dass ein Großteil des Stadion- und Straßenbaus von ausländischen Firmen durchgeführt worden ist. <br />
<br />
<strong class='bbc'>NACHHALTIGKEIT DER GESCHAFFENEN INFRASTRUKTUR?</strong><br />
<br />
Ein weiteres großes Problem von solchen Veranstaltungen ist, dass die geschaffene Infrastruktur meistens anschließend keine Verwendung mehr findet. So zum Beispiel wird Südafrika nach der Fußballweltmeisterschaft sicherlich keine neun  hochmodernen Fußballarenen benötigen. Zahlreiche Ökonomen haben bereits vorgerechnet, dass es kein schlechteres Investment gibt, als eines in sportliche Großveranstaltungen. Sie meinen, dass es nur wenige gibt, die während einer solchen Veranstaltung groß verdienen, die Mehrheit allerdings bleibt anschließend auf den Kosten sitzen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>GEWINN? WENN JA, DANN NUR KURZFRISTIG…</strong><br />
<br />
Kurzfristig gab es sicherlich einen Gewinn für das Land, denn durch den Bau der notwendigen Infrastruktur wurden sehr viele Arbeitsplätze geschaffen. Zusätzlich wurde die Infrastruktur in vielen Städten wesentlich verbessert. Doch langfristig wird eine solche Sportgroßveranstaltung zu keinen Verbesserungen im Land führen, denn sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind, steigt die Anzahl der Arbeitslosen wieder an. Auch die Zahl der Übernachtungen in Südafrika stieg während der Fußballweltmeisterschaft 2010 rapide an, doch auch davon dürfte heute nur noch wenig zu spüren sein.<br />
<br />
<strong class='bbc'>MEGAUMSATZ UND GEWINN FÜR DIE FIFA</strong><br />
<br />
Über einen Rekordumsatz durfte sich die FIFA freuen, denn wie FIFA-Präsident Blatter freudig berichten konnte, gelang es dem Weltverband mehr als vier Milliarden Dollar, im Zeitraum von 2007-2010, zu erwirtschaften. Laut übereinstimmenden Medienberichten stammen etwa 87 % der Einnahmen von der WM in Südafrika. Für die FIFA hat sich die Austragung also sicherlich gelohnt. <br />
<br />
Während die FIFA also wieder einmal als großer Gewinner der WM hervorgeht, spürt man in Südafrika nur noch sehr wenig von der einstigen Begeisterung. Die neu gebauten Arenen werden nicht mehr benötigt und auch die geschaffene Infrastruktur bringt nicht den erhofften Nutzen für das Land. Mittlerweile sind wieder fast 40 % der südafrikanischen Bevölkerung ohne Arbeit und auch die Frustration bei den Jugendlichen steigt massiv an. Auch die Regierung Südafrikas hat es zurzeit nicht leicht, denn vor der WM konnten sie immer auf die „Aussicht 2010“ verweisen und den Bürgern versprechen, dass anschließend vieles besser werden wird. Doch diese Aussicht existiert jetzt nicht mehr….<br />
<br />
Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 11:57:45 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Der unglaublich teure Hulk, oder wie ernst man festgelegte Ablösesummen nehmen darf</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/der-unglaublich-teure-hulk-oder-wie-ernst-man-festgelegte-abloesesummen-nehmen-darf-r269</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Dass der FC Porto eine der besten Talenteschmieden auf dem Kontinent ist, ist hinlänglich bekannt. Nicht nur Spieler, wie etwa Hugo Almeida, Lisandro Lopez, Diego oder Deco, wurden exportiert, sondern mit Jose Mourinho und Andre Villas-Boa auch gevifte Taktiker. Mit dem Brasilianer Hulk hat man eine weitere heiße Aktie, die aber nicht so schnell hergegeben werden soll.</em><br />
<br />
Laut Hulks Berater Teodore Fonseca gebe es zwar einige Interessenten für den bulligen Stürmer, leisten kann ihn sich wohl aber kaum jemand. Erst im Mai hatte Hulk seinen Vertrag in Porto bis 2016 verlängert. Der Champions League-Sieger von 2004 würde wohl bei 100 Millionen Euro schwach werden, was den Mittelstürmer zum teuersten Spieler aller Zeiten machen würde. Angebote sind bereits eingetrudelt, das höchste lag bei 80 Millionen Euro, doch Porto lehnte auch bei dieser Summe jedwede Verhandlungen ab. De facto ist Hulk unverkäuflich. Doch schon mehrere Curriculi Vitae haben gezeigt, dass ein möglicher Käufer nur ein bisschen warten muss, bis er den Wunschspieler verpflichten kann.<br />
<br />
<strong class='bbc'>RONALDINHOS WEG VON UNVERKÄUFLICH ZU 25 MILLIONEN</strong><br />
<br />
Beim FC Barcelona galt der Edeltechniker mit der markanten Frisur und dem ebenso einzigartigen Grinsen zwischen 2004 und 2006 als das Nonplusultra auf zwei Beinen, zwei Mal hintereinander - 2004 und 2005 - war er Weltfußballer des Jahres, was davor nur Zinedine Zidane und Ronaldo vorbehalten war. Jede Summe wäre für die Katalanen zu wenig gewesen, Ronadlinho galt als unverkäuflich. 2006 begann sein Stern allerdings zu sinken und im August 2008 wollte Barca ihn schließlich los werden. Um 25 Millionen Euro wechselte er schließlich zum AC Mailand, wo er nach einer guten Saison 2009/10 auch aussortiert wurde und im Jänner dieses Jahres zu Flamengo Rio wechselte. Plötzlich waren es keine unglaublichen Summen mehr, die verlangt wurden, kolportierte drei Millionen Euro zahlten die Brasilianer an die Italiener.<br />
<br />
<strong class='bbc'>UMGEKEHRTER WEG - IBRAHIM AFELLAY</strong><br />
<br />
Der Niederländer mit marokkanischen Wurzeln wechselte im Jänner 2011 um ebenfalls drei Millionen Euro nach Barcelona. Um den Ergänzungsspieler nicht zu vergraulen, rief Barca eine Ablösesumme von 100 Millionen Euro aus. Auch das Gehalt des hochtalentierten Außenbahnspielers ist stattlich, seine Fähigkeiten bekam man im Winter im Spiel zwischen Holland und Österreich vor Augen geführt. Sollte sich Afellay aber verletzen, seine Form nicht halten können oder sich nicht sonst nicht durchsetzen, werden sich die Katalanen wohl mit einer kleineren Ablösesumme zufrieden geben müssen, was bei drei Millionen Euro, die gezahlt wurden, auch nicht so schlimm sein wird.<br />
<br />
<strong class='bbc'>UNTER SICH</strong><br />
<br />
Diese Ablösesummen, die für die hoch veranlagten Kicker gezahlt werden sollen, solange diese voll im Saft stehen, schrecken natürlich kleinere Vereine ab. Zum Kreis dieser kleineren Vereine dürfen sich aber immerhin Clubs wie Arsenal oder der FC Bayern zählen. Alles, was für über 30 Millionen Euro Ablöse ein neues Trikot überzieht, kann sich zwar den Arbeitgeber aussuchen, der Kreis ist allerdings klein. Lediglich Chelsea, Inter Mailand, AC Mailand, Manchester City, Real Madrid oder eben Barcelona sind derzeit bereit, so tief in die Tasche zu greifen, nicht einmal Manchester United, ZSKA Moskau oder Shakhtar Donezk geben derzeit so viel Geld aus. Die Spieler sind somit so fest an ihren Verein gebunden, dass sie sich eben schon selber einiges antun müssen, um zu wechseln.<br />
<br />
<strong class='bbc'>KOMMT ZEIT, KOMMT SPIELER</strong><br />
<br />
Will man einen Spieler vom Kaliber Hulk, Sneijder oder Afellay kaufen, braucht es aber lediglich eines - Geduld. Das wissen die Sportdirektoren, denn die unglaublichen Ablösesummen fallen wie Kartenhäuser in sich zusammen, wenn die Leistung nicht stimmt. Diese kann aber von kaum einem Spieler konstant über zwei, drei Saisonen erbracht werden. Dem Beispiel Ronaldinho folgend verfiel sein (geforderter) Transferwert innerhalb von nur fünf Jahren von quasi über 100 Prozent auf lediglich drei. Dem umgekehrten Gedankenexperiment nach würde ein Spieler wie Junuzovic, wenn er einen tollen Herbst spielt, wohl auch um drei Millionen Euro wechseln können und seinen Transferwert, so wie Afellay, um über 3000 Prozent steigern.<br />
<br />
<strong class='bbc'>UNGLAUBLICH GERING</strong><br />
<br />
Anhand weniger Beispiele kann bewiesen werden, dass keinesfalls so heiß gegessen wie gekocht wird. Im Zuge des neuen Financial Fairplays werden sich die weiter oben genannten Clubs auch überlegen müssen, wie sie mit den unglaublichen Summen, die für Spieler nicht nur verlangt, sondern auch gezahlt werden, umgehen. Der 75 Millionen Euro-Flop "Ibrahimovic beim FC Barcelona" ist ein mahnendes Beispiel. In der Pole Position um die Nachfolge der großen Namen als Branchenführer im europäischen Fußball stehen seriös wirtschaftende Vereine aus Deutschland, Frankreich oder England, die die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt haben und sich nicht auf Spekulationen der Marken Perez oder Al-Fahim einlassen.<br />
<br />
Hulk wird niemals um 100 Millionen Euro wechseln, nicht einmal um die Hälfte. Porto möchte sich absichern, dass der Stürmerstar in Portugal bleibt. Die Hand voll Vereine, die aber um 80 Millionen Anfragen abschicken, werden alsbald Probleme mit Michel Platini bekommen - und das ist gut so!<br />
<br />
Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 14:48:43 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Die Prämien in der UEFA Europa League – Das haben die österreichischen Klubs verdient</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/die-praemien-in-der-uefa-europa-league-das-haben-die-oesterreichischen-klubs-verdient-r266</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Obwohl es in der vergangenen Spielsaison keinem österreichischem Verein gelungen ist, sich für die UEFA Champions League zu qualifizieren, schafften es insgesamt zwei Vereine sich für die zweithöchste europäische Spielklasse zu qualifizieren. Doch was haben die österreichischen Vertreter dabei verdient?</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>NEUER MODUS – NEUE PRÄMIEN</strong><br />
<br />
