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	<title>News</title>
	<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/</link>
	<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 23:09:52 +0000</pubDate>
	<ttl>43200</ttl>
	<description>Meinungen, News und Blogeinträge zum Thema internationaler Fußball</description>
	<item>
		<title>Der Stand der Dinge in der 3,25-Tore-pro-Spiel-Liga: Die niederländische Eredivisie</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/der-stand-der-dinge-in-der-325-tore-pro-spiel-liga-die-niederlaendische-eredivisie-r596</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>34 Spieltage umfasst die holländische Eredivisie, deutsch "Ehrendivision". Derzeit sind zehn Spieltage absolviert und AZ Alkmaar, Austrias Gegner in der Europa League-Gruppe G, führt die höchste Spielklasse an.</em><br />
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Der Modus der Ehrendivision war durch ein Play-Off-System ein skurriler. Zwischen den Spielzeiten 2005/06 und 2007/08 spielten die Mannschaften, die Zweiter bis Fünfter wurden nach den 34 Spieltagen in einem Play-Off um den verbleibenden Champions League-Startplatz, die Sechst- bis Neuntplatzierten um einen UEFA-Cup-Platz, die nächsten vier um einen Intertoto-Cup-Platz und die zwei vorletzten Vereine gegen die zweit- bis siebtplatzierten Teams der zweiten Spielklasse. Wem das jetzt etwas kompliziert bis wunderlich und eigentlich sportlich gar nicht fair empfindet, darf sich beruhigen: Seit der Spielzeit 2008/09 spielen nur noch die Teams zwischen fünftem und achtem Platz um die Europa League. Der Meister der Liga ist derzeit direkt für die Champions League spielberechtigt, der Vizemeister muss sich ab der dritten Qualirunde beweisen. Der Dritte ist fix im Europa League-Play-Off, der Vierte und der Sieger des Play-Offs landen ebenso wie der Sieger des Pokals in der Qualifikation zur Europa League. Letzterer ist fix im Play-Off, der Vierte in Qualifikationrunde drei, der Sieger des Liga-internen Play-Offs in Qualifikationsrunde zwei. Die Niederländer sind gerade dabei, sich vom zehnten auf den neunten Platz der UEFA-Fünfjahreswertung zu verbessern.<br />
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<strong class='bbc'>Ein bisschen Wissen</strong><br />
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1956 wurde die Eredivisie vom niederländischen Fußball-Verband Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond, kurz KNVB gegründet. Der Rekordmeister ist wenig verwunderlich Ajax Amsterdam mit 30 Titeln. PSV Eindhoven konnte den Titel 18 Mal holen, Feyenoord Rotterdam neun Mal. Alkmaar durfte zwei Mal jubeln und Twente Enschede, DWS Amsterdam, Sparta Rotterdam und DOS Utrecht je ein Mal. Eine ziemlich unausgeglichene Bilanz also, aber in kleineren Fußballnationen nicht ungewöhnlich. Bevor AZ Alkmaar 2009 den ersten Titel seit 1980/81 erringen konnte, gewann dazwischen immer entweder Ajax, PSV oder Feyenoord. Der letzte Titel vor '81, der nicht von einem der drei großen Clubs geholt wurde, datiert ins Jahr 1964 zurück. Doch in den letzten Jahren konnte sich neben Alkmaar auch Twente Enschede mehr und mehr in der Spitzengruppe festsetzen, feierte 2010 den ersten Meistertitel der Clubgeschichte, bevor letztes Jahr wieder Ajax Meister wurde.<br />
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<strong class='bbc'>Abstiegskampf</strong><br />
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Dass der holländische Fußball durch seine in Stein gemeißelte Offensivkonzeption äußerst spannend ist, ist ein bekannter Fakt. So ist es nicht erst einmal passiert, dass Teams, die tollen Fußball spielen, aber zu oft nicht den Ball ins Tor trafen, absteigen mussten. Ein heißer Kandidat auf den Abstieg ist dieses Jahr Excelsior Rotterdam, die erst zwei Unentschieden erreichten und mit einer Tordifferenz von 6:24 am Ende der Tabelle liegen. Davor liegt die VVV Venlo, die immerhin einmal gewinnen konnte und drei Mal remisierte, knapp hinter NEC Nijmegen. Auch de Graafschap Doetinchem auf dem 15. Platz hat erst zwei Siege errungen, Lasnik-Club NAC Breda erst drei, genauso wie der FC Utrecht, welcher Zwölfter ist. Zwischen Breda und Utrecht liegt derzeit Roda Kerkrade auf Rang 13 mit gleichvielen Punkten wie der FC und zwei mehr als NAC. Interessant ist, dass Kerkrade mit vier Saisonsiegen ebenso viele Dreier anschreiben konnte wie Titelverteidiger Ajax, die Sechster sind.<br />
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<strong class='bbc'>Breites Mittelfeld</strong><br />
<br />
Wie bereits erwähnt konnten die kleineren Vereine wie Alkmaar oder Twente in den letzten Jahren zu den großen Drei aufschließen. Den 15. de Graafschap und den Vierten, Feyenoord Rotterdam, trennen gerade einmal neun Punkte oder anders gesagt drei Siege. SC Heerenveen, derzeit Achter und damit Play-Off- und somit möglicherweise Europa League-spielberechtigt, hat mit 14 Punkten nur zwölf mehr als der Letzte. Die Spannung ist also prinzipiell gegeben, der Dreipunkteregel sei es gedankt. Ob Vitesse Arnheim, gegenwärtig Fünfter, oder Heracles Almelo, zwei Plätze dahinter, tatsächlich so weit oben bleiben, ist eine ganz eine andere Frage.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Meisterkampf</strong><br />
<br />
AZ Alkmaar führt die Tabelle mit 25 Punkten vor Eindhoven und Twente mit je 21 Punkten an. Feyenoord Rotterdam folgt mit 18 Punkten, gleichauf mit Vitesse, dahinter befindet sich mit einem Zähler Rückstand Titelverteidiger Ajax. Janko-Club Twente Enschede, Feyenoord, Ajax und PSV gelten als heiße Titelkandidaten. AZ steht deshalb oben, da die Bilanz gegen die anderen Titelkandidaten 2-1-1 beträgt. In den folgenden sieben Runden stehen Duelle gegen Nachzügler und Mittelfeldclubs an, dann warteten die Amsterdamer. Eindhoven und Twente duellieren sich am bereits am Samstag und entweder beide oder einer wird etwas abreißen lassen müssen. Ajax und Feyenoord müssen nachlegen, will man weiter zu den Verfolgern zählen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Team Austria in Holland</strong><br />
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Drei Österreicher stehen in den Niederlanden in den Kadern erster Mannschaften. Da ist zunächst Mittelfeldspieler Tobias Kainz vom SC Heerenveen. Der 18-Jährige debütierte im Mai in der Ehrendivision, wurde aber im Sommer für die U20-Weltmeisterschaft abgestellt und kann noch keinen Einsatz vorweisen. Im Sommer verlängerte Kainz bei Heerenveen um zwei Jahre und so möchte sich der ehemalige Akademie-Spieler von Sturm und der Austria im Land des Vizeweltmeisters beweisen. Mit neun Toren und elf Vorlagen glänzte hingegen Andi Lasnik für Absteiger Willem II Tilburg in der vergangenen Saison. Der ehemalige Austria-Spielmacher ließ sich viel Zeit und heuerte spät aber doch bei Mittelfeldclub NAC Breda an. Dort kam er bisher auf vier Einsätze, konnte sich mit einer Vorlage am achten Spieltag gegen Roda Kerkrade das erste Mal als Vorlagengeber in der Scorerliste eintragen. Mit ein bisschen mehr Eingewöhnungszeit wird er auf seine Einsätze kommen. Unumstrittener Leader der orangen Fraktion der Legionäre ist Marc Janko. Nach 19 Toren und 6 Vorlagen in seiner Premierensaison 2010/11 startete er mit Twente dieses Jahr voll durch. Unter Coach Co Adriaanse, der ihn schon in Salzburg zu unglaublichen 39 Ligatreffern antrieb, trifft er nach Belieben. In 19 Saisoneinsätzen in Europa, Cup und der Liga hält der Wiener bei 16 Treffern und 5 Vorlagen.<br />
<br />
Die holländische Eredivisie bietet vom Titelkampf zum Tabellenkeller packende Duelle und ist mit einer Torgarantie ausgestattet. An den zehn Spieltagen endeten erst zwei Begegnungen torlos - und diese in der ersten Runde.<br />
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Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 11:48:01 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[24 Teams, 46 Spiele - die englische Monsterliga "Championship" und ihre Starspieler!]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/england/24-teams-46-spiele-die-englische-monsterliga-championship-und-ihre-starspieler-r594</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die zweite Leistungsklasse Englands ist getrost als Monsterliga zu bezeichnen: 24 Mannschaften spielen in 46 Runden um den Aufstieg in die englische Premier League, die auf Anhieb etwa 50 Millionen Pfund in die Kassen spült. Verständlich, dass die Vereine der „Championship“ einen hohen Aufwand betreiben, um unter die ersten sechs der zweiten Liga zu kommen.</em><br />
<br />
Meister und Vizemeister steigen automatisch in die Premier League auf, die Vereine auf den Rängen drei bis sechs spielen den dritten Aufstiegsplatz in einem Playoff aus. Naturgemäß gibt es in einer der kraftaufwändigsten Ligen der Welt so manchen Topklub: So finden sich etwa kürzlich abgestiegene Premier-League-Klubs wie Hull City, Blackpool, Birmingham City oder Portsmouth nur im Mittelfeld der Tabelle wieder. Tabellenführer ist aktuell Southampton (27 Punkte), gefolgt von West Ham United, Middlesbrough (je 24), Crystal Palace (23), Leeds United und Derby County (je 21). Besonders interessant sind jedoch die vielen Stars, Sternchen und ehemaligen Topleute, die in dieser Liga ihr Geld verdienen.<br />
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<strong class='bbc'>Kaum Stars beim Tabellenführer</strong><br />
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Die Mannschaft von Tabellenführer Southampton ist verhältnismäßig unspektakulär: Zu den Stars zählen etwa Torhüter Kelvin Davis (35, früher bei Sunderland und Wimbledon unter Vertrag), der Niederländer Jos Hooiveld (28), der über den FC Kopenhagen und Celtic Glasgow nach Südengland wechselte, sowie der ehemalige irische Teamstürmer David Connolly (34), der früher für Sunderland, Leicester City, West Ham, Wimbledon und Feyenoord Rotterdam auf Torjagd ging. <br />
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<strong class='bbc'>West Ham und die Aufstiegspflicht</strong><br />
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Spektakulärer sieht es aktuell im Kader von West Ham United aus, denn hier tummeln sich auf fast jeder Position Stars, die so mancher Premier-League-Klub gerne in seinen Reihen hätte: Der senegalesische Innenverteidiger Abdoulaye Diagne-Faye (33) kickte früher für Stoke City, Newcastle United und Bolton, ist ein Premier-League-erfahrener Abwehrspieler. Noch erfahrener ist Neuverpflichtung Guy Demel (30), der zuletzt sechs Jahre für den Hamburger SV spielte. Im Mittelfeld verfügt man mit dem kultigen Senegalesen Papa Bouba Diop (33) über einen sehr vielseitigen Spieler, zudem mit Ex-Newcastle-Star Kevin Nolan (28) über einen weiteren flexiblen und enorm torgefährlichen Mann. Im Angriff hat man mit Carlton Cole (27), John Carew (32) und Freddy Piquionne (32) noch drei weitere Klasseleute. Weiters verfügt Trainer Sam Allardyce mit Arsenal-Leihgabe Henri Lansbury über einen aktuellen englischen U21-Teamspieler. Während Southampton die Saison ohne großen Druck angehen kann, muss West Ham mit diesem Kader unbedingt den sofortigen Wiederaufstieg schaffen. Alles andere ist inakzeptabel und vor Fans und Sponsoren nicht argumentierbar…<br />
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<strong class='bbc'>Starke Abwehr beim Middlesbrough FC</strong><br />
<br />
Der von Tony Mowbray trainierte Middlesbrough FC entpuppte sich in den ersten 13 Runden als Team mit der besten Abwehr der Liga. Zwar erzielten die Roten nur 16 Tore, dafür kassierten sie auch nur acht. Dies liegt unter anderem am schottischen Innenverteidiger Stephen McManus (29), der über 200 Pflichtspiele für Celtic Glasgow bestritt und seit 2010 für „Boro“ kickt. Unterstützt wird er etwa vom kampfstarken Australier Rhys Williams (23) und Ex-Arsenal-Außenverteidiger Justin Hoyte (26). Die interessantesten Legionäre des aktuellen Tabellendritten finden sich in der Offensive wieder:  Der australische Teamspieler Scott McDonald (28) erzielte in Schottland für Celtic und Motherwell über 100 Tore, dem Niederländer Marvin Emnes (23), früher bei Sparta Rotterdam unter Vertrag, seit 2008 bei Middlesbrough, scheint heuer der Knoten zu platzen. Die Mittelfeldspieler Kevin Thomson (27) und Barry Robson (32) haben jeweils Erfahrung im schottischen Nationalteam, der Flügelspieler Tarmo Kink (26) kommt beim Klub derzeit nicht oft zum Zug, ist jedoch im estnischen Nationalteam eine Bank. Und dann wäre da noch der 30-jährige Argentinier Julio Arca, der seit 2006 bei Middlesbrough sein Geld verdient.<br />
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<strong class='bbc'>Starke Abräumer bei Crystal Palace</strong><br />
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Auch der Tabellenvierte Crystal Palace fährt mit einigen Stars und einem 30-Mann-Kader auf: In der Innenverteidiger sorgt der ehemalige Tottenham-Akteur und Ex-Teamspieler Anthony Gardner (31) für Ordnung. Im defensiven Mittelfeld räumen der südafrikanische Teamspieler Kagisho Dikgacoi (26) und der Australier Mile Jedinak (27) auf. Und auch der Angriff kann sich sehen lassen: Der mittlerweile 34-jährige Norweger Steffen Iversen ist nur noch Reservespieler, dafür etablieren sich soeben zwei Helden aus der zweiten Reihe: Wilfried Armal Zaha (18), Engländer ivorischer Abstammung, ist seit letzter Saison bei Crystal Palace gesetzt. Glenn Murray (28) schoss Brighton & Hove Albion in der vergangenen Saison von der League One in die Championship (22 Saisontore) und trifft aktuell auch regelmäßig im Selhurst Park.<br />
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<strong class='bbc'>Österreich-Bezug in Hull</strong><br />
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Leeds, Derby und Hull liegen gleichauf mit 21 Punkten auf den Rängen fünf bis sieben: Bei Leeds sind die beiden Finnen Mikael Forssell (30) und Mika Väyrynen (29), der zuletzt beinahe zu Red Bull Salzburg gewechselt wäre, die klingendsten Namen. Die Stützen des Teams sind jedoch der Schotte Ross McCormack (25), der heuer bereits neun Treffer erzielte und Adam Clayton (22), ein Mittelfeldspieler, der aus der Jugend von Manchester City kam, sich aber bei den Citizens nicht durchsetzen konnte. Der bekannteste Spieler von Derby County ist der 110-fache irische Teamverteidiger Kevin Kilbane (34), dessen Profikarriere bereits 1993 begann und der seitdem fast 750 Pflichtspiele auf Profilevel bestritt. Der wohl populärste Spieler von Hull City ist der 31-jährige Slowene Robert Koren, der zuvor für West Bromwich Albion spielte. Im Mittelfeld der „Tigers“ spielt außerdem Martin Pusic (24), der vom SCR Altach kam und davor bei der Admira spielte. Der in Wien geborene Kroate kam in der laufenden Saison aber erst zu drei Pflichtspieleinsätzen.<br />
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<strong class='bbc'>Brighton auf Einkaufstour</strong><br />
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Auch im Tabellenmittelfeld tummeln sich einige Stars: Cardiff City hat etwa den Waliser Rob Earnshaw (30) und den schottischen Torjäger Kenny Miller (31) unter Vertrag. Der FC Blackpool hat vor allem defensiv interessante Spieler: Den Schotten Stephen Crainey (30) und den jungen nordirischen Teamspieler Craig Cathcart (22), der von Manchester United kam. Hinzu kommt der routinierte Schotte Barry Ferguson (33), der 15 Jahre für die Rangers spielte, als Abräumer vor der Abwehr und der ehemalige Premier-League-Torschützenkönig Kevin Phillips (38), der weiterhin unverwüstlich ist und trifft, im Angriff. Im Sturm verstärkte man sich außerdem mit dem ehemaligen kongolesischen Premier-League-Spieler Lomano Tresor Lua-Lua (30), der allerdings bei Omonia Nikosia 2010/11 nicht überzeugen konnte. Brighton & Hove Albion verstärkte sich zuletzt mit dem Spanier Vicente (30), der zehn Jahre für den FC Valencia spielte und dem Chilenen Gonzalo Jara (26), der die letzten beiden Saisonen Stammspieler bei West Bromwoch Albion war. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Stars in der unteren Tabellenhälfte</strong><br />
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Leicester City verfügt aktuell über den Schweizer Teamspieler Gelson Fernandes (25), den routinierten Japaner Yuki Abe (30) und den Sohn des ehemaligen Welttorhüters, Kasper Schmeichel (24). Birmingham City verlässt sich unter anderem auf die Dienste von Steve Caldwell (31), dem bei der WM starken Chilenen Jean Beauséjour (26), sowie Serbiens Teamspieler Nikola Zigic (31, 202cm groß). Der Star im Team ist jedoch mittlerweile das neuseeländische Supertalent Chris Wood (19), der in der laufenden Saison bereits zehn Saisontreffer verbuchen konnte, obwohl er nur 874 Minuten auf dem Platz stand. Auch die Stars des zwangsrelegierten FC Portsmouth, das mit einem 21-Mann-Kader in die lange Saison geht, können sich weiterhin sehen lassen: In der Abwehr spielt der isländische Routinier Hermann Hreidarsson (37) und der Südafrikaner Aaron Mokoena (30). Im Angriff hat der Klub allgemein ein Überangebot: Benjamin Mwaruwari („Benjani“, 33), der Norweger Erik Huseklepp (27), der Premier-League-erfahrene Dave Kitson (31) und der ehemalige Superstar Nwankwo Kanu (35) aus Nigeria.<br />
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<strong class='bbc'>Selbst die Schwächsten haben große Namen</strong><br />
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Selbst die Abstiegskandidaten verfügen über bekannte Namen: Bei den Doncaster Rovers, aktuell Vorletzter, ist der französische Verteidiger Pascal Chimbonda (32) angestellt. Beim Tabellenletzten Bristol City stehen die jamaikanischen Teamspieler Damion Stewart (31), Jamal Campbell-Ryce (28) und Marvin Elliott (27) unter Vertrag. <br />
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Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 13:01:26 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Historische Niederlage für Sir Alex Ferguson – City demütigt United</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/england/historische-niederlage-fur-sir-alex-ferguson-city-demutigt-united-r589</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Während gestern Nachmittag in Wien das 299. Derby angepfiffen wurde, bahnte sich in Manchester eine kleine Sensation an.  Zu diesem Zeitpunkt führten die Citizens im Old Trafford mit 3:0 und hatten zudem einen Mann mehr auf dem Spielfeld, da Abwehrspieler Jonny Evans in der 47. Minute nach einem Foul an Mario Balotelli vom Platz musste. Am Ende verlor Manchester United mit 6:1 und Sir Alex Ferguson sprach vom schwärzesten Tag seiner Karriere.</em><br />
<br />
Beide Trainer entschieden sich für ein 4-4-1-1-System und sorgten mit ihren Aufstellungen für ein wenig Überraschung. Bei Manchester United bekam in der Innenverteidigung Jonny Evans den Vorzug gegenüber Phil Jones und Darren Fletcher begann gemeinsam mit dem Brasilianer Anderson im zentralen Mittelfeld - eine Option, die in der Vergangenheit für wenig Freude sorgte. Beide Spieler sorgen für zu wenig kreative Momente, was sich auch im 160. Derby gegen Manchester City zeigte. Über die Mitte gelang der Heimmannschaft so gut wie gar nichts. Auch die Nominierung von Jonny Evans stieß auf Kritik. Der 23-jährige Innenverteidiger ist regelmäßig für einen Fehler gut und viele Fans verstehen nicht, weshalb Ferguson an dem Nordiren festhält. Teilweise liefert er zwar auch souveräne Partien ab, allerdings mischen sich immer wieder haarsträubende Fehler in die ansonsten ordentlichen Vorstellungen ein. <br />
<br />
<strong class='bbc'>BALOTELLI STATT DZEKO</strong><br />
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Manchester-City-Trainer Roberto Mancini gab dem exzentrischen Stürmer Mario Balotelli den Vorzug gegenüber Edin Dzeko, obwohl der 21-jährige Italiener in der Nacht davor für einen Feuerwehreinsatz sorgte. Zusammen mit ein paar Freunden schoss er um ein Uhr früh, vor dem vielleicht wichtigsten Spiel der Saison, aus seinem Badezimmerfenster ein paar Feuerwerksraketen. Diese Aktion lief nicht wie geplant, weshalb die Feuerwehr anrücken musste und Balotelli die restliche Nacht in einem Hotelzimmer verbrachte. Die Einsatzkräfte informierten Balotellis Arbeitgeber und Mancini hoffte anscheinend, dass er ein ähnliches Feuerwerk auf dem Spielfeld zündete – der Trainer wurde nicht enttäuscht von seinem schwierigen Stürmerstar.<br />
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<strong class='bbc'>WHY ALWAYS ME?</strong><br />
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Balotelli sorgte nämlich mit den ersten beiden Treffern der Partie für eine 2:0-Führung. Das erste Tor schoss er in der 22. Minute nach einer Kombination über David Silva und James Milner, der den Ball ideal für den Stürmer auflegte. Nach dem Treffer zog der Italiener sein Trikot über den Kopf, sodass man eine Aufschrift auf einem T-Shirt darunter lesen konnte: “<em class='bbc'>Why always me?</em>“ - Vielleicht weil er ein exzentrischer, unreifer Kindskopf ist, der aber das Glück hat ein genialer Fußballer zu sein? Roberto Mancini sagte nach der Partie, dass Balotelli für ihn bereits jetzt zu den besten fünf Fußballern der Welt gehört. Sollte er noch seine Dummheiten ablegen können, dann glaubt der Trainer, dass er auf einer Stufe mit Messi und Ronaldo stehen wird.<br />
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<strong class='bbc'>AUSCHLUSS ENTSCHEIDET DIE PARTIE</strong><br />
<br />
Was auch immer United-Trainer Ferguson zur Pause plante, um den Rückstand aufzuholen – wir werden es nie erfahren. In der 47. Minute sah der Nordire Jonny Evans nach einem Foul an Balotelli die rote Karte, womit alle taktischen Vorgaben des Trainers über den Haufen geworfen wurden. Das zweite Tor der Partie war wie eine Kopie des ersten Treffers, was das Zusammenspiel der Akteure betraf. David Silva spielte auf James Milner, der in der Mitte wieder Balotelli fand. <br />
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<strong class='bbc'>EFFEKTIVITÄT BRICHT MANCHESTER UNITED DAS GENICK</strong><br />
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Manchester City stand in der Abwehr sehr gut und überzeugte vorne durch Effektivität. Aus insgesamt sieben Torschüssen erzielten die Gäste sechs Treffer. Das dritte Tor erzielte der Argentinier Sergio Agüero, der auch schon gegen Villareal in der Champions League in der 90. Minute für den Sieg sorgte. Die Bilanz des Stürmers kann sich sehen lassen, denn der Treffer im Old Trafford war sein neuntes Premier-League-Tor im achten Spiel. Der argentinische Nationalspieler verwertete in der 69. Minute eine Vorlage des aufgerückten Außenverteidigers Micah Richards. Darren Fletcher sorgte mit einem herrlichen Treffer bei den United-Fans für Hoffnung. Diese erlebten jedoch in Folge eine ganz bittere Schlussphase.<br />
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<strong class='bbc'>NAIVITÄT SORGT FÜR HISTORISCHE NIEDERLAGE</strong><br />
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Ferguson sagte nach der Partie, dass seine Spieler anscheinend von einem der vielen unmöglichen Comebacks in Manchester Uniteds Vereinsgeschichte träumten und trotz Unterzahl die Niederlage mit allen Mitteln verhindern wollten. Die Spieler schalteten die Vernunft aus und nahmen eine historische Niederlage in Kauf. Die Außenverteidiger agierten als seien sie Flügelstürmer, wodurch es immer wieder zu Unterzahlsituationen in der Defensive von Manchester United kam. So kam es auch, dass United drei Treffer in der Nachspielzeit kassierte  - Dzeko traf zwei Mal, David Silva krönte seine starke Leistung ebenfalls mit einem Tor.<br />
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<strong class='bbc'>FAZIT</strong><br />
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Spätestens jetzt muss selbst der eingefleischteste United-Fan anerkennen, dass Manchester City heuer Uniteds größter Konkurrent um die Meisterschaft sein wird. Die Citizens sind heuer noch ohne Niederlage in der Meisterschaft und haben bereits fünf Punkte Vorsprung auf ihren Stadtrivalen, der knapp vor Chelsea F.C. und Newcastle United an der zweiten Stelle liegt. Sir Alex Ferguson wird sich neue Varianten im zentralen Mittelfeld einfallen lassen müssen, denn Darren Fletcher und Anderson sollten nicht mehr gemeinsam auflaufen, da sie den Spielaufbau im zentralen Mittelfeld auf diesem Niveau nicht bewerkstelligen können. Jonny Evans hat sich wohl auch den letzten Kredit bei seinen Fans verspielt. <br />
<br />
Im Gegensatz dazu ist James Milner der große Gewinner der Partie. Der 25-Jährige überzeugte durch ein enormes Laufpensum, wechselte oft die Flügel und stellte so eine Überzahlsituation für seine Mannschaft her. Auch am Ball hatte alles was er machte Hand und Fuß – Milner wirkt spielfreudiger und spritziger als in der vergangenen Saison und hat sich wohl damit angefreundet, dass er auf den Flügeln und nicht mehr im Zentrum zum Zug kommt. <br />
<br />
Auch Mario Balotelli hat bewiesen, dass es sich gelohnt hat, dass man trotz seiner vielen Dummheiten und Eskapaden an ihm festhielt. Dank seiner Vorstellung gegen United wird ihm der Feuerwehreinsatz von den Medien und dem Verein schnell verziehen werden. Trotzdem sollte ihm der Verein vielleicht einen Experten zur Verfügung stellen, der mit ihm die Frage „Why always me?“ gemeinsam aufarbeitet. <br />
<br />
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<em class='bbc'>Hier könnt ihr euch die Höhepunkte der Partie ansehen</em><br />
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Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 11:24:19 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Innenverteidiger oder Außenverteidiger - wo liegt die Zukunft des Jerome Boateng?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/deutschland/innenverteidiger-oder-aussenverteidiger-wo-liegt-die-zukunft-des-jerome-boateng-r590</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der 23-jährige gebürtige Berliner Jerome Boateng wechselte in diesem Sommer von Manchester City zum FC Bayern München, mit der Aussicht endlich auf seiner Lieblingsposition als Innenverteidiger eingesetzt zu werden, um sich so auf dieser Position auch in der deutschen Nationalmannschaft zu etablieren. Drei Monate später gilt er als der zukünftige Rechtsverteidiger in Deutschland. Was ist „schief“ gelaufen?</em><br />
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<strong class='bbc'>Berlin, Hamburg, Nationalteam</strong><br />
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Wir schreiben den 31.07.2007. Hertha BSC Berlin unter Trainer Falko Götz gastiert in Hannover und ein junger Mann namens Jerome Boateng gibt als Rechtsverteidiger sein Bundesligadebüt. Berlin geht sang und klanglos mit 5:0 unter. <br />
<br />
Das erste Bundesligaspiel des hoffnungsvollen Jungstars war im Nachhinein betrachtet kein Fingerzeig für das Leistungsvermögen von Jerome Boateng, vielmehr sprach sich sein Talent in der Bundesliga schnell herum und so wechselte er bereits nach nur zehn Bundesligaspielen zum Hamburger SV. Dort hatte er oft mit Verletzungen zu kämpfen, gab jedoch am 10.10.2009 gegen Russland sein Debut für die deutsche Nationalelf – ebenfalls auf der rechten Verteidigerposition. Diese bekleidete er auch beim HSV die meiste Zeit, wobei sich –für sein junges Alter verständlich - Licht und Schatten oft abwechselten. Jedoch sah Boateng schon in diesen Anfangsjahren die Innenverteidigung als seine favorisierte Position an.<br />
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<strong class='bbc'>Der bisher größte Erfolg – Europameister mit der U21</strong><br />
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Der damalige U21-Nationaltrainer Horst Hrubesch schätzte dies wohl gleichermaßen so ein, lies er Boateng doch bei der Europameisterschaft 2009 in Schweden in allen Spielen auf seiner Lieblingsposition ran – mit großem Erfolg. Boateng avancierte während dieses Turniers zu einem der Leistungsträger und spielte teilweise überragend. Hier kamen zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum die Stärken Boatengs zum Vorschein, die ihn zu einem Verteidiger modernster Prägung machen: Zweikampfstärke, Schnelligkeit und Beweglichkeit (obwohl er mit 1,92m auch ein großartiger Kopfballspieler ist), Antizipation und gute Spieleröffnung. Diese Fähigkeiten ließen auch Europas Topclubs aufhorchen,  jedoch entschied sich Boateng für einen Verbleib in Hamburg. <br />
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<strong class='bbc'>Wechsel zu Manchester City oder das verlorene Jahr</strong><br />
<br />
Die folgende Saison verlief für Boateng mehr als durchwachsen. Im Kicker reichte es am Ende der Saison nur zu einem eher durchschnittlichen Notenschnitt von 3,52. Ausschlaggebend war sicherlich die mangelnde Konstanz von Boateng im Tagesgeschäft Bundesliga – aber auch die Tatsache, dass er wieder einmal mehr als gewünscht auf der Außenverteidigerposition eingesetzt wurde und sich der HSV auch in dieser Saison als ein höchst unstabiles Gebilde darstellte. Nichtsdestotrotz bleibt sein herausragendes Talent unbestritten, so konstatierte Matthias Sammer: "Seine Bewegungen wirken mitunter etwas unruhig und staksig, und wer ihn nicht kennt, neigt dazu, in der Innenverteidigung eine vermeintlich sicherere Variante zu wählen. Aber wenn man Jerome vertraut, ist er der perfekte Innenverteidiger." Dem neureichen Emporkömmling Manchester City war er deshalb auch 12,5 Millionen Euro wert. Nachdem Boateng während der WM 2010 ebenfalls die ungeliebte Außenverteidigerposition bekleiden musste, ließ er sich wohl von der Aussicht endlich konstant auf seiner Wunschposition eingesetzt zu werden, von einem Wechsel zu Manchester City überzeugen. City-Coach Roberto Mancini gab Boateng nämlich während den Verhandlungen die Zusicherung, auf seiner Lieblingsposition eingesetzt zu werden.<br />
<br />
Gleich zu Beginn verletzte sich Boateng jedoch zum wiederholten Male und geriet so von Anfang an ins Hintertreffen gegenüber seiner hochkarätigen Konkurrenz. Falls Boateng spielte, wurde er zu allem Übel in fast schon gewohnter Weise auf rechts eingesetzt. Seine taktische Flexibilität schien sich endgültig vom Segen in einen Fluch zu verwandeln. So stieß der FC Bayern bei seiner Suche nach Verstärkungen für die Abwehr bei Boateng auf offene Ohren, als man ihm die Position in der Innenverteidigung des deutschen Rekordmeisters offerierte. <br />
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<strong class='bbc'>Goldene Zukunft im roten Dress?</strong><br />
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Nach einem tendenziell sportlich eher verlorenen Jahr und langem Transferhickhack wechselte Boateng in diesem Sommer für geschätzte 15 Millionen zum FC Bayern. Die Chancen, endlich auf seiner Lieblingsposition eingesetzt zu werden, schienen in München so groß wie nie; leistete sich die vorherige Innenverteidigung mit Daniel van Buyten und Holger Badstuber in der vergangenen Saison doch einige Aussetzer. Zudem wechselte Philipp Lahm auf die linke Außenposition, während man für rechts den Brasilianer Rafinha von CFC Genua verpflichtete. Da Rafinha aber gleich zu Beginn, aufgrund des Trainingsrückstandes, einige körperlichen Defizite aufwies, musste Boateng in den Vorbereitungsspielen teilweise wieder auf der rechten Außenverteidigerposition aushelfen. Bei seinem Bundesligadebüt für den FC Bayern in der Innenverteidigung war Boateng unglücklicherweise im Verbund mit Manuel Neuer gleich für die 0:1-Auftaktniedelage gegen Mönchengladbach verantwortlich. <br />
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Nach einer durchschnittlichen Leistung am 2. Spieltag gegen Wolfsburg musste Boateng aufgrund des Heynckes‘schen Rotationsprinzip im nächsten Spiel beim 3:0-Sieg über den HSV 90 Minuten auf der Bank platznehmen, während die Konkurrenten van Buyten und Badstuber eine gute Leistung ablieferten. Dieses Gespann  begann auch im nächsten Spiel, wodurch Boateng einmal mehr auf rechts geschoben wurde. In den nächsten Spielen ließ Heynckes Boateng auch nicht konstant auf seiner Wunschposition ran. Zweimal durfte Boateng innen ran, einmal wurde er gar nicht eingesetzt und zweimal wieder auf der rechten Verteidigerposition. Seine Leistungen scheinen darunter jedoch nicht zu leiden, hat Boateng doch bisher einen kicker-Schnitt von 2,86, welcher für einen Abwehrspieler durchaus als überdurchschnittlich zu bewerten ist.<br />
<br />
Bei den drei insgesamt gesehen besten Leistungen von Boateng in dieser Saison, lässt sich eine leichte Tendenz zur Außenposition erkennen. Sein bestes Spiel in der Innenverteidigung lieferte er eindeutig in der Champions League gegen seinen Ex-Verein Manchester City ab, bei dem er schlichtweg überragend agierte. Die noch besseren Leistungen zeigte er jedoch als Rechtsverteidiger. Gegen seinen Heimatverein Hertha BSC und im Länderspiel gegen die Türkei interpretierte er die die Rolle des Außenverteidigers fast perfekt: Mit Schnelligkeit und viel Offensivdrang schaltete er sich immer wieder gefährlich ins Spiel nach vorne mit ein, wobei er durch seine Zweikampfstärke auch in der Defensive seine Seite im Griff hatte. <br />
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<strong class='bbc'>Fazit und Ausblick</strong><br />
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Boateng spielt bisher eine gute Saison, wobei fast egal scheint, auf welcher Position er eingesetzt wird. Diese Flexibilität ist einstweilig natürlich eine Behinderung der Ambitionen von Boateng, konstant auf der von ihm geliebten Position des Innenverteidigers eingesetzt zu werden. Für den FC Bayern und die Nationalmannschaft ist er jedoch gerade deswegen Gold wert. <br />
<br />
Trotz der überraschend guten Leistungen von Daniel van Buyten wird Boatengs Zukunft beim FC Bayern wohl in der Innenverteidigung liegen. In Sachen Spielverständnis und Beweglichkeit hält Boateng, gerade auf Champions-League-Niveau, die Trümpfe gegenüber dem Belgier in seiner Hand, sodass über kurz oder lang kein Weg an Boateng vorbei führen wird.<br />
<br />
In der Nationalmannschaft liegt die Lage fast ebenso klar auf der Hand. Bundestrainer Joachim Löw hat in seiner Amtszeit bisher noch nicht das passende Pendant zu dem gesetzten Philipp Lahm gefunden. In der Innenverteidigung streiten sich mit Mats Hummels, Per Mertesacker, Holger Badstuber oder auch Benedikt Höwedes vier Spieler um die zwei freien Plätze. Aus diesen Gründen könnte Boatengs Zukunft in der Nationalmannschaft auf rechts liegen, hat er doch in den letzten Spielen dort mehr als überzeugt und wurde von seinem Mitspieler Thomas Müller sogar, wenn auch nicht ganz ernst gemeint, mit Barcelonas Dani Alves verglichen. Dieser Vergleich ist natürlich noch etwas zu hoch gegriffen. <br />
<br />
Ob Jerome Boateng jemals in die erste Riege der Verteidiger vorstoßen kann, wird zu großen Teilen auch davon abhängen, wie er mit seiner Rolle als Wanderer zwischen den Welten zu Recht kommt.<br />
<br />
Ral, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 11:20:25 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Update zur Fünfjahreswertung: Zwei Auswärtsremis mit Schönheitsfehlern</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/update-zur-funfjahreswertung-zwei-auswaertsremis-mit-schoenheitsfehlern-r583</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Am dritten Spieltag der Europa League erreichten Österreichs Vertreter zwei Remis und eine Niederlage. Zwar sind die Unentschieden von Austria Wien und Salzburg in Alkmaar bzw. Bilbao als durchaus große Erfolge zu werten, jedoch trübt der Umstand, dass jeweils eine Führung von zwei Toren in der Schlussphase der zweiten Halbzeit vergeben wurde, etwas das Bild.</em><br />
<br />
Österreichs Konkurrenten konnten sich kaum erfolgreich in Szene setzen, so dass das Bild großteils unverändert bleibt und man auf gutem Wege dazu ist, die Top 15 und damit den zweiten Champions League-Qualifikationsplatz zu halten.<br />
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<strong class='bbc'>12. Belgien</strong><br />
Für die bisweilen so erfolgsverwöhnten Belgier konnte in dieser Runde Anderlecht den einzigen Sieg einfahren. Genks Niederlage bei Chelsea war zu erwarten, während das torlose Heimremis von Standard gegen Vorskla Poltava wohl eine Enttäuschung darstellt. Noch schlimmer erwischte es Brügge, das gegen den englischen Zweitligisten Birmingham City zuhause mit 1:2 verlor, wobei das entscheidende Tor erst in der zehnten Minute der Nachspielzeit fiel, die aufgrund einer Verletzungsunterbrechung ungewöhnliche lange dauerte.<br />
<br />
Nächste Runde:<br />
Genk – Chelsea <br />
Birmingham – Brügge<br />
Anderlecht – Sturm Graz<br />
Vorskla Poltava – Standard <br />
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<strong class='bbc'>13. Dänemark</strong><br />
Kopenhagen erreichte bei Hannover durch einen Treffer kurz vor dem Ende der Spielzeit ein 2:2, während Odense gegen Twente Enschede chancenlos war und auf eigener Anlage mit 1:4 verlor. <br />
<br />
Nächste Runde:<br />
Kopenhagen – Hannover <br />
Twente – Odense <br />
<br />
<strong class='bbc'>14. Österreich</strong><br />
Austria Wien und Salzburg erreichten in den schweren Auswärtsspielen bei Alkmaar und Athletic Bilbao ein 2:2, wobei jeweils eine 2:0 Führung vergeben wurde, was die Freude über die guten Resultate etwas trübt. Vor allem Salzburg muss sich aufgrund der sehr schwachen Schiedsrichterleistung ärgern, hat aber wie die Favoritner noch gute Aufstiegschancen. Sturm Graz brachte sich einmal mehr durch individuelle Fehler um ein mögliches Erfolgserlebnis und unterlag Anderlecht mit 0:2.<br />
<br />
Nächste Runde:<br />
Salzburg – Athletic Bilbao<br />
Anderlecht – Sturm Graz<br />
Austria Wien – Alkmaar <br />
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<strong class='bbc'>15. Schweiz</strong><br />
Einen Dämpfer setzte es in der Champions League für den FC Basel, der mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen ausgezeichnet gestartet war und zuletzt ein Remis in Old Trafford erringen konnte. Im Heimspiel gegen Benfica gab es bei der 0:2 Niederlage jedoch wenig zu erben, so dass die Portugiesen klar auf Achtelfinalkurs liegen. Der FC Zürich kam zuhause gegen Lazio Rom zu einem 1:1 und hat weiterhin Aufstiegschancen.<br />
<br />
Nächste Runde:<br />
Benfica – Basel <br />
Lazio Rom - Zürich<br />
<br />
<strong class='bbc'>16. Zypern</strong><br />
APOEL Nikosia bleibt auch nach drei Spieltagen in der Champions League ungeschlagen und erreichte ein 1:1 beim FC Porto, was die Tabellenführung bedeutet. Da sich die Gruppe jedoch sehr eng gestaltet, ist vom ersten bis zum letzten Platz weiterhin jede Endplatzierung möglich. Larnaka erwies sich für Schalke als besserer Trainingsgegner und verlor sein Heimspiel gegen die Knappen mit 0:5.<br />
<br />
Nächste Runde:<br />
APOEL Nikosia – Porto<br />
Schalke - Larnaka<br />
<br />
<strong class='bbc'>17. Israel</strong><br />
Die Ausbeute der israelischen Mannschaften in der Europa League ist weiterhin als eher enttäuschend zu bezeichnen. Zwar konnte Maccabi Haifa einen klaren 5:0 Sieg über Steaua Bukarest feiern und hat nun sehr gute Chancen auf das Sechzehntelfinale, jedoch verloren die beiden Clubs aus Tel-Aviv in Stoke bzw. zuhause gegen die PSV und halten zusammen erst bei einem mageren Zähler. Dennoch konnte Schottland in dieser Runde von Platz 17 verdrängt werden.<br />
<br />
Nächste Runde:<br />
Steaua Bukarest - Maccabi Haifa<br />
PSV Eindhoven - Hapoel Tel-Aviv<br />
Maccabi Tel-Aviv – Stoke<br />
<br />
<strong class='bbc'>18. Schottland</strong><br />
Ein ersatzgeschwächtes Celtic kam in Rennes zu einem respektablen 1:1, wobei die Franzosen von einem kuriosen Eigentor durch Du-Ri Cha profitierten.<br />
<br />
Nächste Runde:<br />
Celtic - Rennes<br />
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<strong class='bbc'>19. Tschechien</strong><br />
Der tschechische Meister lieferte in Barcelona eine überraschend gute Vorstellung ab und musste gegen den Titelverteidiger nur zwei Tore hinnehmen.<br />
<br />
Nächste Runde:<br />
Plzen – Barcelona<br />
<br />
<strong class='bbc'>20. Kroatien</strong><br />
Dinamo Zagreb bleibt auch nach drei Spieltagen ohne Punkt- und Torerfolg, im heimischen Maksimir setzte es eine 0:2 Niederlage gegen Ajax Amsterdam. <br />
<br />
Nächste Runde:<br />
Ajax Amsterdam – Dinamo Zagreb<br />
<br />
<strong class='bbc'>Somit stellt sich die aktuelle Rangliste wie folgt dar (Punktzuwächse der vergangenen Runde in Klammern): </strong><br />
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<em class='bbc'>12. Belgien: 28,200 (0,600)<br />
13. Dänemark: 27,125 (0,200)<br />
14. Österreich: 24,575 (0,500)<br />
15. Schweiz: 24,000 (0,200)<br />
16. Zypern: 21,999 (0,200)<br />
17.: Israel: 20,500 (0,500)<br />
18. Schottland: 20,391 (0,200)<br />
19. Tschechien: 19,350 (0,000)<br />
20. Kroatien: 18,874 (0,000)</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>Fazit der aktuellen Runde</strong><br />
<br />
Nach diesem eher punktearmen Spieltag gibt es keine großen Sprünge zu kommentieren, der Vorsprung auf die Schweiz und Zypern wurde marginal ausgebaut, jener auf Israel gehalten und der Rückstand auf Dänemark etwas verkleinert, was vor allem in der kommenden Saison von Relevanz sein kann.<br />
Insgesamt befindet sich Österreich auf sehr gutem Weg, was das Erreichen von zumindest Platz 15 betrifft, dieser könnte wohl nur dann in Gefahr geraten, wenn sich APOEL Nikosia für das Achtelfinale der Champions League qualifizieren sollte, da dafür Zusatzpunkte ausgeschüttet werden. Aber bei derzeit umgerechnet mehr als fünf Siegen Vorsprung und den guten Chancen, in den weiteren Spielen mehr Erfolge einzufahren als Zypern (Larnaka scheint nicht in der Lage, hier noch viel beisteuern zu können), wäre selbst dies noch kein Grund für allzu große Sorge, auch wenn der zypriotische Koeffizient bereits für die kommende Saison im Auge behalten werden sollte. Zudem weisen Austria und Salzburg noch mehr als intakte Aufstiegschancen auf.<br />
<br />
Somit wird es vermutlich zu einem Zweikampf mit der Schweiz um den irrelevanten 14. Platz kommen, wobei zu beachten ist, dass Basel wohl garantiert europäisch überwintert (vermutlich in der Europa League) und auch noch der FC Zürich Chancen darauf hat, auch wenn das Restprogramm mit Auswärtsspielen bei Lazio und Sporting denkbar schwer ist. Und zu guter letzt muss noch abgewartet werden, wie im Fall Sion verfahren wird, geistern hier doch zahlreiche Szenarien und Gerüchte durch die Medien, die von bis zu acht Nachtragsspielen für die Walliser sprechen. In dieser Causa ist jedoch nicht mit einer Entscheidung vor Ende November zu rechnen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Weitere Beobachtungen</strong><br />
<br />
England kam in dieser Woche in acht Spielen zu sieben Siegen, nur Fulham vereitelte mit einer Niederlage in Krakau die perfekte Runde. Portugal liegt nun 0,002 Zähler vor Frankreich, das erstmals seit 1990 die Saison außerhalb der Top 5 beenden könnte, während Portugal ebenfalls zuletzt in jenem Jahr  besser als Sechster war. Während Rumäniens Vertreter alle vier Spiele verloren, gelangen dem polnischen Duo zwei Siege, was Polen auf den 22. Platz befördert – einen vor Rumänien. Zudem hat Legia Warschau nun gute Chancen auf den Einzug ins Sechzehntelfinale der Europa League.<br />
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OoK_PS, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 16:21:17 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Sturm Graz - RSC Anderlecht 0:2 - Niederlage in Graz-Liebenau bedeutet praktisch das Europacup-Aus für den Meister</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/sturm-graz-rsc-anderlecht-02-niederlage-in-graz-liebenau-bedeutet-praktisch-das-europacup-aus-fur-den-meister-r580</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Franco Foda wusste schon, was auf ihn zukommen würde. Mit RSC Anderlecht war eine spielstarke Mannschaft in Graz-Liebenau zu Gast. Alle Bemühungen um einen Punktgewinn blieben aber unbelohnt.</em><br />
<br />
Sturm Graz musste auf viele Verletzte verzichten. Silvije Cavlina hütete statt Christian Gratzei das Tor, Martin Ehrenreich vertrat auf der rechte Abwehrseite Joachim Standfest. Links durfte Nachwuchsnationalspieler Christian Klem ran. In der Mitte bot Foda mit Milan Dudic und Thomas Burgstaller zwei kopfballstarke, aber eher langsame Innenverteidiger auf. Davor agierten Jürgen Säumel und Manuel Weber auf der schon oft beschriebenen Doppelsechs. Patrick Wolf und Florian Kainz bearbeiteten die Flanken, um Imre Szabics und Darko Bodul zu füttern. Anderlecht setzte ebenfalls auf ein 4-4-2, herauszuheben waren Guillaume Gillet, Matias Suarez und Dieumerci Mbokani. Die Vorgabe von Seiten der Grazer war klar: Aus einer gesicherten Defensive heraus sollte über Konter zum Torerfolg gelangt werden.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Anderlecht nimmt das Heft in die Hand</strong><br />
<br />
4-4-2 gegen 4-4-2. Erste Gefahr vor dem Tor der Grazer nach wenigen Minuten. Nach Foul an Mbokani flog ein scharfer Freistoß in den Sechzehner. Den Gegenstoß vertendelte Patrick Wolf den fälligen Konter. Und so überließ Sturm in der Anfangsphase dem Gegner das Spielgerät und versuchte, das Spielfeld eng zu machen. Um den Strafraum herum positionierte sich ein dichtes Netz an Füßen, schnelle Gegenstöße über die Seiten waren wie erwartet das Rezept. Nach dreizehn Minuten hatten die Gäste aber den Abwehrriegel erstmals geknackt, die Genauigkeit fehlte aber. Anderlecht spielte gefällig und ballsicher nach vorne aber immer wieder konnten die hundertprozentigen Chancen vereitelt werden.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Zwei Mal Glück</strong><br />
<br />
Zunächst sorgte eine Freistoßflanke von Säumel nach einem Foul an - klarerweise - Patrick Wolf für Verwirrung, Burgstaller hätte in Minute 22 fast noch seinen Fuß an den im Strafraum völlig verwaisten Ball zu bekommen. Im Gegenzug übersah der Anderlecht-Stürmer seinen Nebenmann auf der linken Grazer Abwehrseite. Dort, wo sich ein Verteidiger befinden sollte, war lediglich ein in Weiß gekleideter Mann. Kurz darauf musste Cavlina dann eingreifen und einen zu zentral angetragenen Schuss halten. Wenn es schnell ging, zeigte sich die schwarzweiße Defensive um Oldie Dudic schwer überfordert, Entlastung gelang auch nicht. Insgesamt war der erste Durchgang eher durchwachsen, Sturm spielte in Ballbesitz wohl etwas zu hastig nach vorne, die beste Chance vergab Kainz fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Lehren aus Durchgang eins</strong><br />
<br />