Mit der Spielsaison 2008/09 wurde der ehemalige UEFA Cup völlig umstrukturiert und durch eine neue europäische Spielklasse, mit dem Namen UEFA Europa League, ersetzt. Im Zuge dieser Modusänderungen und Umstrukturierungen wurden auch die von der UEFA ausgeschütteten Preisgelder deutlich angehoben. So zum Beispiel versüßt die UEFA jedem Verein, der es schafft sich für die Gruppenphase zu qualifizieren, die Teilnahme mit einem Antrittsgeld von einer Million Euro. <br />
<br />
<strong class='bbc'>140.000 EURO PRO SIEG</strong><br />
<br />
Ein Sieg wird mit einer Einmalzahlung von 140.000 Euro belohnt, ein Unentschieden immerhin mit der Hälfte, also 70.000 Euro. Sollte es einem Verein gelingen, die Gruppenphase am ersten oder am zweiten Platz der jeweiligen Vierergruppe zu beenden, so kommt er in eine Zwischenrunde, welche finanziell mit 200.000 Euro belohnt wird. Danach steigen die Prämien Runde für Runde wie gefolgt an: Achtelfinale: 300.000 Euro, Viertelfinale: 400.000 Euro, Halbfinale 700.000 Euro. Der Sieger des Pokals erhält 3 Millionen Euro von der UEFA, der Verlierer  kann sich immerhin auch mit einem Preisgeld von 2 Millionen Euro trösten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>HÖCHSTMÖGLICHE PRÄMIE: 8.040.000 EURO</strong><br />
<br />
Die höchste Prämie, welche ein Klub in der UEFA Europa League gewinnen kann, beträgt 8.040.000 Euro. Dazu müsste er allerdings alle Bewerbsspiele gewinnen. Im Vergleich zur Champions League, wo man bis zu 31.7 Millionen Euro Preisgeld abstauben kann, sind diese acht Millionen Euro natürlich recht wenig. Außerdem muss der Europa League Sieger zwei Spiele (Anm.: Zwischenrunde) mehr absolvieren, als der Champions League Sieger. <br />
<br />
Zusätzlich bekommen die Vereine auch noch Zahlungen aus dem sogenannten „Marktpool“, welcher zu großen Teilen von den Fernsehgeldern besteht. Dieser Marktpool wird zunächst je nach „Wert“ an die jeweiligen Nationen aufgeteilt und danach auf die Vereine dieser Nation ausgeschüttet. <br />
<br />
Zusätzlich können die Vereine auch noch Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Merchandisingprodukten etc. verzeichnen. Zu den Eintrittsgeldern, sollte allerdings angemerkt werden, dass einige Vereine auch entsprechende Stadionmieten bezahlen müssen. Deshalb macht dieser Teil der Einnahmen nur einen sehr kleinen Teil an den Gesamteinnahmen aus. <br />
<br />
Nun wollen wir uns aber im Detail anschauen, was die österreichischen Vertreter in der vergangenen Spielsaison verdient haben. <br />
<br />
<strong class='bbc'>SK RAPID WIEN – PRÄMIE: 1.140.000 EURO</strong><br />
<br />
Rapid gelang es wie schon im Jahr zuvor, sich für die UEFA Europa League zu qualifizieren und wurde deshalb mit einem Antrittsgeld von 1 Million Euro belohnt. Zusätzlich konnten die Hütteldorfer einen Sieg einfahren, welcher nochmals 140.000 Euro in die Vereinskassa spülte. Insgesamt konnte der SK Rapid Wien also 1.140.000 Euro in der Europa League einnehmen. (Anm.: ohne Eintrittsgelder, Merchandisingprodukte etc.)<br />
<br />
<strong class='bbc'>RED BULL SALZBURG – PRÄMIE: 1.140.000 EURO</strong><br />
<br />
Auch RB Salzburg wurde mit einem Antrittsgeld von 1 Million Euro belohnt, schaffte zudem zwei Unentschieden, welche ebenfalls mit 70.000 Euro dotiert sind. Insgesamt konnten sich die Salzburger also genau so wie der SK Rapid Wien über ein Preisgeld von 1.140.000 Euro freuen.<br />
<br />
Schlussendlich kann man also anmerken, dass die Vereine auch in der UEFA Europa League ihre Bilanzen wesentlich aufbessern können, obwohl die Prämien natürlich deutlich geringer ausfallen als in der Champions League. <br />
<br />
Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 08:38:23 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Trikotsponsor - der "Hirsch" als Vorreiter im europäischen Fußball]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/trikotsponsor-der-hirsch-als-vorreiter-im-europaeischen-fussball-r265</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Wir schreiben den 24. März 1973. Der damalige Erstligist Eintracht Braunschweig läuft im Spiel gegen Schalke 04 erstmals mit dem Jägermeister-Schriftzug und dem dazugehörigen Logo auf der Brust auf. Wo bisher der traditionelle Löwe, Wappentier der Stadt Braunschweig sowie der Eintracht, die Leibchen zierte, röhrte nun der Hubertushirsch des Likörherstellers.</em><br />
 <br />
Bereits Mitte der 1950er Jahre führte der CA Penarol, 3-facher Weltpokalsieger aus Montevideo, als erstes Team weltweit Trikotwerbung ein. Bis dieses Thema in Deutschland aufkam, zogen aber noch einige Spielzeiten ins Land. Im Jahr 1967 versuchte die finanzmarode Wormatia Worms ihre Spieler mit dem Logo der Baufirma Caterpilla auflaufen zu lassen. Solch eine Werbung war vom DFB allerdings verboten und so beugte sich Wormatia letztlich dem Verband. <br />
 <br />
<strong class='bbc'>TRICKREICHER UNTERNEHMER</strong><br />
<br />
6 Jahre später trat der gewitzte Braunschweiger Likörproduzent Günter Mast auf den Plan, ein Werbefachmann durch und durch. Die Eintracht, deutscher Meister von 1967, hatte aufgrund eines Manipulationsskandals mit drastischen Zuschauerrückgängen zu kämpfen und die Kassen waren leer. Mast umging das Verbot indem er das Jägermeister-Logo als offizielles Vereinswappen übernahm und es so legal auf den Trikots platzieren konnte. Es folgte ein Dauerstreit mit dem DFB, auch die Umbenennung in Jägermeister Braunschweig stand im Raum und wurde in mehreren Instanzen vor Gericht verhandelt. So konnte Mast sowohl Braunschweig als auch Jägermeister wochenlang in den Medien halten, was ihm einen unbezahlbaren Werbewert bescherte. <br />
<br />
Der Querulant Mast ebnete den Weg für weitere Vereine, so folgten der HSV (Campari), Eintracht Frankfurt (Remington), der MSV Duisburg (Brian Scott) und Fortuna Düsseldorf (Allkauf).<br />
<br />
Obwohl sich die Trikotwerbung als Einnahmequelle etablierte, gab es noch des Öfteren Aufregung um den Inhalt der Reklame. Der FC 08 Homburg wollte in der Saison 1987/88 für den Kondomhersteller „London rubber company“ werben. Laut dem damaligen Vorsitzenden des DFB-Ligaausschusses, Gerhard Mayer-Vorfelder, verstoße dies gegen Sitte und Moral, woraufhin der Schriftzug des Sponsors auf dem Trikot mit einem schwarzen Balken verdeckt werden musste. Das Landesgericht Frankfurt gab den Homburgern aber Recht und erlaubte die Reklame.<br />
 <br />
<strong class='bbc'>DIE GROSSE AUSNAHME – BIS JETZT</strong><br />
<br />
Heute ist es kaum noch vorstellbar, auf die Einnahmen eines Trikotsponsors zu verzichten. Einzig die beiden spanischen Klubs Athletic Bilbao und FC Barcelona wehrten sich lange dagegen. Grund dafür ist ihr Selbstverständnis als baskische bzw. katalanische Nationalmannschaft, in dessen Folge sie auch die Regeln für Nationalteams auf sich angewendet haben. Bilbao machte erstmals 2008 seine Trikots zur Werbefläche für Petronor, ein Tochterunternehmen des Erdölkonzerns Repsol. 2004/05 spielte man aber bereits in Copa del Rey und UEFA Cup mit dem Spezialaufdruck "Euskadi" (baskisch; Baskenland). Auftraggeber war die autonome baskische Regionalregierung.<br />
 <br />
Barca ging 2006 eine unverbindliche Vereinbarung mit dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF ein. Die Katalonier unterstützen die UNICEF 5 Jahre lang mit 1,5 Millionen Euro per anno und dem Tragen ihres Logos auf den traditionellen blau-karmin-farbenen Trikots. Mit Beginn der Saison 2011/12 wird der UNICEF Schriftzug auf den Rücken wandern um die Brust frei zu machen für die Qatar Foundation. Der Kontrakt mit der gemeinnützigen Organisation wird Barca bis 2016 insgesamt 165 Millionen einbringen - das wäre Rekord. Aber da der ewige Kampf zwischen Barca und Real auf allen Ebenen geführt wird, lassen sich die Königlichen natürlich auch hier nicht bitten. Auch in Madrid bahnt sich ein Megadeal an. Emirates, die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, soll bereit sein, für 5 Jahre auf den Leibchen des weißen Balletts sagenhafte 200 Millionen hinzublättern.<br />
<br />
Il capitano, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 20:41:07 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Revolution! – Was passiert, wenn die FIFA untergeht?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/revolution-was-passiert-wenn-die-fifa-untergeht-r261</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Vor wenigen Tagen schoss der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG Karl-Heinz Rummenigge giftige Pfeile in Richtung Sepp Blatter. Der 56-jährige Funktionär sprach von einer möglichen Revolution, sollte die FIFA nicht schleunigst sämtliche korrupte Elemente aus ihrem Verband entfernen.</em><br />
<br />
<br />
Karl-Heinz Rummenigge erklärte vergangene Woche gegenüber dem Guardian: „Ich werde es nicht mehr länger akzeptieren, dass uns Menschen führen, die nicht seriös und sauber arbeiten. Jetzt ist der Moment gekommen, um zu handeln, denn man ist dazu verpflichtet Änderungen herbeizuführen, wenn man spürt, dass etwas falsch rennt.“ <br />
<br />
<strong class='bbc'>ECA GEGEN FIFA?</strong><br />
<br />
Rummenigge ist nicht nur beim FC Bayern München Vorstandsmitglied, sondern sitzt auch im Vorstand der European Club Association (ECA), einer Interessenvertretung der europäischen Fußballvereine, die als Nachfolger des G-14-Zusammenschlusses ins Leben gerufen wurde. Während der Vorgänger ein recht elitärer Klub war, dem am Ende 18 Vereine angehörten, besteht die ECA aus 103 Mitgliedern, die nach einem bestimmten Schlüssel zusammengestellt werden. Österreich hat mit Red Bull Salzburg, dem SK Rapid und Austria Wien drei Vertreter in der Interessenvereinigung, die primär dafür eintritt, dass die Vereine von der FIFA für die Abstellung der Nationalspieler bezahlt werden und dass die Anzahl der Länderspiele reduziert wird. Rummenigge behauptet, dass er nicht nur von den Spitzenklubs Rückendeckung erhält, sondern dass er innerhalb der ECA auf eine breite Zustimmung stößt.<br />