Defensiv sah das, was Franco Foda in der Kabine vorgegeben hatte, recht gut aus. Die paar Male, die Anderlecht in den Sechzehner eindringen konnte, wurden ohne Gegentreffer entschärft. Doch das Pressing der Gäste bereitete den Grazern Kopfzerbrechen. Kaum ein Angriff konnte zu Ende gespielt werden, zu hektisch, zu überhastet präsentierten sich die Blackies. Und so blieb als Fazit der ersten Halbzeit aus österreichischer Sicht, zu hoffen, dass das Angriffsspiel der Heimmannschaft zielgerichteter werden würde und die Gäste langsam die Kräfte verlassen würden.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Kabinenpredigt fruchtete</strong><br />
<br />
Die Blackies kamen motiviert und unverändert aus der Kabine. Wolf wurde von Szabics gut eingesetzt, suchte kurz nach Wiederanpfiff mal wieder das Tor, fand aber nur den Hintern des Gegenspielers und danach aus Frust dessen Bein. Doch die anfängliche Energie war schnell verpufft und Anderlecht übernahm wieder das Kommando, suchte Sturms Fehler in der Defensive und setzte die Abwehr massiv unter Druck. Ein versuchter Konter der Grazer in Minute 50 stand sinngebend für das gesamte Spiel: Anderlecht war hoch aufgerückt, die Defensive erkämpfte sich den Ball und Wolf machte die Konterchance durch einen schlechten Pass zunichte. Darauf folgte ein mehr oder weniger harmloser Angriff, der bei Silvije Cavlina endete.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Glück in Minute 53?</strong><br />
<br />
Ehrenreich verlor nach einem Eckball ein Kopfballduell, der Ball zappelte im Netz, aber der Mann an der Linie hatte auf Abseits entschieden. Ein Anderlecht-Stürmer hatte Cavlina durch seine Anwesenheit im Fünfer irritiert. Nun war wieder Sturm an der Reihe. Die Grazer erhöhten nach diesem Schock das Tempo, versuchten es mit mehr Pressing und Szabics und Bodul kamen zumindest einmal aus der Distanz zum Abschluss, auch wenn die Bälle kein Problem für Anderlecht-Goalie Proto waren. In Minute 58 dann wieder Gefahr im Strafraum der Grazer: Cavlina musste nach einem tollen Pass auf Gillet in höchster Not klären.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Säumel!?</strong><br />
<br />
Doch Sturm steckte nicht auf, machte mit offensiven Akzenten weiter. Imre Szabics tankte sich über links durch, seine Hereingabe kam als Rebound zu Kainz und Jürgen Säumel hätte den Ball fast über die Linie gedrückt, verfehlte ihn am langen Eck knapp. Franco Foda reagierte kurz darauf und brachte Mario Haas für Darko Bodul. Der Edeljoker brachte aber kein Glück. Mbokani erhielt links außen den Ball und gab auf Gillet, der den Ball über die Linie drückte.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Rot für Burgstaller, zweites Tor für Anderlecht</strong><br />
<br />
Der nächste Schock für Sturm folgte nur eine Minute nach dem Rückstand. Burgstaller musste mit Gelb-Rot vom Platz und Feldhofer kam für Kainz. Szabics wanderte auf den linken Flügel und die Grazer praktizierten fortan ein 4-4-1. Doch es half alles nichts: Mbokani war es wieder, der das Tor einleitete. Ein Pass in die Tiefe wurde von Suarez erlaufen und dieser bezwang Cavlina aus spitzem Winkel (75.). Andi Hölzl ersetzte kurz darauf Patrick Wolf, aber das Spiel war bereits verloren. In nur zehn Minuten hatte Anderlecht den Abwehrriegel geknackt. Sturm wirkte geknickt und zeigte das durch mehr Härte. Zu Erben gab es aber nichts mehr, Sturms Harmlosigkeit bei den Kontern wurde beinhart bestraft.<br />
<br />
Anderlecht 9, Lok 6, Sturm 3, AEK 0 – So sieht die Tabelle in der Europa League-Gruppe L nach drei Spieltagen aus. Ohne Umschweife muss gesagt werden, dass die Chancen für ein Überwintern auf internationalem Parkett schlecht stehen. An den nächsten zwei Spieltagen geht es nach Belgien und Russland, erst dann gastieren die Griechen. Würde (!) Athen in Moskau gewinnen, könnte sich Platz zwei noch ausgehen, vorausgesetzt, Anderlecht gewinnt alle ausstehenden Partien. Aber man sollte sich nichts vormachen – Österreichs Meister wird im Frühjahr eher nicht in der KO-Phase spielen. Aber wie viele Wunder gab es nicht schon im Fußball?<br />
<br />
Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 13:54:29 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>AZ Alkmaar - Austria Wien 2:2 - Veilchen schrammen knapp an der Sensation beim niederländischen Leader vorbei!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/az-alkmaar-austria-wien-22-veilchen-schrammen-knapp-an-der-sensation-beim-niederlaendischen-leader-vorbei-r579</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der holländische Tabellenführer wankte, wankte, wankte und fiel doch nicht zur Gänze hin. Eine Wiener Austria, die mit Konsequenz und Spielwitz überzeugte, ließ im Finish noch zwei Punkte liegen.</em><br />
<br />
Karl Daxbacher packte zwei Monate vor Weihnachten den Tannenbaum aus und ließ vor der Viererkette Klein, Ortlechner, Margreitter und Suttner mit Hlinka, Gorgon und Mader drei zentrale Mittelfeldspieler auflaufen. Allzu defensiv war das nicht, verfügen letztere doch über veritable Spielmacherqualitäten. Davor agierte das Trio infernale der Europa League Junuzovic, Jun und Barazite. Gertjan Verbeek setzte dem komplett unerwartet ein 4-3-3 entgegen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Alkmaar gewarnt</strong><br />
<br />
AZ Alkmaar wirkte gewarnt vor der Wiener Offensivabteilung und begann eher abwartend und überließ den Gästen in den Anfangsminuten etwa gleich viele Spielanteile. Nach fünf Minuten erhöhten die Hausherren aber die Schlagzahl und kamen zu zwei guten Halbchancen. Sattelfest wirkte die Innenverteidigung nicht. Doch die Austria hatte nicht vor, sich zu verstecken und kam nach Foul an Hlinka nach zwölf Minuten zu einer guten Freistoßsituation, von der rechten Flanke versuchte Mader es direkt und ignorierte die Anwesenheit der großen Innenverteidiger im Strafraum.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Erste tolle Szene und das 1:0</strong><br />
<br />
Die Austria versteckte sich nicht, es schien ganz danach, dass sich hier zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegneten. Dann ging es schnell. Die Gäste erhielten einen Eckball zugesprochen, Junuzovic trat an und wollte den Ball vor das Tor drehen. Das funktionierte so gut, dass gleich zwei Innenverteidiger der Holländer den Ball ins Tor verlängerten. Zu diesem Zeitpunkt war das die etwas glückliche Führung in einem ausgeglichenen Spiel zweier Teams, die mit offenem Visier agierten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Alkmaar verbissen, Austria effektiv</strong><br />
<br />
Alkmaar steckte natürlich nicht auf, Gegentore sind im holländischen Fußball mit einprogrammiert. In der 23. Minute folgte das erste definitive Anklopfen am Kasten von Austria-Schlussmann Grünwald, ein Freistoß aus etwa 25 Metern, ausgeführt von Rasmus Elm strich knapp am Tor vorbei. Wie eigentlich von der Austria nicht anders gewohnt, beorderte Karl Daxbacher sein Team tief in die eigene Hälfte um über schnelle Konter zum Erfolg zu kommen. Die Taktik von Daxbacher führte zum Torerfolg. Mader setzte Barazite ein, der seinen Verteidiger zunächst überlief und dann narrte. Seine Hereingabe setzte Jun noch an den Hintern seines Gegenspielers, Alexander Gorgon verwertete den Abpraller so, als ob es das Normalste der Welt wäre und nicht die erste Saison mit regelmäßigen Profieinsätzen – 2:0 aus Sicht der Wiener!<br />
<br />
<strong class='bbc'>Selbstvertrauen getankt</strong><br />
<br />
Die mitgereisten Austria-Fans waren nach einer halben Stunde bereits in Feierlaune und die elf Männer am Feld wollten mitmachen. So hatte sich Verbeek das Spiel wohl nicht vorgestellt, denn im Gegensatz zu sonstigen Spielen, versuchten die Wiener nachzulegen, fanden noch mehr Räume als es davor schon gegeben hatte. Auf der Gegenseite regierte da Motto "Mit vollen Hosen ist gut stinken", denn auch wenn Alkmaar das Spiel vor allem über die linke Seite schnell machte, fanden sich immer genug in Violett gekleidete Abnehmer für die Flanken. In Minute 38 setzte dann Barazite wieder einen der viel beschworenen Nadelstiche knapp neben das Tor. Die Austria präsentierte sich bis dahin schlichtweg beeindruckend, immerhin war der Gegner Tabellenführer der Ehrendivise. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wachten die Hausherren auf und die Defensive der Veilchen hatte alle Hände, Füße und sonstige Körperteile voll zu tun, um den komfortablen Vorsprung in die Pause zu bringen. Und trotzdem kam Barazite noch zwei Mal in gute Schusspositionen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Starke erste Halbzeit</strong><br />
<br />
Die Austria spielbestimmend zu nennen, wie es Sky-Kommentator Thomas Trukesitz tat, war übertrieben. Die Veilchen präsentierten sich spielfreudig, zielgerichtet und natürlich eiskalt, aber Alkmaar hatte mehr Spielanteile und wirkte die ganze Zeit so, als ob sie selber noch ein Tor erzielen könnten. Die Frage, die in der Halbzeit zu stellen war, ob die Konzentration in der Defensive ausreichen würde. Immerhin ist das Abwarten nach einem Vorsprung etwas, was bei der Austria in der Vergangenheit schon öfters zu Problemen führte. Noch dazu waren Mader und Hlinka im defensiven Mittelfeld, wenn es schnell ging, auch mal überfordert.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Unverändertes Bild nach der Pause</strong><br />
<br />
Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine und auch am Bild änderte sich wenig. Alkmaar war weiterhin gefordert und musste mehr nach vorne spielen. Das ergab mehr Raum für den Gegner. Im Grunde genommen war das die perfekte Ausgangslage für die Veilchen, denn um Überzahlsituationen zu schaffen, musste nun fast die gesamte Heimmannschaft Richtung Austria-Strafraum pilgern. In Folge gab es weiterhin das Bild von dem Ende der ersten Halbzeit: Alkmaar spielte, erarbeitete sich (Halb-)Chancen und die Austria konterte. Das Spiel war nun merkbar abgeflacht. Die Veilchen konnten gut das Tempo aus dem Spiel nehmen und AZ wirkte zunehmen ratloser.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Herantasten</strong><br />
<br />
In Minute 62 durfte einem holländischen Spielzug mal wieder das Prädikat "zwingend" verliehen werden, der Kopfball nach einer guten Flanke segelte aber über das Tor. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit schafften die Wiener keinen Konter mehr und Alkmaar biss sich um den Sechzehner fest, kam durch Beerens auch zu einer guten Chance, die Grünwald aber entschärfte (68.). Praktisch im Gegenzug hätte es 3:0 stehen können, Jun stand nach einem Eckball aber im Abseits. Augenblicke später gab Poulsen eine Flanke zum Besten, Verbloom setzte den Ball etwas überrascht von der Chance aus zwei Metern übers Tor. Unglück und Glück innerhalb von wenigen Minuten für die Veilchen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Vermeintliche Befreiung</strong><br />
<br />
Verbeek reagierte zum zweiten Mal, brachte mit Jozy Altidore nach Lewis den zweiten frischen Mann. Aber es blieben den ihnen nur noch etwa 18 Minuten plus Nachspielzeit, um hier noch zumindest zwei Tore zu schießen. Doch die Veilchen hatten die Druckperiode scheinbar überstanden, Barazite prüfte mit einem Klasseschuss aus 20 Metern den Keeper. In Minute 79 gab Lewis den Ball scharf zur Mitte und Petr Hlinka drückte den Ball ins eigene Tor. Nun begannen zehn Minuten zittern.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Heißer Tanz in der Schlussphase</strong><br />
<br />
AZ witterte Morgenluft und einen oder gar drei Punkte. Nur drei Minuten nach dem Anschlusstreffer traf Wernbloom nach einem Eckball via Innenstange. Wie würden die Veilchen darauf reaieren? Das Publikum peitschte seine Mannschaft nach vorne. Die doch recht spürbare Passivität nach dem 2:0 schien bestraft zu werden. Doch die Wiener wollten sich nicht mit einem Punkt zufrieden geben, versuchten alles, um doch noch zu gewinnen. Vor dem Spiel wäre ein Punkt mehr als OK gewesen. Drei Minuten Nachspielzeit waren angezeigt worden und nach einem Foul und einer folgenden gelb-roten Karte für Moisander musste Alkmaar das Spiel zu Zehnt zu Ende spielen, der Austria half das aber nicht mehr.<br />
<br />
Am schönsten sind die Punkte, die nicht zu erwarten sind. Dennoch ist den zwei Punkten nachzuweinen, Alkmaar wird auswärts wohl anders auftreten, noch gewarnter sein vor dieser Austria. Die vier Punkte aus drei Spielen sind zur Halbzeit der Gruppenphase eine gute Ausgangsposition. Das Heimspiel gegen AZ wird richtungsweisend sein, denn noch liegen die Niederländer einen Punkt vor den Österreichern. Gewinnen die Veilchen daheim, könnte sogar ein Pünktchen aus den letzten beiden Partien reichen.<br />
<br />
Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 13:46:21 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Athletic Bilbao - Red Bull Salzburg 2:2 - Schiedsrichter klaut starken Bullen drei Punkte!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/athletic-bilbao-red-bull-salzburg-22-schiedsrichter-klaut-starken-bullen-drei-punkte-r578</link>
		<description><![CDATA[Elfter der spanischen Liga gegen den Dritten der österreichischen oder Athletic Bilbao gegen Red Bull Salzburg, besser gesagt FC Salzburg. Die Bullen trotzten den Spaniern nach starken 70 Minuten ein 2:2 ab. Doch nach einer 0:2-Führung hätten die Salzburger gewinnen müssen, wäre da nicht Schiedsrichter Ivan Bebek aus Kroatien gewesen.<br />
<br />
Bevor allerdings die rot-weiß-rote Brille aufgesetzt wird, lohnt sich ein Blick durch die Taktikgläser. Marcelo Bielsa schickte seine Mannschaft in einem 4-1-4-1-System auf das Feld, welches in vielen Facetten dem der spanischen Nationalelf entsprach. Mit Fernando Llorente und Supertalent Iker Muniain war die baskische Version von Xavi und Messi am Feld. Gästetrainer Moniz setzte dem sein 4-3-3 entgegen, mit Martin Hinteregger über die linke und Christian Schwegler über die rechte Außenbahn, also die defensivere Variante. In der Innenverteidigung war Ibrahim Sekagya der Chef, Petri Pasanen war sein Nebenmann, davor sollte Franz Schiemer beißen, kratzen und grätschen. Simon Cziommer und Dusan Svento teilten sich das Mittelfeld, vorne sollten Gonzalo Zarate und Leonardo Mittelstürmer Wallner bedienen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Hinein ins Spiel </strong><br />
<br />
Die Salzburger wollten zwar mitspielen, das Spiel machten aber in der Anfangsphase die Hausherren aus Bilbao. Die Verteidigung um Ibrahim Sekagya stand gut, wie es nicht anders zu erwarten war. Die Marschroute der Bullen konnte in Folge nur sein, über die schnellen Außenbahnspieler Zarate und Leonardo zum Erfolg zu kommen. Nach einer knappen halben Stunde setzte Ersterer Solospitze Wallner das erste Mal ideal ein, der scheiterte nur knapp. Das gab dem Spiel der Gäste Aufwind und sie wollten sich gleich in der Hälfte des Gegners festbeißen und das führte schneller als erwartet zum Torerfolg. Leonardo tanzte drei Spanier aus, passte zu Wallner und dieser erzielte das 1:0 (30.).<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Reaktion der Basken, das Tor der Bullen</strong><br />
<br />
Diese fiel heftig aus. Die stolzen Gastgeber wollten die Anfangsphase, in der sie optisch überlegen waren, nicht unbelohnt lassen, Gustafsson musste in höchster Not klären. Ein großer Vorteil in dieser Phase war, dass Schiemer sich immer wieder aus dem defensiven Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung fallen ließ und Cziommer und Svento in die Mitte rückten. Dadurch, dass Leonardo und Zarate ihre defensiven Aufgaben gut erfüllten, bildeten die Salzburger in Verteidigungssituationen ein 5-4-1-System. In der Offensive war es dann wieder ein 4-3-3, welches zum zweiten Tor führte. Diesmal bediente Wallner Leonardo (35.) nach einem Doppelpass. Und wieder musste Gustafsson unmittelbar nach dem Tor in höchster Not gegen drei Bilbao-Spieler klären.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Bilbao spielte, Salzburg traf</strong><br />
<br />
Ricardo Moniz wollte die vier Spiele dauernde sieglose Serie beenden und hatte bis hier hin einen tollen Job gemacht. Daran änderte auch der Umstand, dass Athletic meist das Spielgerät hatte, nichts. Im Großen und Ganzen war der erste Durchgang ein Lehrbeispiel, wie eine Auswärtsmannschaft aufzutreten hat: Hinten dicht machen, dann ganz schnell nach vorne kommen und aus wenig Chancen Tore machen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Heimmannschaft gefordert</strong><br />
<br />
Coach Bielsa brachte in der Pause mit Gabilondo für Ekiza einen neuen Mann, aber die Bullen wollten nachlegen, suchten sofort nach der Pause das 3:0 und damit die Entscheidung. Dies sollte über vermehrtes Stören des Spielaufbaus passieren. Dennoch hatte zunächst die Heimmannschaft mehr vom Spiel und kam am Anfang der zweiten Halbzeit zu mehreren Halbchancen. Das Spiel wurde hitziger, stand auf der Kippe. Würde Bilbao nun der Anschlusstreffer gelingen, wäre das Momentum auf Seiten der Spanier. Die Bullen waren auch nicht mehr so konzentriert wie in Halbzeit eins, Entlastung durch die Offensivkräfte fand so gut wie gar nicht statt. Gewonnene Bälle wurden unkontrolliert raus gedroschen oder schlecht weiter gepasst. Auch Moniz bemerkte das und brachte Lindgren statt Schiemer, der etwas angeschlagen war. Damit ging ein Ruck durch die Mannschaft, angeleiert auch durch eine mit Gelb gestrafte Härteeinlage des Schweden, der in der Folge eine tragische Rolle einnehmen sollte.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Wieder Konter</strong><br />
<br />
In der 65. Minute konnten die Gäste endlich wieder für Entlastung sorgen, auch wenn der Konter ausgebremst wurde. Eine weite Flanke fand keinen Abnehmer. Dem Aufkommen der Gäste wollte Bielsa gleich wieder einen Riegel vorschieben und brachte Herrera für Kapitän Iraola. Bei Bilbao war notgedrungen Hollywood angesagt, da Lindgren hinten wieder Feuer entfachen konnte und die Bullen wieder sicherer standen, Athletic wenige Ideen hatte. Die Flanken wurden von Sekagya, Pasanen und Lindgren gut herunter gepflückt. Kopf, Bein, Rücken oder Gustafssons Hände - irgendwas war immer im Weg und langsam waren die Spanier frustriert.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Elfmeter?</strong><br />
<br />
Ibrahim Sekagya sollte in der 67. Minute einen Elfmeter verursacht haben. Ungeschickt war die Aktion, aber nicht jeder Schiedsrichter hätte diesen Strafstoß gegeben. Es war aber wie es war und Llorente verwandelte sicher zum 1:2, auch wenn der Salzburg-Keeper die Ecke erriet. Salzburg war wieder gefordert und startete sofort Gegenangriffe. Moniz wurde nervös und mit ihm die ganze Mannschaft, so ließ Gustafsson etwa einen sicheren Ball ins Toraus springen. Im Zuge des fälligen Eckballs beobachtete der Spielleiter ein absichtliches Handspiel von Lindgren und zeigte ein zweites Mal auf den Punkt. Zwar wurde Lindgren von hinten gestoßen, seine Hände haben in dieser Höhe dennoch nichts verloren – eine ungeschickte Aktion des Schweden. Wieder trat Llorente an und schon stand es 2:2. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Heißer Tanz am Ende</strong><br />
<br />
Nach dem Ausschluss von Lindgren war Salzburg ratlos und desavouiert. Bilbao hatte unter kräftiger Mithilfe des Schiedsrichters ausgeglichen und eine 11-zu-10-Überzahl für die letzten 15 Minuten und nahm die Rolle des Favoriten komplett an. Red Bull war gezwungen, mit Mann und Maus zu verteidigen und auf den Lucky Punch zu hoffen. Coach Moniz versuchte kurz vor Schluss durch Reinschreien noch einmal Linie in das Spiel seiner Schützlinge zu bringen. Sein Gegenüber legte noch einmal nach, Toquero ersetzte Susaeta. Bilbao machte Druck auf den Ausgleich und Maierhofer sollte statt Wallner den Punkt festhalten. In Spekulation auf einen letzten Konter kam auch noch Hierländer für Zarate. Es blieb aber beim 2:2.<br />
<br />
Ein nicht unverdienter Punkt in San Mames, aber die Elfmeter hinterlassen einen schalen Beigeschmack. Die gelben Karten für Gustafsson, Pasanen, Sekagya, Cziommer, Leonardo und Wallner könnten in den folgenden Spielen noch wichtig werden, da ist sogar Lindgrens gelb-rote Karte verschmerzbar. Die Ausgangslage ist nicht einfacher geworden. Zunächst muss Athletic am 3. November daheim geschlagen werden, danach gastieren die Pariser. Aus diesen beiden Partien müssen vier Punkte her. Doch die Konstellation ist gefährlich. Gewinnt Salzburg daheim gegen Bilbao und PSG gleichzeitig gegen Slovan, haben alle drei Teams sieben Punkte. Mit den fix eingeplanten drei Punkten gegen die Slowaken sollte sich das ausgehen (trotzdem wird Bratislava kein Zuckerschlecken, zumal Slovan gestern ein 0:0 gegen Paris St.Germain erreichte). <br />
<br />
Georg Sander, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 13:33:57 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Stärker dank Facebook – Die Nationalmannschaft Guyanas im Höhenflug</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/staerker-dank-facebook-die-nationalmannschaft-guyanas-im-hoehenflug-r574</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die Auswahl Guyanas liegt zwei Spiele vor Schluss der CONCACAF-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 auf dem ersten Tabellenplatz der Gruppe B. Ein Sieg aus zwei Spielen gegen den Gruppenfavoriten Trinidad und Tobago würde reichen, um die dritte Qualifikationsrunde zu erreichen. Den jüngste Erfolg verdankt die Nationalmannschaft auch der Plattform Facebook.</em><br />
<br />
Guyana liegt zwar in Südamerika, ist aber so wie Suriname und Französisch-Guayana CONCACAF-Mitglied, weshalb das Land auch in diesem Verband die Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft 2014 bestreitet. Guyana stieg in der zweiten Qualifikationsrunde ein und führt nun nach vier von sechs Spielen die Gruppe B vor dem haushohen Favoriten Trinidad und Tobago mit einem Punkt Vorsprung an. Am 11. und am 15. November treffen diese beiden Mannschaften zu den letzten beiden Spielen aufeinander. Sollte Guyana einen Sieg davontragen, dann würde das Land zum ersten Mal an der dritten Qualifikationsrunde teilnehmen dürfen, in der die ersten sechs gesetzten Mannschaften (USA, Mexiko, Honduras, Jamaika, Costa Rica und Kuba) in die Qualifikation einsteigen und zusammen mit den sechs Gruppensiegern der zweiten Qualifikationsrunde drei Vierergruppen bilden. Die beiden Gruppenbesten steigen anschließend in die letzte Runde auf, die in einer Sechsergruppe ausgespielt wird. Die ersten drei Teams qualifizieren sich fix für die Weltmeisterschaft, der Gruppenvierte spielt gegen den Sieger der Ozeanien-Qualifikation.<br />
<strong class='bbc'><br />
NEUE SPIELER DANK FACEBOOK</strong><br />
<br />
Der 27-jährige Kapitän der guyanischen Nationalmannschaft heißt Chris Nurse und verdient sein Geld momentan bei den Carolina RailHawks in der North American Soccer League. Der in London geborene Mittelfeldspieler spielte einige Saisonen im englischen Unterhaus, bevor er in die NASL wechselte. Neben seiner Sportkarriere studierte er am University College in Birmingham und nutzte seine Kontakte bei den Fußballvereinen, um Geld für die Krebsforschung aufzutreiben. Dabei erkannte er, dass das Internet und die sozialen Netzwerke ein wichtiges Werkzeug sind, um derartige Aktionen publik zu machen.<br />
<br />