<br />
<strong class='bbc'>ALTERNATIVEN ZUR FIFA?</strong><br />
<br />
Schon vor zwei Jahren wurde auf einem ECA-Meeting über die Schaffung einer europäischen Superliga diskutiert, die in nicht allzu ferner Zukunft die Champions League und die Europa League ersetzen soll. Von einer großen Revolution konnte damals jedoch keine Rede sein, da die neue Liga in Zusammenarbeit mit der UEFA entwickelt werden sollte. Wenn Rummenigge nun von großen Revolutionen spricht, dann wird er in letzter Konsequenz eine Spaltung von der FIFA nicht ausschließen. In diesem Fall drohen den Fußballfans einige Gefahren, da sich mit einem Schlag die komplette Fußball-Landschaft ändern könnte.<br />
<br />
<strong class='bbc'>GEFAHR NR.1 – EINE EUROPÄISCHE SUPERLIGA</strong><br />
<br />
Eine europäische Superliga würde in erster Linie der Einnahmenmaximierung der großen Vereine dienen und es würde wohl ein geschlossenes System installiert werden, das es außen stehenden Mannschaften kaum ermöglicht hineinzukommen. Dazu kommt, dass die nationalen Ligen stark abgewertet werden, wenn die jeweiligen Spitzenvereine nicht mehr an den heimischen Meisterschaften teilnehmen. In letzter Zeit konnte man immer wieder den Vorschlag hören, dass diese Vereine mit einer zweiten Mannschaft in der nationalen Meisterschaft teilnehmen sollen. Es ist aber stark anzuzweifeln, dass diese Lösung bei den Fans gut ankommen wird, denn die B-Mannschaft von Bayern München wird sowohl die eigenen, als auch die gegnerischen Anhänger nur bedingt interessieren. Da sich die FIFA zudem nicht freiwillig auflösen wird, droht die Gefahr einer Zweigleisigkeit und es könnten Verhältnisse wie beim Boxen entstehen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>GEFAHR NR.2 – WELTMEISTERSCHAFTEN UND ANDERE GROSSEREIGNISSE</strong><br />
<br />
Sollte die FIFA an Macht verlieren und über die zahlreichen Korruptionsaffären stolpern, dann ist nicht auszuschließen, dass Leute wie Rupert Murdoch das Machtvakuum füllen und mit den jeweiligen nationalen Verbänden einen lukrativen Deal abschließen, der sie zum Austragen von Fußball-Weltmeisterschaften berechtigt. Das wäre ein lukratives Geschäft, da die FIFA bei einem Großereignis zwischen zwei und drei Milliarden Euro verdient. Praktisch ist zudem, dass die FIFA als gemeinnützige Organisation gilt, die diesen Gewinn nicht versteuern muss. Nach der Weltmeisterschaft im Jahr 2010 blieb Südafrika auf knapp zwei Milliarden Euro Schulden sitzen, während die FIFA Bonuszahlungen in Millionenhöhe an ihre Funktionäre vergab. Die strikte Verfolgung von Markenrechtsverletzungen scheint der FIFA zudem bei weitem wichtiger zu sein, als die Einhaltung der Menschenrechte, denn ansonsten würde sie die Weltmeisterschaft nicht an ein Land verkaufen, in dem es keine freie Meinungsäußerung gibt, Homosexuelle ins Gefängnis kommen und Gastarbeiter wie Tiere behandelt werden. Blatter meinte zynisch, dass homosexuelle Fans in Katar ihre sexuellen Aktivitäten eben unterlassen sollten. Hätte es abseits.at bereits zu diesem Zeitpunkt gegeben, dann wäre ihm der „Pfosten der Woche“ für diese Aussage sicher gewesen. <br />
<br />
Angesichts dieser Tatsachen muss man sich fragen, ob ein gewinnorientierter, gieriger, multinationaler Konzern überhaupt weniger ethisch handeln kann, als die FIFA?  Man darf es bezweifeln.<br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 20:37:45 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Das kleine abseits.at-Prämienlexikon: So viel verdient man in der Champions League!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/das-kleine-abseitsat-praemienlexikon-so-viel-verdient-man-in-der-champions-league-r249</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>In den europäischen Bewerben der UEFA stehen die besten Fußballmannschaften aus Europa einander gegenüber. Aufgrund der hohen Attraktivität dieser Spielpaarungen, sind die Prämien in diesen Bewerben gegenüber den heimischen Ligen auch vergleichsweise sehr hoch. </em><br />
<br />
<br />
<br />
<strong class='bbc'>NEUN MILLIONEN EURO FÜR DEN SIEGER</strong><br />
<br />
In der Spielsaison 2010/2011, konnte sich der Sieger der UEFA Champions League, über einen Gewinn von 9 Millionen Euro freuen. Der zweitplatzierte Verein erhält als Trost für sein Scheitern im Finale 5,6 Millionen Euro von der UEFA überwiesen. <br />
Doch nicht nur die Finalisten können in der Champions League groß abräumen, denn die UEFA verteilt auch an alle Gruppenspielteilnehmer bereits hohe Prämien, welche vor allem für Vereine aus weniger prominenten Ländern sehr interessant sind. Jeder der 32 Vereine wurde für das Erreichen der Vorrunde mit einer Prämie von 3,8 Millionen Euro belohnt. <br />
<br />
<strong class='bbc'>SPIELPRÄMIE VON 550.000 EURO PRO GRUPPENSPIEL</strong><br />
<br />
Zusätzlich zu der oben erwähnten Startprämie erhalten die Vereine für jedes absolvierte Spiel eine Prämie von 550.000 Euro. Insgesamt also nochmals 3,3 Millionen Euro. <br />
Außerdem belohnt die UEFA nochmals die Mannschaften für ihre erbrachten Leistungen, indem sie zusätzlich noch Prämien für Siege und Unentschieden ausschütten. Für einen Sieg erhält der Verein 800.000 Euro, für ein erreichtes Unentschieden immerhin auch 400.000 Euro. <br />
<br />
<strong class='bbc'>WEITERE 3 MILLIONEN EURO FÜR DAS ERREICHEN DES ACHTELFINALES</strong><br />
<br />
Nach erfolgreicher Absolvierung der Vorrunde bekommen die jeweiligen Vereine für den Einzug ins Achtelfinale wieder eine Prämienzahlung in einer Höhe von 3 Millionen Euro. Das Erreichen des Viertelfinales wird von der UEFA mit 3,3 Millionen Euro versüßt. Im Halbfinale werden an die verbliebenen Vereine insgesamt 16 Millionen Euro ausgeschüttet, dies macht 4 Millionen Euro pro Verein. Im Finale wiederum bekommt der Sieger 9 Millionen Euro und der Verlierer kann sich über eine Prämienzahlung in der Höhe von 5,6 Millionen Euro freuen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>HÖCHSTMÖGLICHER GEWINN: 31,2 MILLIONEN EURO…</strong><br />
<br />
Insgesamt könnte ein europäischer Verein sollte er alle Spiele der UEFA Champions League gewinnen 31,2 Millionen Euro verdienen. Allerdings gelang dies in der Geschichte des Bewerbs noch keinem Verein. Man kann an dieser Summe allerdings rasch erkennen, dass die großen Klubs in Europa jährlich einen achtstelligen Millionenbetrag in der Königsdisziplin des europäischen Vereinsfußballs erwirtschaften. <br />
<br />
<strong class='bbc'>BETEILIGUNG AN DEN FERNSEHGELDERN</strong><br />
<br />
Zusätzlich beteiligt die UEFA die einzelnen Vereine, sowohl bei Auswärts- als auch bei Heimspielen an den Fernseheinnahmen. Diese Einnahmen variieren aber sehr stark von Land zu Land. Vor allem für finanziell schwächere Vereine ist es wichtig Jahr für Jahr Einnahmen aus europäischen Bewerben zu erzielen, um auch in den darauffolgenden Jahren einen ähnlichen Budgetrahmen aufstellen zu können. <br />
Im zweiten Teil dieser Kleinserie werden wir uns die Prämienzahlungen der Europa League näher ansehen und mit den natürlich höheren Prämien der UEFA Champions League vergleichen. <br />
<br />
Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 17:29:50 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Torrichter oder Hawk-Eyes - Sepp Blatter, die WM 2014 und das technische Zeitalter</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/torrichter-oder-hawk-eyes-sepp-blatter-die-wm-2014-und-das-technische-zeitalter-r244</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Am Rande der Auslosung zur Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 äußerste sich der Präsident der FIFA zu den Überlegungen, wie die Schiedsrichter besser unterstützt werden können. Das International Football Association Board, seines Zeichens höchstes Regelgremium im internationalen Fußball, wird im Jahr 2012 wichtige Entscheidungen treffen.</em><br />
<br />
Bereits zum 126. Mal werden sich die vier Gründerväter des Fußballs, England, Wales, Schottland und Nordirland, und vier weitere FIFA-Mitglieder im März 2012 treffen, um über neue Entwicklungen zu entscheiden. Erstmals traf sich das Gremium der vier Ursprungsländer des Fußballs im Jahre 1886, um ein Regelwerk auszuarbeiten. Hieß es beim 125. Meeting dieses Jahr noch "Nein" zur Torkamera, so werden sich die acht Stimmberechtigten überlegen, ob 2014 die neue Technologie zugelassen wird.<br />
<br />
<strong class='bbc'>EIN ADLERAUGE FÜR DIE GRUNDLINIE</strong><br />
<br />
Ein Sprung ins Achtelfinale der WM 2010 in Südafrika. Es war die 38. Minute im Spiel zwischen Deutschland und England. Nach einer 2:0-Führung hatte Upson Augenblicke zuvor per Kopf den Anschlusstreffer erzielt. Frank Lampard zog von der Strafraumgrenze ab, der Ball donnerte gegen die Latte und schoss Richtung Boden. Dort kam er - im TV deutlich sichtbar - hinter der Torlinie auf. Der Schiedsrichter verweigerte dem Tor die Anerkennung, Deutschland deklassierte die Three Lions schlussendlich mit 4:1. Momente wie dieser ließen die Rufe nach einer geeigneten Technologie für die Klärung strittiger Situationen immer lauter werden. Ein Experiment bei der U17-WM 2005 in Peru mit einem Chip im Ball scheiterte jedoch. Nun soll für die WM 2014 die Möglichkeit einer Technologie ähnlich des im Tennis, Snooker oder Cricket verwendetem Hawk-Eyes geprüft werden. Mindestens vier Hochgeschwindigkeitskameras überwachen das Spielfeld und visualisieren bei umstrittenen Szenen die genaue Position des Spielgeräts. Laut Blatter könnte ein ähnliches Verfahren 2014 bei der WM zum Einsatz kommen. Ganz wie beim Vorbild Tennis würde es dann den Kontinental- und Nationalverbänden frei stehen, die Technologie zu nutzen. Bis jetzt beharrte die FIFA auf denselben Regeln von der WM bis in die unterste Klasse. Dieses Dogma könnte fallen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>EVALUATION DER TORRICHTER, PROFESSIONALISIERUNG DER SCHIEDSRICHTER</strong><br />
<br />
Ob die Torrichter mit der Einführung einer Torkamera obsolet werden, wird sich nach der EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine weisen. Deren Einsatz müsse geprüft werden, so Blatter. Die von Peter Pacult als "Pinguine" bezeichneten Schiedsrichterassistenten waren der Kompromiss, als sich das IFAB gegen eine Technologisierung des Fußballs aussprach und waren erstmals in der Europa-League-Saison 2009/10 im Einsatz. Neben nach wie vor schwierigen Entscheidungen über Tor oder nicht Tor sollten die Assistenten das Team des Hauptschiedsrichters unterstützen, wenn im Strafraum weitere Augenpaare benötigt werden. Dass aber auch fünf Augenpaare nie alle Szenen restlos aufklären können, liegt auf der Hand, da noch immer ebenso viele Gehirne entscheiden, ob beispielsweise ein Elfmeter zu geben ist oder nicht. Des Weiteren wolle man die Professionalisierung des Schiedsrichtertums voran treiben. Nach dem Vorbild England sollen bald alle Spielleiter den Spielern gleich unter professionellen Bedingungen arbeiten können. Vor allem kleinere Verbände haben aber noch Probleme, dies wirklich umzusetzen. Wie genau sich die FIFA Profischiedsrichter in allen Profiligen vorstellt, konnte der Präsident aber nicht genau sagen.<br />
<br />
Sepp Blatter arbeitet an seinem Vermächtnis für die Nachwelt. Korruption und Bestechung haben dem Bild des Sonnenkönigs viel Schaden zugefügt, mit der Überleitung des Fußballs in das technologische Zeitalter möchte er bis 2015 sein Image wieder aufpolieren. Sollte die FIFA seriöse Vorschläge zur Objektivierung des Spielbetriebs bringen, könnte dies sogar gelingen.<br />
<br />
Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 19:03:55 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[VdF-Vorstand Zirngast im abseits.at-Interview: "Wir haben nicht einmal zehn Profiklubs..."]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/vdf-vorstand-zirngast-im-abseitsat-interview-wir-haben-nicht-einmal-zehn-profiklubs-r220</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Gernot Zirngast ist der Vorstand der "Vereinigung der Fußballer" (VdF) und spricht im zweiten Teil des Interviews mit abseits.at über den schweren Umstieg von Amateur- und Profifußball, die Probleme mit Akademie-Absolventen und wie professionell in Österreichs Fußball tatsächlich gearbeitet wird. Der vorletzte Teil eines ausführlichen Gesprächs mit dem Ex-Wiener-Sportclub-Spieler!</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Unterschreiben die Spieler ab der Regionalliga abwärts ein Dienstverhältnis mit<br />
Kündigungsfristen, wie es in der Privatwirtschaft üblich ist?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Da sind wir jetzt genau dort, wo das Hauptübel bei uns im Fußball liegt. Weil es sich genau um das alles in diesem Bereich Amateur, Halbamateur, Profi, dreht. Es gibt beim ÖFB eine Ablöseregelung unter dem Deckmantel der Ausbildungsentschädigung. Die definiert aber nicht, wie lang du dort bei diesem Verein bist, weil wenn ich in der letzten Spielklasse spiele und ich habe mit dem Verein nichts ausgemacht, kann der von mir auch mit 45 eine Ausbildungsentschädigung verlangen. Das ist so, weil keine Altersregelung eingeplant ist. Darum machen die Vereine immer wieder Vereinbarungen mit so genannten Amateuren, die wie Dienstverträge abgefasst sind, aber nicht so abgehandelt werden. Denn normalerweise wäre er nämlich wie ein Vertragsspieler zu behandeln, hat zu fixen Zeiten zu kommen und verstößt er dagegen, dann ist es eine Vertragsverletzung und er kann eine Transfersperre kriegen, höhere Ablöse kosten oder soll andere Strafen ausfassen, alles legal. Aber wenn er das nicht hat, ist er Amateur und das ist im Fußball so zu regeln, dass der Verein sagt: Pro Training kriegt ihr einige Euro, pro Match andere Euro, egal, ob wir gewinnen oder verlieren – das ist ein wichtiger Punkt, weil man dem Amateur ja auch keine Prämie zahlen darf, weil da müsste ich bereits anfangen, es zu versteuern. <br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Wie könnte so eine Regelung konkret aussehen?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Sobald ich dem Spieler ein Fixum zahle, sobald ich eine Punkteprämie zahle, ist er Vertragsspieler. Zahle ich eine Aufwandsentschädigung, ist das eine andere Geschichte, dann ist er Amateur. Wenn ich als Verein sehe, dass ich einen guten Spieler habe, dann stelle ich ihn an, gebe ihm einen  Zwei-, Drei-Jahresvertrag, auch wenn es nur drei- oder vierhundert Euro sind. Als Jugendlicher sollte man aber nie lange Verträge unterschreiben. Innerhalb der Laufzeit dieses Vertrages kann der Verein dann Ablöse verlangen, was er will. Dann ist es einfach so, dass, wenn ein Bundesligaverein kommt, ich verlangen kann, was ich will. Das geht so nicht, wenn der Spieler als Amateur gemeldet ist.<br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Gibt es da Beispiele, um das näher zu erklären?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Einmal Hartberg, Rodler, Heute-für-Morgen-Liga, einmal Horn, Miesenböck, der zu Lustenau will. Miesenböck ist in Horn unter Vertrag, ist aber als Amateurspieler gemeldet. Als Junger wird er nicht das verdienen, was er als Profi hätte, kann jetzt jedoch einer werden. Der Amateurverein kann verhindern, dass er hauptberuflich Fußball spielt. Das kann nicht sein, weil der sagt: „Du hast ja noch ein Jahr Vertrag bei mir“. Dabei wäre es für Amateurspieler ganz klar geregelt: Der Bundesligaverein zahlt 13 500 Euro Ausbildungsentschädigung an Horn und die Geschichte ist geregelt. Du hast aber auch die Möglichkeit, den Spieler bis zum 20. Juni zwangsweise zu erwerben. Und das hätte ich den Lustenauern auch geraten. Die sollen den verpflichten und dann schauen, was der ÖFB sagt: „Na gut, du bist ein Amateur, hast aber eine Vereinbarung für ein Jahr“. Ich kann nicht einen Arbeitsvertrag haben und Amateur sein. Und jetzt sagt der SV Horn: Ich will 100 000. Jetzt wollen sie nur mehr 50 000. Einerseits verstehe ich die Horner, weil die Statuten sind auf ihrer Seite, auf der anderen Seite ermöglicht der ÖFB aber, dass das gedeckt ist und das darf nicht sein. Denn der ÖFB hat das mit dieser  Ausbildungstabelle genau geregelt. Die gibt es für die erste Bundesliga, zweite Bundesliga, Regionalliga, da steht dann: abgebender Verein, erwerbender Verein – und was ein „Amateur“ kostet.  Und jetzt Rodler, Mattersburg, zuvor in  Hartberg. Der ist bei einem Bundesligaverein und hat einen Amateurvertrag, der ausläuft. Das ist Nonsens, weil wenn ich Amateur bin, bin ich ein Amateur. Dann kann ich keinen Vertrag haben, weil das ist Schwachsinn. Jetzt ist der dort Amateur und Mattersburg will ihn zum Profifußballer machen. Für Amateure gibt es eine klare Regelung, was die Ausbildungsentschädigung betrifft. Die Bundesliga hat das aber intern für ihren Bereich wieder anders geregelt, hat höhere Sätze, aber das kann nur dann gelten, wenn einer Vertragsspieler ist. Bis zu 35 000 Euro hätte Hartberg kriegen können. Nur ist der halt Amateur, da muss ich also wieder die ÖFB-Sätze hernehmen, dann sind es für einen U23-Spieler halt nur 13 500 Euro. Hartberg will auf der einen Seite einen Bundesligaspieler haben, ihm auf der anderen Seite aber nicht einen Vertrag geben. Getroffen haben sich die Vereine dann ungefähr in der Mitte. Aber eine klare Regelung fehlt weiterhin….<br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Es kommen viele Spieler aus den Akademien, mehr, als im abgeschlossenen Reservoir aufgenommen werden kann. Was aber macht der Rest, wie viele Spieler produziert man, wie viele kommen im Profifußball unter?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Wir haben momentan 12 Akademien. Wenn man davon ausgeht, dass jedes Jahr ein Jahrgang den Akademiestatus verliert, der eine oder andere schon früher zu einem ausländischen Verein wechselt, dann kann man davon ausgehen, dass man 200 Spieler hat, die Jahr für Jahr abgehen. Das ist nicht wenig. <br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Vor allem hören ja nicht 200 pro Jahr auf. <br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>So ist es. Und dann ist es so, dass einige merken, dass sie es aus verschiedenen Gründen nicht schaffen. Da gibt es Spieler, die von Haus aus in ein Vertragswirrwarr kommen, wo sie nie mehr raus kommen, weil mit 15, 16 der Berater die Verträge mit den Eltern unterschreibt. Er geht dann als „Profi“ zu Schwanenstadt, Vöcklabruck, Bad Aussee, zu dubiosen, so genannten Profivereinen, wo er von Haus aus in einer Negativspirale drinnen ist und keinen ordentlichen Profifußball vorgelebt bekommt, wo er schon trotz des Talents frühzeitig scheitert. Das ist ein negatives Ausleseverfahren. <br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Was ist die konkrete Kritk an den Akademien?