Nach Absprache mit dem Fußballverband machte er sich auf die Suche nach Fußballern mit guyanischen Vorfahren und fand schließlich die Brüder Carl und Leon Cort. Die Mutter der beiden Spieler stammt aus Guyana und obwohl die beiden seit ihrer Kindheit nicht mehr in dem südamerikanischen Land waren, beschlossen sie das Abenteuer anzunehmen und die Nationalmannschaft zu verstärken. Leon Cort, der momentan leihweise bei Charlton Athletic F.C. in der Football League One spielt, absolvierte schon seine ersten beiden Länderspiele und zeigte, dass er eine große Verstärkung für das Nationalteam ist. Sein Bruder Carl löste seinen Vertrag bei Brentford Anfang des Jahres wegen einer Verletzung auf und hält sich derzeit bei AFC Wimbledon fit. Carl wird aller Voraussicht nach gegen Trinidad und Tobago sein Debüt im Nationalteam geben, was der Mannschaft einen kleinen zusätzlich psychologischen Vorteil geben könnte. Carl sagte, dass einige seiner englischen Mannschaftskollegen seine Entscheidung, für den Exoten Guyana zu spielen, skeptisch betrachteten. Er ist sich allerdings sicher, dass sämtliche kritische Stimmen verstummen werden, wenn sich die Mannschaft erst für die nächste Runde qualifiziert.<br />
<br />
<strong class='bbc'>EIN ERFOLGREICHER TRAINER UND EIN KORRUPTER PRÄSIDENT</strong><br />
<br />
Der Nationaltrainer Jamaal Shabazz verbesserte zwischen 2005 und 2009 kontinuierlich das Nationalteam und schaffte es sogar 14 Monate ohne Niederlage zu bleiben. Er wollte ebenfalls die Strukturen im heimischen Fußballverband auf Vordermann bringen, zerstritt sich aber mit dem exzentrischen Präsidenten Colin Klass. Klass vergraulte zu dieser Zeit auch einige starke Spieler aus dem Nationalteam, da er der Mannschaft etwa verbot zu einem Auswärtsspiel nach Suriname zu fliegen. Stattdessen musste sich das Team auf abenteuerliche Art und Weise durch den Dschungel durchkämpfen. Diese Überlandsexpedition sollte die Spieler zusammenschweißen, bewirkte jedoch das Gegenteil, weshalb Trainer Shabazz entnervt das Handtuch warf. <br />
<br />
Sein Nachfolger Wayne Dover war nicht ganz so erfolgreich und wurde in dem Moment abgesetzt, als Verbandspräsident Colin Klass aufgrund nachweisbarer Korruption von der FIFA entmachtet wurde. Klass steckte sich die Subventionen in die eigenen Taschen, weshalb er sich vermutlich auch die Flugtickets nach Suriname sparen wollte. Statt Fußballplätze zu bauen unterschlug er Fördergelder in der Höhe von 800.000 Dollar. Nach seiner Absetzung übernahm wieder Jamaal Shabazz das Ruder und brachte das Team auf Erfolgskurs. Da nun auch die Strukturen im Verband ohne Colin Klass verbessert werden können, besteht die Möglichkeit, dass schon bald neue Spieler an ihre Vorfahren aus Guyana erinnert werden und ein abenteuerliches Angebot bekommen. Kapitän Chris Nurse ist jedenfalls weiterhin auf der Suche nach geeigneten Kandidaten im Internet – und Auswärtsspiele auf den Bermudas und den Bahamas sind wohl nicht die schlechtesten Argumente, um potentielle Nationalspieler von diesem Angebot zu überzeugen.<br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 10:26:15 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Ein idealer Knipser, ein "junger Routinier" als Sechser und das Wunderkind aus Pamplona - das ist die Mannschaft von Athletic Bilbao!]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/ein-idealer-knipser-ein-junger-routinier-als-sechser-und-das-wunderkind-aus-pamplona-das-ist-die-mannschaft-von-athletic-bilbao-r573</link>
		<description><![CDATA[Athletic Bilbao spielt standardmäßig in einem 4-2-3-1-System, das in den letzten Spielen gut funktionierte: Die letzten drei Partien wurden gewonnen, nachdem man davor drei Spiele lang mit einem 3-3-3-1-System, das jedoch aufgrund der Spielanlage der aufgestellten Spieler eher wie ein 5-1-3-1 mit einer Art Vorstopper anmutet, spielte und nur einen Punkt holte. Das 4-2-3-1 ist nun also wieder unumstößlich.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Torhüter</strong><br />
<br />
Unumstrittene Nummer Eins des Teams ist <strong class='bbc'>Gorka Iraizoz (30)</strong>. Der 191cm große und 93kg schwere Keeper gilt als guter Rückhalt, der jedoch fußballerisch nicht unbedingt zu den besten Torhütern der Primera División zählt. Auf der Linie und bei Flanken ist Iraizoz allerdings ein starker Torhüter, zudem hat sich Athletic etwas dabei gedacht, als man seinen Vertrag kürzlich bis 2015 verlängerte. Ersatztorhüter ist <strong class='bbc'>Raúl Fernández (23)</strong>, er stand jedoch bisher erst ein einziges Mal für die Basken im Kasten.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Innenverteidiger</strong><br />
<br />
Der Abwehrchef der Basken ist Venezolaner. Kaum zu glauben, aber <strong class='bbc'>Fernando Amorebieta (26)</strong> „qualifiziert“ sich dennoch für ein Engagement bei Athletic Bilbao, weil seine Eltern Basken sind und er bei Athletic ausgebildet wurde. Lange Zeit war Amorebieta in einer inneren Zerrissenheit, ob er für das venezolanische Nationalteam spielen soll oder nicht. Trainer und Präsident von Athletic Bilbao rieten ihm zu Vorsicht, um den baskischen Nationalstolz der Fans nicht anzukratzen. Anfang September 2011 war es schließlich nach langem Hin und Her doch soweit: Amorebieta debütierte in einem Testspiel gegen Argentinien, das Venezuela 0:1 verlor, von Beginn an. In seinem zweiten Länderspiel avancierte der Innenverteidiger schließlich zum Nationalhelden: Beim 1:0-Sieg über Argentinien in der WM-Qualifikation, dem ersten Sieg Venezuelas über Argentinien überhaupt, erzielte der Bilbao-Legionär den Siegtreffer. Reichlich kurios, denn bis auf ein Tor in der zweiten Runde des spanischen Cups erzielte Amorebieta noch nie einen Treffer – und das obwohl er bereits mehr als 250 Profispiele auf dem Buckel hat! Amorebieta gilt als guter Verteidiger, der seine Stärken vor allem im Zweikampf und der direkten Manndeckung hat. Außerdem ist er konditionell sehr stark und verfügt über einen guten Schuss. Dem gegenüber steht jedoch relativ unpräzises Passspiel.<br />
<br />
Sein Nebenmann <strong class='bbc'>Borja Ekiza (23)</strong> ist mit Sicherheit der bessere Fußballer als Amorebieta (der übrigens enorm viele gelbe Karten sieht). Ekiza stammt aus der baskischen Talenteschmiede Baskonia, inoffiziell die dritte Mannschaft von Athletic Bilbao, und kam über die B-Elf der Basken vor einem Jahr in die Kampfmannschaft, wo er in einem 4-2-3-1 als Innenverteidiger fungiert und im kurzzeitig praktizierten 3-3-3-1 als defensivster Verteidiger. Ekiza ist technisch gut und schnell, allerdings ein schwächerer Zweikämpfer und Kopfballspieler als Amorebieta. <br />
<br />
Ekiza setzte sich zuletzt gegen den ehemaligen (und erfolglosen) Liverpool-Legionär <strong class='bbc'>Mikel San Jose (22)</strong> durch, der als moderner, gut herausspielender Innenverteidiger gilt. Zuletzt rückte der 22-Jährige, der zuvor zwei Jahre Stammspieler in der Innenverteidigung von Athletic Bilbao war, ins zweite Glied. Er ist aktuell der Ersatzmann, während der routinierte <strong class='bbc'>Aitor Ocio (34)</strong> nur noch selten in Matchkadern aufscheint.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Außenverteidiger</strong><br />
<br />
Auf der rechten Abwehrseite ist mit <strong class='bbc'>Andoni Iraola (29)</strong> ein Urgestein des Klubs gesetzt. Der gelernte Mittelfeldspieler ist Ersatzkapitän des Klubs und absolvierte über 350 Pflichtspiele für das stolze Athletic Bilbao, nachdem er zuvor bereits etwa 120 Spiele für die B- und C-Auswahl Bilbaos machte. Im spanischen Nationalteam kam der defensiv sichere und offensiv sehr zielstrebige Iraola, der auch durch gutes Pass- und Flügelspiel besticht, bereits zu sieben Einsätzen. Weiters ist Iraola ein guter Elfmeterschütze und sehr ausdauernd.<br />
<br />
Auf der linken Seite empfahl sich zuletzt der junge <strong class='bbc'>Jon Aurtenetxe (19)</strong> für höhere Aufgaben. Auch der 182cm große Linksfuß ist ein Eigenbauspieler und wurde 2010/11 vorsichtig an die Kampfmannschaft herangeführt, kam zu zehn Einsätzen. In der aktuellen Saison durfte der spanische U19-Nationalspieler bereits fünfmal ran, spielte unter anderem beim 2:0-Heimsieg über Paris St.Germain eine gute Partie. Aurtenetxe ist aktuell noch sehr unbekümmert, traut sich offensiv einiges zu und steuerte bereits einige Assists bei.<br />
<br />
Aurtenetxes Konkurrent auf der linken Seite ist mit <strong class='bbc'>Oscar de Marcos (22)</strong> der Allrounder des Teams. Der ehemalige U21-Teamspieler kam heuer fast in allen Spielen zum Einsatz, allerdings abwechselnd auf den Positionen des linken Verteidigers und des defensiven Mittelfeldspielers. Gelernt hat der 22-Jährige wesentlich offensivere Positionen, im Nachwuchs kickte er als linker Flügel, danach entdeckte man jedoch seine große Flexibilität. De Marcos ist vor allem ein sehr schneller, wendiger und aggressiver Spieler, der jedoch defensiv weiterhin Schwächen hat. In Kopfballduelle geht er sehr engagiert und ohne Rücksicht auf (eigene) Verluste, allerdings ist er vor allem bei defensiven Standards fehleranfällig.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative:</em><br />
* <strong class='bbc'>Xabier Castillo</strong> – 25, in den letzten beiden Jahren Ergänzungsspieler auf der Position des linken Verteidigers. In der aktuellen Saison kam er bisher noch zu keinen Einsätzen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Das defensive Mittelfeld</strong><br />
<br />
Ein weiteres Vereinsurgestein spielt bei Athletic Bilbao im defensiven Mittelfeld: <strong class='bbc'>Carlos Gurpegui (31)</strong> ist Kapitän des Teams und spielt seit 2002 in der Kampfmannschaft. Gurpegui verfügt über gutes Stellungsspiel und ist ein echter Teamplayer. Auch als Kettenhund für starke gegnerische Kreativspieler ist der 31-Jährige geeignet. Ein weiterer Vorteil Gurpeguis ist, dass er auch als rechter Verteidiger, Innenverteidiger und im rechten Mittelfeld eingesetzt werden kann. Allerdings ist der ruhige Defensivmann kein sonderlich guter Techniker bzw. Passspieler, kommt oft zu spät und macht überdurchschnittlich viele Fouls – vor allem gegen flinke, wendige Gegenspieler. <br />
<br />
Neben ihm spielt allerdings mit <strong class='bbc'>Javi Martínez (23)</strong> eines der größten Talente des spanischen Fußballs. In der bei der Europameisterschaft 2011 siegreichen U21-Nationalmannschaft Spaniens war er eine zentrale, organisierende Figur. Mittlerweile hat der 189cm große, technisch enorm starke Defensivspieler sieben A-Länderspiele für Spanien auf dem Buckel. Ihn zeichnen seine Ruhe am Ball, nahezu perfektes Passspiel und das Auge für seine Mitspieler aus. Javi Martínez ist getrost als moderner, spielender Sechser zu bezeichnen und genießt bei Athletic Bilbao bereits seit seinem 18.Lebensjahr einen Stammplatz. Allgemein hat Javi Martínez seine Stärken in der Zentrale, wodurch man ihn auch ohne Bedenken in der Innenverteidigung aufbieten kann. Sein Transfer zu einem spanischen oder internationalen Top-Klub ist wohl nur noch eine Frage der Zeit!<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative:</em><br />
* <strong class='bbc'>Ander Iturraspe</strong> – 22, aufgrund des Aufschwungs von Javi Martínez war Iturraspe in den letzten Jahren immer ein wenig im Hintertreffen. Der gute Stellungsspieler ist körperlich robust und gut im Kurzpassspiel. Bisher war er jedoch stets als Ergänzungsspieler zu bezeichnen, weil er an den anderen defensiven Mittelfeldspielern nicht vorbeikommt.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Das offensive Mittelfeld</strong><br />
<br />
Im rechten Mittelfeld setzt der argentinische Trainer Marcelo Bielsa zumeist auf <strong class='bbc'>Markel Susaeta (23)</strong>, ebenfalls ein Eigenbauspieler. Susaeta gehörte bereits in den letzten vier Saisonen immer wieder zum Stamm, jedoch nie durchgehend, verbrachte immer wieder einige Wochen auf der Bank. Der begabte Dribbler ist trickreich und ausgesprochen schnell, jedoch hapert es noch des Öfteren am letzten Pass oder der allgemeinen letzten Entschlossenheit. Im Schnitt trifft der Offensivmann nur alle 13 Spiele – zu wenig. Dennoch ist auffällig, dass er vor allem gegen läuferisch unterlegene Gegenspieler starke Partien abliefert und stets für Überraschungsmomente gut ist. Susaeta, der wohl der schnellste Spieler im Team ist, kann auch auf der linken Seite eingesetzt werden.<br />
<br />
Dort spielt allerdings etatmäßig <strong class='bbc'>Igor Gabilondo (32)</strong>, der aktuell in bestechender Form agiert. Der ehemalige Real-Sociedad-Spieler steht seit 2007 bei Bilbao unter Vertrag und pendelte ähnlich wie Susaeta oft zwischen Platz und Bank. In den letzten vier Partien erzielte Gabilondo drei Tore, allerdings musste er gegen Osasuna leicht angeschlagen vorzeitig vom Platz. Allgemein hat der 32-Jährige immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen. Gabilondo ist im Vergleich zu Susaeta der unspektakulärere und langsamere Spieler, dafür besser im Abschluss. Der Routinier zieht häufig nach innen, sucht den Abschluss durch Weitschüsse oder spielt direkte Pässe in die Spitze. Zudem gilt er als Spieler, der seine Seite auch defensiv stets gut im Griff hat.<br />
<br />
Auf der zentralen, offensiven Mittelfeldposition spielt mit <strong class='bbc'>Iker Muniain (18)</strong> das Wunderkind des Teams. Ins spanische A-Nationalteam schaffte er es zwar noch nicht, doch dies ist nur noch eine Frage der Zeit, denn der in Pamplona geborene, nur 165cm große Mittelfeldspieler behauptete sich bereits im Alter von 16 Jahren in der Kampfmannschaft der Basken und übernimmt mittlerweile den kreativen Part im zentralen Mittelfeld. Muniain ist ein Rechtsfuß, der aber eher linkslastig spielt und lieber zur Mitte als nach außen zieht – seinen linken Fuß benutzt er allgemein selten. Er besticht durch enorm schnelle Richtungsänderungen, Dribbelstärke und eine ausgezeichnete Technik. Zeitweise präsentierte sich Muniain noch etwas unbeständig, doch auch diese negative Eigenschaft legte er speziell in den letzten Monaten nach und nach ab. Der Spielmacher von Athletic Bilbao ist einer der vorweggenommenen Stars der kommenden spanischen Fußballgeneration, die eines Tages Xavi, Iniesta und Co. ablösen wird.<br />
<br />
Muniains Ersatzmann für die Zentrale ist mit <strong class='bbc'>Ander Herrera (22)</strong> ebenfalls ein junger Spieler, der jedoch ein anderer Spielertyp ist. Wesentlich bedächtiger, vorsichtiger, aber mit einem großartigen Passspiel und mittlerweile auch gutem Kopfballspiel ausgestattet, wie man bei der U21-Europameisterschaft in Dänemark beobachten konnte. Herrera kam im Sommer von Real Saragossa und unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bei Athletic Bilbao, für das er bisher erst vier Spiele machte.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternativen:</em><br />
* <strong class='bbc'>David López</strong> – 29, beidbeiniger Flügelspieler und aktuell Backup für Susaeta auf der rechten Mittelfeldseite. Gute Schusstechnik, schnell und wendig, defensiv jedoch schwach und im Passspiel etwas schlampig.<br />
* <strong class='bbc'>Ibai Gómez</strong> – 21, großes Talent fürs linke Mittelfeld, allerdings noch selten im Kader. Einer der Leistungsträger der B-Elf von Athletic Bilbao.<br />
* <strong class='bbc'>Iñigo Pérez</strong> – 23, Eigenbauspieler für die linke Mittelfeldseite, defensiv solide, offensiv im Vergleich mit den anderen Kaderspielern nicht stark genug. Spielte erstmals 2009 für die Kampfmannschaft, kam jedoch über Kurzeinsätze nicht hinaus.<br />
* <strong class='bbc'>Igor Martinez</strong> – 22, rechter Flügel, der auch im Angriff eingesetzt werden kann. Derzeit mit einem Wadenbeinbruch außer Gefecht, wird noch bis Dezember ausfallen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Angriff</strong><br />
<br />
Unumstrittene Sturmspitze der Basken ist <strong class='bbc'>Fernando Llorente (26)</strong>, ein 19-facher spanischer Teamspieler und siebenfacher Torschütze. Auch er spielt bereits seit seiner Kindheit für Athletic und erzielte bisher fast 100 Tore für den Klub. Alleine in der letzten Saison traf er in Pflichtspielen 19mal für seinen Klub. Llorente ist mit allen Wassern gewaschen, braucht nicht viele Chancen für ein Tor, ist abschluss- und kopfballstark, körperlich robust und trotz seiner Körpergröße von 193cm technisch gut. Der Stürmer verfügt über große Strafraumbeherrschung und ist auch defensiv bei Standardsituationen eine große Hilfe für sein Team. Man möchte meinen, dass der 26-Jährige, der auch heuer wieder bei drei Ligasaisontoren hält, der ideale Stürmer für den Klub aus dem Baskenland ist.<br />
<br />
Sein einziger Ersatzmann – der aber so gut wie immer eingewechselt wird (meistens anstelle von Susaeta) – ist <strong class='bbc'>Gaizka Toquero (27)</strong>, der in den letzten beiden Saisonen ebenfalls nahe am Status des Stammspielers war, allerdings im Schnitt in zwei Saisonen so viele Treffer erzielt, wie Llorente in einer. Auch Toquero ist sehr kopfballstark, aber bei weitem nicht so dominant wie sein interner Konkurrent. Die großen Vorzüge Toqueros sind, dass er seinen Körper sehr gut einsetzen kann und einen unbändigen Siegeswillen aufweist. Er stellt sich stets in den Dienst der Mannschaft und hilft auch im Mittelfeld und in der Defensive aus, was auch immer wieder situationsbedingte Varianten mit ihm auf einer Verbindungsposition zulässt. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Aufstellung</strong><br />
<br />
Auch wenn Trainer Marcelo Bielsa in letzter Zeit experimentierte, wird Athletic Bilbao gegen Red Bull Salzburg das gewohnte 4-2-3-1-System praktizieren und vermutlich in Bestbesetzung auflaufen, um in der Gruppe eine Vorentscheidung herbeizuführen. Salzburg muss sich speziell darauf konzentrieren die Mitte zuzumachen, da Bilbao hier eindeutig seine Stärken hat. Aufgrund dessen, dass Javi Martínez sehr schnell umschalten kann und auch Muniain nur selten Tempo aus dem Spiel nimmt, gilt es schnell mit einigen Leuten hinter den Ball zu kommen, um den Basken die Zentralachse zuzustellen. Dass von Llorente große Gefahr ausgeht und man ihn über 90 Minuten nicht aus den Augen verlieren darf, muss nicht extra erwähnt werden. Verwundbar könnten die Mannschaft über ihre linke Verteidigungsseite sein: Dass die Konstellation mit dem jungen, unbekümmerten Aurtenetxe auf dem defensiveren Posten und Gabilondo auf der offensiven Position über die volle Spielzeit sattelfest ist, darf bezweifelt werden.<br />
<br />
Die voraussichtliche Aufstellung von Athletic Bilbao sieht wie folgt aus (Klicken zum Vergrößern):<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/athleticbilbao.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/athleticbilbao.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
<strong class='bbc'>Fazit</strong><br />
<br />
Red Bull Salzburg bekommt es mit einer technisch hochklassigen Truppe zu tun, die sich nicht verstecken, dafür aber angreifen wird. Die individuelle Klasse liegt auf Seiten der Basken und so darf man zwei Siege des Teams aus der Primera División erwarten. Allerdings dachte man das auch schon als Salzburg überraschend zweimal Villarreal oder Lazio Rom bezwang. Die Roten Bullen sind auf internationaler Ebene eine nicht zu unterschätzende Turniermannschaft und so lautet unser Tipp: Glatter 3:0-Sieg für Athletic in Bilbao, dafür aber ein 2:1-Sieg Salzburgs in Wals-Siezenheim!<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 22:48:57 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Nur Basken erwünscht! - Athletic Bilbao vertraut nur Spielern aus der eigenen Region</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/spanien/nur-basken-erwunscht-athletic-bilbao-vertraut-nur-spielern-aus-der-eigenen-region-r570</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Red Bull Salzburg trifft diesen Donnerstag auf Athletic Bilbao, einen Verein, der dafür bekannt ist, dass er nur Spieler mit Vorfahren aus dem Baskenland einsetzt. Trotz dieser selbst auferlegten Einschränkung feierte der Klub in seiner langen Geschichte acht spanische Meistertitel und 24 nationale Pokalsiege. Auf den letzten bedeutenden Titel müssen die Fans allerdings schon seit 1984 warten.  </em><br />
<br />
<br />
<br />
<pre class='prettyprint'>
Name: Athletic Bilbao
Gegründet: 1898	
Alter: 112 Jahre
Vereinsfarben: Rot-Weiß
Stadion: San Mamés
Fassungsvermögen: 39.750
Präsident: Josu Urrutia Telleria
Trainer: Marcelo Bielsa
Homepage: www.athletic-club.net
Email-Kontakt: prensa@athletic-club.net

Erfolge:
8x spanischer Meister (zuletzt 1984)
24x spanischer Pokalsieger: (zuletzt 1984)
1x spanischer Supercup: 1985

UEFA-Cup: Finale (1976/77)
Europapokal der Landesmeister: Viertelfinale (1956/57)
</pre><br />
<strong class='bbc'><br />
STANDING IN SPANIEN</strong><br />
<br />
Athletic Bilbao zählt mit acht spanischen Meistertiteln und 24 nationalen Pokalsiegen zu den erfolgreichsten spanischen Mannschaften aller Zeiten. Nur Real Madrid (31), Barcelona (21) und Atlético Madrid (9) gewannen öfters die Primera División. Die Copa del Rey de Fútbol konnte der baskische Verein sogar 24 Mal gewinnen, womit er hinter Barcelona (25) nur knapp auf dem zweiten Rang liegt. <br />
<br />
Diese Bilanz ist umso bemerkenswerter, da der Verein aus politischen Gründen nur Fußballer baskischer Herkunft in seinen Reihen hat. Früher mussten die Spieler selbst in den baskischen Provinzen geboren worden sein, mittlerweile reicht es aber aus, wenn ein Vorfahre des Fußballers aus dieser Region kam. Durch diese selbst auferlegte Einschränkung muss der Verein gute Nachwuchsspieler produzieren, weshalb viel Wert auf eine gute Jugendarbeit gelegt wird. Der Klub und die Fans legen viel Wert auf Loyalität, weshalb der Verein ungewöhnlich viele Spieler in den eigenen Reihen hat, die noch nie bei einem anderen Klub unter Vertrag waren.<br />
<br />
Anfang und Mitte der 30er-Jahre dominierte Athletic Bilbao die spanische Liga nach Belieben und holte in sechs Jahren vier Meistertitel. 1943 und 1956 stand man wieder ganz oben in der Tabelle, danach mussten die Fans allerdings 27 Jahre warten, ehe Athletic Bilbao 1983 und 1984 zweimal hintereinander den Meistertitel feiern durfte. Cheftrainer Javier Clemente sorgte damals für die richtige Mischung in der Mannschaft, die den bis dato letzten Meistertitel und Pokalsieg für den Verein holte. In den letzten beiden Saisonen ging es wieder ein Stück bergauf, denn die Basken konnten den achten, bzw. den sechsten Tabellenplatz erreichen, nachdem sie in den Jahren zuvor vier Mal eine zweistellige Endplatzierung in der Tabelle einnahmen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>STANDING IN EUROPA</strong><br />
<br />
Internationale Beachtung erfuhr der Klub, als er 1977 im Finale des UEFA-Pokals stand und auf dem Weg dorthin unter anderem den FC Barcelona und den AC Milan aus dem Bewerb boxte. Gegen Juventus Turin verloren die Basken allerdings die Finalspiele auf Grund der Auswärtstorregel mit dem Gesamtscore von 2:2. 1998 stand der Verein in der Champions-League-Gruppenphase, schied aber hinter Rosenborg Trondheim, Galatasaray Istanbul und Juventus Turin als Gruppenletzter aus.<br />
<br />
Besser lief es in der Saison 1956/57, als Athletic Bilbao ins Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister vordrang. Die Basken warfen zunächst den FC Porto und Honved Budapest aus dem Bewerb und besiegten im Hinspiel den englischen Meister Manchester United mit 5:3. Eine 0:3-Niederlage im Old Trafford beendete allerdings die Finalträume.<br />
<strong class='bbc'><br />
DAS STADION UND DIE FANS</strong><br />
<br />
Das Estadio San Mamés bietet Platz für knapp 40.000 Zuschauer und wird von den Fans La Catedral genannt. Das Stadion wurde bereits 1913 eröffnet und sieht derzeit seine letzten Spiele, da im Jahr 2006 ein Neubauprojekt beschlossen wurde, da das Stadion nicht mehr den heutigen Anforderungen genügt. Das neue San Mamés Barria wird direkt neben dem alten Stadion gebaut, das anschließend abgerissen wird. Der neue Fußballtempel wird Platz für 55.000 Fans haben und etwa 210 Millionen Euro kosten. <br />
<br />
Die Auswärtsfahrer der Wiener Austria können bestätigen, dass es im Estadio San Mamés für die Gästefans nicht immer angenehm zugeht. Die Austria-Fans wurden mit allen möglichen Gegenständen beworfen und auch der Sicherheitsdienst ging alles andere als zimperlich mit den Gästen aus Wien um. Auch abseits des Stadions sprachen viele Anhänger von einer hasserfüllten Stimmung, die sie bisher so noch nicht erlebten. Die Anderlecht-Fans werden ihr Gastspiel im Estadio San Mamés ebenfalls nicht vergessen. Den traurigen Höhepunkt der Auseinandersetzungen lieferte ein Fan des baskischen Teams, der von der oberen Tribüne auf die belgischen Fans urinierte. <br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE STADT</strong><br />
<br />
Bilbao hat etwa 353.000 Einwohner und ist somit die zehntgrößte Stadt Spaniens. Zählt man das Umland jedoch dazu, dann leben fast eine Million Menschen in diesem Gebiet. Die Stadt wurde im Jahr 1300 gegründet und ist heute die wichtigste Hafen- und Industriestadt im Baskenland. Touristen sollten das berühmte Guggenheim-Museum besuchen, dessen Architektur selbst genauso sehenswert ist, wie die Ausstellungen im Inneren des Gebäudes. Bilbao ist eine sehenswerte Stadt, die viele Grünflächen besitzt und eine belebte Altstadt mit alten, engen Gassen hat. <br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE TRANSFERPOLITIK</strong><br />
<br />
Da der Verein nur Spieler mit Vorfahren aus dem Baskenland einkaufen kann, sind die Transferaktivitäten des Klubs überschaubar. Da zudem viele starke Spieler Angebote von Spitzenvereinen aus Loyalitätsgründen ablehnen, halten sich auch die Transfereinnahmen in Grenzen. Der letzte Spieler der dem Verein einen siebenstelligen Betrag brachte, war der Innenverteidiger Josu Sarriegi, der 2007 für eine Million Euro zu Panathinaikos wechselte. Für Linksverteidiger Asier del Horno bekamen die Basken im Juni 2005 rund acht Millionen Pfund von Chelsea F.C. überwiesen, was die mit Abstand größte Transfereinnahme in den letzten zehn Jahren war.<br />
<br />
Was die größeren Spielerkäufe betrifft hat sich in den letzten fünf Jahren ein wenig mehr getan. Der Star des Teams Javi Martinez wechselte in der Saison 2006/07 für sechs Millionen von C.A. Osasuna zu Athletic Bilbao. Nur ein Jahr später wechselte David López vom selben Verein für 5.5 Millionen Euro zu seinem jetzigen Arbeitgeber. Auch Stammtorhüter Gorka Iraizoz wechselte in dieser Spielzeit um vier Millionen Euro zum achtmaligen spanischen Meister. Erst in der heurigen Saison bezahlte Athletic Bilbao wieder mehr als drei Millionen Euro für einen Spieler: Mittelfeldspieler Ander Herrera, der in Bilbao geboren wurde, wechselte um 7.5 Millionen Euro von Real Saragossa zu seinem neuen Verein.<br />
<br />
Im zweiten Teil dieser Gegnerinfo lest ihr alles über das Spielsystem und die Spieler des achtfachen spanischen Meisters.<br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 09:08:44 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Technisch stark und torgefährlich - das ist das Team des RSC Anderlecht!</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/technisch-stark-und-torgefaehrlich-das-ist-das-team-des-rsc-anderlecht-r569</link>
		<description><![CDATA[Hauptsächlich praktiziert der RSC Anderlecht ein 4-2-3-1-System, welches auch gegen Sturm Graz zu erwarten ist. Früher war das klassische 4-4-2 vorherrschend, das jedoch vor einigen Monaten durch das neue Standardsystem ersetzt wurde. In Auswärtsspielen spielt Anderlecht auch des Öfteren in einem 4-3-3-System, allerdings mit mäßigem Erfolg. Aus den letzten fünf Spielen im 4-3-3 holte das Team nur sieben Punkte. <br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Torhüter</strong><br />
<br />
Unumstrittene Nummer Eins des RSC Anderlecht ist <strong class='bbc'>Sylvio Proto (28)</strong>. Im Nationalteam ist Proto die Nummer Zwei, bei Anderlecht spielt er bereits seit 2005, wobei er fünf Jahre lang nur Ersatztorhüter war. Mittlerweile spielt er jedoch immer und gilt im Gesamtpaket als guter Torhüter, der allerdings Schwächen bei Flanken aufweist.<br />
<br />
Zweiter Torhüter ist der 33-jährige <strong class='bbc'>Davy Schollen</strong>, der nur einmal und damit zwölfmal weniger als Proto im belgischen Teamtor stand. Dritter Keeper ist <strong class='bbc'>Michael Cordier (23)</strong>.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Innenverteidiger</strong><br />
<br />
Abwehrchef der Belgier ist der 67-fache ungarische Teamspieler <strong class='bbc'>Roland Juhász (28)</strong>, der bereits seit Winter 2005 beim Rekordmeister spielt. Juhász (193cm) ist ein äußerst robuster Verteidiger, dessen Stärken im Zweikampf- und Kopfballspiel liegen – sowohl defensiv als auch offensiv. Alleine in den letzten drei Jahren erzielte der Ungar 16 Tore in der belgischen Liga, bei Standardsituationen ist er stets ein Unruheherd. Defensiv kann man ihm vor allem mit Schnelligkeit zusetzen, aber selbst dann sollte man um den 28-Jährigen einen großen Bogen machen, da Juhász auch gut im Stellungsspiel ist und nicht vor taktischen Fouls zurückschreckt.<br />
<br />
Neben Juhász spielt derzeit der Senegalese <strong class='bbc'>Cheikhou Kouyaté (21)</strong>. Der 192cm große Verteidiger wird bereits seit 2 ½ Jahren regelmäßig in der Innenverteidigung des RSC eingesetzt. Mittlerweile hat er sein Stammleiberl. Der Linksfuß ist außerdem ein sehr flexibler Spieler, der auch im defensiven Mittelfeld, linken Mittelfeld oder als linker Verteidiger eingesetzt werden kann. In der Innenverteidigung besticht er jedoch hauptsächlich durch seine Kopfballstärke und die energische Führung der Luftduelle, sowie mit seiner enormen Grundschnelligkeit. Der junge Afrikaner ist jedoch immer wieder für kleinere „Böcke“ gut. <br />
<br />
Der dritte Verteidiger wäre der tschechische U21-Teamkapitän <strong class='bbc'>Ondrej Mazuch (22)</strong>, der zuletzt eine starke U21-EM in Dänemark spielte und als ruhiger, sicherer Abwehrspieler gilt, der gut aus der Abwehr herausspielen kann. In den letzten beiden Jahren war er Stammspieler neben Juhász, heuer wird er jedoch von Adduktorenproblemen geplagt und machte in dieser Saison noch kein Spiel, was wiederum Kouyaté die Chance gab in der Kaderhierarchie auf den 189cm großen Tschechen aufzuschließen. Gegen Sturm ist Mazuch nur im Rückspiel ein Thema – er fehlt noch mindestens bis Mitte November.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative:</em><br />
* <strong class='bbc'>Samuel Firmino de Jesus</strong> – 25, Brasilianer, kam zu Beginn der Saison von Werder Bremen, für das er kein einziges Spiel machte. Nachdem er in der vierten Runde gegen Mons Rot sah, spielte er keine Minute mehr.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Außenverteidiger</strong><br />
<br />
Auf der rechten Abwehrseite ist derzeit der polnische Routinier <strong class='bbc'>Marcin Wasilewski (31)</strong> gesetzt. Der 42-fache Teamspieler kickt seit Winter 2006 in Belgien und war hier durchgehend Stammspieler. Alleine in der Saison 2009/10 musste er fast die ganze Saison aussetzen, nachdem Standard-Lüttich-Mittelfeldspieler Axel Witsel ihm mit einem üblen Foul Schien- und Wadenbein brach. Mittlerweile kehrte Wasilewski aber zu alter Stärke zurück und ist sowohl bei Anderlecht, als auch im polnischen Team gesetzt. Den 186cm großen Polen zeichnet seine Ballsicherheit und gute Technik aus. Er ist ein absolut solider Außenverteidiger, der zudem über einen harten Schuss verfügt und aus Freistößen gefährlich werden kann. Die Elfmeter sind ebenfalls nicht selten Wasilewskis Sache. Weiter erwähnenswert sind seine weiten Einwürfe.<br />
<br />
Allerdings bekam Wasilewski zu Beginn dieser Saison Konkurrenz auf der Rechtsverteidigerposition: <strong class='bbc'>Dennis Odoi (23)</strong> kam von Sint-Truiden, ist aktueller belgischer U21-Teamspieler und hat seine Stärken im Spiel nach vorne. Nach hinten macht der junge Defensivmann mit ghanaischen Wurzeln allerdings noch einige Fehler und vor allem viele Fouls. In seinem ersten Spiel für Anderlecht gegen Oud-Heverlee Leuven sah er die rote Karte.<br />
<br />
Links hinten spielt <strong class='bbc'>Behrang Safari (26)</strong>, der zu Beginn der Saison vom FC Basel kam. Der in Teheran geborene Außenbahnspieler hält die schwedische Staatsbürgerschaft und ist aktueller Teamspieler in seiner Wahlheimat. Früher spielte er öfter als linker Mittelfeldspieler, in den letzten Jahren war er aber stets als Außenverteidiger aktiv. Safari ist vor allem sehr aggressiv, steht nah am Mann und setzt seinen Gegenspielern durch große Laufkraft zu. Der gebürtige Iraner ist zudem ein ausgezeichneter Techniker und hat durchaus Drang nach vorne, ohne jedoch selbst torgefährlich zu werden.<br />
<br />
 Safaris Konkurrent auf dieser Position ist Anderlecht-Urgestein <strong class='bbc'>Olivier Deschacht (30)</strong>, der seit 2001 für den Verein spielt und auch stets Stammspieler war. Doch im letzten Jahr baute der 30-Jährige ab, war oft verletzt, spielte nur noch rund ein Drittel der Partien und ist mittlerweile nur noch Ergänzungsspieler. Im Nationalteam, für das er 20mal spielte, kickt er seit einem Jahr nicht mehr. Eine weitere Alternative für die Linksverteidigerposition ist der Brasilianer <strong class='bbc'>Diogo (21)</strong>, der im Sommer von Sao Paolo kam, allerdings noch keine Minute auf dem Platz stand, weil er noch nicht matchfit ist.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Das defensive Mittelfeld</strong><br />
<br />
Chef im defensiven Mittelfeld und Kapitän des RSC Anderlecht ist bereits seit fünf Jahren der Argentinier <strong class='bbc'>Lucas Biglia (25)</strong>. Der 169cm große Argentinier kam als 20-Jähriger nach Belgien und lebte sich sofort perfekt ein. Egal, ob in einem 4-1-4-1, einem 4-4-2 oder einem 4-2-3-1: Biglia spult seinen Part als spielender Sechser stets perfekt ab, ist ein Fußballer mit hoher taktischer Intelligenz und Flexibilität. Er ist schnell, technisch enorm abgebrüht und trotz seiner Größe auch äußerst zweikampfstark. Er ist der absolute Organisator des Anderlecht-Mittelfelds, verlängerter Arm des Trainers auf dem Platz, ein starker Teamplayer und für das Gesamtgefüge wohl der wichtigste Spieler im Team der Belgier. Dieses Jahr debütierte er im argentinischen Nationalteam und machte seitdem sechs Spiele für die <em class='bbc'>Albiceleste</em>.<br />
<br />
Neben Biglia spielt mit dem US-Amerikaner <strong class='bbc'>Sacha Kljestan (26)</strong> ein „Sechser“ im altmodischeren Sinn. Kljestan ist bei weitem kein so starker Techniker wie Biglia, hat jedoch Stärken im Kurzpassspiel und bereitet einige Tore vor. Der US-Teamspieler ist ein guter Zweikämpfer und Balleroberer, wirkt allerdings manchmal etwas hölzern und auch schon mal unkonzentriert. Wichtig ist er dennoch, weil er gerade neben Biglia „funktioniert“ und gemeinsam mit dem Argentinier enorm weite Wege geht und schnell hinter den Ball kommt. Bei Anderlecht ist Kljestan wie auch Biglia ein absolut unumstößlicher Stammspieler.<br />
<br />
Der Ersatzmann auf dieser Position ist der junge Tscheche <strong class='bbc'>Lukás Marecek (21)</strong>, aktueller U21-Teamspieler seines Landes. Auch er gilt als technisch guter und taktisch flexibler Mittelfeldspieler, der auch als rechter Verteidiger eingesetzt werden kann und bei Anderlecht seit nunmehr zwei Jahren Ergänzungsspieler ist.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Das offensive Mittelfeld</strong><br />
<br />
Die große Neuentdeckung des RSC Anderlecht ist der brasilianische Spielmacher <strong class='bbc'>Fernando Canesin Matos (19)</strong>, der letztes Jahr einen Sechsjahresvertrag bei den Belgiern unterschrieb. In der Saison 2010/11 spielte er nur eine Partie für den Rekordmeister, heuer stand er jedoch bereits in elf von 14 möglichen Spielen in der Startelf und wurde in den restlichen vier Spielen eingewechselt. Dabei gelang ihm zwar noch kein Treffer, dafür aber vier Assists. Der junge Brasilianer hat seine Stärken ausschließlich im Offensivspiel: Technisch ist er stark, dazu enorm trickreich und leichtfüßig und mit einem guten Schuss ausgestattet. Allerdings agiert er defensiv ganz schwach, wobei er allerdings durch Biglia und Kljestan gut abgesichert wird.<br />
<br />
Durch die Verpflichtung des Stürmers Dieumerci Mbokani rückt Canesin Matos allerdings ins zweite Glied, da nun der vorherige Solostürmer <strong class='bbc'>Matías Suarez (23)</strong> auf der „Zehnerposition“ zum Einsatz kommt. Den Argentinier konnte Trainer Jacobs nicht rausnehmen, zumal ihm in der laufenden Saison mittlerweile acht Tore in 13 Spielen gelangen. Der 182cm große Offensivmann ist allgemein ein sehr flexibler Spieler, der sowohl im Angriff als auch auf allen drei Positionen im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen kann. Technisch ist Suarez grundsätzlich stark, trotzdem spielt er eher schnörkellos, dynamisch und sehr durchschlagskräftig. Durch seine Flexibilität werden dem RSC Anderlecht spontane Systemveränderungen während eines Spiels ermöglicht.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative zentral offensiv:</em><br />
* <strong class='bbc'>Ronald Vargas</strong> – 24, venezolanischer Teamspieler, kam zu Saisonbeginn vom FC Brügge, für den er in der Vorsaison 15 Tore erzielte. Interessanterweise konnte sich der flinke Tricksler mit dem Superschuss bei Anderlecht noch überhaupt nicht einleben und wurde erst dreimal eingewechselt.<br />
<br />
Im rechten Mittelfeld ist der 14-fache belgische Teamspieler <strong class='bbc'>Guillaume Gillet (26)</strong> gesetzt. Gillet spielt seit Winter 2007 für Anderlecht und gilt als flexibler, defensiv sicherer Mittelfeldspieler, der auch als Außenverteidiger zum Einsatz kommen kann. Er ist technisch solide, schnell und immer wieder für Tore gut, auch weil er bei einer Körpergröße von 186cm bei Standards gefährlich werden kann. Heuer traf der 26-Jährige bereits viermal.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternativen rechts:</em><br />
* <strong class='bbc'>Guillermo Molins</strong> – 23, in Uruguay geborener Schwede, kam im Sommer von Malmö und riss sich umgehend das Kreuzband…<br />
* <strong class='bbc'>Lamisha Musonda</strong> – 19, technisch starkes, lauffreudiges Talent aus Belgien. Bisher kein Spiel für Anderlecht, kann im offensiven Mittelfeld überall eingesetzt werden.<br />
* <strong class='bbc'>Oleksandr Yakovenko</strong> – 24, beidbeiniger ukrainischer Flügelspieler, sichere Pässe und direkte Pässe zeichnen ihn aus. Spielte heuer erst 51 Minuten lang, kann auch links eingesetzt werden.<br />
* <strong class='bbc'>Thomas Chatelle</strong> – 30, seit knapp vier Jahren Ergänzungsspieler, zuletzt an NEC Nijmegen verliehen, selten im Matchkader, keine echte Alternative zur Zeit.<br />
<br />
Im linken offensiven Mittelfeld spielt mit <strong class='bbc'>Milan Jovanovic (30)</strong> wohl der beste Fußballer – im eigentlichen Sinn – des Teams. Für Standard Lüttich machte er einst fast 70 Tore, beim FC Liverpool konnte er sich nicht durchsetzen, also wechselte er um nur 800.000 Euro zum RSC Anderlecht, für den er in den ersten neun Pflichtspielen bereits sechs Tore erzielen konnte. Jovanovic ist ein technisch ausgesprochen begabter Fußballer mit einem tollen Schuss und dem Auge für seine Mitspieler. Ein absolut kompletter Fußballer, der immer für Tore gut ist und auch defensiv solide agiert.<br />
<br />
Sein erster Ersatzmann auf der linken Seite ist der Brasilianer <strong class='bbc'>Kanu (24)</strong>, ein schlaksiger, schneller Flügelstürmer, der wiederum defensiv weniger stark ist als Jovanovic und bei trotz grundsolider Technik bei weitem nicht so sicher und überlegt wie der Serbe.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternative links:</em><br />
* <strong class='bbc'>Reynaldo dos Santos</strong> – 22, schneller Brasilianer mit Zug zum Tor, zuletzt 1 ½ Jahren an Cercle Brügge verliehen, seit zwei Monaten nicht mehr im Matchkader.<br />
* <strong class='bbc'>Ziguy Badibanga</strong> – 19, Belgier mit burundischen Wurzeln, durchlief alle Nachwuchsnationalteams Belgiens, spielt momentan aber nur in Anderlechts B-Elf. Dennoch ein großes Versprechen für die Zukunft.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Der Angriff</strong><br />
<br />
Der Topstürmer des RSC Anderlecht heißt <strong class='bbc'>Dieumerci Mbokani (25)</strong>. Für Standard Lüttich erzielte er in drei Jahren 38 Ligatore, danach traute sich der Kongolese jedoch in die große, weite Fußballwelt und hatte damit kein Glück. Zuerst kam er zum AS Monaco, in ein nicht funktionierendes Team. Danach wurde er an den VfL Wolfsburg verliehen, den er ebenfalls in einer chaotischen Phase kennenlernte. Nachdem Romelu Lukaku verkauft wurde, holte man Mbokani um vier Millionen Euro zurück und lässt ihn wieder in seiner Wahlheimat Belgien spielen. Mbokani dankt diese Gelegenheit mit Toren: In seinen bisherigen vier Einsätzen erzielte er drei Tore, wobei er insgesamt nur 223 Minuten auf dem Platz stand, im Schnitt also für Anderlecht bisher nur rund 74 Minuten für einen Treffer benötigt. Mbokani ist durchschlagskräftig, schnell, kopfballstark und auf engem Raum technisch gut. Der 25-Jährige ist als echter Knipser zu bezeichnen und ist in der belgischen Liga auch heuer wieder für 15+ Tore gut.<br />
<br />
Zweiter Stürmer ist der Belgier <strong class='bbc'>Tom de Sutter (26)</strong>, der vor allem 2009 stark spielte und im Kalenderjahr 16 Tore für Anderlecht machte. Er konnte seine Form von damals aber nie konservieren und ist jetzt nur noch Einwechselspieler, auf den vordersten Positionen klar hinter Mbokani und Suarez zu stellen. Dennoch ist der 192cm große Angreifer eine gute Option, wenn es in der Schlussphase darum geht, hohe Bälle in den Strafraum zu schlagen.<br />
<br />
<em class='bbc'>Alternativen:</em><br />
* <strong class='bbc'>Nathan Kabasele</strong> – 17, Eigenbauspieler, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird. Debüt in der ersten Mannschaft des RSC Anderlecht im Alter von 16 Jahren, im August gegen Mons gelang ihm sein erstes Tor. Zuletzt nicht im Matchkader.<br />
* <strong class='bbc'>Jordan Lukaku</strong> – 17, noch ein Lukaku! Allerdings ist der Bruder des Neo-Chelsea-Angreifers bisher noch nie in der Kampfmannschaft zum Zug gekommen. Dennoch durchlief er die Nachwuchsnationalteams Belgiens und ist ebenfalls ein Versprechen für die Zukunft.<br />
<br />
<strong class='bbc'>Die Aufstellung</strong><br />
<br />
Mit Ausnahmen von Guillermo Molins und Ondrej Mazuch kann der RSC Anderlecht aus dem Vollen schöpfen und die Fans erwarten nach dem imposanten 5:0 über Standard Lüttich auch gegen den SK Sturm Graz einen Sieg. Anderlecht ist grundsätzlich aufgrund der hohen technischen Sicherheit und Dynamik eine gute Auswärtsmannschaft und wird in Graz voraussichtlich mit einem 4-2-3-1 auf Sieg spielen. Es ist gerade im Zuge der aktuellen Siegesserie der Brüsseler unwahrscheinlich, dass Trainer Jacobs rotiert. Man darf also mit allen Stars rechnen, was auf dem Papier wie folgt aussehen würde (klicken zum Vergrößern):<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/rscanderlecht.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/rscanderlecht.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
<strong class='bbc'>Fazit</strong><br />
<br />
Der RSC Anderlecht ist für den SK Sturm Graz leider eine Nummer zu groß. Das Team ist größtenteils gut eingespielt, hat starke Einzelspieler und vor allem von hinten bis vorne sehr viele verschiedene Fußballer, die für Tore gut sind. Der belgische Rekordmeister ist der vorweggenommene Gruppensieger in Gruppe L und möchte den Aufstieg bzw. vielleicht sogar schon den Gruppensieg in den beiden Partien gegen Sturm fixieren. Unser Tipp ist daher ein 2:0-Auswärtssieg in Graz und ein 3:1-Heimsieg im Constant-vanden-Stock-Stadion!<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 18:27:10 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>30 Meistertitel, drei Europacupsiege - Sturm-Gegner RSC Anderlecht als belgischer Vorzeigeklub</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/30-meistertitel-drei-europacupsiege-sturm-gegner-rsc-anderlecht-als-belgischer-vorzeigeklub-r568</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der SK Sturm Graz bekommt es in der dritten Runde seiner Europa-League-Gruppe mit dem belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht zu tun. Der erfolgreiche Klub aus dem Brüsseler Vorort Anderlecht gewann bereits dreimal den Europacup, holte 30 Meistertitel in Belgien und präsentierte sich vor allem in den letzten Jahren geschickt auf dem Transfermarkt. Teuren Verkäufen stehen verhältnismäßig günstige Einkäufe gegenüber, was den Verein zum reichsten Klub Belgiens macht.</em><br />
<br />
<pre class='prettyprint'>Name: Royal Sporting Club Anderlecht
Kürzel: RSC Anderlecht
Gegründet: 27.Mai 1908
Alter: 103 Jahre
Vereinsfarben: Violett-Weiß
Präsident: Roger Vanden Stock
Trainer: Ariel Jacobs
Stadion: Constant-Vanden-Stock-Stadion
Fassungsvermögen: 26.361 Plätze (UEFA-Zulassung für 21.619 Plätze)

Erfolge:
•	30 x belgischer Meister (Rekord)
•	9 x belgischer Cup
•	9 x belgischer Supercup
•	1 x UEFA-Cup
•	2 x Europacup der Cupsieger
•	2 x UEFA Super Cup</pre><br />
<br />
<strong class='bbc'>STANDING IN BELGIEN</strong><br />
<br />
Der RSC Anderlecht gilt in Belgien als absoluter Spitzenklub. Der Verein aus dem Brüsseler Vorort ist eine Institution, die immer groß sein wird. Blickt man auf die letzten zehn Jahre zurück, so wird man feststellen, dass Anderlecht nie schlechter als Dritter war, zudem fünfmal Meister in den letzten acht Jahren wurde. Die größten Konkurrenten um den Titel sind naturgemäß der FC Brügge, aber auch Standard Lüttich und der KRC Genk. Aktuell führt Anderlecht die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Brügge an, liegt zudem vier Punkte vor AA Gent und Cercle Brügge. In der letzten Runde konnte der RSC einen glatten 5:0-Heimsieg über Standard Lüttich einfahren. In der ersten Runde verlor Anderlecht überraschend mit 1:2 bei Oud-Heverlee Leven – seitdem verlor das Team jedoch bewerbsübergreifend kein Spiel mehr: Inklusive Europa League und Qualifikation verlor das Team die letzten 13 Spiele nicht, gewann zehn davon. Zuletzt gelangen sieben Siege in Serie bei einer Tordifferenz von 18:3…<br />
<br />
<strong class='bbc'>STANDING IN EUROPA</strong><br />
<br />
…einer dieser Siege gelang auswärts bei Lokomotiv Moskau, das mit 2:0 bezwungen wurde. Davor besiegte das Team AEK Athen mit 4:1. Mit diesen beiden Siegen meldete Anderlecht laut Anspruch auf den Gruppensieg in der Sturm-Gruppe an. In der Qualifikation besiegte das Team den türkischen Vertreter Bursaspor: Nach einem 2:1-Auswärtssieg gab es zu Hause ein 2:2.<br />
<br />