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Es ist so: Die sehr guten werden in der Bundesliga unterkommen, vor allem bei den Trägervereinen, die eigene Akademien haben. Von den zwölf Akademien gehören sieben den Bundesligaklubs, fünf Landesverbänden. Diese Akademien schotten sich sehr ab. Es wird teilweise verteidigt wie das Fort Knox! Man hört dann, dass die Spieler eine Schulausbildung haben, aber sonst haben sie wenig. Sie wissen nicht, wo sie außerhalb des Fußballs Fuß fassen können. Es gibt natürlich aber auch welche, die selbstverantwortlich denken, drauf kommen, dass sie mit dem Fußball doch nicht ihren Lebensunterhalt verdienen werden, Das sind die, die in Regional- und Landesligen landen, nebenbei studieren und gutes Geld verdienen und dort als vermeintliche Amateure spielen. Du brauchst aber aufgrund der Regelung in der zweiten Liga rund 40, 50 junge Kicker, aus zwei Gründen. Erstens, weil es sich die Vereine nicht leisten können. Zweitens, weil sie pro Spiel fünf am Spielbericht haben müssen, einer davon muss spielen. Da wird dann ausselektiert, wer wohin kommt. Kommt einer wie Miesenböck beispielsweise aus der  Kärntner Akademie, geht er nach Horn in die Regionalliga, weil er dort noch über Umwege eine Möglichkeit sieht, sich im Spitzenfußball zu etablieren. Da fangen dann bereits die ganzen Vertragsgeschichten an und schon ist er in der Negativspirale drinnen. Wenn ein Junger es mit 21,22 nicht geschafft hat, kommen die nächsten Jungen schon nach. Und das – im August waren 115 Fußballer beim AMS arbeitslos gemeldet – ist der Klassiker. Er ist zwei Jahre Profi, geht dann zu einem Regional- oder Landesligaklub, dort spielt wie ein Amateur und kassiert Arbeitslosengeld. Da sind ÖFB und AMS gefordert, weil es für die Fußballer keine Unterstützung gibt, was er sonst machen soll. <br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Wie schaut es da im an sich amateurhaften Unterbau aus. Wie wird gezahlt, wie machen das die Vereine?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Ich hatte das Glück, ein Jahr bei Horn zu sein und dort als Trainer der zweiten Mannschaft das hautnah mitzuerleben. Horn hat beispielsweise ein profimäßiges Umfeld. Vor kurzem konnte man lesen, dass der niederösterreichische Gebietskrankenchef gemeint hat, er wünsche sich, dass alle Vereine so wären wie Horn, weil die ebenso viele Spieler angemeldet haben, weil die sich dort mehr oder weniger auf den Profifußball vorbereiten. Jedenfalls passt das bei einigen Vereinen sehr wohl und es spricht auch nichts dagegen, dass die in der dritten Liga Profifußballer verpflichten. Das Problem liegt wiederum beim ÖFB, dass die zwischen Regionalliga und Bundesliga diese Grenze für Amateure  einziehen, Unterhalb hat bis vor 8,10 Jahren überhaupt niemand Geld verdienen dürfen und das ist das Biotop, wo sich das ganze entwickelt hat, da hat man automatisch alles inoffiziell machen müssen, weil offiziell hat man ja kein Geld verdienen dürfen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Was ist da genau das Problem?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Der ÖFB tut sich sehr schwer, da über seinen Horizont hinaus zu blicken und zu sagen: „Wenn da Profifußball gespielt wird, muss ich andere Regeln einführen“. Und da vermischt sich viel miteinander. Mit 15.Juli müssen alle Spieler in der Regionalliga angemeldet sein. Kommt einer aus der Bundesliga, ist er mit 1.Juli arbeitslos angemeldet und kann in der Bundesliga bis 31.Jänner gemeldet werden, sogar bis zum ersten Spiel im Frühjahr. Jetzt hast du viele Spieler, um den Kreis zu schließen, die mit 22, 23 rausfliegen, irgendwie natürlich versuchen, bei einem Bundesligaklub unterzukommen, es dann nicht schaffen und dann nach dem 15.Juli nicht mehr in die Regionalliga dürfen, obwohl dort ein SV Horn oder ein SV Parndorf sagt „Den nehm ich sofort, den melde ich an, der ist bei mir Berufsspieler“. Auch semiprofessionell, aber der ÖFB sagt: „Aus, Stopp, das geht nicht – auch wenn er arbeitslos ist.“ Das ist nicht aufrecht zu halten. Eben deshalb, weil der dann – typisch – am Arbeitsamt landet und uns allen, der Allgemeinheit, den Steuerzahlern, etwas kostet. Das ist etwas, was absolut nicht mehr aufrecht zu erhalten ist, was ganz dringend geändert gehört und Präsident Windtner weiß das auch. <br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Das heißt, es gehört nicht ein klares Bekenntnis zur Regionalliga als Amateurliga her, sondern als semiprofessionelle Liga. Wenn ein Verein sagt: „Ich habe eine Million Euro, ich will in die Heute-für-Morgen-Liga“ soll er das können, oder? <br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Du musst aber auch mit der Lizenz einen Schritt drunter beginnen. Das ist jetzt auch in dieser Übergangsphase, da haben die Vereine schon immer gejammert, wenn sie für das  kommende Jahr um die Lizenz für die Heute-für-Morgen-Liga ansuchen müssen. Du hast darunter auch solche Vereine, die nur Amateure haben, aber man sich fragt: „Wie machen die das?“ Vereine wie Horn oder Parndorf, die viele Spieler anmelden, werden dadurch im Wettbewerb behindert. Da passt es hinten und vorne nicht. Es muss in der Regionalliga schon die Entscheidung fallen, ob wer das Zeug zum Profifußball hat oder nicht. <br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Also mehr Profiklubs?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Wir haben ja gar keine 20 Profiklubs, bei weitem nicht. Wir haben, und ich weiß, dass man das nicht gerne hört, nicht einmal zehn. Aber zehn braucht man mindestens, um halbwegs eine Liga zu spielen. Schauen wir, dass wir in der Bundesliga eine gescheite Liga schaffen, die ganz klar Profis sind und darunter muss man diskutieren. Und da bin ich der Meinung, entweder eine zweite Liga mit mehr Mannschaften zu machen und dann natürlich die Regionalligen oder ich mache gleich 3 Regionalligen, die semiprofessionell agieren. Nur um den Schritt in die Bundesliga zu machen muss ich dann gewisse infrastrukturelle und wirtschaftliche Voraussetzungen erfüllen. <br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Man soll also nur aufsteigen, wenn wirklich alles passt?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Bingo, das ist es und genauso sollte es sein. Damit hast du vor allem auch eines: Du schaffst es, dass du gewisse Leute abhältst, die mit ihrem Verein in die Bundesliga wollen und rundherum ein Gebäude haben, das beim kleinsten Wind zusammenfällt. <br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Hundsheim?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Da kann man von Ost bis West aufzählen: Arnfels, Schwadorf….. Ich habe immer gesagt: Die Liga muss danach trachten, ihre Funktionäre vor sich selber zu schützen. Dass da nicht mit denen die Emotion durchgeht. Fußball ist halt da ein bisserl ein anderer Sport und da werden auch Geschäftsleute, die an und für sich sehr erfolgreich und besonnen sind, oft übermütig.<br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Man kann diesen Leuten an sich aber nichts vorwerfen. Investiert jemand seriös, ist es doch in Ordnung?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Richtig. SV Ried zum Beispiel. Das ist mittlerweile ein Vorzeigeverein, der sich da wettbewerbsmäßig gut hält. Der, was für mich sowieso ein Wahnsinn ist, als einziger Verein ein eigenes Stadion besitzt. Das hat Weitblick und ist ein Zugang, der wünschenswert wäre, aber den würde es auch nicht geben. Es stimmt schon, es müssen sich die Leute, die in den Profifußball hinein wollen, an die Regeln halten und nicht so a la Waidhofen/Ybbs, als Beispiel, in die Mannschaft investieren und dann sagt der Hauptsponsor: „Jetzt soll die Allgemeinheit fürs Rundherum zahlen, ich habe die Mannschaft sportlich dorthin gebracht. Aber die Stadt und die Region sind damit überfordert.<br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Wobei man bei Ried sagen muss, dass Ried ja doch noch relativ groß ist. Knappe 60 000 Einwohner im Bezirk. Da tut man sich leichter...<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Es ist die Bezirkshauptstadt. Aber wie gesagt, vom Zugang, von der Aufgabenstellung, die sie sich gegeben haben, das ganze Innviertel mit einbauen, ist das eine perfekte Geschichte. Und von dem her wollen wir das das natürlich nicht verhindern. Es müssen halt alle wissen, was sie dazu zu erledigen haben und da muss ich an das Bundesliga-2000-Konzept zurückdenken, welches es vor 15 Jahren gegeben hat, das war so in die Richtung gedacht. Kein Aufstieg, kein Abstieg, damals haben sich alle Präsidenten nur daran gestoßen. Im Endeffekt hätten wir jetzt nichts anderes, würde man die Lizenzierung streng auslegen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Abgesehen davon, dass es dem sportlichen Prinzip widerspricht, wenn die West und die Mitte – und die Austria Amateure waren ja auch nicht weit davon entfernt - die Ligen von Zweitteams gewonnen werden.<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Wir haben oftmals bekrittelt: Das Ganze wird nicht auf breiter Basis diskutiert. Gut – sollen die Entscheidungsträger die Verantwortung übernehmen, wenn das schief geht, müssen sie sich aber auch Kritk gefallen lassen. Da müssen sie selber die Krot fressen. Aus. Und davon gehen wir nicht weg. Das sage ich ihnen auch immer wieder, nur, es ändert sich halt bei uns leider nichts und da ist halt einfach das Problem, dass die Vereine in der Liga zu stark mitreden dürfen. Vor allem in der Durchführung, in der operativen Tätigkeit.<br />
<br />
<strong class='bbc'>abseits.at: </strong>Wieso dürfen die Vereine überhaupt so stark mitreden?<br />
<br />
<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast: </strong></span>Die Statuen sind seit Stronach immer mehr verwässert worden. Ein Beispiel aus der Zeit davor: Konkurs, automatisch Regionalliga. Bei Sturm hat es gar keinen Abstieg gegeben. Die haben in der Bundesliga bleiben dürfen. In der Causa Admira (Doppelverträge) bin ich ganz bei Peter Stöger, der hat das in einem Interview gut ausgedrückt: Ich kann nicht ein Finanzstrafvergehen, so wie es die Admira gemacht hat, mit einer Finanzstrafe beantworten, weil die haben dadurch viele 100 000 oder 10 000 Euro gespart und zahlen jetzt halt einen Teil doch nach. Und das ist Schwachsinn und für mich nicht fair gegenüber den anderen. Für mich steht die Admira sowieso nur als Beispiel für einige andere, die es halt einfach zufällig erwischt hat.<br />
<br />
Das Interview führte Georg Sander, abseits.at<br />
<br />
<strong class='bbc'>Kommende Woche gibt's den dritten und letzten Teil des großen Interviews mit Gernot Zirngast!</strong>]]></description>
		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 10:29:38 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Spielergehälter auf Rekordhoch – Doch sind so hohe Gagen überhaupt gerechtfertigt?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/spielergehaelter-auf-rekordhoch-doch-sind-so-hohe-gagen-uberhaupt-gerechtfertigt-r218</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Nachdem die Spielergehälter in den letzten Jahren immer weiter angestiegen sind, wünschen sich viele europäische Vereine bereits eine Gehaltsobergrenze, die allerdings nicht mit der derzeitigen EU-Rechtsform vereinbar ist. Doch gibt es einen anderen Ausweg aus der derzeitigen Situation?</em><br />
<br />
Grundsätzlich sind die Spielergehälter, das Ergebnis aus Angebot und Nachfrage am Markt. Da nun die Nachfrage nach spielstarken Fußballern sehr groß ist und das Angebot stark begrenzt ist, steigen die Gehälter der Spieler. <br />
<br />
<strong class='bbc'>BIG BUSINESS: PROFIFUSSBALL</strong><br />
<br />
Im Profifußball dreht sich heutzutage alles nur mehr um Geld - sehr viel Geld. Die Vereine nehmen jährlich Millionen aus Sponsorengeldern, Fernsehübertragungsrechten und Werbung ein. All diese genannten Einnahmen können allerdings nur realisiert werden, wenn der Verein auch entsprechende Gegenleistungen bringt, nämlich Erfolge. Je erfolgreicher der Fußballklub ist, desto größer sind auch seine Einnahmen. Die sportliche Leistung eines Vereins hängt aber zur Gänze von den Spielern und vom Trainerstab ab. Da die dafür benötigten Spieler nicht immer aus der eigenen Jugend kommen, müssen diese von anderen Vereinen transferiert werden. Neben den dafür notwendigen Transfersummen, welche an den jeweiligen Verein zu entgelten sind, muss man aber auch dem Spieler gewisse Anreize geben, zu dem Verein zu wechseln. Diese Anreize sind allerdings zumeist finanzieller Natur. Aus ökonomischen Gründen wird der Spieler dann auch zumeist den Verein wählen, welcher bereit ist für seine Dienste am meisten zu bezahlen. (Anm.: Ausnahmen gibt es hier sicherlich, da nicht jeder Spieler bereit ist in allen Ländern der Welt zu spielen!)<br />
<br />
<strong class='bbc'>SPIELERGEHÄLTER ZU HOCH?</strong><br />
<br />
Grundsätzlich kann jetzt jeder für sich entscheiden ob die Spielergehälter zu hoch sind oder nicht. Jeder sollte allerdings dabei beachten, wer eigentlich „Schuld“ an den hohen Gehältern ist, nämlich: der Fan selbst!<br />
Solange der Fußball so einen Boom erlebt, wie zurzeit, und auch ein so großes Medieninteresse an dieser Sportart besteht, werden die Spielergehälter weiterhin auf einem so hohen Level sein. <br />
<br />
<strong class='bbc'>GROSSVERDIENER, DOCH FÜR WIE LANGE?</strong><br />
<br />
An dieser Stelle sollte auch angemerkt werden, dass Fußballer diese hohen Gehälter nur einige Jahre kassieren und somit müssen sie für ihr späteres Leben auch entsprechend vorsorgen. Für Profifußballer ist es sehr schwer in ein „normales“ Berufsleben einzusteigen, da viele keine Lehre, kein Studium oder ähnliches absolviert haben. Einige zumeist namhafte Spieler bekommen deshalb auch nach ihrer aktiven Karriere einen Job bei ihrem Fußballverein angeboten, beispielsweise als Trainer oder Sportdirektor. Positiv anzumerken bleibt allerdings, dass die Vereine in den letzten Jahren viel mehr Wert auf die Bildung ihrer Kicker legen und sie deshalb auch bei ihrer Bildung / Weiterbildung unterstützen. In Anbetracht dessen, dass es nur sehr wenige junge Spieler schaffen sich in der Kampfmannschaft zu beweisen, ist es für die entsprechenden Jungspieler sicherlich wichtig auch eine entsprechende Bildung zu erhalten. Jährlich trainieren tausende junge österreichische Fußballspieler sehr hart für ihren Traum Profifußballer zu werden, doch nur die wenigsten schaffen es dann tatsächlich, im Profigeschäft Fuß zu fassen und dann auch abzucashen. <br />
<br />
An dieser Stelle sollte aber auch angemerkt werden, dass die österreichischen Vereine grundsätzlich nicht in der Lage sind Millionengagen zu bezahlen und deshalb ist der Vergleich mit den ausländischen Vereinen auch nur bedingt möglich.<br />
<strong class='bbc'><br />
AUSWEG FINANCIAL FAIR PLAY?</strong><br />
<br />
Die neu eingeführten Financial Fair Play Regeln, wonach ein Verein nur mehr so viel ausgeben darf, wie er einnimmt, werden sicherlich dazu führen, dass die Spielergehälter gekürzt werden oder zumindest auf diesem hohen Niveau stagnieren. Viele Vereine werden sich in Zukunft es nicht mehr leisten können, den Spielern Millionen für ihre Dienste zu bezahlen. Interessant wird allerdings auch sein ob die Spieler dann dem europäischen Fußball treu bleiben werden, oder ob sie dem Ruf des Geldes folgen und beispielsweise in arabischen Ligen spielen werden, wo das Geld schon jetzt abgeschafft zu sein scheint und die Kluft zu Europa mit den jüngsten Maßnahmen der UEFA größer werden könnte.<br />
<br />
Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 11:37:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">3f67fd97162d20e6fe27748b5b372509</guid>
	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[VdF-Vorstand Zirngast im abseits.at-Interview: "Als Spieler musst du dich anpassen, sonst bist du draußen"]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/vdf-vorstand-zirngast-im-abseitsat-interview-als-spieler-musst-du-dich-anpassen-sonst-bist-du-draussen-r204</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Gernot Zirngast ist der Vorstand der "Vereinigung der Fußballer" (VdF) und spricht im Interview mit abseits.at über Forderungen, Verträge und die Admira, den Einstieg in den Profifußball und die vielen Probleme, die dieser - vor allem finanzieller und zeitlicher Natur - mit sich bringen kann. Hier der erste Teil des hochinteressanten Gesprächs mit dem ehemaligen Wiener-Sportclub-Kicker.</em><br />
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<strong class='bbc'>abseits.at:</strong> Herr Zirngast, danke erst mal, dass sie sich für uns Zeit genommen haben! Erzählen Sie uns bitte, was die Vereinigung der Fußballer (VdF) in nächster Zeit vorhat.<br />
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<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast:</strong></span> Der erste Punkt ist, dass wir vier, fünf Jahre nach der Causa Dennis Mimm, der meinte, dass sich im österreichischen Fußball nichts ändern wird, solange Schwarzgeld bezahlt wird, merken, dass wir gemeinsam mit der Liga eine ganz gute Idee umgesetzt haben. Die Spieler müssen mehr oder weniger einmal im Jahr bestätigen, dass sie nur einen Vertrag haben und auch, dass sie alles Geld des letzten Jahres bekommen haben. Jetzt müssen wir diese Idee jedoch weiter verbessern, um sie vor Missbrauch zu schützen. Die Kicker müssen besser informiert werden, was die Konsequenzen sind, wenn sie Brutto- und Nettoverträge gleichzeitig unterschreiben. Ich möchte aber festhalten, dass viele nur einen Nettovertrag unterschreiben und dann taucht ein Bruttovertrag mit seiner  Unterschrift auf. Zweitens geht es um die vorgelebte Intransparenz der internationalen und nationalen Verbände, die Raum für Spekulationen offen lässt, denn der Beschuldigte in einem Verfahren wird nie sagen, wie es wirklich war. Des Weiteren soll man die Verfahrensordnung bei Verfehlungen der Vereine ändern und auch kurzfristig während der Saison Möglichkeiten haben, innerhalb kürzester Zeit Strafen auszusprechen, wenn irgendwelche Dinge auftauchen die speziell den Wettbewerb beeinflussen. Im Fußball ist es, glaube ich, ganz wichtig, dass man eben kurzfristig agiert, wenn in der laufenden Saison etwas passiert, was auf den Meisterschaftsbetrieb Einfluss nimmt.<br />
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<strong class='bbc'>abseits.at:</strong> Wie passiert denn so etwas wie bei der Admira?<br />