Anderlecht ist jedoch allgemein ein Verein mit großer Europacuptradition und daher kommen die jüngsten Erfolge nicht von ungefähr. In den 70er-Jahren holte das Team zweimal den Cup der Cupsieger (setzte sich 1978 im Finale klar gegen die Wiener Austria durch), 1983 den UEFA-Cup. In den letzten Jahren war man stets Stammgast in den Gruppenphasen von Champions League oder Europa League: 2010/11 scheiterte man in der Qualifikation zur Königsklasse knapp an Partizan Belgrad, in der darauffolgenden Europa League überstand das Team die Gruppenphase, schied dann aber klar gegen Ajax Amsterdam (0:3 h, 0:2 a) aus. Ein ähnliches Bild gab die Saison 2009/10 ab: In der Qualifikation zur Champions League scheiterten die Belgier klar an Olympique Lyon (1:5 a, 1:3 h), kamen danach durch die Gruppe, schalteten daraufhin noch Athletic Bilbao aus und scheiterten erst im Achtelfinale am Hamburger SV, wobei vor allem das 4:3 im Rückspiel in Brüssel zum großen Nervenkitzel ausartete, nachdem der HSV das Hinspiel mit 3:1 gewinnen konnte.<br />
<br />
Der letzte Champions-League-Auftritt datiert aus der Saison 2006/07 als Anderlecht in einer Gruppe mit OSC Lille, AEK Athen und dem AC Milan vier Remis holte, zudem die beiden Spiele gegen den AC Milan verlor. Das letzte Duell mit einem österreichischen Gegner gab es ein Jahr darauf im UEFA-Cup, als Rapid auswärts in Anderlecht dank eines Superfreistoßes von Steffen Hofmann ein 1:1 holte, danach im Hanappi-Stadion aber mit 0:1 unterlag.<br />
<br />
<strong class='bbc'>STADT UND LEUTE</strong><br />
<br />
Die Stadt Brüssel ist mit 150.000 Einwohnern die kleine Hauptstadt Belgiens. In der Metropolregion leben jedoch über eine Million Menschen. Die Stadt ist Hauptsitz der EU und der NATO, besteht aus 19 Gemeinden, wovon Anderlecht eine ist. Die interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das berühmte Atomium, der große Markt vor dem Rathaus und Manneken Pis, der kleine pinkelnde Herr, der immer wieder anders eingekleidet ist. Die Preise für Essen und Getränke sind normal, nicht zu teuer und nicht zu billig. Belgische Waffeln sollte man ebenso probiert haben, wie die berühmte Schokolade und das gute Bier. Zudem kann man fast an jeder Ecke Pommes frites kaufen.<br />
<br />
Die Belgier sind ein gelassenes, freundliches Volk – auf die Fans des RSC Anderlecht sollte man allerdings Acht geben. Seid in Brüssel sehr vorsichtig, einige Fans des RSC sind nicht unbedingt für ihre Gastfreundschaft bekannt. Wie auch die Brüsseler Polizei, wie die Fans des SK Rapid Wien beim letzten Aufeinandertreffen zu spüren bekamen. Da wurde teilweise willkürlich eingebuchtet, wegen Lappalien wie einer auf die Straße gestellte Bierflasche. Wie immer und überall gilt: Wer sich zu benehmen weiß, dem wird nichts passieren. Wer jedoch Ärger „sucht“, der kann ihn in Brüssel durchaus bekommen.<br />
<br />
<strong class='bbc'>TRANSFERPOLITIK</strong><br />
<br />
Der RSC Anderlecht durfte sich in der laufenden Saison bereits über einen Supertransfer freuen: Das 18-jährige Riesentalent Romelu Lukaku wechselte kürzlich um 22 Millionen Euro zum FC Chelsea. Weiters überwies der tschetschenische Klub Terek Grozny 4,5 Millionen Euro für den belgischen Teamspieler Jonathan Legear. Dies ermöglichte Anderlecht zu investieren, trotzdem übernahm sich der Verein nicht unnötig, kaufte Dieumerci Mbokani um 3 Millionen Euro, zudem Ronald Vargas um 2,5 Millionen. Für den Ex-Standard-Lüttich- und FC-Liverpool-Akteur Milan Jovanovic musste der Verein gar nur 800.000 Euro berappen. <br />
<br />
Auch in der Vorsaison verzeichnete der Klub ein deutliches finanzielles Transferplus: Der Marokkaner Mbark Boussoufa wechselte um 8 Millionen Euro zum neureichen russischen Klub Anzhi Makhachkala, auch für Jelle van Damme (Wolverhampton) und Ján Polak (VfL Wolfsburg) kassierte man zusammen über 6 Millionen. Die bezahlten Ablösesummen der Saison 2010/11 bewegten sich jedoch nur zwischen 500.000 und 1,4 Millionen Euro. So schaffte es der Verein in den letzten Jahren etwa 20 Millionen Euro an effektiven Transfereinnahmen zu erwirtschaften. <br />
<br />
Im zweiten Teil unserer RSC-Anderlecht-Info lest ihr alles über das Team des belgischen Rekordmeisters!<br />
<br />
Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 14:42:04 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Jung, flexibel, modern und offensiv - das ist die Mannschaft des AZ Alkmaar</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/jung-flexibel-modern-und-offensiv-das-ist-die-mannschaft-des-az-alkmaar-r567</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'><a href='http://www.abseits.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/az-alkmaar-spitzenfussball-dank-intelligenter-transferpolitik-r566' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'>Nachdem wir uns im ersten Teil der Gegneranalyse mit dem Verein und der Transferpolitik beschäftigten</a>, nehmen wir nun das Spielsystem und die einzelnen Spieler des niederländischen Tabellenführers unter die Lupe. Es lohnt sich einen genaueren Blick auf das moderne, flexible System des niederländischen Tabellenführers zu werfen, denn AZ Alkmaar ist eine Mannschaft, von der sich die österreichischen Vereine eine Scheibe abschneiden sollten.</em><br />
<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE AUFSTELLUNG</strong><br />
<br />
AZ Alkmaar spielt ein äußerst modernes und variables 4-2-3-1-System, aus dem im Ballbesitz eine 4-3-3-, bzw. sogar eine 3-4-3-Formation wird. Trainer Gertjan Verbeek, der früher selbst Verteidiger war, setzt auf eine spielerisch starke Viererkette, von denen sich jeder einzelne Spieler in den Angriff einschalten kann. Einer der beiden Innenverteidiger ist bei Ballbesitz fast immer im Mittelfeld zu finden, da Trainer Gertjan Verbeek auf diese Weise ein Übergewicht im Zentrum herstellen möchte. Sollte er mit der besten Formation gegen Austria Wien spielen, dann wird seine Mannschaft so aussehen:<br />
<br />
<a href='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/alkmaar2011grund3.jpg' class='bbc_url' title='Externer Link' rel='nofollow external'><img src='http://www.abseits.at/public/abseits/images/fotos/alkmaar2011grund3.jpg' alt='Eingefügtes Bild' class='bbc_img' /></a><br />
<br />
<em class='bbc'>Im linken offensiven Mittelfeld wird Holman ein paar Wochen ausfallen. Statt ihm wird höchstwahrscheinlich der Isländer Gudmundsson beginnen.</em><br />
<br />
<strong class='bbc'>DER TORMANN</strong><br />
<br />
Die Nummer Eins im Tor der Niederländer ist <strong class='bbc'>Esteban Alvarado</strong>, ein 22-jähriger Nationalspieler aus Costa Rica. Der Schlussmann verfügt über großes Talent und wurde bei der U20-Weltmeisterschaft im Jahr 2009 von der FIFA zum besten Tormann des Turniers gekürt. Esteban Alvarado ersetzt den argentinischen Nationaltormann Sergio Romero, den Alkmaar um 3.5 Millionen Euro an Sampdoria Genua verkaufte. Alvarados Konkurrent, der ehemalige Austria-Tormann Joey Didulica beendete erst vor einer Woche nach zwei schweren Kopfverletzungen seine Karriere. <br />
<br />
Aufgrund des Transfers und des Rücktritts ist Esteban unumstrittener Stammtormann in Alkmaar. Der 33-Jährige Erik Heijblok und der 18-Jährige Hobie Verhulst sind keine ernsthaften Konkurrenten. Esteban Alvarado ist wieder einer der typischen Transfers, bei dem AZ Alkmaar am schnellsten reagierte. Nach den tollen Leistungen in der Nachwuchs-Nationalmannschaft verpflichteten ihn die Niederländer direkt von C.D. Saprissa aus der Primera División de Costa Rica.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DIE ABWEHR</strong><br />
<br />
Natürlich kann sich auch das spielstarke Mittelfeld der Niederländer sehen lassen, aber das Glanzstück der Mannschaft ist die Abwehr, insbesondere die beiden Innenverteidiger, die ihren Beruf sehr modern interpretieren. <br />
<br />
Der 24-fache finnische Nationalspieler <strong class='bbc'>Niklas Moisander</strong> ist der Kapitän der Mannschaft. Der Innenverteidiger ist technisch stark, geht ohne Kompromisse in den Zweikämpfe und schaltet sich, so wie die übrigen Verteidiger seiner Mannschaft, immer wieder in das Offensivspiel mit ein. Moisander ist schnell und ist in seiner Karriere einige Male als linker Außenverteidiger zum Zug gekommen, was auch seinen Offensivdrang erklärt. Er wechselte mit 19 Jahren von Turun Palloseura zu Ajax Amsterdam, wo er sich aber nicht durchsetzen konnte. In der Saison 2006/07 wechselte er zum FC Zwolle, wo er auf Anhieb Stammspieler wurde und in zwei Jahren 71 Meisterschaftspartien bestritt. Seit 2008 spielt er in Alkmaar, wo er ebenfalls gleich Fuß fasste und aufgrund seiner soliden Leistungen heuer zum ersten Mal die Kapitänsschleife tragen darf.<br />
<br />
Sein Kollege im Abwehrzentrum ist der 22-Jährige <strong class='bbc'>Nick Viergever</strong>, der fünf Mal im niederländischen U21-Team eingesetzt wurde. So wie Moisander liegen auch seine Stärken im spielerischen Bereich. Er kann das Spiel von hinten aufbauen und behält trotz seines jungen Alters die Ruhe, wenn er unter Druck gesetzt wird. Nachdem er sich in der Saison 2008/09 bei Sparta Rotterdam einen Stammplatz erspielte, wechselte er nach Alkmaar, wo er vergangene Saison 16 Einsätze bekam. Heuer ist seine Position im Abwehrzentrum neben Moisander unumstritten. Er begann in allen der bisherigen neun Meisterschaftsspielen von Beginn an und erzielte zwei Treffer. Moisander ist momentan noch ein wenig stärker als Viergever und verfügt über mehr Routine als sein Nebenmann. Die beiden sind aber ein bemerkenswertes Duo im Abwehrzentrum, denn es gibt nicht viele Mannschaften in Europa, die zwei Spieler in der Innenverteidigung stehen haben, die dieses technische Niveau besitzen. <br />
<br />
Auf der rechten Außenbahn spielt der dreifache Nationalspieler <strong class='bbc'>Dirk Marcellis</strong>, der am 11. Oktober 2008 mit 20 Jahren unter Bert van Marwijk gegen Norwegen im Team debütierte. Davor spielte er 12 Mal im U21-Nationalteam, wo er ebenfalls mit sehr guten Leistungen für Aufsehen sorgen konnte. Seine Karriere fing überhaupt sehr steil an, bereits mit 19 Jahren wurde er Stammspieler bei PSV Eindhoven, für die er insgesamt 68 Meisterschaftsspiele in drei Saisonen absolvierte. Damals spielte er noch im Abwehrzentrum und wurde von den Medien und Fans bereits als neuer Jaap Stam gefeiert. In seiner dritten Saison kam er jedoch auf wenige Einsätze und wechselte schließlich zu AZ Alkmaar, wo er vergangene Saison 32 Spiele absolvierte. Auch heuer durfte er in jedem Meisterschaftsmatch von Beginn an dabei sein. Auch wenn seine Karriere nach dem verheißungsvollen Beginn nicht wie gewünscht explodierte, so ist er doch einer der besten Außenverteidiger der Liga und ein sehr interessanter Mann für die Zukunft, der sicherlich noch einmal voll durchstarten wird.<br />
<br />
Marcellis´ Gegenpart auf der linken Abwehrseite ist der dänische Nationalspieler <strong class='bbc'>Simon Poulsen</strong>, der sich mit seinem Land für die Europameisterschaft qualifizieren konnte. Der 27-Jährige wechselte Anfang 2008 vom FC Midtjylland zu AZ Alkmaar, wo er zu Beginn um einen Stammplatz kämpfen musste. Seit seinem Wechsel absolvierte er 68 Meisterschaftspartien für seinen neuen Verein. In der heurigen Saison hat er nach neun Runden bereits genau so viele Einsätze von Beginn an, wie in der gesamten letzten Saison. <br />
Simon Poulsen kam bei der Weltmeisterschaft 2010 bei allen drei Gruppenspielen zum Einsatz und erzielte beim Spiel gegen die Niederlande den ersten Treffer der Partie – allerdings ins eigene Tor. Poulsen, der auch im linken Mittelfeld spielen kann, wird in Alkmaar immer als Außenverteidiger aufgestellt.<br />
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<strong class='bbc'>DAS MITTELFELD</strong><br />
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Das Hirn der Mannschaft ist der schwedische Nationalspieler <strong class='bbc'>Rasmus Elm</strong>, der sich im Normalfall weit zurückfallen lässt und das Spiel von hinten aufzieht. Der 19-fache Nationalspieler wechselte im Jahr 2009 von Kalmar FF (96 Spiele, 17 Tore) nach Alkmaar und erzielte seither 14 Treffer in 60 Meisterschaftspartien. Der ehemalige schwedische Nationaltrainer Lars Lagerbäck ist ein riesiger Fan des 23-Jährigen und verglich ihn vom Talent her mit Zlatan Ibrahimovic. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis AZ Alkmaar ein Angebot eines großen Vereins für den Schweden annehmen wird. Sein bisher einziges Länderspieltor erzielte Elm übrigens im Freundschaftsspiel gegen Österreich, als unser Nationalteam am 11.02. 2009 in der UPC-Arena gegen Schweden mit 0:2 verlor. <br />
<br />
Elm verfügt über jede Menge Spielintelligenz und passt perfekt in die Mannschaft von Alkmaar. Wenn sich zwei Verteidiger in den Angriff einschalten, was bei dieser Viererkette immer wieder vorkommt, dann lässt er sich zurückfallen und bildet mit den anderen beiden Abwehrspielern eine Dreierkette. <br />
<br />
Etwa auf gleicher Höhe mit Elm spielt sein Landmann <strong class='bbc'>Pontus Wernbloom</strong>, der so wie Elm ebenfalls 19 Mal für sein Heimatland spielte. 2009 wechselte der defensive Mittelfeldspieler von IFK Göteborg zu seinem jetzigen Verein, für den er seither 60 Meisterschaftsspiele absolvierte. Wernbloom ist ein unermüdlicher Kämpfer, der den kreativen Spielern seiner Mannschaft den Rücken freihält. Er hat sich in den Niederlanden durch seinen kompromisslosen Spielstil einen gefürchteten Ruf erarbeiten können. Privat engagiert sich der 25-Jährige in der schwedischen Politik, wo er mit den Sozialisten sympathisiert und offen gegen die Schwedendemokraten Stellung nahm.<br />
<br />
Vor Elm und Wenbloom spielt der erst 18-jährige <strong class='bbc'>Adam Maher</strong>, der 2009 an der U17-Weltmeisterschaft für die Niederlande teilnahm. In der letzten Saison hatte das junge Talent nur einen Einsatz als Joker, heuer spielte er sechs Mal von Beginn an und wurde drei Mal eingewechselt. Auch in den beiden Europa-League-Gruppenspielen spielte er 90 Minuten lang durch und erzielte gegen Malmö FF einen Treffer. Maher traf am 15. Dezember 2010 im Spiel gegen den FC BATE Borisov und wurde damit der jüngste Torschütze in der Europa League überhaupt. Maher ist momentan auch im niederländischen U19-Team Stammspieler.<br />
<br />
Links im offensiven Mittelfeld spielt normaler Weise der australische Nationalspieler Brett Holman. Der 27-jährige Offensivspieler hat sich jedoch im Spiel gegen Ajax Amsterdam verletzt und wird Alkmaar in den nächsten Spielen fehlen. Holman absolvierte bis dato 51 Länderspiele und verdient sein Geld bereits seit fast zehn Jahren in der niederländischen Liga. Feyenoord Rotterdam verpflichtete das Talent vom australischen Verein Parramatta Tower. Anschließend wurde Holman an den Partnerklub Excelsior Rotterdam verliehen, wo er aber ganze vier Jahre bleiben sollte. Über NEC gelangte er zu AZ Alkmaar, wo er vergangene Saison endgültig seinen Durchbruch schaffte. Holman erzielte in 73 Meisterschaftsspielen bisher 12 Tore für Alkmaar und ist in der Offensive vielseitig einsetzbar. <br />
<br />
Da Holman verletzt ist wird wahrscheinlich der 14-fache isländische Teamstürmer <strong class='bbc'>Johann Berg Gudmundsson</strong> zum Zug kommen. Der 20-Jährige kam bereits im Alter von 18 Jahren zu den Niederländern und ist in der Offensive vielseitig einsetzbar. Er kann sowohl als Flügelstürmer, als auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Letzte Saison spielte der junge Isländer 19 Mal von Beginn an, nachdem er in den Jahren davor in Alkmaars Reserveteam zum Zug kam. Heuer muss er sich allerdings noch mehr ins Zeug legen, wenn er zu so vielen Einsätzen kommen will, denn in den ersten beiden Meisterschaftsspielen kam er nur zwei Mal von Beginn an zum Zug.<br />
<br />
Im rechten offensiven Mittelfeld spielt Neuzugang <strong class='bbc'>Roy Beerens</strong>, der Anfang dieser Saison vom SC Heerenveen zu seinem jetzigen Arbeitgeber wechselte. In seinen bisherigen sieben Meisterschaftsspielen erzielte er zwei Treffer, wobei er auch zuletzt beim 2:2-Unentschieden gegen Ajax Amsterdam traf. Im Jahr 2010 absolvierte er ein Länderspiel gegen die Ukraine, nachdem er zuvor schon 15 Mal für die U21-Nationalmannschaft auflief. Im Gegensatz zu Holman hat Beerens die Aufgabe das Spiel auf der rechten Seite breit zu machen und zieht deshalb seltener nach innen. Beerens ist sehr schnell und dribbelstark, weshalb man in Eins-gegen-Eins-Situationen auf den 23-Jährigen sehr aufpassen muss.<br />
<br />
<strong class='bbc'>DER STURM</strong><br />
<br />
Neben Beerens ist der US-Amerikaner <strong class='bbc'>Jozy Altidore</strong> der zweite Neuzugang, der sich einen Platz in der Stammmannschaft Alkmaars erspielen konnte. Der 21-Jährige debütierte bereits vor fünf Jahren bei den New York Red Bulls in der Kampfmannschaft und galt als DIE Zukunftshoffnung der Amerikaner, da er in 37 Spielen 15 Treffer für seine Mannschaft erzielte. Seine Karriere geriet jedoch ins Stocken, nachdem er sich weder bei Villareal, noch bei Xerez Club Deportivo durchsetzen konnte. In der Saison 2009/10 spielte er bei Hull City, wo er immerhin auf 28 Einsätze kam, allerdings nur einen Treffer erzielte und zudem einmal die rote Karte sah. Vergangene Saison stand er bei Bursaspor unter Vertrag und erzielte dort in 12 Meisterschaftspartien ebenfalls nur einen Treffer. Der 41-fache Nationalspieler erzielte für die USA bisher 12 Tore. Altidore ist athletisch, hat einen schnellen Antritt und kann seinen Körper gut einsetzen. Auch in der Luft ist Altidore eine Waffe, da er über eine hohe Sprungkraft verfügt.<br />
<br />
Eine Alternative im Sturm ist der 22-jährige Mittelstürmer <em class='bbc'>Charlison Benschop</em>, der allerdings meistens von der Bank ins Spiel kommt. Benschop ist 1.91m groß und ist mit seinen 90 Kilogramm der typische Brecherstürmer. Benschop spielte einmal für das niederländische U21-Team und wechselte 2010 von RKC Waalwijk nach Alkmaar. Auch der 14-fache isländische Teamstürmer <em class='bbc'>Johann Berg Gudmundsson</em> hofft auf mehr Einsätze im Sturm der Niederländer. Der 20-jährige kam bereits im Alter von 18 Jahren zu den Niederländern und kann auch als Flügel im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden.<br />
<br />
<strong class='bbc'>FAZIT</strong><br />
<br />
AZ Alkmaar spielt einen äußerst modernen Fußball, der nicht nur schön zum Anschauen, sondern auch effektiv ist. Die Niederländer zählen zu den Topfavoriten auf den Meistertitel und zeigten auch am vergangenen Wochenende beim 2:2-Unentschieden gegen Ajax Amsterdam ihre Stärken. Die Niederländer setzen mit einem starken Pressing den Gegner schon früh unter Druck und schalten bei Ballgewinn schnell um. Das Verschieben der Mannschaftsteile funktioniert ausgezeichnet. Alkmaars System ist äußerst variabel - von einem 4-2-3-1-System schaltet die Mannschaft in Sekundenbruchteilen auf ein 3-4-3 um, wobei die Spieler die Positionen untereinander flexibel tauchen. Es kommt schon vor, dass der Spielmacher Rasmus Elm hinten absichert, weil sich zwei Verteidiger in den Angriff einschalten. Einer der beiden Innenverteidiger ist bei Ballbesitz immer im Mittelfeld zu finden, da Trainer Gertjan Verbeek auf diese Weise ein Übergewicht im Zentrum herstellen möchte. Spielmacher Rasmus Elm ist nur schwer aus dem Spiel zu nehmen, da er sich weit zurückfallen lässt und so einer direkten Bewachung entgeht. Auch im Angriff werden die Positionen oft getauscht. Altidore weicht oft nach links aus, damit Holman ins Angriffszentrum zieht. <br />
<br />
Von diesem Klub könnten sich die österreichischen Vereine so einiges abschauen. Alkmaar gelingt es dank einer ausgezeichneten Transferpolitik in einer kleinen Stadt eine Spitzenmannschaft auf die Beine zu stellen. Jeder Einkauf ist gut überlegt, Spieler werden meistens mit hohem Gewinn weiterverkauft. Dazu spielt die Mannschaft einen äußerst modernen und attraktiven Fußball, der die Zuschauer im AFAS-Stadion begeistert.<br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 12:50:50 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>AZ Alkmaar: Spitzenfußball dank intelligenter Transferpolitik</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/az-alkmaar-spitzenfussball-dank-intelligenter-transferpolitik-r566</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die Wiener Austria muss in der Europa-League-Gruppenphase gegen den Tabellenführer der niederländischen Meisterschaft antreten, der bewiesen hat, dass man dank einer durchdachten Transferpolitik auch in Städten, die weniger als 100.000 Einwohner haben, internationalen Spitzenfußball zeigen kann.  Im ersten Teil der Gegneranalyse sehen wir uns die Geschichte des Vereins, seine bisherigen Erfolge, die intelligente Transferpolitik, das Stadion und die Stadt Alkmaar an.</em><br />
<br />
<pre class='prettyprint'>
Name: AZ Alkmaar
Voller Name: Alkmaar Zaanstreek
Gegründet: 10. Mai 1967
Alter: 41 Jahre
Vereinsfarben: Rot-Weiß 
Stadion: AFAS-Stadion 
Fassungsvermögen: 17.023 Plätze
Präsident: René Neelissen
Trainer: Gertjan Verbeek
Homepage: www.az.nl
Email-Kontakt: info@az.nl

Erfolge:

2x niederländischer Meister: 1981, 2009
3x niederländischer Pokalsieger: 1978, 1981, 1982
1x Finale UEFA-Pokal: 1981
</pre><br />
<br />
<strong class='bbc'>GRÜNDUNG DES VEREINS</strong><br />
<br />
Der Verein entstand im Jahr 1967 nach einem Zusammenschluss der Vereine Alkmaar ’54 und FC Zaanstreek. Von den beiden Klubs wurde jeweils der Anfangsbuchstabe zusammengeführt und die Stadt dahinter gesetzt. Im ursprünglichen Gründungsnamen enthielt zudem auch das Gründungsjahr „67“ mit, das aber im Jahr 1986 wieder aus dem Namen entfernt wurde. <br />
<br />
<strong class='bbc'>STANDING DES VEREINS IN DEN NIEDERLANDEN</strong><br />
<br />
Unmittelbar nach der Gründung fristete der Verein das Schicksal eines Fahrstuhlvereins und stieg mehrmals von der obersten Spielklasse in die Eerste Divisie ab, um dann gleich wieder in die Eredivisie aufzusteigen. Der Klub suchte den Erfolg mit allen Mitteln, verpflichtete teure Spieler und wäre beinahe in den Konkurs gegangen, wenn nicht die Brüder Molenaar den Verein finanziell unterstützt hätten. <br />
<br />
Zwischen 1976 und 1988 spielte AZ Alkmaar in der obersten Spielklasse und gewann im Jahr 1981 sogar zum ersten Mal die niederländische Meisterschaft. Dieses Jahr war überhaupt die erfolgreichste Saison des Vereins, da neben der Meisterschaft zum zweiten Mal nach 1978 der nationale Cupbewerb gewonnen werden konnte und der Klub zudem im Finale des UEFA-Pokals stand. <br />
<br />
1989 stieg der Verein in die zweite Spielklasse ab und musste fast zehn Jahre warten, bis der Wiederaufstieg gelang. Der niederländische Geschäftsmann Dirk Scheringa stellte den Klub wieder auf finanziell gesunde Beine und stellte den Kontakt zu weiteren Sponsoren her. Seit dem Aufstieg blieb Alkmaar stets in der obersten Spielklasse, wobei die Resultate insbesondere seit Mitte des letzten Jahrzehnts immer besser wurden. Nachdem der Klub zuvor schon zwei Mal die Tabelle an dritter Stelle abschloss und einmal Vizemeister wurde, gewann er in der Saison 2008/09 zum zweiten Mal in der Geschichte den niederländischen Meistertitel. In den letzten beiden Saisonen schloss AZ Alkmaar die Tabelle an der vierten, beziehungsweise fünften Position ab. In der heurigen Saison liegt der Verein mit zwei Punkten vor PSV Eindhoven und dem FC Twente Enschede auf dem ersten Tabellenplatz.<br />
<strong class='bbc'><br />
STANDING DES VEREINS IN EUROPA</strong><br />
<br />
Im Jahr 1981 zog AZ Alkmaar in das Finale des UEFA-Cups ein, was bis heute der größte internationale Erfolg ist. Das Finale wurde damals noch in zwei Partien ausgetragen. Die erste Begegnung entschied Ipswich Town F.C. klar mit 3:0 für sich. Auch im Rückspiel schossen sie bereits in der vierten Minute den Führungstreffer, sodass das Finale schon so gut wie entschieden war. Alkmaar kämpfte sich jedoch zurück, schoss postwendend den Ausgleich und führte zur Pause mit 3:2. In der zweiten Halbzeit gelang den Niederländern allerdings nur noch ein Treffer, sodass sie mit dem Gesamtscore von 4:5 das Finale verloren. <br />