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<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast:</strong></span> Es ist ja dieser große Kritikpunkt betreffend der Sache bei der Admira, dass im Jänner schon bekannt war, dass die Liga diesen Vorwurf schon seit damals gekannt hat und dann eigentlich über vier, fünf Wochen, bis die Meisterschaft in der Heute-für-Morgen-Liga begonnen hat, nichts unternommen hat, um wirklich zu versuchen, für diesen Bewerb, wo im Falle der Admira anscheinend nicht alles gepasst hat, schon eine gewisse Gerechtigkeit herzustellen. Wir haben halt diese Nettoverträge und die Spieler wollen das auch, sagen die Vereine. Ich glaube aber nicht, dass die Angestellten in der Lage sein dürfen, die Art und Weise der Vertragsausfertigung zu bestimmen. Von uns gibt es da jegliche Unterstützung für die Vereine, denn die Spieler sollen wissen, was sie den Verein letztendlich an Geld kosten, wenn er dies und jenes netto verdient. Es sollte eine Bruttobestimmung sein! Der Liga waren aber nicht alle Vereinbarungen der Admira mit manchen Spielern bekannt. Das darf nicht passieren. Wir als VdF erhalten dann auch keine Rückmeldung von der Liga, wenn man einen Nettovertrag weiterreicht. Auch die Öffentlichkeit wird nicht informiert. Man beruft sich auf die Statuten und die Statuten sind ein Werk, das in den letzten zehn Jahren, oder beginnend mit der Ära Frank Stronach, immer mehr zu Gunsten der Vereine, dem Stillschweigen und der Intransparenz geändert worden sind. Das ist eigentlich der größte Kritikpunkt, weil die Ligaverantwortlichen selbst, sei es Reinhard Herowitz als Lizenzverantwortlicher oder Vorstand Georg Pangl, in diesem Netzwerk des Statuts gefangen sind und sich natürlich nicht, auch wenn sie wollten, anders bewegen können, als sie sich derzeit bewegen. Es muss ein unabhängiger  Bundesligavorstand her, der mehr oder weniger alle gleich behandeln und letztendlich gegen solche Vergehen rigoros vorgehen kann und soll.<br />
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<strong class='bbc'>abseits.at:</strong> Nun gibt es aber seit 2008, wie bei anderen Berufsgruppen, einen Kollektivvertrag. Können sie unseren Lesern diesen zunächst einmal näher bringen?<br />
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<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast:</strong></span> Wir haben es so, dass jeder Spieler auf 1000 Euro Brutto Minimum 14 mal im Jahr kommen muss, da ist aber alles drinnen, Punkteprämien, Fixum, andere Zuwendungen, ob er ein Auto oder eine  Wohnung kriegt, ist mit einzurechnen. Das wäre im Prinzip die Untergrenze für einen Spieler, der professionell bei einem Verein Fußball spielt, das heißt er muss vormittags und nachmittags trainieren. Und das wird eben unterwandert, weil wir im Kollektivvertrag noch- und das zu ändern ist grundsätzlich mit der Liga schon abgestimmt - einen Passus drin haben, dass ein Spieler die abstrakte Möglichkeit haben kann, zu arbeiten. Und um diesen Begriff „abstrakt“ geht es uns nun eigentlich. Dieser ist, im Nachhinein gesehen, kompletter Nonsens. Er muss entweder real die Möglichkeit haben, zu arbeiten, dann muss der Verein ihm aber auch die Möglichkeit geben, nur einmal am Tag trainieren zu müssen. Und dann gibt es eben noch im Kollektivvertrag eine Disziplinarordnung, es gibt Vorschriften die Persönlichkeitsrechte betreffend. Der Verein darf den Spieler vertraglich nicht schlechter stellen als es der Kollektivvertrag vorsieht. Und wenn er nach drei Jahren drauf kommt, dass das nicht der Fall war, dann kann man das auch nachfordern. Das betrifft in erster Linie die Geldstrafen, weil es da ganz klare Regelungen gibt, wie das abzulaufen hat. Es ist nach wie vor so, dass manche Vereine glauben, sie können da alles reinschreiben. Im ersten Moment unterschreibt der Spieler und nachher fragt er, was er unterschrieben hat. Der Junge ist ja froh, wenn er einen Vertrag kriegt, darum unterschreibt er teilweise auch alles und die Probleme kommen dann erst am Ende, wenn das Vertragsverhältnis zu Ende geht.<br />
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<strong class='bbc'>abseits.at:</strong> Sagt man dann: Das ist ein junger Spieler, der weiß das nicht, der hat fünf Jahre lang in der Akademie gekickt?<br />
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<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast:</strong></span> Ein Kollege von mir hat das ganz richtig gesagt: Das Problem ist, dass wir in Österreich rund 400 Profifußballer in den oberen beiden Ligen haben. Ein paar sind eben im Ausland. Die Arbeitsmöglichkeiten sind somit stark beschränkt. Auf die Forderungen eines Wunschspielers wird der Verein schon eingehen. Aber als Spieler musst du dich auch dem System anpassen, sonst bist du draußen und kriegst keinen Vertrag.<br />
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<strong class='bbc'>abseits.at:</strong> Also „Friss oder stirb“?<br />
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<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast:</strong></span> So ist es. Du bist draußen, wenn du da nicht mitmachst. Das ist ein System, das natürlich auch für die Spielervermittler nicht gut ist. Da gibt’s ein Beispiel eines österreichischen Bundesligisten, den Namen will ich gar nicht nennen, der hat einen Spielervermittler, weil der nicht kooperiert hat, auf die schwarze Liste setzt. Das gibt es und das ist bewiesen, das ist schwarz auf weiß, dass der Manager ihm gesagt hat: „Du, tut uns leid, aber du brauchst uns nicht mehr zu kontaktieren, weil von dir dürfen wir keinen Spieler mehr nehmen, hat der Präsident gesagt.“ Und das sagt schon viel aus. Der Kollektivvertrag regelt die rechtlichen Rahmenbedingungen. Das Wichtigste daran ist: Der Spieler darf nicht schlechter gestellt werden. Besser gestellt werden kann er immer. Das gibt es seit drei Jahren, wir haben damals über sehr, sehr viele Begleitmaßnahmen gesprochen Wir sind damals aber auch sehr viele Kompromisse eingegangen. Das ist kein Vorwurf an den Oliver Prudlo, er weiß genau, wie ich das meine. Wenn man etwas umsetzen will, kann man nicht gleich alles haben. Damals ist bei uns intern der Spruch entstanden: „In drei Jahren schauen wir weiter, was wir dann haben werden.“ Mit Ende Juni sind die drei Jahre vorbei und es ist genau nichts passiert. Pensionsversicherung, soziale Einrichtungen für die Spieler, Absicherung, Lizenzspielerstatut - nichts. Es ist nichts weiter gegangen, es hat da mehr oder weniger keine Zusammenarbeit gegeben.<br />
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<strong class='bbc'>abseits.at:</strong> Sagen wir, ich bin ein junger Spieler. Ich habe jetzt diesen Vertrag unterschrieben, der eben netto ist und ich komme nach drei Jahren beim Vereinswechsel drauf, dass der Vertrag ein kompletter  Humbug war?<br />
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<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast:</strong></span> Grundsätzlich muss man schon sagen, dass Nettovereinbarungen nicht verboten sind. Es ist eben schwierig wegen der Versicherungszeiten. Wir wollen da eine Aufklärungsoffensive starten, aber das ist ja auch nicht so, dass der Verein dich dort gerne sieht. Bei einigen Vereinen ist es nicht an der Tagesordnung, dass der Spieler einen Lohnzettel kriegt. Die gibt es nicht. In der zweiten Liga kriegen die wenigsten Spieler einen Lohnzettel. Da sind wir vom Profitum sehr weit weg. In der Heute-für-Morgen-Liga gibt es viele Spieler, die weniger verdienen, als der Kollektivvertrag ausmacht. Man gaukelt ihnen vor, dass sie eine Ausbildung nebenbei machen können, oder arbeiten… und in Wahrheit ist das nicht möglich. Die Vereine leben und arbeiten wie Profivereine, weil die Liga das so vorgibt, weil ich Montag, Dienstag, Freitag Fußball spiele und in Wahrheit verdiene ich aber nur einen Bruchteil und jeder probiert ein, zwei Jahre, da hineinzukommen und versucht dort, mehr oder minder Fuß zu fassen. Die Wenigsten schaffen es eben. <br />
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<strong class='bbc'>abseits.at:</strong> 1000 Euro brutto ist eigentlich recht wenig.<br />
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<span style='color: #0000FF'><strong class='bbc'>Gernot Zirngast:</strong></span> Finde ich auch. Der Didi Berchtold hat gemeint: „Wenn ich Taxi fahre, verdiene ich mehr.“ Für einen angehenden Profifußballer, der wirklich rund um die Uhr für den Fußball da sein muss – und anders geht es meistens auch gar nicht, wenn ich Vormittag und Nachmittag trainieren muss – ist das nicht unbedingt die Welt. Auf der anderen Seite ist es für einen jungen Burschen ok, da obliegt es dem Verein, sich anzuschauen, welche Wertigkeit und Möglichkeiten der Spieler hat. Wenn ich den von Haus aus mit Geld zuschütte, ist die Gefahr schon groß, dass dieser das nicht verkraftet.<br />
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Das Interview führte Georg Sander für abseits.at. Der zweite Teil des Interviews folgt nächste Woche!]]></description>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 14:23:16 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Die UEFA-Fünfjahreswertung: Wie sie funktioniert und wo wir stehen</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/die-uefa-funfjahreswertung-wie-sie-funktioniert-und-wo-wir-stehen-r168</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Bald geht es wieder los und die Europacupsaison beginnt auch für unsere heimischen Teams. Im<br />
Hintergrund von Europacupspielen schwebt meist ein ganz spezieller Begriff - die 5-Jahreswertung.<br />
Doch wo befindet sich Österreich derzeit in dieser Wertung, welche Konsequenzen hat dieser Platz und wohin könnte die Reise in näherer Zukunft gehen?</em><br />
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<strong class='bbc'>BERECHNUNG DER FÜNFJAHRESWERTUNG</strong><br />
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Erstmals im Jahre 1960 zur Anwendung gekommen, wurde die Berechnung der 5-Jahreswertung im<br />
Laufe der Zeit einige Male verändert. Aktuell werden die in Europacup erspielten Punkte (2 Punkte für einen Sieg, 1 Punkt für ein Remis im Hauptbewerb bzw. halbe Punkte in der Qualifikation + mögliche Bonuspunkte) durch die Anzahl der im Europacup teilnehmenden Vereine dividiert.<br />