<br />
In der Saison 2004/05 erreichten die Niederländer das Semifinale des UEFA-Cups, wo sie nur aufgrund der Auswärtstorregel gegen Sporting Lissabon ausschieden. Auf dem Weg dorthin besiegte Alkmaar unter anderem Villarreal und Shakhtar Donetsk. <br />
<br />
Absolut bemerkenswert ist, dass die Niederländer zwischen 1977 und 2007 in den internationalen Bewerbsspielen keine einzige der 32 Heimpartien verloren. Erst Everton F.C. beendete diese eindrucksvolle Serie, als die Engländer im Dezember 2007 einen 3:2-Auswärtssieg feiern durften. <br />
<strong class='bbc'><br />
DIE TRANSFERPOLITIK</strong><br />
<br />
Der Verein agierte in den letzten Jahren äußerst geschickt auf dem Transfermarkt und erarbeitete sich stets einen Überschuss. Die Scouts haben insbesondere für junge Talente ein Auge, die der Verein weiter aufbaut und dann gewinnbringend verkauft. Diese Saison verkaufte der Klub unter anderem den 23-jährigen Innenverteidiger Héctor Moreno um vier Millionen Euro an Espanyol Barcelona. Alkmaar holte den Abwehrspieler aus der mexikanischen Liga, als dieser erst 19 Jahre alt war. Ebenso viel Geld bekamen die Niederländer für den isländischen Mittelstürmer Kolbeinn Sigþórsson, der nun für Ajax Amsterdam auf Torjagd geht. Die Niederländer sicherten sich im Jahr 2007 die Dienste des damals erst 18-jährigen Stürmers, obwohl er lediglich fünf Spiele in der isländischen Meisterschaft bestritt. Vergangene Saison erzielte der heute 21-Jährige 15 Meisterschaftstore für Alkmaar. Der damals 20-jährige argentinische Torhüter Sergio Romero wurde im Jahr 2007 um 1.5 Millionen verpflichtet und avancierte zum Stammkeeper bei der Weltmeisterschaft 2010. Alkmaar verkaufte ihn um 3.5 Millionen an Sampdoria Genua.<br />
<br />
Ablöse bezahlten die Niederländer diese Saison lediglich für Roy Beerens (1.6 Mio. €) und Jozy Altidore (1.5 Mio. €). Ruud Boymans, Niki Mäenpää und James Holland wechselten ablösefrei nach Alkmaar. Insgesamt erwirtschafteten sich die Niederländer einen Überaschuss von 10.750.000€.<br />
<br />
Eine Saison davor schloss der Verein die Transferbilanz sogar mit 16.500.000 € plus ab. Hauptverantwortlich dafür waren die Transfers von Jeremain Lens (PSV Eindhoven 6.1 Mio. €), Moussa Dembelélé (6 Mio. €) und Mounir El Hamdaoui (Ajax Amsterdam 5 Mio. €). Red Bull Salzburg zahlte für David Mendes da Silva ebenfalls satte 2.5 Mio. €.<br />
<strong class='bbc'><br />
DAS STADION</strong><br />
<br />
Das AFAS Stadion wurde am 04. August 2006 mit einem Freundschaftsspiel gegen Arsenal F.C. eingeweiht, das die Niederländer mit 3:0 verloren. Dafür gewann Alkmaar das erste Meisterschaftsspiel gegen NAC Breda gleich mit 8:1, wobei Simon Cziommer einen Hattrick erzielte. <br />
<br />
Die Baukosten des Stadions betrugen rund 38 Millionen Euro, die zum größten Teil vom Gönner Dirk Scheringa getragen wurden.  Das neue Stadion ersetzte das in die Jahre gekommene Alkmaarderhout, das lediglich für 8.914 Zuschauer Platz hatte. Auch das neue Stadion ist mit seinen 17.023 Plätzen durch die jüngsten Erfolge zu klein geworden, sodass eine Aufstockung auf 30.000 Plätze geplant ist.  <br />
<strong class='bbc'><br />
DIE STADT</strong><br />
<br />
Alkmaar hat etwa 95.000 Einwohner und liegt 50 Kilometer nördlich von Amsterdam entfernt. Käseliebhaber können das berühmte holländische Käsemuseum besuchen, während sich der große Teil der Fußballfans wahrscheinlich im nationalen Biermuseum wohler fühlen wird. Die idyllische Altstadt ist absolut sehenswert, viele mittelalterliche Gebäude sind noch intakt. In der Stadt befinden sich zahlreiche kleine, interessante Museen. Touristen finden unter anderem ein Beatles-Museum, da John Lennons erste Gitarre aus Alkmaar stammte.<br />
<br />
<em class='bbc'>Im zweiten Teil der Gegneranalyse sehen wir uns die Aufstellung, Taktik und die einzelnen Spieler im Detail an.</em><br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 06:26:41 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title><![CDATA[Branko Boškovi&#263; (oder andere Spielmacher) und die MLS - das passt nicht zusammen!]]></title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/branko-boskovi-oder-andere-spielmacher-und-die-mls-das-passt-nicht-zusammen-r557</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Ende Mai vergangenen Jahres scheiterten die Verhandlungen zwischen Branko Boškovi&#263; und dem SK Rapid Wien. Zdenko Ilicic, der Manager des Montenegriners, forderte zusätzlich zu den Gehaltsforderungen für seinen Schützling, 100.000€ für seine Unterschrift, was der SK Rapid strikt ablehnte. Boškovi&#263; wechselte daraufhin in die Major League Soccer zu Washington D.C. United.</em><br />
<br />
Kurz nachdem die Vertragsverlängerung in Wien platzte, gestand Boškovi&#263; dem damaligen Pressesprecher Sharif Shoukry, dass er eigentlich viel lieber bei Rapid Wien geblieben wäre. Die Abhängigkeit von seinem Management, das vermutlich nicht nur das Beste für seinen Klienten, sondern auch für sich selbst im Sinn hatte, war aber schlussendlich zu groß, sodass der montenegrinische Nationalspieler dem Wechsel in die USA zustimmte, obwohl er sich dort Woche für Woche seiner Flugangst stellen muss.<br />
<br />
<strong class='bbc'>FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR</strong><br />
<br />
In der MLS gibt es eine knapp bemessene Gehaltsobergrenze, die im Jahr 2010 2,55 Millionen Dollar betrug – wohl gemerkt für die gesamte Mannschaft! 2007 wurde allerdings eine Regel eingeführt, die es ermöglichte Stars wie David Beckham in die Liga zu holen, um den Sport in den USA populärer zu machen. Jede Mannschaft durfte einen Spieler nennen <em class='bbc'>(designated player)</em>, dessen Gehalt außerhalb dieser Regelung stand. Drei Jahre später durfte jede Mannschaft zwei „<em class='bbc'>designated players“</em> verpflichten. Gegen eine Luxussteuer von 250.000$, die unter den übrigen Vereinen aufgeteilt wird, darf nun auch ein dritter Spieler verpflichtet werden, dessen Einkommen nicht zur Gehaltsobergrenze hinzugefügt wird.<br />
<br />
David Beckham ist noch immer der Bestverdiener der Liga (6.5 Mio $). Hinter dem Engländer liegt der Franzose Thierry Henry ($5.6 Mio) und der ehemalige Barcelona-Spieler Rafael Márquez ($4.6 Mio). David Beckhams Teamkollege Robbie Keane liegt an der vierten Stelle ($3.4 Mio), vier weitere Spieler verdienen mehr als eine Million. <br />
<br />
Branko Boskovic muss sich hingegen als <em class='bbc'>„designated player“ </em>mit bescheidenen 525.367  Dollar pro Jahr (382.467 Euro)  zufrieden geben, ein Gehalt, das ihm der SK Rapid sicherlich auch bezahlt hätte. Das Management und der Spieler hatten sich schlichtweg verspekuliert, als sie von den Hütteldorfern 800.000 Euro pro Jahr forderten. <br />
<br />
<strong class='bbc'>EIN BLUFF MIT ZWEI VERLIERERN</strong><br />
<br />
Rapid Wien konnte Branko Boškovi&#263; bis heute nicht gleichwertig ersetzen. Der Montenegriner entlastete Steffen Hofmann, brachte kreative Momente ins Spiel, war torgefährlich und spulte regelmäßig die meisten Kilometer aller Rapid-Spieler ab. Das 4-4-2-System Rapids ohne den Montenegriner war über weite Strecken nicht mit anzusehen, da mit Steffen Hofmann der einzige kreative Spieler auf dem rechten Flügel zu finden war. Im Zentrum befand sich Markus Heikkinen lange Zeit in einer Unform, während die beiden klassischen Zerstörer Stefan Kulovits und Yasin Pehlivan ohnehin nicht einmal ansatzweise an die Spielintelligenz des Montenegriners herankamen.<br />
<br />
Boškovi&#263; wiederum wurde in Washington mit hohen Erwartungen empfangen. Auch wenn er vom Gehalt her nicht mit den Spitzenverdienern der Liga mithalten konnte, so verdiente er dennoch doppelt so viel, als seine besten Mannschaftskollegen. Umso enttäuschter waren die Fans, als der Verein mitteilte, dass Boškovi&#263; im Training zwar gut arbeiten würde, aber körperlich noch nicht in der gewünschten Verfassung sei.   <br />
<br />
<strong class='bbc'>EIN KREUZBANDRISS ALS NEGATIVER HÖHEPUNKT</strong><br />
<br />
Als Boškovi&#263; nach Washington übersiedelte waren in der MLS zehn Meisterschaftsrunden absolviert. Von 20 möglichen Partien spielte der <em class='bbc'>„designated player“ </em>nur acht Mal von Beginn an, fünf Mal kam er als Joker in die Partie. In diesen 13 Auftritten erzielte er keinen Treffer und kam allgemein mit dem körperbetonten Spielstil schlecht zurecht. Ein paar Mal musste der Montenegriner sogar in der zweiten Mannschaft des Teams spielen.<br />
<br />
In der kommenden Saison lief es noch weitaus schlechter für den ehemaligen Rapid-Spieler. In den ersten drei Spieltagen absolvierte er keine Minute. Erst in der vierten Runde stand er von Beginn an auf dem Platz, wurde aber nach einer enttäuschenden Leistung nach 53 Minuten ausgewechselt. Danach kam er bis zu seiner Verletzung lediglich drei Mal von der Bank ins Spiel. Der General Manager des Vereins, Dave Kasper, sagte zu einem Journalisten des <em class='bbc'>Washington Examiners</em>, dass Boskovic nicht den Eindruck mache, als ob es ihn stören würde, dass er wenig Spielzeit bekommt.  Trainer Ben Olsen wiederum meinte, dass Boškovi&#263; ein wertvoller Spieler sei, der hart im Training arbeitet und sicher seine Chancen bekommen wird. Boškovi&#263; selbst meinte dazu, dass der Verein ihn bezahle und er das mache, was der Verein ihm aufträgt: <em class='bbc'>„“I’m contracted here, and I must work. If they think like this </em>(Anm.: Dass er in der zweiten Mannschaft spielen soll), <em class='bbc'>for me, it’s okay. I must keep working and be here.” </em><br />
<br />
Am 27. April 2011 bekam er wieder einmal eine Chance. Beim Lamar Hunt U.S. Open Cup, dem nationalen Cup-Bewerb in den USA, zeigte er seine bislang beste Leistung, erzielte zwei Tore, riss sich gegen Ende der Partie allerdings das Kreuzband. Kurz nach dem Spiel sagte er noch, dass er nicht glaube, dass die Verletzung sehr schlimm sei. Eine Magnetresonanzuntersuchung bestätigte allerdings die schlimmsten Befürchtungen. Boškovi&#263; musste operiert werden und arbeitet zurzeit an seinem Comeback. Mittlerweile kann er schon die ersten Übungen mit dem Ball machen, allerdings wird es noch ein paar Wochen dauern, bis er das Knie wieder voll belasten wird können.<br />
<br />
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://youtube.com/v/V3ZY20Tzx8k"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://youtube.com/v/V3ZY20Tzx8k" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<em class='bbc'>Hier könnt ihr euch seine beiden Tore, ein Interview mit ihm und den Kreuzbandriss ansehen. </em><br />
<br />
<strong class='bbc'>HORRORFOULS IN DER MLS – SPIELMACHER HABEN ES SCHWER</strong><br />
<br />
In den USA herrscht derzeit eine große Diskussion, ob die Richtung stimmt, in die sich die MLS gegenwärtig entwickelt. Kreative Spielmacher und dribbelstarke Flügelspieler erleiden immer öfter schwere Verletzungen, die sie zu langen Pausen zwingen. Alleine in letzter Zeit verletzten sich neben dem Montenegriner einige Topspieler, wie etwa Steve Zakuani (Beinbruch), Javier Morales und David Ferreira (beide Knöchelbruch). Insbesondere das Foul von Brian Mullan an Zakuani war so heftig, dass wir von einer direkten Verlinkung Abstand nehmen. Wer es sich dennoch anschauen will, der findet das Video auf YouTube, wenn er die beiden Nachnamen der Spieler eintippt.<br />
<br />
Während manche behaupten, dass die jüngste Verletzungsserie bloß Pech sei, befürchten einige, wie etwa der kanadische Journalist James Grossi, dass andere Faktoren für die schweren Fouls verantwortlich sind: Dadurch dass die Vereine eine Gehaltsobergrenze haben, treffen Spieler mit großen Klasseunterschieden aufeinander. Wenn man die Spiel	er in Europa je nach Klasse in “A-B-C-D- und E-Spieler“ aufteilt, dann meint Grossi, dass in Europa in einer höchsten Spielklasse bloß “A-und B-Spieler“ zum Zug kommen würden. In der zweithöchsten Klasse befinden sich dann die “B- und C-Spieler“. In der MLS müssen die Vereine viele Plätze im Kader mit billigen Spielern auffüllen, damit die Gehaltsobergrenze nicht gesprengt wird. Im Laufe einer Saison kommen dann selbst die “D- und E-Spieler“ zum Zug, die ihre technischen Unzulänglichkeiten mit hartem, einsatzbetontem Spiel wettmachen müssen. Dazu kommt, dass der US-amerikanische Fußball allgemein stark von Athletik geprägt ist. Nicht die besten Voraussetzungen für Branko Boškovi&#263;, der seinen Wechsel in die MLS heute sicher gerne rückgängig machen würde.  <br />
<br />
Stefan Karger, www.abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 14:29:51 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Thorsten Fink: Von der Champions League in den deutschen Abstiegskampf</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/deutschland/thorsten-fink-von-der-champions-league-in-den-deutschen-abstiegskampf-r556</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Der HSV beendet seine Trainersuche und bittet Thorsten Fink auf <strong class='bbc'>dem</strong> Schleudersitz der letzten Dekade Platz zu nehmen. Wird der bisherige Trainer des FC Basel (der zuletzt unter anderem ein 3:3 im Old Trafford gegen Manchester United erreichte) das hanseatische Trainerkarussell stoppen können?</em><br />
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<strong class='bbc'>Vom Arbeiter zum Titelsammler</strong><br />
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Der gebürtige Dortmunder Thorsten Fink ist kein Unbekannter in der Bundesliga. Als Spieler erwarb er sich bei z.B. Wattenscheid 09 und dem Karlsruher SC den Ruf des ehrlichen Arbeiters, während beim großen FC Bayern auch die Titel dazu kamen. Im Zeitraum zwischen 1997-2003 gewann Fink viermal die deutsche Meisterschaft, sowie dreimal den DFB-Pokal. Die Krönung seiner Spielerkarriere war sicherlich der Gewinn der Champions-Leauge 2001. Zum Nationalspieler hat er es in dieser Zeit jedoch nie geschafft. Beim FC Bayern erfüllte er seinen Dienst meist unspektakulär und war jemand, den man heute als klassischen „Rollenspieler“ bezeichnen würde. Jedoch stachen seinem damaligen Trainer Ottmar Hitzfeld schon gewisse Charakteristika eines zukünftigen Trainers ins Auge: „Thorsten dachte als Spieler schon wie ein Stratege und war mit sehr hoher Sozialkompetenz ausgestattet. Wer so ehrlich ist, hat bei der Führung von Menschen keine Probleme.“.<br />
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<strong class='bbc'>Start der Trainerkarriere in Salzburg</strong><br />
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Den Grundstein seiner Trainerkarriere legte Fink bei der zweiten Mannschaft von Red Bull Salzburg, die er in die Erste Liga führte. Danach unterstütze er den großen Giovanni Trapattoni  - unter dem er auch ein Jahr als Spieler beim FC Bayern tätig war – als Co-Trainer der ersten Mannschaft von Red Bull Salzburg. Dies reichte aber zur Ehrgeizbefriedigung bei Weitem nicht aus, sieht sich Fink doch auf Dauer als niemanden, „der nur die Hütchen aufstellt.“.<br />
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<strong class='bbc'>Absturz in Ingolstadt – Mit Basel im Fußballhimmel</strong><br />
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2008 nahm Fink den ersten Cheftrainerposten an und führte den FC Ingolstadt prompt in die 2. Bundesliga. Hier trat auch schon sein immenses Selbstbewusstsein zu Tage. Bei einem Interview sollte er das Erfolgsrezept eines Trainers darlegen und antwortete darauf folgendermaßen: „Ein guter Psychologe. Bin ich. Ein System. Hab ich. Die richtigen Leute aufstellen. Mach ich. Kurzfristig eine Mannschaft motivieren können. Kann ich.“. Den großen Worten folgten in der darauffolgenden Saison jedoch keine Taten. Ganz im Gegenteil: Nach einer Serie von zwölf sieglosen Spielen wurde Thorsten Fink bei Ingolstadt entlassen. Dies schreckte den schweizerischen Topverein FC Basel jedoch nicht ab und so engagierte man Fink 2009. Selbstbewusst wie Fink ist, rückt er auch hier von seiner Spielidee nicht ab, die man vereinfacht unter dem Motto agieren statt reagieren beschreiben könnte. Dazu Finks ehemaliger Spieler bei Ingolstadt Stefan Leitl: „Wir wollten immer unser Spiel durchziehen, mit allen taktischen Mitteln, die wir unter ihm eingeübt haben.“. <br />
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Nach einem durchwachsenen Start in Basel standen am Ende der Saison für Fink die ersten Titel seiner Trainerkarriere zu Buche. Zuerst gewann er den Schweizer Pokal und anschließend auch die Meisterschaft. In der darauffolgenden Champions-League-Saison stand er als Trainer auch erstmals seiner alten Liebe dem FC Bayern gegenüber. Die beiden Spiele gingen zwar verloren, die Leistungen von Basel waren aber durchaus gut. Ebenso gelang es Fink in dieser Saison die Meisterschaft in der Schweiz zu verteidigen.<br />
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<strong class='bbc'>Nächster Karriereschritt oder Karriereknick?</strong><br />
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Finks Trainerleistungen blieben natürlich in der Bundesliga nicht unbemerkt und so tritt er am 17.10.2011 seinen Dienst beim schlingerden Hamburger Sportverein an. Manche mögen sich sicherlich die Sinnfrage dieses Wechsels stellen, trainierte Fink doch bis dato einen Champions-League-Teilnehmer. Und nun der als Himmelsfahrtskommando anmutende Trainerposten in Hamburg. Jedoch kann man dies auch als nächsten logischen Karriereschritt betrachten: das Trainieren eines deutschen Bundesligisten. Der 43-Jährige kann bei dieser Aufgabe genau so viel gewinnen, wie verlieren. Falls er den HSV auf Kurs bringt, hat er sich auch in der Bundesliga einen Namen gemacht und ist seinem Traum, einmal den FC Bayern zu trainieren einen kleinen Schritt näher. Schafft er es aber nicht beim HSV, ist sein Name als Trainer in der Bundesliga wohl fürs erste verbrannt.<br />
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Für Fink spricht auf jeden Fall, dass er Frank Arnesens (Hamburger Sportdirektor) absoluter Wunschkandidat ist und der klamme HSV eine Millionen Euro Ablöse auf den Tisch legte. Dies zeigt das Vertrauen, dass die Hanseaten scheinbar in Finks Trainerfähigkeiten setzen, kann in der Hamburger Medienlandschaft aber auch schnell zum Bumerang werden. Seine Unerfahrenheit als Trainer in der Bundesliga könnte ebenso zu seinem Nachteil angeführt werden. Aber: Fink ist ein Trainer, der gezeigt hat, das er mit Talenten umgehen und sie entsprechend fördern kann. Hier sei nur der Name Xherdan Shaqiri genannt, den Fink beim FC Basel entdeckte und der als einer der großen Talente im Weltfußball gilt. Gerade beim HSV könnte dies in der jetzigen Situation hilfreich sein, besteht der Kader doch aus vielen jungen Spielern, aus denen sein Vorgänger Michael Oenning nicht das Optimum herausholen konnte. Zudem scheint Finks bevorzugtes 4-4-2-System wie für den HSV gemacht zu sein. Krankte das 4-5-1 unter Oenning doch oft daran, dass Mladen Petric nun mal kein alleiniger Stoßstürmer ist. Mit Paolo Guerrero und Petric wären die Hanseaten in der Spitze weniger berechenbar. Für die Außen hat der HSV mit Jansen, Töre, Ilicevic und dem jungen Lam auch viel Potenzial. Dies muss schnellstens abgerufen werden, sonst sieht es für Fink und den HSV düster aus.<br />
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Ral, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 14:22:48 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Greuther Fürth - schaffen es die glücklosen Mittelfranken endlich in die Bundesliga?</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/deutschland/greuther-furth-schaffen-es-die-glucklosen-mittelfranken-endlich-in-die-bundesliga-r553</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Alle Jahre wieder – der dienstälteste Verein der 2.Bundesliga ist zum wiederholten Male auf der Jagd nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse Deutschlands. Die Rede ist von der Spielvereinigung Greuther Fürth. In elf Saisonen stand man achtmal unter den Top 5 der Abschlusstabelle, doch nie reichte es zum Aufstieg. Jetzt steht man ganz oben – vorerst.</em><br />
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<strong class='bbc'>Das ist Fürth</strong><br />
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Wer kennt sie nicht, die Fürther? So richtig bekannt wurden sie am 14.August 1994, als sie den großen FC Bayern München aus dem DFB-Pokal schossen und so über Nacht ein Ausrufezeichen setzten. Ganz korrekt ist das jedoch nicht: Damals hieß dieser Verein nämlich Vestenbergsgreuth und hatte auch noch nicht sonderlich viel mit den heutigen Fürthern gemeinsam. Doch im Jahre 1996 fusionierte man mit der Spielvereinigung Fürth und wurde zu der heute bekannten SpVgg Greuther Fürth.<br />
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Mit drei Meistertiteln (1914, 1926 und 1929) ist der Zweitligist jedoch kein Unbekannter in Deutschland. Vor prominenten Namen braucht man sich ebenfalls nicht zu verstecken, hatte man doch Spieler wie Dietmar Beiersdorfer, Sami Allagui, Roberto Hilbert oder Heiko Westermann in den eigenen Reihen. Und auch der derzeitige Mannschaftskapitän ist ein alter Bekannter, Innenverteidiger Thomas Kleine (41 BL-Spiele, 8 CL-Spiele), der bereits für Bayer Leverkusen, Hannover 96 und Borussia Mönchengladbach auflief.<br />
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<strong class='bbc'>Die aktuelle Saison</strong><br />
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Knapp ein Drittel der Saison ist in der 2.Bundesliga gespielt, zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert (nach 2004) steht Fürth nach zehn Spieltagen an der Tabellenspitze. Mit lediglich sieben Gegentoren besitzt man außerdem die beste Abwehr der Liga und konnte zusammen mit dem FC St.Pauli ebenso viele Spiele gewinnen. Und das alles mit dem drittjüngsten Kader der 2.Liga (24,7 Jahre im Durchschnitt), nur Energie Cottbus und der TSV 1860 München bauen auf eine jüngere Mannschaft. Mit dem 23-jährigen Christopher Nöthe besitzen die Mittelfranken auch den aktuell führenden der Torschützenliste (sieben Treffer), die er sich jedoch mit dem Frankfurter Alex Meier und dem Cottbuser Dimitar Rangelov teilt. <br />
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Mit dem Kanadier Olivier Occean stellt man einen weiteren treffsicheren Stürmer. Zu Saisonbeginn aus der 3.Liga von den Kickers aus Offenbach nach Fürth gewechselt, fand sich der Angreifer auch schnell in der 2.Bundesliga zurecht und erzielte bis dato fünf Tore in zehn Spielen – an vier weiteren beteiligte er sich mit einem Assist. Auf seiner Visitenkarte standen vor seinem Wechsel bereits 16 Tore in Offenbach und 56 Tore in der norwegischen Liga für Lillestrom SK und Odd Grenland. In den kommenden Spielen muss Trainier Mike Büskens (UEFA Cup Sieger 1997 mit Schalke 04) allerdings auf Stephan Fürstner verzichten, zog sich dieser doch erst vor kurzem eine Knieverletzung zu und kann erst wieder im November in den Spielbetrieb einsteigen. Dazu fehlt der langzeitverletzte offensive Mittelfeldspieler Sebastian Tyrala, der bereits in der Bundesliga bei Borussia Dortmund auflief. Der Deutsch-Pole fällt mit einem Knorpelschaden bis ins Frühjahr 2012 aus.<br />
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<strong class='bbc'>Playmobil wird zu Trolli</strong><br />