Der Champions-League-Fixplatz Wer träumt nicht von den großen Erfolgen in der Championsleague und dem damit verbundenen finanziellen Aufschwung seines Klubs? Leider blieb es für österreichische Fußballfans in den letzten Jahren beim Träumen, die großen Erfolge von Sturm Graz, Ende der 90er, verblassen zunehmend und viele haben die Hoffnung auf ähnlich glorreiche Zeiten bereits begraben. Nicht selten hört man, österreichische Vereine hätten in der Championsleague nichts zu suchen und die Qualifikation könne nur mit Glück - wie etwa Rapid 2005/2006 gegen Lok Moskau - überstanden werden. Doch diese Herrschaften irren, die Chance lebt und ist sogar so realistisch wie lange nicht.<br />
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Die vergangene Saison beendete Österreich auf dem 19.Rang der 5-Jahreswertung, ein Rang der bis auf kleine Ersparnisse in der Qualifikation nicht von großer Bedeutung ist. Doch in der bereinigten Wertung für die Saison 2011/2012 rangiert Österreich aktuell auf dem 15. Rang. Sollte man diesen Rang im Laufe der Saison verteidigen können, würde dies dem zukünftigen österreichischen Vizemeister der Saison 2012/2013 einen Champions-League-Qualifikationsplatz und der gesamten Liga einen zusätzlichen - fünften - Europacupplatz bescheren. Doch das ist bei weitem nicht alles. In den nächsten beiden Saisonen fallen Österreich lediglich 5,450 Punkte aus der Wertung. Im Vergleich zu den unmittelbaren Konkurrenten, der Schweiz (9,150), Belgien (9,000), Dänemark (13,325) und Schottland (12,125) also relativ wenig. Die Chance besteht also durchaus, sich auf Rang 13 oder höher zu verbessern, was schlussendlich einen Champions League Fixplatz zur Folge hätte, der wiederum vier Bonuspunkte bringen würde.<br />
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<strong class='bbc'>AUSBLICK AUF 2011/12</strong><br />
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Es gilt in den nächsten drei Saisonen also eifrig Punkte zu sammeln. Für die Saison 2011/2012 tun dies Meister Sturm Graz, Vizemeister Red Bull Salzburg, der Tabellendritte Austria Wien und der Tabellenvierte und Cupsieger, die SV Ried. Sehr viel wird von der Performance von Red Bull Salzburg abhängen. Eine ähnlich erfolgreiche Saison wie jene 2009/2010 könnte den Weg zum CL-Fixplatz ebnen. Sturm Graz muss in erster Linie über die ungarische Hürde Videoton Szekesfehervar in der 3.CL-Qualirunde um zumindest mit der Europa-League-Gruppenphase planen zu können. Es bleibt abzuwarten wie Austria und Ried die Abgänge einiger Schlüsselspieler verkraften und im Gegenzug wie gut sich deren Gegner auf die sehr eigenwilligen Spielweisen bzw. Taktiken der Trainer Daxbacher und Gludovatz einstellen können.<br />
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Dominik Knapp, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 05:36:52 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[UEFA vs. "Überteuerung des Fußballs": Financial Fair Play - Teil 1]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-business/uefa-vs-uberteuerung-des-fussballs-financial-fair-play-teil-1-r167</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Viele europäische Fußballvereine haben in den letzten Jahren deutlich über ihren finanziellen Möglichkeiten gewirtschaftet. Mittlerweile lastet ein Schuldenberg von etwa 12 Milliarden Euro auf den Schultern der europäischen Spitzenligen. Die UEFA fordert nun einen verantwortungsvolleren Umgang bezüglich der Finanzen von den Vereinen und will ihre Maßnahmen mithilfe der neuen Financial-Fair-Play-Regeln umsetzen.</em><br />
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Die finanzielle Lage in den europäischen Spitzenligen wird immer besorgniserregender und deshalb möchte die UEFA in Zukunft auch konsequent gegen Vereine vorgehen, welche sich nicht an die neuen Regeln halten. Die Rekordtransfersummen wurden in den letzten Transferperioden immer wieder übertroffen und hätte man nun seitens der UEFA keinen Schlussstrich gezogen, so hätte sich diese Spirale immer weiter gedreht und die Schulden der einzelnen Klubs wären noch weiter angestiegen. Mittlerweile sind auch die Klubs an die UEFA herangetreten und baten sie um Unterstützung. Durch Auferlegen dieser neuen Financial-Fair-Play-Regeln, will die UEFA den einzelnen Klubs dabei helfen ihre Finanzen zu konsolidieren und sie beim Weg heraus aus den Schulden so gut es geht unterstützen.<br />
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<strong class='bbc'>GROSSINVESTOREN SCHULD AN DER FINANZKRISE?</strong><br />
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Oftmals hört man aus den Reihen einiger Spitzenklubs, dass Großinvestoren Schuld an der momentanen Situation sind. Durch außergewöhnlich hohe Transferangebote und Rekordgagen versuchen sie die jeweils besten Spieler von anderen Vereinen abzuwerben. Möchte ein Traditionsklub, welcher sein Budget ohne Großinvestor finanziert, dann diese Spieler halten, um weiterhin auf hohem Level Fußball zu spielen, dann sind sie gezwungen wesentlich höhere Gehälter zu bezahlen. Sollte die UEFA diese Entwicklung nicht bald unterbinden, so wird sich die Spirale mit den Rekordspielergagen immer weiter drehen. Dies würde aber auf lange Sicht sicherlich zu einigen Pleiten der Klubs ohne Großinvestoren führen. Doch dies wollen die Verantwortlichen der UEFA auf alle Fälle verhindern.<br />
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<strong class='bbc'>KLEINERER EINFLUSS FÜR GROSSINVESTOREN</strong><br />
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Ab der Spielsaison 2012/2013 tritt die neue Financial-Fair-Play-Regel in Kraft und einer der Kernpunkte dieser Regel ist es die Wettbewerbsvorteile von Vereinen mit Investoren wesentlich zu verkleinern.<br />
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Ab der Saison 2012/2013 dürfen nur noch Clubs am Europacup teilnehmen, welche ein maximales Einnahmen-Ausgaben-Defizit von fünf Millionen Euro aufweisen. Aber die UEFA hat auch einige Ausnahmen für Großinvestoren geschaffen. Demnach darf ein Verein mit einem entsprechenden Großinvestor, um eine Lizenz für die Spielsaison 2013/2014 zu erhalten, ein Defizit von kumuliert 45 Millionen Euro in den Spielsaisonen 2011/2012 und 2012/2013 ausweisen, sofern der Investor für diese Summen bürgt.<br />
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<strong class='bbc'>NOCH GRÖSSERE EINSCHRÄNKUNGEN AB 2014/15</strong><br />
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Danach soll der Einfluss nochmals wesentlich verringert werden. Um eine entsprechende Lizenz für die europäischen Bewerbe zu bekommen, dürfen die Klubs maximal 30 Millionen Euro Verlust aufweisen, kumuliert aus den Spielsaisonen 2014/2015 bis 2016/2017. Diese doch sehr harten Maßnahmen werden die Rahmenbedingungen im Profifußball von Grund auf verändern. Möglichkeiten um diese strengen Auflagen zu erfüllen sind etwa:<br />
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· Millionenverträge nicht mehr verlängern oder wesentlich kürzen<br />
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· Spitzenspieler verkaufen, sodass auch durch die Transfers Geld in die Klubkassen gespült wird<br />
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Durch diese Maßnahmen will die UEFA bewirken, dass in Zukunft weniger Millionentransfers getätigt werden und will den Fokus speziell auf den Nachwuchs richten.<br />
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<strong class='bbc'>ERFOLGSFAKTOR NACHWUCHS</strong><br />
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Vor allem große eingesessene Klubs profitieren von dieser neuen Regelung, denn diese haben zumeist eine sehr gut funktionierende Talenteschmiede, welche immer wieder neue junge Talente hervorbringt. Schwieriger wird es für Vereine ohne eigene Nachwuchsabteilung, welche in nur wenigen Spielsaisonen den Sprung aus den Amateurligen in die erste Liga geschafft haben (Beispiel TSG 1899 Hoffenheim). Diese Vereine konnten in der kurzen Zeit keine ausreichende Infrastruktur für den Nachwuchs aufbauen und sind demnach - zumindest anfänglich - auf Transfers angewiesen.<br />
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<strong class='bbc'>MAXIMAL 25 PROFIS</strong><br />
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Ebenfalls Veränderungen plant die UEFA bezüglich der Kaderstärke der Klubs, welche ab der Saison 2013/2014 auf maximal 25 Profis beschränkt wird. Damit wollen sie ebenfalls die Vereine bei der Konsolidierung ihrer Finanzen unterstützen. Ein geplantes Festsetzen einer Gehaltsobergrenze ist mit dem derzeit herrschenden europäischen Recht nicht vereinbar und konnte auch deshalb von der UEFA nicht in den Maßnahmenkatalog aufgenommen werden.<br />
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Mithilfe der oben beschriebenen Maßnahmen möchte die UEFA den Vereinen nun helfen ihre finanzielle Lage zu verbessern. Sollten sie diese Maßnahmen allerdings nicht umsetzen, so will die UEFA die betreffenden Vereine von allen europäischen Bewerben ausschließen. Die UEFA hat auch angekündigt von Anfang an konsequent durchzugreifen und auch nicht davor zurückschrecken Großklubs wie Real Madrid, FC Barcelona oder auch Manchester United die Teilnahme zu verweigern.  <br />
<br />
Patrick Wagner, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 03:35:06 +0000</pubDate>
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