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Die erfolgreiche Saison spiegelt sich auch in den Zuschauerzahlen wider. Hatte man am Ende der abgelaufenen Saison einen Zuschauerschnitt von 7.775, erreichte man nach den ersten zehn Spieltagen bereits einen Schnitt von knapp 11.400 in der Trolli Arena der Kleeblätter -  bemerkenswert bei einer Einwohnerzahl von 115.000 Menschen. Vielen wird das Stadion wahrscheinlich noch unter dem Namen „Playmobil-Stadion“ bekannt sein, jedoch wurde 2010 dieser Namenswechsel aufgrund des Sponsoring einer Fruchtgummi-Marke vollzogen. Die Kapazität des Stadions beträgt derzeit rund 15.000 (ca. 9.000 Sitzplätze).<br />
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<strong class='bbc'>Klappt es endlich?</strong><br />
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Weiter geht es in der 2.Bundesliga für die Fürther am Sonntag, zu Hause gegen den zehntplatzierten FC Erzgebirge Aue und in den Wochen darauf gegen Energie Cottbus und Eintracht Braunschweig. Sollten die Kleeblätter auch diese Hürden positiv überstehen, wird die Aufstiegsfrage sicher um einiges konkreter! Und nach all den Jahren des Leidens, der knappen Niederlagen, des knapp verpassten Aufstiegs, wäre es sicher ein ganz besonderer Tag für die SpVgg dieses Ziel endlich zu realisieren.<br />
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Gigi, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 23:28:04 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Borussia Dortmund siegt mit 2:0 im Weser-Stadion: Wie man in Unterzahl gewinnt, wenn alle Spieler ihre Aufgaben erfüllen...</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/deutschland/borussia-dortmund-siegt-mit-20-im-weser-stadion-wie-man-in-unterzahl-gewinnt-wenn-alle-spieler-ihre-aufgaben-erfullen-r551</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>Die Zuschauer im Bremer Weser Stadion sahen Freitagabend ein fantastisches Fußballspiel zwischen dem SV Werder Bremen und Borussia Dortmund. Und trotzdem gingen die meisten von ihnen enttäuscht nach Hause, zumal der amtierende Meister, der inklusive Nachspielzeit über 46 Minuten in Unterzahl spielte, den aufstrebenden SV Werder gnadenlos niedertaktierte und schließlich erfolgreich auskonterte.</em><br />
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Das Spiel befand sich von Beginn auf einem hohen technischen und taktischen Niveau. Das Tempo wurde von beiden Teams hoch gehalten, zudem standen sich zwei Teams gegenüber, die im Mittelfeld enorm kompakt standen und ihren jeweiligen Gegenspielern kaum Platz ließen. Zumeist wurden die Kreativspieler beider Teams bereits Sekundenbruchteile nachdem sie an den Ball kamen energisch attackiert. Umso beeindruckender war es, dass dennoch beide Teams in der ersten halben Stunde für gefällige, schnelle und präzise vorgetragene Angriffe sorgen konnten.<br />
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<strong class='bbc'>Moderne Spitzen auf beiden Seiten</strong><br />
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Besondere Rollen in diesem kurzweiligen Fußballspiel nahmen die Solospitzen der beiden Teams ein, die mustergültig vortrugen, wie sich moderne Stürmer zu verhalten haben. Sowohl Claudio Pizarro auf der einen, als auch Robert Lewandowski auf der anderen Seite, bewegten sich in Vorwärtsbewegung bewusst selten an die Brennpunkte des gegnerischen Sechzehnmeterraums, sondern versuchten das Spiel aktiv mitzugestalten. Beide verstanden es gut Bälle zu behaupten, weiter zu verarbeiten und daraufhin wieder mit viel Weitblick zu fordern. In Lewandowskis Fall kam in der zweiten Halbzeit eine weitere Facette hinzu: Um die kompakte Verteidigung für die in Unterzahl spielenden Dortmunder sicherzustellen, agierte der polnische Torjäger als „offensivster Verteidiger“, setzte seine Gegenspieler nicht selten 35 Meter vor dem eigenen Tor unter Druck. <br />
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<strong class='bbc'>Dortmund extrem kompakt und kraftsparend</strong><br />
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Hinter Lewandowski igelte sich Dortmund ein und minimierte die läuferischen Anstrengungen, indem die jeweiligen Mannschaftsteile dicht beieinander standen. Die Mannschaft von Jürgen Klopp schaffte es mit sieben bis acht Spielern hinter den Ball zu kommen und gegen wütend angreifende Bremer einen Abwehrriegel aufzuziehen, ohne sich dabei zu überanstrengen. Wenn der SV Werder einen seiner zahlreichen Richtungswechsel im Mittelfeld startete, mussten die Dortmunder Spieler jeweils nur wenige Meter mitverschieben. Da dies jeder Akteur über 90 Minuten enorm diszipliniert und präzise machte, ging die Mannschaftstaktik in allen Punkten auf und Dortmund schaffte es, die Bremer trotz numerischer Unterlegenheit auszukontern. Dass das 2:0 durch Patrick Owomoyela aus einem Eckball fiel ist schon fast als kurios anzusehen. „Logisch“ wäre ein Tor aus einem der perfekt vorgetragenen Konter gewesen, bei denen der Ball über wenige Stationen bis zum gegnerischen Tor getragen wurde, indem sich drei bis vier Dortmunder Spieler mit effizientem Laufspiel, sowohl mit als auch ohne Ball, in Position brachten – und so erneut „gemeinsam“ Kraft sparten.<br />
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<strong class='bbc'>Werder kreiert zu wenige Chancen</strong><br />
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Werder Bremen musste sich in einem Spiel geschlagen geben, in dem man den Gegner grundsätzlich kontrollierte und eine Halbzeit in Überzahl spielte. Dass die Dortmunder Menschenmauer nicht überwunden wurde, lag jedoch nicht nur am guten Spiel des Meisters, sondern auch an unpräzisen und unentschlossenen Bremer Offensivspielern. Chancen waren da: Philipp Bargfrede schlug einen Pass zum im Abseits stehenden Offensivfreigeist Markus Rosenberg, als er selbst vom Elfmeterpunkt aus abschließen hätte müssen. Schüsse von Mehmet Ekici und Claudio Pizarro wurden geblockt, ein abgefälschter Kracher von Lukas Schmitz klatschte von der Unterkante der Latte wieder ins Feld zurück. Der Hauptgrund dafür, dass Werder keinen Treffer erzielte war jedoch der, dass die Norddeutschen zu wenige Torchancen kreieren konnten bzw. sich das Leben im Aufbauspiel durch fehlende Lockerheit und zu wenig Mut zum Risiko zu schwer machten. Spieler wie Diego, der sich seinerzeit gerne ein Herz fürs Geniale/Unerwartete nahm, fehlen derzeit in der Elf von Thomas Schaaf. Daran konnte auch der von den Bremer Fans häufig verschmähte Aaron Hunt, der eine seiner besten Saisonleistungen zeigte, nichts ändern. Es war vieles durchaus brav, dynamisch und kampfkräftig, aber kaum ein Spieler traute es sich zu, den Gegner durch eine Einzelaktion zu überraschen. Die drei missglückten Weitschussversuche des Innenverteidigers Naldo sind am ehesten in diese Kategorie einzuordnen, waren jedoch schlichtweg schwach. <br />
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<strong class='bbc'>Perisic als enfant terrible, Papastathopolous als Schwächster</strong><br />
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Auf der anderen Seite war es eine Einzelaktion, die das Spiel mitentschied. Der junge Kroate Ivan Perisic, der später völlig zurecht nach zwei übermotivierten Fouls die gelb-rote Karte sah, packte seinen griechischen Gegenspieler Sokratis Papastathopolous mit einem Übersteiger und einem schnellen Schritt ein, knallte den Ball platziert hoch ins kurze Eck und stellte damit kurz vor der Pause auf 1:0 für Dortmund. Es war die Einzelaktion, auf die der Bremer Anhang bei ihrem Team vergeblich wartete. Bremens Rechtsverteidiger Papastathopolous war aber nicht nur aufgrund des verlorenen Zweikampfs vor dem ersten Gegentor und den beiden erlittenen Fouls, für die Perisic vom Platz musste, einer der auffälligsten Spieler der Partie. Der 23-jährige Grieche zeigte, dass er Potential hat, einer der unangenehmsten Gegenspieler der Bundesliga zu werden: Schon alleine aufgrund der vielen kleinen Mätzchen, die der Ex-Serie-A-Legionär in nahezu jedem Duell mit seinem jeweiligen Gegenüber auspackt. Gleichzeitig zeigte er aber auch, dass er zu einem Lieblingsgegenspieler werden könnte: Der Grieche war technisch eindeutig der schwächste Mann auf dem Feld. Ebenfalls schwach zeigte sich einmal mehr Marko Marin, der sich aufgrund seiner unterlegenen Physis nie durchsetzen konnte. Auf der anderen Seite lieferten die zuletzt fehleranfälligen Dortmunder Abwehrspieler rund um Neven Subotic und Mats Hummels wieder starke Leistungen.<br />
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<strong class='bbc'>Kein Arnautovic, kein Prödl, dafür aber Leitner</strong><br />
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Und die Österreicher? Sebastian Prödl saß über die volle Spielzeit auf der Ersatzbank und Marko Arnautovic ist weiterhin rotgesperrt. Den Österreicherbeitrag lieferte Dortmund, als Jürgen Klopp eine Minute vor Schluss den 18-jährigen Moritz Leitner, einen „Ex-Österreicher“, einwechselte. Leitner ist Sohn eines deutschen Vaters und einer österreichischen Mutter, hält ursprünglich die österreichische und seit 2010 auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Er schnupperte gegen Werder Bremen zum zweiten Mal Bundesligaluft, ist für das österreichische Nationalteam jedoch kein Thema mehr: In der U17 spielte er noch für sein Mutterland, seine U19- und U21-Erfahrungen macht er jedoch für Deutschland... das übrigens so manchen fantastischen Schiedsrichter hat! Das Spiel war ausgezeichnet, einige Spieler waren sehr gut, der Schiedsrichter (samt Team) war trotzdem der Beste. Keine Fehler, großes Fingerspitzengefühl und nie im Begriff eine flotte und ansehnliche Partie unnötig aus den Rudern laufen zu lassen. Gratulation daher nicht nur nach Dortmund, sondern auch an Florian Meyer und Kollegen!<br />
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Daniel Mandl, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 21:22:19 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Celtic und Rangers: Eine seit drei Jahren andauernde Unserie dokumentiert den Verfall des schottischen Clubfußballs</title>
		<link>http://www.austriansoccerboard.at/index.php/page/index.html/_/fussball-international/weitere-laender/celtic-und-rangers-eine-seit-drei-jahren-andauernde-unserie-dokumentiert-den-verfall-des-schottischen-clubfussballs-r547</link>
		<description><![CDATA[<em class='bbc'>2008 standen die Rangers aus Glasgow noch im Endspiel um den UEFA Cup, 2003 gelang dies auch Lokalrivalen Celtic. Mittlerweile können die einstigen europäischen Schwergewichte aber nicht einmal mehr annährend an diese Erfolge anschließen, weshalb sich Schottland in der UEFA Fünfjahreswertung vor dem Sturz ins nahezu Bodenlose befindet. Seit der Saison 2008/09 fällt die Bilanz der beiden einzigen international konkurrenzfähigen schottischen Mannschaften verheerend aus: Von insgesamt 46 Spielen konnten Rangers und Celtic nur 6 gewinnen, 22 gingen hingegen verloren (Torverhältnis 33:65). Den Rangers gelang in den letzten 22 Europacupspielen überhaupt nur ein einziger Sieg – eine Ausbeute, die vor wenigen Jahren nicht einmal die kühnsten Pessimisten für wahrscheinlich angenommen hätten. Angesichts dieser Zahlen wundert es kaum, dass Schottland ohne einen Sieg Celtics am grünen Tisch heuer erstmals ohne einen einzigen Vertreter in einem UEFA Hauptbewerb dagestanden wäre – das erste Mal in der Europacupgeschichte überhaupt!</em><br />
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Die Saison 2008/09 wurde in diesem Artikel aus dem Grunde gewählt, da diese eine Art Zäsur darstellt. Waren zuvor Rangers und Celtic regelmäßig durchwegs erfolgreich auf der europäischen Bühne unterwegs – sprich Europacupfinals oder Achtelfinalteilnahmen in der Champions League – folgte in den darauf folgenden Spielzeiten ein nahezu beispielloser Absturz. Dieser kam jedoch nicht gänzlich überraschend, auch wenn die Fallhöhe, wie das Beispiel der Rangers zeigt, eine enorme war: Vom UEFA Cup Finale direkt zum europäischen Aus im Juli. Doch betrachtet man das Erreichen dieses Finales etwas näher, kommt man zum Schluss, dass auf dem Weg dorthin die jeweiligen Gegner (Werder Bremen, Sporting, Fiorentina) zwar ausgeschaltet worden waren, diese dabei jedoch beinahe immer deutlich überlegen gewesen sind und es neben der antiquierten Defensivspielweise jeder Menge Glück bedurfte, um die Aufstiege zu sichern. Im Finale war dieses den Rangers dann nicht mehr hold gewesen und man unterlag Zenit St. Petersburg völlig verdient mit 0:2.<br />
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<strong class='bbc'>2008/09: Der Schock von Kaunas</strong><br />
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Noch euphorisiert vom zurückliegenden UEFA Cup Finale starteten die Rangers als Vizemeister in die Champions League Qualifikation und bekamen dort als ersten Gegner den litauischen Meister aus Kaunas zugelost. Auf dem Papier eine glasklare Angelegenheit, doch kamen die Schotten im Ibrox Park nicht über ein 0:0 hinaus, reisten jedoch zuversichtlich zum Auswärtsspiel ins Baltikum. Dort gelang auch planmäßig durch Novo die Führung, jedoch konnten die Litauer die Partie noch drehen und gewannen schlussendlich mit 2:1, was gleichbedeutend mit dem Ausscheiden der Rangers auf europäischer Bühne war.<br />
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Celtic war in dieser Saison als Meister bereits für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert (im Vorjahr scheiterte man dort im Achtelfinale am FC Barcelona) und erhielt Manchester United, Villarreal sowie Aalborg als Gegner. Am Ende standen vier Punkte zu Buche, was aufgrund einer 1:2 Niederlage in Dänemark nur zum letzten Tabellenplatz reichte, während Aalborg in den UEFA Cup übersiedelte.<br />
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<strong class='bbc'>2009/10: Die Heimstärke ist nicht mehr vorhanden</strong><br />
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Jahrzehntelang galten die schottischen Mannschaften als enorm heimstark – ein Umstand, der sich auf bis ins 21. Jahrhundert gehalten hat, denn so erzielte etwa Celtic das absolute Gros seiner Champions League Siege im heimischen Parkhead. In der Saison 2009/10 kam es jedoch zu einem Bruch dieser „Tradition“ und die beiden schottischen Spitzenteams mussten vor allem zuhause bittere Niederlagen verkraften.<br />
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In der Qualifikation zur Champions League verlor Celtic zunächst auf eigenem Platz gegen Dinamo Moskau mit 0:1, konnte in Russland allerdings noch den Aufstieg fixieren. In der nächsten Runde war Arsenal dann jedoch zumindest eine Nummer zu groß und gewann beide Spiele, so dass Celtic in die Gruppenphase der Europa League einzog, wo man auf den Hamburger SV, Hapoel Tel-Aviv und Rapid Wien traf. Einer Niederlage in Israel folgten jeweils in Glasgow ein 1:1 gegen Rapid sowie ein 0:1 gegen den HSV. Abgeschlossen wurde die Gruppe dann mit einem torlosen Remis in Hamburg, einem 2:1 Sieg über Hapoel sowie einem 3:3 im Duell der bereits Ausgeschiedenen im verschneiten Wien.<br />
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Lokalrivale Rangers kam in die Champions League gehörig unter die Räder, denn es setzte in allen drei Heimspielen Niederlagen, die mit 1:4 gegen Sevilla und Unirea Urcizeni auch nicht zu gering ausfielen, dazu kam noch ein 0:2 gegen Stuttgart. Zwei Unentschieden in Deutschland und Rumänien blieben die einzigen Punktgewinne, was schlussendlich den letzten Gruppenplatz bedeutete.<br />
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<strong class='bbc'>2010/11: Erfolgreich als Remiskönig und van Wolfswinkel zerlegt Celtic</strong><br />
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In dieser Saison waren die Rangers letztmalig als Meister direkt für die Champions League qualifiziert und trafen dort auf Manchester United, Bursaspor und Valencia. Aufgrund der äußerst defensiven Spielweise des Teams von Walter Smith mit zumeist fünf Verteidigern verkamen die meisten Spiele zu torarmen Rückzugsgefechten, die jedoch immerhin zum dritten Gruppenplatz und dem damit verbundenen Einzug in das Sechzehntelfinale der Europa League reichten. Dort konnte Sporting dank eines Treffers in der Nachspielzeit in Lissabon mit 1:1 und 2:2 ausgeschaltet werden, ehe im Achtelfinale die PSV Eindhoven mit 0:0 und 1:0 die Überhand behielt. Insgesamt gewannen die Rangers in dieser Europacupsaison nur eines von zehn Spielen – mit einer solchen Bilanz haben vermutlich noch nicht viele Mannschaften ein Achtelfinale erreicht.<br />
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Celtics europäischer Auftritt dauerte hingegen wesentlich kürzer und fand bereits im August sein Ende. Dem Aus gegen Braga in der Champions League Qualifikation folgte ein Duell mit Utrecht um den Einzug in die Europa League. Der 2:0 Sieg vom Hinspiel in Glasgow reichte jedoch nicht zum Aufstieg, denn in den Niederlanden setzte es eine 4:0 Packung, wobei der junge Ricky van Wolfswinkel (mittlerweile bei Sporting) für drei Tore verantwortlich zeichnete.<br />
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<strong class='bbc'>2011/12: Malmö, Maribor und Sion als zu hohe Hürden</strong><br />
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Aufgrund der sehr mäßigen Ergebnisse der letzten Jahre gibt es für den schottischen Meister in der laufenden Saison keinen Fixplatz mehr in der Champions League und der Vizemeister muss sich mit Europa League begnügen. <br />
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Meister Rangers bekam es in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League mit Malmö zu tun und schied nach einer 0:1 Niederlage im Ibrox Park und einem 1:1 in Südschweden aus. Im Playoff zur Europa League traf man auf das von Ex-Sturmspieler Darko Milanic betreute Maribor und musste im Hinspiel eine späte 2:1 Niederlage in Slowenien einstecken. Zuhause konnte man einen Rückstand zwar noch ausgleichen, Maribor brachte das 1:1 jedoch mit nicht wenig Glück über die Zeit und qualifizierte sich als erste slowenische Mannschaft für die Europa League Gruppenphase.<br />
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Celtic stieg direkt ins Europa League Playoff ein, wo der schweizer Cupsieger Sion wartete. Dieser erwies sich zunächst als zu starker Gegner und stieg mit 0:0 und 3:1 auf. Allerdings setzten die Walliser dabei einige Spieler ein, die aufgrund einer Transfersperre der FIFA nicht spielberechtigt gewesen wären, so dass Celtic am grünen Tisch in die Europa League vorstieß. Dort ging das erste Gruppenspiel bei Atlético Madrid mit 0:2 verloren, gegen Udinese reichte es zuhause immerhin zu einem 1:1. <br />
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Es ist jedoch möglich, dass Celtic den Platz wieder an Sion abtreten muss, da ein schweizer Gericht den Ausschluss für ungerechtfertigt befand; in dieser Causa wird man die Entwicklungen der nächsten Wochen abwarten müssen.<br />
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<strong class='bbc'>Gründe für die Krise</strong><br />
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Zunächst gilt es festzuhalten, dass Schottland lediglich fünf Millionen Einwohner zählt, so dass die Erfolge der Vergangenheit mehr als respektabel sind und viele größere Länder nicht auf solche verweisen können. Vorteilhaft sind hier gewiss die Nähe zu England und die von dort stammenden Einflüsse zu nennen.<br />
Auf der anderen Seite ist das Land jedoch zu klein für eine Spitzenliga, in der Vereine wie Celtic und die Rangers Woche für Woche gefordert werden. Seit über zwanzig Jahren verkommt das Titelrennen zu einem Duett, in das sich kein anderer Club einmischen kann. Die weiteren schottischen Vereine sind international mittlerweile nämlich zumeist gänzlich überfordert, wie die Ergebnisse der letzten Jahre dokumentieren (z.B.: Hearts – Tottenham 0:5, Maribor – Hibernian 3:0, Vaduz – Falkirk 2:0, Aberdeen – Olmütz 1:5) und geben daher für das Old Firm Duo nur mehr bessere Sparringspartner ab. Aufgrund dessen ist es verständlich, dass die beiden Vereine seit Jahren einen nicht sonderlich realistischen Wechsel in die englische Premier League anstreben, wo auch völlig andere finanzielle Möglichkeiten gegeben wären.<br />
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Ein weiteres Problem ist, dass zahlreiche schottische Spieler der heimischen die diversen englischen Ligen vorziehen, verdient man doch auch in den Klassen unter der Premier League zumeist besser als im eigenen Land und die sportliche Herausforderung ist oftmals ebenfalls größer. Aktuell verdienen in den vier englischen Profiligen (Premier League, Championship, League One, League Two) nicht weniger als 126 Schotten ihr Geld. Einen derartigen Abwanderungsstrom kann ein kleines Land praktisch nicht kompensieren. <br />
Dazu kommen die teilweise eklatanten finanziellen Probleme, die derzeit etwa die Rangers plagen, was dazu führt, dass die hochwertigen Legionäre früherer Tage wie Brian Laudrup oder Giovanni van Bronckhorst längst durch Durchschnittsspieler ersetzt werden mussten. Auch die Insolvenz des Pay-TV-Kanals <em class='bbc'>Setanta</em> hatte zur Folge, dass die Einnahmen aus dem Fernsehbereich zurückgingen.<br />
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<strong class='bbc'>Es wird wieder auch aufwärts gehen</strong><br />
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Schottland lag im Jahr 2003 auf den 9. Rang der UEFA Fünfjahreswertung, zu Beginn der nächsten Saison wird man sich auf 27. wiederfinden. Dennoch muss konstatiert werden, dass es sich bei Rangers und Celtic um zwei Vereine mit weiterhin sehr großem Potenzial handelt, wie etwa die 40 – 50.000 Zuschauer zeigen, die Woche für in den Ibrox und Celtic Park zu Ligaspielen gegen chancenlose Kontrahenten pilgern. Zudem erfreuen sich die Vereine auch jenseits der schottischen Grenzen großer Beliebtheit, was sich positiv auf das Merchandising auswirkt.<br />
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Daher werden auch wieder bessere Tage ins Land ziehen und man im UEFA-Ranking in höhere Gefilde zurückklettern (Schottland befand sich auch im Jahr 1998 kurzfristig auf dem 26. Platz) , zumal künftig wieder mehr Qualifikationsspiele gegen leichtere Gegner auf dem Programm stehen werden, jedoch sollte man sich von der Vorstellung verabschieden, dass die schottischen Clubs wieder mit der europäischen Spitze mithalten werden können. Dies bedeutet, dass die Vereine nicht mehr fix für die Champions League qualifiziert sind und daher mit diesen Geldern nicht planen können. Zudem startet der Europacup nun bereits Anfang bis Mitte Juli, worauf die schottische Liga heuer bereits reagiert hat und den Saisonstart, der bisher im August stattfand, vorzog. <br />
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Auch den Vereinen muss klar werden, welche Bedeutung die vielleicht lästigen europäischen Spiele in dieser frühen Phase des Wettbewerbs haben und dass sie wichtiger sind, als Teilnahmen an Vorbereitungsturnieren wie dem Emirates Cup, der bereits während der laufenden Saison stattfindet, auch wenn diese zweifelsfrei Geld in die Kassen spülen.<br />
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OoK_PS, abseits.at]]></description>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 15:51:48 +0000</pubDate>
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